Sonntag, 1. Juli 2012

Gaben aus Nordafrika: Hitze - und Couscous dolce con fichi caramellati

Die aus Nordafrika kommende Hitze hält Italien in diesen Tagen fest im Griff. Temperaturen bis zu 40 Grad, sagt der Wetterbericht und warnt gleichzeitig, sich zwischen 11 und 18 Uhr im Freien, besonders in der Sonne, aufzuhalten.


Aus Nordafrika kommen auch die vielen Gerichte mit Couscous, die man in Sizilien, bevorzugt in der Provinz Trapani, findet. Als Couscous mit Fisch oder auch vegetarisch ist er heute fester Bestandteil der sizilianischen Küche. Die Zutaten für die Zubereitung von Couscous in seiner süßen Variante - darunter einige, die ihre arabische Herkunft auch nicht verleugnen können - variieren je nach Rezept: gehackte Mandeln oder Pistazien, kandierte Kürbisstücke oder auch Schokoladentröpfchen, Orangenblütenwasser und ein Hauch Zimt versprechen ein maghrebinisch angehauchtes Geschmackserlebnis.



In Agrigent bereiten noch heute Nonnen den süßen Couscous als typisches Weihnachtsdessert zu. Da fehlen dann aber die frischen Feigen, die gerade Saison haben, und so paßt dieses Wintergericht auch zur afrikanischen Hitze im italienischen Sommer.



Zutaten (für 6 Portionen)

  • 250 g Couscous
  • 300 ml Wasser
  • 1 El Olivenöl
  • 25 g Puderzucker
  • 1 El Zimt
  • 1 Prise Kardamom (gemahlen)
  • 100 g getrocknete Datteln (ohne Stein) 
  • 60 g Zitronat oder Orangeat
  • 50 getrocknete Feigen
  • 40 g Pistazien 
  • 2 EL Orangenblütenwasser

  • 6 Feigen
  • 1 El Butter
  • 2 El brauner Zucker
  • 80 ml brauner Rum (Orangensaft für Kinder)
  • einige Pistazienkerne zum Garnieren

Für den Couscous nehme ich ein vorgekochtes Produkt ("Instant-Couscous").  Den Couscous gebe ich in eine große Schüssel, verrühre ihn mit einem EL Olivenöl und übergiesse ihn mit dem kochenden Wasser. Zehn Minuten muß er nun quellen.
In der Zwischenzeit schneide ich die Datteln und die getrockneten Feigen klein und hacke die Pistazien (mit einem Wiegemesser). 
Nach dem Quellen den Puderzucker mit dem Zimt und dem Kardamom mischen und unter den Couscous heben. Dabei immer wieder die Masse mit zwei Gabeln auflockern und auskühlen lassen.
Danach vermische ich den Couscous mit den getrockneten und den kandierten Früchten sowie den Pistazien und schmecke mit Orangenblütenwasser ab. Auf sechs Gläser oder Dessertschalen verteilen und kaltstellen.




Die Feigen schälen und vierteln.
In einer beschichteten Pfanne die Butter zerlassen und den Zucker darin schmelzen lassen. Die Feigenviertel in die Pfanne geben und vorsichtig karamellisieren. Mit dem Rum ablöschen. Etwas einkochen lassen, dann die Feigen in der sirupartigen Restflüssigkeit erkalten lassen.
Den Coucous mit den Feigen belegen
Schmeckt auch gut mit anderen karamellisierten Früchten wie etwa Pflaumen:




 Ein Dolce für Tobias' Kochbasar am Wochenende.


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

6 Kommentare:

  1. Das sieht mal wieder sehr schön aus, was Du zubereitet hast. Doch für mich als "Nicht-Süße" lieber den Fisch-Couscous ;-)

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    1. Bin ja auch nicht so eine "Süße", viel eher mein Mann, für den ich auch Marmeladen koche (ich brauche schon am Morgen Salziges!). Nur Fisch ginge für mich gar nicht; ich nehme dann den mit Gemüse :-)))!
      LG Ariane

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  2. Oh, sieht das lecker aus - so schöne Fotos, die Feigen wirken richtig plastisch! Auch bei uns ist es sehr heiß - aber bis 40°! davon können wir hier nur träumen.
    Liebe Grüße aus Niederbayern,
    Doris

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    1. Das freut mich, wenn Dir meine Fotos gefallen, liebe Doris! Von diesen Temperaturen muß Du aber nicht träumen :-)), da spielt sich das Leben auch nicht mehr im Freien ab. Mein Mann träumt da eher von den Temperaturen in seiner - niederbayerischen - Heimat ;-))!
      LG Ariane

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  3. Ein Dessert mit frischen Feigen - einfach himmlisch. Ich mit Couscous noch nie was Süßes gemacht. Das wird sich jetzt ändern.

    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Das ist wirklich eine süße Leckerei! Wer kandierte Früchte wie Zitronat nicht mag, kann auch frisches Obst nehmen. Oder aber Granatapfelkerne...
      Saluti
      Ariane

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