Montag, 27. August 2012

Von der Insel der Kapern: Insalata Pantesca

Im Monat August sucht Tobias nach Rezepten mit Kapern.
Ich liebe diesen kleinen, aromatischen Blütenknospen sehr. Besonders den in Salz eingelegten aus Pantelleria kann ich nicht widerstehen, und ich verwende diese ziemlich oft in den unterschiedlichsten Gerichten.
Die kleine sizilianische Vulkaninsel Pantelleria liegt nur 70 Kilometer von Tunesien entfernt. Windiges Klima beherrscht die Insel; nicht umsonst bedeutet ihr Name, der aus dem Arabischen kommt, "Tochter der Winde".







Berühmt ist Pantelleria vor allem für den Dessertwein "Passito di Pantelleria", bei dem man bei aller Süße auch eine feine salzige Note - Ergebnis der Winde, die vom Meer her über die Insel fegen - herausschmecken kann - und natürlich für die "Capperi sotto sale", den in Salz eingelegten Kapern.




Diese ziehe ich stets den in Lake eingelegten, säuerlichen Kapern vor. Nur bei meinen "Königsberger Klopsen" greife ich auf Letztere zurück.
Was also liegt für mich näher, als meinen Lieblingskapern mit einem typischen Salat der Insel Pantelleria für Tobias' Blogevent zu "huldigen".





Zutaten (für 4 Personen)

  • 1/2 Kg Kartoffeln
  • 1/2 Kg Ochsenherztomaten (oder eine andere, für Salat geeignete Sorte)
  • 1 rote Zwiebel (wenn möglich "Cipolla rossa di Tropea")
  • 1/2 Tasse Rotweinessig
  • 20 schwarze Oliven (ich nehme gerne Olive Taggiasche, auch wenn sie aus Ligurien kommen und somit eigentlich nicht zu einem sizilianischen Gericht passen)
  • 2 El Salzkapern (wenn möglich aus Pantelleria)
  • Olivenöl extra vergine
  • Fenchelsamen
  • Oregano
  • Basilikum
  • Fleur de sel, frisch gemahlener Pfeffer

Die Kartoffeln ungeschält in Salzwasser garkochen. Abgiessen, pellen und bis zur weiteren Verwendung an einen kühlen Ort stellen. Die Salzkapern gut in kaltem Wasser wässern, danach in einem Sieb kalt abbrausen, um das überschüssige Salz zu entfernen.
Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Die Zwiebelstreifen für eine halbe Stunde in den Rotweinessig legen.


Kapern und Oregano

Die Tomaten in Würfel und die Kartoffeln in etwas dickere Scheiben schneiden. Auf eine große Platte oder in eine Schüssel geben. Die Zwiebelstreifen aus dem Essig heben (der Essig wird nicht weiter verwendet) und mit den abgespülten Salzkapern und den Oliven zu den Tomaten und den Kartoffelscheiben geben. Mit Fleur de Sel (vorsichtig, da die Kapern immer noch sehr salzig sind), Pfeffer, Fenchelsamen und Oregano bestreuen und Olivenöl darübergiessen. Den Salat mit ein paar Basilikumblättchen belegen.


Kochevent- Mediterrane Kräuter und Gewürze - KAPERN - TOBIAS KOCHT! vom 1.08.2012 bis 1.09.2012




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Sonntag, 26. August 2012

Ableger eines Klassikers: Pesto di zucchini

An Zucchini kommt man ja um diese Jahreszeit nicht vorbei. Am liebsten sind mir die dünnen und gerippten Zucchini (Zucchini romaneschi), an denen manchmal noch ein paar Blüten hängen. Diese aber sind meist schon etwas verwelkt und auch zu winzig, um sie für manche Rezepte weiterverwenden zu können. Größere Zucchiniblüten gibt es daher, zu kleinen Sträußen gebunden,  auch ohne "Anhang" zu kaufen. Leider habe ich aber beim Einkauf am Wochenende nur die größere dunkelgrüne Sorte bekommen, die ich sonst eher unbeachtet lasse.




Nachdem es Freitag schon eine Quiche mit dem beliebten Gemüse gab, habe ich mir heute ein Pesto vorgenommen. Im Prinzip ähnelt das Rezept dem klassischen Pesto alla Genovese, nur dass hier die Hauptzutat aus Zucchini besteht. Es somit ein "Ableger" dieses Klassikers; Konkurrenz wollte ich allerdings nicht schreiben, denn das Pesto aus Ligurien ist und bleibt für mich immer noch die Nummer Eins!
Einige Basilikumblättchen habe ich aber auch bei dieser Version mit ins Pesto geschmuggelt - ihr Aroma harmoniert wunderbar mit den Zucchini. Den Pecorino lasse ich dieses Mal weg und verwende nur Parmesan.
Schmeckt gut zu Pasta, aber auch auf geröstetem Brot.





Zutaten

2 große Zucchini (ca. 500 g)
eine Handvoll Basilikumblättchen
2 El Pinienkerne
1 Knoblauchzehe
80 g Parmigiano Reggiano, frisch gerieben
grobes Salz, frisch gemahlener Pfeffer
Olivenöl extra vergine

Zunächst die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne etwas anrösten. Die Zucchini der Länge nach halbieren. Etwas Olivenöl in der Pfanne erhitzen und die Zucchinihälften von beiden Seiten anbraten. Aus der Pfanne nehmen und vollständig auskühlen lassen.
Erkaltete Zucchinistücke etwas kleinschneiden und zusammen mit der Knoblauchzehe, den Basilikumblättchen, den Pinienkernen und etwas Salz in einen Mixer geben und pürieren. Dabei nach und nach soviel Olivenöl hinzufügen, bis eine geschmeidiges Pesto entsteht. Den Käse in der letzten Phase auch unterrühren und nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
P.S.: Bei Juliane gibt's übrigens ein tolles Zucchinipesto mit Kürbiskernen. Muß ich auch einmal ausprobieren!


Kochrezepte Basar -teilen,inspirieren,stöbern,entdecken- immer Freitag bis Sonntag - tobias kocht!


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Freitag, 24. August 2012

Freitagsquiche: Tomaten-Zucchini-Tarte mit Ziegenfrischkäseguss

Hatte ich nicht an anderer Stelle schon einmal erwähnt, dass ich Freitags gerne eine salzige Quiche für das Abendessen backe? Für mich ist das in wahrsten Sinne des Wortes eine "runde" Sache zum Wochenausklang. Man kann sie schön vorbereiten und muß nach dem Abendessen nicht noch Töpfe putzen.
Für den heutigen Abend habe ich mir eine Tarte mit Zucchini und Tomaten ausgedacht. Beim Einkauf entdeckte ich im Kühlregal Ziegenfrischkäse. Gesehen und spontan gekauft - der kommt mit  in den Guss!



Zutaten

Boden

  • 200 g Mehl + Mehl zum Ausrollen
  • 100 g kalte Butter
  • eine Prise Salz
  • 7 El kaltes Wasser
Aus den Zutaten nach meinem Grundrezept einen Mürbeteig herstellen. Bis zur weiteren Verwendung den Teig in der Form kaltstellen.




Füllung und Guss

  • 150 ml süße Sahne
  • 150 g Ziegenfrischkäse
  • 3 Eier
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • eine Prise Piment d'Espelette
  • Kräuter der Provence (getrocknet, wer mag kann den Guss auch nur mit frischen Thymianblättchen würzen)
  • 2 El Pinienkerne
  • 300 g Kirschtomaten
  • 1 Zucchino

Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Sahne mit dem Ziegenfrischkäse und den Eiern verquirlen. Die Knoblauchzehe dazupressen und mit Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette und Kräutern abschmecken. Den Zucchino der Länge nach mit einem Sparschäler oder mit Hilfe eines Gemüsehobels in dünne Streifen schneiden. Jede Scheibe der Länge nach halbieren. Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne etwas anrösten.
Den Teigboden aus dem Kühlschrank nehmen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Den Guss auf den Boden giessen und die Tomaten darüber verteilen. Die Zucchinistreifen einrollen, und die Kringel mit der Schalenseite nach oben zwischen die Tomaten setzen.
Die Tarte ca. 45 Minuten im Ofen backen. Zehn Minuten vor Ende der Backzeit die Pinienkerne auf der Tarte verteilen und mitbacken.


Kochrezepte Basar -teilen,inspirieren,stöbern,entdecken- immer Freitag bis Sonntag - tobias kocht!


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Mittwoch, 22. August 2012

Nur ganz kurz...

...öffne ich für Barbara mal die Fensterläden.
Denn eigentlich gibt es bei mir keinen sommerlichen Blick aus dem Küchenfenster.  Doch Barbara lädt uns ein, im heißen August unsere Küchenausblicke zu zeigen. Seit Wochen schwanken die Temperaturen in Rom zwischen 35 und 40 Grad! Nur wenn ich für mein Blog bei der Zubereitung eines Gerichts etwas fotografiere, öffne ich kurz einen Laden, damit ich meine Aufnahmen tagsüber nicht bei künstlichem Licht machen muß. Und jetzt für Barbara!
Wie in jedem Jahr bleiben bei mir die Fensterläden der Küche im Sommer geschlossen. Nur so sind die Temperaturen darin einigermaßen zu ertragen. Was sage ich - einigermaßen? Noch immer zeigt dort ein Thermometer in der Küche 33 Grad an. In einem Küchenschrank fand ich vor ein paar Tagen ein Glas mit weißen Schokotropfen zum Backen, die zusammengeschmolzen waren! Zwar laufen tagsüber in unserer Wohnunge stets zwei von drei Klimaanlagen und nachts eine im Schlafzimmer, aber leider erreicht keine kühle Luft meine kleine Küche.
Genug der Worte - jetzt öffne ich kurz mal die Läden!




Zwei Fenster hat meine Küche. Eines nahe beim Herd. Von dort aus blicke ich auf die efeubewachsene Wand einer Dachterrasse. Auch Jasmin blüht im Frühsommer üppig zwischen dem Grün. Bis zum Jahr 2000 war das einmal unsere Dachterrasse, bevor wie dann ein Stockwerk weiter nach oben umgezogen sind. Diese Terrasse lag direkt vor unserem Wohnzimmer, und wir frühstückten dort im Sommer jeden Morgen mit Blick auf die damals noch quicklebendige große Palme im Innenhof. Auch unsere wie immer späten Abendessen genossen wir dort.




Im Efeu versteckt ist dieser kleine Brunnen mit der wasserspeienden Fratze darüber. Ich glaube, ich hatte damals ein paar Blümchen in die marmorne Wanne gepflanzt.
Das ist jetzt ein Blick auf die Küchenfenster von einem anderen Teil unserer Wohnung aus fotografiert. Daneben sieht man einen anderen Ausschnitt der Terrasse.





Vom zweiten Fenster, das linke auf dem Foto oben, sehe ich auf einen weiteren Teil unserer Wohnung. Ganz oben unsere - leider wenig benutzte - Terrasse. Zu dieser kommt man nur über eine enge steinerne Wendeltreppe, die ich in einem anderen Post beschrieben hatte.




So, und jetzt mache ich ganz schnell wieder alle Läden zu!


Blick aus dem Küchenfenster: Sommer - bis 31.08.2012


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Dienstag, 21. August 2012

Römische Rosticceria-Küche: Pomodori ripieni di riso

Mit Reis gefüllte Tomaten findet man in vielen Bars, in den sogenannten "Rosticcerie", das sind Imbißstuben, wo auch Fleisch am Spieß gebraten wird - daher der Name -, oder den "Tavole Calde". Letztere scheinen ein wenig aus dem Stadtbild zu verschwinden. In diesen schlichten Lokalen sucht man sich am Tresen ein einfaches Gericht aus, das man dann nach dem Bezahlen gleich im Stehen ißt oder mit zu einem Tisch nimmt. Vielleicht gehe ich sträflich selten noch mit wachen Augen durch die Stadt, aber die Bezeichnung "Tavola Calda" lese ich kaum noch über den Eingängen zu den entsprechenden Lokalen. Meist sind es auch die Cafèbars, die einfache, kleine Snacks anbieten.






Beliebt als Stärkung für zwischendurch  ist "Pizza a taglio", das sind Pizzateile, die von meterlangen Bahnen abgeschnitten werden. Typisch römisch dagegen sind die "Supplì al telefono", frittierte Reisbällchen aus Risottoresten, die im Innern mit einem Stückchen Mozzarella gefüllt sind. Beim Auseinanderbrechen dieser Kugeln enstehen die an Telefonkabeln erinnernden Käsefäden; daher der Name dieses römischen Snacks. In Sizilien findet man eine ähnliche Spezialität - Arancine di riso -, die von der Form und der goldgelben Farbe an eine Orange erinnern und mit Hackfleisch und Erbsen gefüllt sind.

Freitag, 17. August 2012

Zart errötet: Ravioli alla burrata con cipollotti

Irgendwie war mir heute danach, mich mal wieder der kontemplativen Arbeit der Pastaherstellung zuzuwenden. Nicht einfach nur Tagliatelle sollten es sein - die sind ja schnell durch die Maschine genudelt -, sondern die etwas arbeitsaufwendigeren Ravioli. Nachdem ich in diesem Monat schon Spaghetti mit Rotwein eingefärbt hatte, deren Farbe Richtung Lila tendierte, wird heute selbstgemachter Pastateig mit Tomatenmark koloriert, das den Ravioli eine orangerote Tönung verleiht.




Das Rezept für die Füllung habe ich in einem Sonderheft der italienischen Kochzeitschrift "Cucina Italiana" aus dem Jahr 2009 gefunden und etwas abgewandelt. Normalen "weißen" Pastateig mit der ebenfalls weißen Burrata, Weißbrot und Parmesan zu füllen fand ich etwas langweilig. Hier mußte ein farblicher Kontrast her!  Zart errötet in der Nuance Orange-Rot wollen diese Ravioli gerne bei der Rot-Parade von Highfoodality im August dabei sein.




Zutaten (für 4 Personen)

Pastateig
  • 150 g Mehl
  • 50 g Hartweizengrieß
  • 2 Eier
  • eine Prise Salz
  • 1 Tl Olivenöl
  • 2 El Tomatenmark
  • eventuell zusätzlich noch Hartweizengrieß zum Einkneten und Ausrollen
  • 1 Eiweiß

Aus den Zutaten nach meinem Grundrezept einen Pastateig herstellen, dabei gleich zu Beginn das Tomatenmark beifügen. Man rechnet pro 100 g Mehl ungefähr einen Eßlöffel Tomatenmark. Durch den höheren Anteil von Flüssigkeit muß man noch zusätzlich etwas Hartweizengrieß einkneten, bis man einen nicht mehr klebrigen, sondern geschmeidigen Teig in den Händen hält.

Füllung

  • 1 Burrata (ca. 300 g)
  • 60 g weißes Toastbrot ohne Rinde
  • 1 Bund Basilikum
  • etwas Majoran (nach Belieben)
  • 15 g Parmigiano Reggiano, frisch gerieben
  • 1 El Olivenöl extra vergine
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Die Burrata zerpflücken und in eine Schüssel geben. Das Toastbrot in einem Mixer fein zerbröseln und den Parmigiano reiben. Die Basilikumblätter mit einem Wiegemesser vorsichtig zerkleinern. Alles zusammen mit der Burrata und einem El Olivenöl mischen und mit Salz, Majoran und Pfeffer abschmecken.
Den Pastateig portionsweise ausrollen, auf die eine Hälfte der ausgerollten Pastaplatte jeweils in zur Größe des Ausstechers passendem Abstand etwas Füllung geben, die andere Hälfte mit Eiweiß bestreichen und über die bearbeitete Seite schlagen. Mit einem Ravioliausstecher (oder einem Glas) die gefüllten Nudeltaschen ausstechen. Bis zur weiteren Verwendung die Ravioli nebeneinander auf einem mit Hartweizengrieß bestreuten Brett im Kühlschrank aufbewahren.
Wasser aufsetzen, wenn es zu kochen beginnt, Salz hinzufügen, die Ravioli ins Wasser gleiten lassen und 1-2 Minuten köcheln.




Zum Anrichten

  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 2 frische Chilischote
  • Olivenöl extra vergine
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Die Frühlingszwiebeln putzen und in Scheibchen schneiden. Die Chilischote entkernen und fein hacken. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die zerkleinerte Chilischote sowie die Frühlingszwiebeln hineingeben und glasig anschwitzen.
Die Ravioli mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und kurz in der Pfanne schwenken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.




Mein Beitrag für den aktuellen  Kochbasar am Wochenende von Tobias.



HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Donnerstag, 16. August 2012

Feiertagstauglich: Tagliata di manzo con cipolle all'aceto balsamico

Ein Einkauf bei Eataly, dem neuen Superkaufhaus für italienischen Spezialitäten, das jetzt endlich auch in Rom seine Pforten geöffnet hat, ist für mich immer ein kleines Fest! Wunderbares Fleisch für  "Tagliata" habe ich da vor ein paar Tagen erstanden: Zwei ungefähr 220 g schwere Fleischstücke landeten im Einkaufskörbchen, perfekt für zwei ordentliche Portionen - für mich schon fast zu viel der Fleischeslust.
"Tagliata" - das ist ein im Ganzen gebratenes Stück Fleisch, das zum Servieren in Scheiben geschnitten wird. Gerne wird eine Tagliata mit etwas Rauke und Kirschtomaten kombiniert oder einfach nur zusammen mit etwas Rosmarin gebraten und mit Balsamessig beträufelt.




Fleisch pur liegt mir nicht so. Ich mag dazu gerne ein Sößchen oder einen Dipp. Für mich begleiten langsam in Balsamessig geschmorte Zwiebeln immer perfekt ein solch gutes Stück.
Zur Zeit findet man überall die zu Zöpfen geflochtenen roten Zwiebeln aus Tropea. Dieser Ort an der Küste von Kalabrien ist berühmt für seine aromatischen roten Zwiebeln, aus denen man auch eine wunderbare Marmelade - toll zu Pecorino - einkochen kann.
Es war ein perfektes Feiertagsessen am gestrigen Ferragosto!

Mittwoch, 15. August 2012

Zauber der Stille: Ferragosto und ein fast leerer Palazzo

Ferragosto - der wohl höchste italienische Feiertag!
Wenn am 15. August die katholische Welt Mariä Himmelfahrt zelebriert und der Papst in Castelgandolfo die Sommerfrische genießt, feiern die Italiener vor allem den Höhepunkt ihres Urlaubs. Danach geht es nämlich nur noch bergab - rein ich die "kalte" Jahreszeit, regelmäßig begleitet von der "Depressione del rientro", der "Zurück-in-die-Stadt-und-in-das-Arbeitsleben-Depression", die man dann mit den immer wieder gleichen pseudopsychologischen Tipps aus den Tageszeitungen und Magazinen zu bekämpfen versucht.
Die Markstände sind bis auf ein paar wenige zusammengeschrumpft, und mein Metzger hat den Laden für zwei Wochen dichtgemacht - heute bleibt überhaupt fast alles bis auf die Restaurants  geschlossen! Trotzdem ist die Situation nicht mehr ganz so dramatisch wie noch vor einigen Jahren, wo ältere Leute, die zurückgelassen wurden oder nicht mit in die Ferien fahren wollten, kurz vor dem Verhungern waren, weil viele Läden im August geschlossen blieben.






Wie in jedem Jahr ist es stiller an den Tagen um den Ferragosto herum, und auch der Palazzo, in dem wir wohnen, hat sich geleert. Der Barone verbringt seinen Sommerurlaub oft  mit seiner Familie in Costa Rica, wo seine Frau ihre Mutter besucht, und seine ältere Cousine, die Baronessa, geniesst irgendwo kühleres Klima. Auch die wenigen anderen Nachbarn sind vor der Augusthitze aus der Stadt geflüchtet.




Wir sind übriggeblieben, mitleidigt belächelt, da wir uns jetzt an den heißesten Tagen des Jahres keinen Urlaub leisten, aber immer noch unbelehrbar, dass man den Sommer mit Urlaub im September oder Oktober verlängern kann.




Andererseits sind wir für die Eigentümer - das Haus gehört einer römischen Adelsfamilie - jetzt auch die "Hüter" ihres Palazzo. Besonders die nach frischem Nass dürstenden Pflanzen des kleinen, von Häusermauern umschlossenen Gartens sollen wir ab und mit etwas Wasser versorgen. Nun sind sogar am Montag nach vielen Wochen wieder einige Regentropfen, von Donnergrollen begleitet, zu Boden gefallen. Aber eine nächste Hitzewelle steht uns schon bevor.





Das Haus, in dem ich nun seit 18 Jahren lebe, hat mich von Anfang an fasziniert.
Erbaut, noch bevor Columbus Amerika entdeckt hat, gehört es zu den ältesten Palazzi in unserem Viertel in der römischen Altstadt. Das italienische Wort "Palazzo" bezeichnet dabei nicht ausschließlich einen "Palast", sondern schlicht ein Wohnhaus - das kann ein Prunkbau, aber auch nur eine Mietskaserne sein. Natürlich gibt es prächtigere historische Palazzi als das Haus, in dem wir wohnen -  mit imposanteren Treppenhäusern und prunkvolleren Innenräumen. Rom ist voll davon! Die unscheinbare, ja fast ein wenig heruntergekommene Backsteinfassade zieht kaum Blicke auf sich, auch weil das mächtige, doppelflügelige, hölzerne Portal seit ein paar Jahren geschlossen bleibt. Sobald aber ein Besucher durch einen tonnengewölbten Korridor in den Cortile, den Innenhof, gelangt, empfängt ihn eine geschichtsträchtige, ungewöhnliche und urrömische Welt.




Erbaut wurde dieser Palazzo in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Ein aus Nikosia stammender Kardinal, darüber hinaus Leibarzt des kränklichen Papstes Innozenz VIII, der von 1584-1492 auf dem Papstthron saß, ließ dieses Haus errichten. Nach dem Tod des Papstes wurde dieser Kardinal privater Sekretär des berühmt-berüchtigten Borgia-Papstes Alexander VI. Noch heute ist der Palazzo nach diesem Kirchenmann benannt.





Auch eine Kapelle gab es einst in diesem Haus. Heute ist der ehemalige Sitz dieser Kapelle zwar nur noch ein als Wohnzimmer genutzter Raum, aber die Fresken, die sich unterhalb der Decke über die Wände ziehen, erzählen von  Begegnungen des Jesuitengründers Ignatius von Loyola (1491-1556) mit dem Heiligen San Filippo Neri (1515-1595) an dieser Stelle. Dem "Humoristischen Heiligen" Filippo Neri widmete Goethe in seiner "Italienischen Reise" übrigens ein ganzes Kapitel.
Durch das ganze Haus windet sich noch eine enge, steinerne Wendeltreppe, die in jeder Wohnung zwar sichtbar, aber zugemauert ist, sonst könnte man seine Nachbarn auch auf diesem Weg einen Besuch abstatten.




Unzählige antike Fragmente wie Inschriften, Teile von römischen Marmor-Sarkophagen und Reliefs sind in den pompeianisch-roten Verputz des Treppenhauses eingemauert. Einige der rund zweitausend Jahre alten Antiken, wie etwa die Leda mit dem Schwan, sind von hervorragender künstlerischer Qualität, wie mir der ehemalige Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts von Rom versicherte.






Giorgio Vasari, der große Künstlerbiograph des 16. Jahrhunderts, beschreibt in seinem Hauptwerk über die "Lebensläufe berühmter Maler, Bildhauer und Architekten" - Pflichtlektüre eines jeden Studenten der Kunstgeschichte -  einige Arbeiten, die im Innenhof und im Garten von dem florentinischen Künstler Pierino del Vaga ausgeführt wurden.
Der Venusbrunnen stammt aus einer späteren Epoche, birgt aber auch eine Besonderheit: Das Wasser, dessen Plätschern mich oft akustisch begleitet, kommt aus einer Quelle in den rund dreißig Kilometer entfernten Sabiner Bergen und wird hergeleitet über den immer noch aktiven und regelmäßig restaurierten antiken Aquädukt "Aqua Virgo".  Auch der Trevibrunnen und der Vierflüsse-Brunnen auf der Piazza Navona werden über diesen Aquädukt mit Wasser versorgt.
Palmen, Orangenbäume, Glyzinen und Efeuranken bilden einen kleinen Dschungel inmitten der Mauern. Die mächtige Palme, die den Mittelpunkt dieses Gartens bildet, wurde leider Opfer eines Käfers aus Südostasien, dem roten Palmrüssler (Rhynchophorus ferrugineus). Nur noch der dicke, efeuumwundene Stamm ist von dem schönen Baum übriggeblieben, dessen prächtige Krone auf einem Foto in diesem Post aus dem vergangenen Winter zu sehen ist - und zwar schneebedeckt!




Schon oft diente der Palazzo als Filmkulisse. Zuletzt erst drehte 2009 der amerikanische Regisseur Bob Marshal hier einige Szenen für den Musicalfilm "Nine" - mit Nicole Kidman, Daniel Day-Lewis, Sofia Loren und Marion Cottilard in den Hauptrollen. Besonders von Marion Cottilard schwärmte der Barone, in dessen Räumen sich die schöne Französin für eine Aufnahme auf seinem Sofa räkeln durfte. Das Treppenhaus war während der Drehtage vollgepackt mit armdicken Kabeln, Computermonitoren, Kameras sowie Dutzenden von starken Scheinwerfen und damit praktisch unbegehbar.



Im Moment geniesse ich die Stille des Augusts und bin doch froh, wenn in wenigen Tagen wieder Leben einkehrt. Während ich diese Fotos aufnahm, entdeckte ich wieder neue Details im Treppenhaus, dessen steile Stufen ich oft verfluche, da ich meine meine täglichen Einkäufe bis in das oberste Stockwerk hinaufschleppen muß.
Trotz einer Jahrhunderte alten Vergangenheit strahlt dieses Haus nichts Düsteres, sondern nur heitere Zeitlosigkeit aus, die mich hier gerne wohnen läßt.
Buon Ferragosto!






 ♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Samstag, 11. August 2012

Wenn Beeren träumen...

...dann sicher davon, einmal auf einem solchen Kuchen zu landen!
Sommerlicher geht es kaum! Hier sind fast alle Beeren vereinigt, die zur Zeit in Sträuchern und Hecken sprießen. Auch meine geliebten Himbeeren machen es sich auf dem weichen Bett aus Mascarpone-Crème gemütlich.
Ein wahrer Beerentraum!





Zutaten

  • 125 g weiche Butter plus Butter zum Ausfetten der Form
  • 170 g Zucker
  • 3 Eier
  • 1 Pk. Vanillezucker
  • 175 g Mehl
  • 0,5 Pk. Backpulver
  • 15 g Kakaopulver
  • 250 g Mascarpone
  • 125 g griechischer Sahnejoghurt
  • 1 Vanillestange
  • 2 El Zitronensaft (frisch gepresst)
  • 1 Pk. Tortenguss(rot)
  • 500 g gem. Beeren (Himbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren, Brombeeren)

Den Backofen auf 175 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen und eine Springform mit Butter ausfetten.
Die Beeren waschen und trockentupfen.
In einer Rührschüssel die weiche Butter mit 100 g Zucker und dem Vanillezucker mit dem Handrührgerät schaumig schlagen. Dabei nach und nach die Eier zufügen.




Das Mehl mit dem Backpulver und dem Kakaopulver mischen und über die Fettmasse sieben. Gut unterrühren.
In die Form füllen und auf der unteren Schiene ca. 25 Minuten backen. Danach aus dem Ofen nehmen und vollständig auf einem Gitter auskühlen lassen.
Mascarpone mit dem Joghurt, 50 g Zucker, dem ausgekratzten Mark einer Vanilleschote und dem Zitronensaft verrühren. Mit Hilfe einer Palette auf dem Tortenboden verstreichen.




Die gemischten Beeren auf der Mascarponecreme verteilen. Den Tortenguss mit 20 g Zucker nach Packungsanweisung zubereiten und über den Beeren verteilen.






Mein "süßer" Beitrag für Tobias Kochbasar.


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane


Mittwoch, 8. August 2012

Die Luxusversion der "Caprese": Burrata con pomodori confit

"Tussiteller" - aha! Heute stolperte ich  schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage über diese Bezeichnung für einen Teller Tomaten mit Mozzarella - hier und hier (mit weiterführenden Links zur Begriffserklärung, witzig zu lesen).
"Insalata Caprese" (vulgo: "Tomate-Mozzarella") ist hier also gemeint, und glaubt man den Quellen, so ist das die Hauptnahrung einer "Tussi" - die dann bevorzugt noch Prosecco dazu schlürft. Dieser italienische Klassiker aus Kampanien soll die Hüften schonen, aber eine echte "Tussi" weiß sicher nicht, dass so eine Mozzarella di Bufala kalorienmäßig ganz schön zu Buche schlägt. Ich gehe mal davon aus, dass  sowieso nur dieser weiße gummiartige Käse aus der Plastiktüte auf dem Teller einer echten "Tussi" landet. Der sieht aus, als sei er aus mit Wasser gestreckter Kuhmilch hergestellt, und damit hat er sicher auch weniger Kalorien.




 
Jedenfalls bin ich jetzt gewarnt: Bei meinen zukünftigen Besuchen in deutschsprachigen Regionen werde ich mich davor hüten, jemals wieder eine "Insalata Caprese" zu bestellen (mache ich aber sowieso nie). Zudem bin ich noch blond, oh Graus! Zwar naturblond und alles andere als braungebrannt, was eine echte "Tussi" sicher ist, aber wenn die Vorurteile erst mal ihren Lauf nehmen, dann wird jede zur "Tussi", die "das" auf dem Teller vor sich hat.
Glücklicherweise brauche ich mir in Italien über so etwas keine Gedanken zu machen!

Montag, 6. August 2012

Unkompliziert und aromatisch: Mediterranes Gemüsegratin


Im Gefrierfach kringelte sich gemütlich in einem Eckchen noch ein Stück jener italienischen Bratwurst  zusammen, die schon für ein anderes Gericht  herhalten mußte. Genug gekringelt: Heute Abend kommt sie in die Grillpfanne, und dazu gibt es ein sommerliches Gratin, das so wunderbar nach mediterranen Kräutern duftet!





Dieses Gratin ist einfach perfekt, wenn man eine gut vorzubereitende, einfache und dennoch raffinierte mediterrane Beilage sucht.

Zutaten (für 3-4 Personen)

  • 400 g Kartoffeln
  • 200 g Zucchini, möglichst die hellgrüne, gerippte Sorte
  • 200 g Tomaten, z.B. San Marzano
  • 2 Peperoni
  • das Weiße von 2-3 Frühlingszwiebeln (fakultativ)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 g Panna da Cucina (ital. Kochsahne)
  • 50 g süße Sahne
  • frische Kräuter nach Belieben: z.B. Rosmarin, Thymian oder Salbeiblätter
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • Butter für die Auflaufform
  • 2 El Parmigiano Reggiano, frisch gerieben

Den Backofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen und eine feuerfeste Form mit der Butter ausfetten. Gemüse waschen, putzen und Kartoffeln schälen.
Kartoffeln, Zucchini und Tomaten in feine Scheiben schneiden. Wer mag (so wie ich heute), schneidet auch noch das Weiße von Frühlingszwiebeln in Scheibchen und schmuggelt diese ins Gratin. 
Die Gemüsescheiben nun abwechselnd schuppenartig in die Form schichten. 




Sahnesorten mit der feingehackten Knoblauchzehe, den in Streifen geschnittenen Peperoni, den Kräuter (Rosmarinnadeln vom Stengel streifen und fein hacken, Thymianblättchen abzupfen und Salbeiblätter in Steifen schneiden) und dem Parmigiano mischen. Ich habe heute übrigens nur mit Rosmarin und Salbei aromatisiert.  Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.




Den Sahneguss über dem Gratin verteilen und dieses für 40 Minuten in den vorgeheizten Backofen geben.

 ♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Samstag, 4. August 2012

Mit süßem Häubchen - Pesche ripiene con ribes rossi

Gefüllte und gratinierte Pfirsiche gehören zu den italienischen Dessertklassikern. Dieses sommerliche Dolce hat seine Ursprünge in der Region Piemont und kommt meist in einer sehr einfachen Version daher. Oft wird nur das Eigelb zusammen mit den Amarettini für die Füllung verwendet, aber mir gefällt so ein leicht fluffiges Häubchen.



Zudem verstecke ich gerne noch ein paar rote Johannisbeeren in den Pfirsichen und gratiniere dann  die Früchte mit einer Amarettini-Pfirsich-Baisermasse.


Zutaten (für zwei Pfirsiche)

  • 2 Pfirsiche
  • 60 g rote Johannisbeeren
  • 60 g Amaretti (italienische Mandelmakronen)
  • 6 El Amaretto-Likör (ital. Mandellikör)
  • 1 El Zucker
  • 1 Tl bitteres Kakaopulver
  • 1 Ei
  • Butter für die Form

Eine feuerfeste Form mit etwas Butter ausstreichen und den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Pfirsiche waschen, in zwei Teile schneiden und den Kern entfernen. Mit einem scharfen Löffel (Grapefruitlöffel) noch etwas Fruchtfleisch herauskratzen und zur Seite stellen. Die Johannisbeeren in den Pfirsichhälften verteilen.



In einem Mixer die Amarettini mit dem Zucker, dem Kakaopulver, einem El Amaretto-Likör, dem vorher ausgekratzten Pfirsichfleisch und dem Eigelb zerkleinern. Das Eiweiß steifschlagen und unter die Masse heben und diese dann auf den Pfirsichen verteilen. Den restlichen Amaretto-Likör in die Form giessen. Im Ofen ca. 35-40 Minuten backen, eventuell in den letzten Minuten  mit etwas Alufolie abdecken (möglichst großzügig wie eine gewölbte Decke darüberlegen, damit die Folie nicht am Baiser klebt).
Möglichst noch warm mit einem Klecks Vanille-Eis geniessen.
Mein Beitrag zum Wochenende für Tobias' Kochbasar.

♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Donnerstag, 2. August 2012

Sinnvoll betrunken - Gli Spaghetti dell'Ubriacone

Liebe auf den ersten Bissen waren diese "Säuferspaghetti" nicht!



Als ich vor vielen Jahren zum ersten Mal in der Osteria de' Benci in Florenz -  eher aus Neugier -  diese "Spaghetti dell'ubriacone" probierte, war ich noch unschlüssig, ob mir diese so ungewöhnlich rote Pasta auch schmeckt. Ich war für einen Tag in Begleitung einer Freundin aus Deutschland mit dem Zug in meine Lieblingsstadt gefahren. Wie so oft, wenn ich in Florenz bin, führte mich mein Weg in diese enge, kleine Osteria in der Nähe der Franziskaner-Kirche Santa Croce, die allein schon wegen der wunderbaren Fresken von Giotto einen Besuch wert ist.
Neugierig bestellten wir diese "Säuferspaghetti" und waren dann vor allem ganz angetan von der intensiven weinroten Farbe, wobei wir rätselten, wie man das so hinbekommt. Nachdem wir brav unsere Tellerchen geleert hatten, sahen wir uns an und meinten einstimmig, das sei ja ganz interessant als Pastagericht, aber das wär's dann auch...
Irgendwann war ich wieder in Florenz, wieder in der Osteria de' Benci. Eine Auswahl von verlockenden Pastagerichten - besonders eine mit Fenchelsamen gewürzte Tomatensauce ist mir in guter Erinnerung (wie man sieht: ich war da schon oft zu Gast) - machte die Wahl schwer. Irgend etwas trieb mich, wieder diese roten Spaghetti zu bestellen. Den aussergewöhnlichen Geschmack fand ich dieses Mal mehr als nur "interessant"!
Um die Geschichte abzukürzen: Bei einem dritten Besuch fragte ich den sympathischen und auch in größter Hektik immer gutgelaunten jungen Wirt, der in seiner Osteria eine Truppe von Studenten beschäftigt, nach dem Rezept!