Mittwoch, 8. Februar 2017

"Genesungshilfe" Pasta: Reginette con carciofi e prezzemolo fritto



Der Appetit ist wieder etwas zurückgekehrt, nachdem ein grippaler Infekt meinen Mann und mich erst einmal außer Gefecht gesetzt hatte -  trotz Hühnersuppe, Ingwertees und des täglichen Orangensafts. Da wurde auch mal Pizza aus der Pizzeria mitgebracht, oder es gab ausnahmsweise fertige Ravioli aus dem Kühlregal, die ich eigentlich verschmähe. Zwischendurch wurde auch gekocht, meist aber Gerichte aus der Abteilung "schnelle Küche".
Und mit dem Abklingen der Erkältung kehrte auch die Lust am Kochen und Genießen ein wenig zurück. Langsam, ganz langsam...






Auch wenn man bei italienischen Pastagerichten gerne an die oben bereits erwähnte "schnelle Küche" denkt, geht es manchmal auch ein wenig aufwändiger. Also: Pasta selbst machen, frische Artischocken putzen (nun gut, da schummele ich immer, da mir diese Arbeit meine Marktfrau abnimmt), Tomaten häuten und entkernen und die Petersilie nicht einfach so darüberstreuen, sondern vorher frittieren.
Mit einem Teller dieser Pasta kehrten dann langsam die Lebensgeister zurück!







Zutaten
(für 2-3 Personen)

Reginette

150 g Mehl 
50 g Hartweizengrieß
2 Eier
etwas Olivenöl extra vergine (ca. 1 Tl)
eine Prise Salz


Aus den Zutaten nach meinem Grundrezept einen Pastateig kneten.
Anschließend den Pastateig durch den Reginette-Aufsatz drehen - oder diesen mit Hilfe eines Teigrädchen in Streifen in einer Breite, die zwischen Tagliatelle und Pappardelle liegen, schneiden.
Die Garzeit beträgt ca. 2 Minuten in sprudelnd kochendem Salzwasser.





Artischocken

6-8 kleine Artischocken (z. B. "Romaneschi")
1 unbehandelte Zitrone
1 Knoblauchzehe
2 Fleischtomaten
1 El Salzkapern
2 El Olive Taggiasche, entkernt und in Öl eingelegt
ein paar Blätter Bergminze (Mentuccia)
1 handvoll glatte Petersilie
1 El Butter
Olivenöl extra vergine
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Zunächst in einer Pfanne die Butter aufschäumen lassen und die Petersilienblättchen darin knusprig ausbraten. Danach die Blättchen auf etwas Küchenpapier legen.
Salzkapern gründlich wässern.
Zitronenschale abreiben und aufheben. Zitrone auspressen und den Saft in eine mit Wasser gefüllte Schüssel füllen.
Artischocken putzen und bis zur weiteren Verwendung im Zitronenwasser aufheben.
Tomaten mit kochendem Wasser übergießen, abschrecken, häuten, entkernen und in Würfel schneiden.
Artischocken vierteln, eventuell das Heu entfernen, und die Viertel in Spalten schneiden.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Artischockenspalten hinzufügen. Salzen, pfeffern, eine Knoblauchzehe dazupressen und etwas Wasser angießen. Zugedeckt weich dünsten; das dauerte ca. 15-20 Minuten. Zwischendurch immer mal wieder kontrollieren, ob die Artischocken nicht zu "trocken" werden. Ein paar Minzblättchen zufügen.
Gegen Ende der Garzeit die abgespülten Kapern und die Oliven hinzufügen.
Pasta al dente kochen, abgießen und mit dem Zitronenabrieb und den Tomatenwürfeln unter die Artischocken heben. Eventuell noch etwas Pasta-Kochwasser untermischen.
Pasta mit den frittierten Petersilienblättchen bestreuen.




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Kommentare:

  1. Sehr schön, liebe Ariane, das klingt richtig heilsam. Und ich werd mal schauen ob ich mich an die - ungeputzten- Artischocken wage. Und nun weiß ich wie diese Pasta heißt- wobei der Aufsatz meiner Maschine etwas stumpf geworden scheint.

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    1. Ich habe es auch schon versucht, aber wohl nicht so geschickt. Man muss sich auch trauen, eine große Menge der äußeren Blätter zu opfern.
      Da macht wohl auch Übung den Meister. :-)

      Saluti
      Ariane

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  2. Meine Liebe, auch die allergrößte Übung macht das Artischockenputzen zu keinem Vergnügen! Als Besitzerin eines Artischockenfeldes im Garten bin ich auch nach Jahren noch kein allzu großer Liebhaber dieser leidigen Küchenarbeit - zumal immer mehr Abfall als zu nutzendes Gemüse anfällt, von den braunen Fingern ganz zu schweigen (ich arbeite nicht gerne mit Handschuhen).

    Aber was soll man machen, wenn man halt diese mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder kehrenden Pflanzen im Garten stehen hat und obendrein deren knospige Blüten auch noch sehr gerne isst? Ja, ganz recht, Dein Rezept ausprobieren, das sich sehr lecker liest und obendrein auch schon ein bisschen nach Frühling riecht.

    Wir selber sind zwar gottlob nicht (mehr) rekonvaleszent, aber schmecken wird uns das Gericht allemal.

    Weiterhin gute Besserung wünschen
    Elvira und Don A.

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    1. Ja, mit Handschuhen arbeite ich auch nicht so gerne, aber manchmal muss es sein. Ich habe neulich Hühnerkeulen enthäutet; da war ich wirklich froh, dünne Einmal-Handschuhe zu verwenden. Ich fand die Arbeit ziemlich unappetitlich...
      Trotzdem bist Du um Dein Gemüsebeet - und vor allem auch um Dein wunderbares Kräuterbeet - zu beneiden. Von den eigenen Olivenbäumen will ich erst gar nicht reden. :-)

      Saluti
      Ariane

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