Sonntag, 27. April 2014

Kräftige Konkurrenz für den Klassiker aus Genua: Pesto di rucola



So sehr ich Rucola wegen des auf Grund der in den Blättern enthaltenen Senföle pfeffrig-scharfen Aromas auch schätze, pur als Salat ist mir dieses Kraut dann oft zu heftig im Geschmack. Auch wenn man einen gemischten Salat zusammenstellt, das kräftige Aroma der in Deutschland auch Rauke genannten Pflanze überdeckt oft die anderen Zutaten, und nicht selten kommt auch eine leicht bittere Note ins Spiel. Fein dosiert in Blattsalaten, zu Tomaten oder auch als Begleiter der Bresaola mag ich Rucola wirklich gerne.
Oft bleibt mir durch meinen zurückhaltenden Einsatz jede Menge von den Blättern übrig, die dann - gewaschen und in Plastikbeutel verpackt - nach einem Tag im Kühlschrank oft schlappmachen. Deshalb lohnt es sich, Rucola zu einem kräftigen Pesto zu verarbeiten, das sich im Kühlschrank mehrere Tage lang aufbewahren lässt.
Wie auch das Pesto alla Genovese passt es wunderbar zur Pasta, aber auch auf Tomaten oder pur auf Cracker gestrichen, die man zum Aperitif reichen kann, braucht es den Vergleich mit dem Klassiker aus Genua nicht zu scheuen.
Die Zubereitung ähnelt dem des Basilikumpestos, auch die Zutaten weichen nur in wenigen Punkten ab.




Zutaten (für ca. 270 g Pesto)


  • 100 g Rucola
  • 3 El Pinienkerne
  • 1 El in Salz eingelegte Kapern, gut abgespült
  • 1 Knoblauchzehe
  • 45 g Pecorino Romano, frisch gerieben
  • 35 g Parmigiano Reggiano, frisch gerieben
  • 140 ml Olivenöl extra vergine


Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne leicht rösten, dann abkühlen lassen.
Die Rucolablätter mit den Pinienkernen, den Salzkapern (man benötigt hier kein zusätzliches Salz, da sowohl die Kapern und auch der Käse noch genügend Salz abgeben), der kleingeschnittenen Knoblauchzehe und etwas Olivenöl in einen Mixer geben und alles intervallartig zu einem Pesto verarbeiten. Zum Schluss die geriebenen Käsesorten und das restliche Olivenöl unterrühren.
Gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren, und nach Entnahme von Pesto etwas Olivenöl über die glattgestrichene Oberfläche gießen.


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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Kommentare:

  1. Wie machst du das nur? Ich bin eigentlich kein grosser Fan von Pesto und trotzdem setzt du dieses Pesto so in Szene, das ich Lust aufs Nachbasteln bekomme.

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    1. Was soll ich dazu sagen, liebe Sabine? :-) Ich liebe!! Pesto, egal ob mit Basilikum, Rucola oder auch aus Petersilie. :-) Am liebsten hätte ich stets ein Gläschen davon im Kühlschrank.
      Saluti
      Ariane

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  2. Pesto ist klasse, und grade für Rucola wo die Bundgröße doch sehr erheblich meinen Bedarf übersteigt eine sehr gute Idee. Man muß es nur machen....

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    1. Genau das ist das "Problem", liebe Ninive! :-) Dann schnell in den Mixer mit den Blättern, und in Kürze hat man ein wunderbares Pesto! :-)
      Saluti
      Ariane

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  3. Der Rucola wächst bei mir schon fleißig - das Rezept ist schon gespeichert. Bis auf die Kapern wird das direkt umgesetzt. :D

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    1. Wie toll: Rucola aus eigenem Anbau! Ich scheue mich etwas davor, Rucola in Bündeln auf dem Markt zu kaufen, weil ich da schon ein paar Horrorgeschichten (angeblich wird die hier angebotene Rucola auch schon mal zwischen den Bahngleisen gepflückt...) gehört hatte. Er sieht auch nicht immer sehr frisch aus... Also greife ich lieber auf abgepackte Rucola (aber Bio-Anbau!) zurück.
      Saluti
      Ariane

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  4. Liebe Ariane,
    da bekomme ich sofort Hunger! Dein Pesto sieht so lecker aus! Ich mache auch sehr gerne Pesto selber! Letztens habe ich Petersilien-Pesto gemacht. Danke für dein Rezept! Ich werde es mal mit den Kapern ausprobieren!
    Ganz viele, liebe Grüße,
    Tanja

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    1. Petersilienpesto habe ich auch schon gemacht; mit ein paar Oliven darunter. Oder man kann die Kräuter auch mischen. Jedenfalls ist es immer eine feine Sache, ein paar Gläschen Pesto vorrätig zu haben! :-)
      Saluti
      Ariane

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  5. Die Kapern drin geben dem Ganzen sicher eine besondere Note. Wow!

    Mit Walnuss und Rucola hatte ich mal zu Ricotta-Gnocchi improvisiert, das war auch klasse. Danke fürs Rezept, bei mir bleibt Rucola nämlich auch immer liegen.

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    1. Kapern, vor allem Salzkapern, gehören zu meinem "Lieblingen". Vielleicht liegt das auch an meinem Bedarf an Salz. Ich weiß, nicht gesund, aber ich brauche ab und an viel Salziges. Das mit den Walnüssen im Pesto muss dagegen ich unbedingt mal ausprobieren, da sie ja auch einen interessanten Eigengeschmack mitbringen, den ich sehr mag!
      Saluti
      Ariane

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  6. Rucola gehört zu den wenigen grünen Dingen, die ich noch nicht zu Pesto verarbeitet habe. Danke für diese Anregung. Das klingt tatsächlich so, als hätte ich bisher etwas Tolles versäumt.

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    1. Es lohnt sich wirklich, nicht nur Basilikum zu Pesto zu verarbeiten, obwohl das nach wie vor mein Lieblingspesto bleibt!
      Das ist doch das Schöne, wenn wir gegenseitig unsere Blogs lesen: man entdeckt immer wieder neue Ideen! :-) Natürlich habe ich dieses Pesto nicht erfunden, nur die Zusammenstellung ist ganz meine :-)
      Saluti
      Ariane

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  7. Hallo Ariane,

    ich habe auch nun mein eigenes Rucola im großen Topf angebaut und kann es gar nicht so schnell verbrauchen. Daher kommt mir dieses Rezept geradezu gelegen.
    Nachdem ich vor langer Zeit dein Pesto Genovese ausprobiert habe und es mir so wunderbar gefällt, ist dieses Rezept quasi Pflicht für mich. Melde mich wieder, wenn ichs versucht habe.
    Sonnige fast 1.Maigrüße aus good old Germany von Biggi

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    1. Liebe Biggi,
      also, ich glaube, sich sollte auch mal Rucola anbauen. Mit Basilikum hat das vor ein paar Jahren nicht geklappt. Aber einen Topf könnte man ja mal riskieren.
      Auch Dir einen schönen Feiertag! :-)
      Saluti
      Ariane

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