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Freitag, 21. Juli 2023

La Pizza del fornaio - "Bäckerpizza"

 


Weder (klassische) Pizza noch Focaccia; so ein Mittelding eben! Aber allgegenwärtig in Italien. Es ist diese Art von Häppchen, die man zum Strand mitnimmt und mit sandigen Fingern aus den Papiertüten friemelt, die in jedem Supermarkt abgepackt auf kleinen Wühltischchen in der Backabteilung dargeboten werden oder die man vor allem in einem herkömmlichen Forno/Panetteria, einer Bäckerei, kaufen kann. So ein Pizzastück stärkte mich oft nach dem täglichen Einkauf, aber auch die Touristen freuen sich über dieses italienische Fast Food, erspart es doch eine Mahlzeit, die den geplanten Tagesablauf durcheinander bringen könnte. Lieber mittags einen schnellen Snack - und abends dann ausgiebig italienische Küche in einem Ristorante genießen - so denken richtigerweise viele! Neben einem schnellen Gelato im Stehen ist die Pizza del fornaio die salzige Alternative. Auch wenn die Schlange vor einer Bäckerei an touristischen Orten um die Mittagszeit oft kilometerweit zu sein scheint, lohnt es sich, dafür anzustehen. 








Pizza rossa (mit Tomaten) oder Pizza bianca (ohne alles!) - auch für mich war das oft ein schneller Snack zwischendurch. Die Ursprünge dieser Bäckerpizza liegen tatsächlich in Rom; da ist der Fladen aber meist flacher und man isst ihn nicht selten zusammengeklappt - so jedenfalls reichte ihn der Bäcker im Forno am Campo de' fiori meist über den Tresen. In den siebziger und achtziger Jahre sollen die römischen Fornai/Panettieri (Bäcker) auf die Idee gekommen sein, aus Brotteigresten eine - rechteckige - "Pizza" zu backen. In einer Backform. Deswegen kennt man sie auch unter der Bezeichnung Pizza in teglia - nicht zu verwechseln mit Pizza a taglio! 






Meine Pizza in teglia  ist rund - und auch etwas höher im Teig. Ein Stück dieser Pizza passt zum Aperitivo ebenso gut wie als Brotbegleitung zu einem rustikalen Menü. Nebeneffekt: Die Küche duftete bei der Zubereitung wie in einer typisch römischen Bäckerei. Machte mich das sentimental? Ja! Aber der Genuss beim Reinbeißen ließ mich wieder ein wenig von meinen römischen Jahren träumen. 





Zutaten und Zubereitung
(für eine runde Pizzaform)



  • 500 g Mehl 00
  • 12 g Hefe
  • 10 g Zucker
  • 10 g Salz
  • 4 El Olivenöl extra vergine
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Dose (400 g) geschälte Tomaten (Pelati)
  • 250 g Mozzarella
  • Oregano

Die Hefe in einer halben Tasse Wasser auflösen. Das Mehl in eine Schüssel geben, eine kleine Mulde in die Mitte drücken und das Hefewasser, den Zucker, das Olivenöl hineingießen. Das Salz im restlichen Wasser auflösen. 
Den Teig mit dem Knethaken (oder in der Küchenmaschine) kneten, dabei das Salzwasser zugeben. Der Teig bleibt sehr weich. Sollte er allzu klebrig sein, noch etwas Mehl einarbeiten.
Die Schüssel mit einem feuchten Tuch abdecken und den Teig mindestens eine Stunde gehenlassen.

Eine runde (oder eckige Form) mit Olivenöl ausstreichen und den Teig mit den bemehlten Händen in den Form drücken. Abdecken und nochmals eine Stunde gehenlassen, bis er schön aufgegangen ist.
In der Zwischenzeit die Mozzarella in Würfel schneiden und diese in einem Sieb abtropfen lassen.

Die Pelati grob zerkleinern und die Oberfläche der Pizza damit belegen. 
Den Backofen auf ca. 225 Grad (Umluft) vorheizen.
Die Form in den vorgeheizten Ofen geben und 15 Minuten backen.

Pizza aus dem Ofen nehmen und die Oberfläche mit den abgetropften Mozzarellastückchen belegen und etwas Oregano darüberstreuen.
Für weitere 5 Minuten in den Ofen schieben.





Freitag, 29. Juli 2022

Street Food für - fast - alle Tageszeiten: Lingue al pesto con zucchine marinate


Sagt selbst: Ein Stückchen Focaccia an einem lauen Sommerabend, ein Glas gut gekühlten Weißen, dazu noch ein paar Oliven - braucht man mehr? 
Eigentlich könnte ich aber Focaccia zu jeder Tageszeit essen; da bin ich wohl sehr "deutsch".  Zum Frühstück bleibt es in Italien bei Cornetto und Cappuccino oder Caffè - möglichst in der Bar des Viertels. Dazu muss man sich nicht einmal setzen. An der Theke erfährt man den neuesten Klatsch aus der Nachbarschaft. Da steht die Anwältin oder der Steuerberater neben der Marktfrau oder den Mitarbeitern der Stadtreinigung. 


Lingue nennen sich diese Focacciastücke. Hier ist die an eine Zunge erinnernde Form Namensgeber.


Um die Mittagszeit kommen dann wieder alle zusammen, um einen schnellen Snack zu sich zu nehmen. Dann mischen auch die Touristen mit. In Rom liebt man "Pizza a taglio", die mehr einer ligurischen Focaccia als einer Pizza ähnelt. Allerdings ist bei der "Pizza a taglio" der Teig kompakter und nicht so fluffig aufgegangen. Ich kann mich gut an das Gedränge im engen "Forno" am Campo de' fiori erinnern Da ging es Schlag auf Schlag, im Minutentakt kamen immer wieder große Bleche aus der Backstube. Flink und fast ungeduldig (der Blick der Verkäufer sagte alles!) wurde das blechgroße Backwerk nach den Wünschen der Kunden in mehr oder weniger große Stücke zerteilt. Zusammengeklappt und in Papier gewickelt wurden diese Stücke dann über die Theke gereicht - "Il prossimo!". Dazu bekam man den Scontrino in die Hand gedrückt, mit dem man sich wieder in eine neue Schlange vor der Kasse einreihen musste, während die Tomatensauce langsam aus dem Päckchen tröpfelte. Neben der klassischen Pizza rossa (nur mit Tomatensauce) oder Pizza bianca (ohne alles) gab es die Teigfladen mit Salsiccia, Kartoffeln, Artischocken, Schinken oder Zucchini. 
Und wie sieht es nun am Abend aus? Grissini? Mitnichten! Da liegt, wenn man Glück hat, noch warme in breite Streifen geschnittene Focaccia im Brotkörbchen. Allein das kann schon viel über die Qualität eines Restaurants aussagen. 






Zucchini! Da muss ich wohl nicht viel dazu sagen. Sie sind und bleiben Dauergast in meiner Küche, auch wenn die Qualität der in Deutschland angebotenen Sorten sehr durchwachsen ist. Aber wenn mir gar nichts einfällt, ich wenig Zeit oder auch Lust (ja, das gibt es!) habe, dann gibt es schnelle Pasta mit Zucchini. Wie übrigens heute auch bei Julia von German Abendbrot! Schaut mal bei ihr vorbei! 





Zutaten und Zubereitung
(für 4 Lingue)



Teig
  • 400 g Manitoba-Mehl + Mehl für die weitere Verarbeitung
  • 3 g Trockenhefe
  • 8 g Salz
  • 5 g Zucker
  • 280 ml Wasser
  • 15 ml Olivenöl extra vergine
  • ca. 1 El Pesto alla Genovese, möglichst selbstgemacht


Belag
  • 1 mittelgroßer Zucchino
  • 1 Knoblauchzehe
  • ein paar Basilikumblättchen
  • Salz
  • grobes Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Olivenöl extra vergine
  • ca. 1-2 El Pesto alla Genovese, mit ganz wenig Wasser und etwas Olivenöl verdünnt


Für den Teig das Mehl mit der Trockenhefe, dem Zucker und dem Salz mischen. Unter Kneten mit der Küchenmaschine das Wasser (handwarm) und das Öl hinzugießen.
Den Teig gut durchkneten, die Schüssel abdecken und an einem warmen Ort eine Stunde gehenlassen.

Nach dieser Zeit den Teig auf einer bemehlten Fläche mit den Händen nochmals gut durchkneten, wieder in die Schüssel geben, abdecken und nochmals gehenlassen.

Den Teig wieder auf einem Brett durchkneten, dabei ein El Pesto unterkneten. Wieder abgedeckt mindestens zwei Stunden gehenlassen.

Den Teig in vier Stücke teilen, jedes Teil gut durchkneten und abgedeckt 10 Minuten ruhen lassen.
Nun jedes Teigstück zu einer länglichen Form ausziehen oder ausrollen und auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche legen.
Abdecken und ca. 1,5 Stunden gehenlassen.

In der Zwischenzeit den Zucchino längs in feine Streifen hobeln. Die Zucchinistreifen in eine flache Schale legen, salzen und mit fein geschnittenem Knoblauch und ein paar zerrupften Basilikumblättern bedecken. Etwas Olivenöl angießen und ca. eine halbe Stunde in dieser Marinade lassen.

Den Backofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Die länglichen Fladen mit den marinierten Zucchini belegen und mit etwas grobem Salz bestreuen.
Die Bleche jeweils für 25 bis 30 Minuten in den Ofen schieben.

Schwarzen Pfeffer über die noch warmen Lingue  mahlen und mit dem Pesto beträufeln. 







Frei nach einem Rezept aus Sale&Pepe, Juni 2022


⚜⚜⚜


Noch mehr Rezepte für Focacce samt Geschichtchen dazu findet ihr hier:


Meine Lieblingspasta mit Zucchini









Freitag, 5. Juli 2019

Die südliche Sonne einfangen: Marmellata di limone al rosmarino



Leider kann von einer Zitronenschwemme bei mir nicht die Rede sein. Mein kleines Bäumchen kränkelt, seitdem einige fleißige Ameisen schon im vergangenen Jahr beschlossen hatten, auf den Blättern eine Läusefarm zu betreiben. In einer Gärtnerei sagte man mir, diese Plage kursiere schon seit längerem unter den Zitronenbäumen der Stadt; erst kürzlich bestätigte mir eine Freundin, dass auch ihr Baum davon betroffen war, und zwar so heftig, dass sie ihn nicht mehr retten konnte. Mit einem (angeblich und hoffentlich) unschädlichen Mittelchen geht es nun den Läusen an den Kragen, damit ich zur Weihnachtszeit wieder wenigstens eine Zitrone ernten kann, deren Abrieb dann meine Lebkuchen aromatisiert. Die Zitronen für die Marmelade musste ich nun kaufen, aber auch in gesundem Zustand hätte mir mein Bäumchen kein Kilo Zitronen geschenkt. Aus eigenem "Anbau" dagegen ist der Rosmarin, und da hoffe ich, dass er den glühenden Temperaturen auf der Dachterrasse trotzt!







Diese Marmelade eignet sich nicht nur fürs Sonntagsbrötchen, sondern schmeckt ganz ausgezeichnet auch zu Käsesorten wie den unvergleichlichen Pecorini - zum Beispiel denen aus dem toskanischen Pienza. Da bin ich dann auch dabei: ich liebe Käse mit Honig und Marmelade!







Zubereitung
(für vier Gläser à 250 ml)


  • 1 kg Zitronen, unbehandelt mit möglichst einwandfreier Schale
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 600 g Zucker
  • 1 Prise Salz






Tag 1

Die Zitronen heiß waschen und trockenreiben. Die beiden spitzen Enden jeweils wegschneiden und die Zitronen in dünne Scheiben schneiden. Die Kerne entfernen.
Zitronenscheiben in eine Schüssel geben und vollständig mit kaltem Wasser bedecken.
Die Schüssel mit Folie verschließen und bei Zimmertemperatur 24 Stunden ziehenlassen.


Tag 2

Die Zitronenscheiben in ein Sieb geben. Wasser wegschütten, die Zitronenscheiben wieder in die Schüssel geben und mit frischem kalten Wasser bedecken. Abgedeckt weitere 24 Stunden bei Zimmertemperatur ziehenlassen.






Tag 3

Die Gläser und Deckel 10 Minuten in kochendem Wasser sterilisieren, dann auf ein sauberes Küchenhandtuch setzen.

Nadeln (btw: botanisch gesehen sind das Blätter) vom Rosmarinzweig streifen und diese fein hacken.
Die Zitronenscheiben abgießen und dann in einen Topf geben. Mit kaltem Wasser bedecken und einmal aufkochen lassen. Mit einer Kelle 350 ml vom Kochwasser abnehmen und zur Seite stellen.

Die Zitronenscheiben abgießen und zusammen mit dem fein gehackten Rosmarin, dem Zucker, einer Prise Salz und den 350 ml Zitronenkochwasser in einen Topf geben und aufkochen.
Die Marmelade muss ca. 40 Minuten lang köcheln, dabei ab und an umrühren. Nach dieser Zeit eine Gelierprobe machen und eventuell weitere 10 Minuten auf dem Herd lassen.

Die Marmelade heiß in die vorbereiteten Gläser geben und diese sofort verschließen.

Einen großen Topf mit einem Küchenhandtuch auslegen (damit die Gläser nicht aneinanderschlagen) und die Marmeladengläser daraufsetzen. Mit Wasser auffüllen; das Wasser sollte ein paar Zentimeter über den Gläsern stehen. Zum Kochen bringen und die Gläser ca. 1 Stunde lang sterilisieren. Danach die Gläser aus dem Wasser nehmen und für ein paar Minuten auf den Kopf stellen.

Kühl und dunkel gelagert soll die Marmelade ein Jahr haltbar sein.




Rezeptquelle: Sale&Pepe, Juli 2019





Sonntag, 2. Juni 2019

Der Italiener unter den Aperitivi - Negroni



Lasst uns zunächst über Aperol Spritz reden, denn heute geht es um Aperitivi!
Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass dieses leuchtend orange-rote Getränk langsam zum Latte Macchiato unter den Cocktails mutiert: Nicht-ItalienerInnen trinken ihn zur jeder Tag- und Nachtzeit - ja sogar zur Pizza am Mittag (allein das schon ein Fauxpas)! Ich übertreibe nicht; genau dieses Bild bot sich mir am gestrigen Samstagmittag unweit des Campo de'fiori; Einheimische schüttelt es dabei!
Apéritif - Aperitivo - schon im Namen steckt, für was ein Getränk oder auch ein Cocktail, der unter dieser Bezeichnung geführt wird, eigentlich gedacht ist: "Geöffnet" werden soll der Magen für die kommende Mahlzeit. Aber kann man das wirklich mit dem oft zu pappsüßen Zeug?

Gerade in Italien hat sich ja eine formvollendete Apéritif-Kultur entwickelt, denn mit der Bezeichnung Aperitivo ist nicht nur das Getränk gemeint, sondern der ganze Ritus drumherum. In Mailand etwa findet man am späten Nachmittag in einigen Bars üppig bestückte Buffets mit kleinen Häppchen, den sogenannten "Stuzzichini", vor, an denen man sich zu einem Festpreis bedienen kann. Natürlich schaufelt sich hier niemand in "All-you-can-eat-Manier" den Teller voll! Die Häppchen und das Getränk sollen nur den Appetit anregen für das, was dann beim richtigen Abendessen noch kommen soll. Seit einigen Jahren kennt man allerdings auch den Begriff  der sogenannten Apericena. Verstehen kann man darunter einen noch in jeder Beziehung ausgedehnteren Aperitivo, der eine ganze Mahlzeit am Abend ersetzen kann und sich besonders unter jungen Leuten großer Beliebtheit erfreut.






 


Zurück zum "Spritz". Was es mit dieser Bezeichnung auf sich hat, hatte ich schon vor einigen Jahren in einem Blogpost erklärt. Nicht dass ich mir ab und an auch einen Aperol Spritz auf einer Piazza genehmigte, aber wiederholt blieb ich enttäuscht zurück, wobei ein Erlebnis auf einem Campo in Venedig kaum zu toppen ist. Dabei lag die Bar, die ich am späten Nachmittag ansteuerte, abseits der üblichen Touristenrouten und versprach auf den ersten Blick keinen Nepp. Schon der buchstäblich trübe Anblick des Getränks ließ Schlimmes vermuten, der erste Schluck bestätigte einen Verdacht. Als ich den Kellner höflich fragte, ob da etwa Orangenlimonade untergemischt sei, schaute er nur ziemlich ertappt drein und bot sofort an, ein neues Glas zu bringen. Ich lehnte dankend ab, bezahlte und ergriff die Flucht.

Hübsch sieht er aus, keine Frage. Fröhlich leuchtet er in den Farben eines mediterranen Sonnenuntergangs. Das bestätigte erst kürzlich auch die NewYork Times in einem Artikel, der sich kritisch über den beliebten Aperitivo ausließ - und traf dabei genau ins Orange-Rote  - äh - Schwarze. Wer jetzt noch sagt: Ist mir doch egal, ob und wann das die Italiener trinken, mir schmeckt er, der sollte sich doch einmal ernsthaft fragen, ob da der schöne Schein nicht doch etwa die Sinne vernebele. Man muss kein Prosecco-Verächter wie ich selbst sein, um sich ausrechnen zu können, welche Qualität da zum "Aufspritzen" verwendet wird. Da landet billigstes, süßes Zeug im Glas. Natürlich, es gibt hochwertigen Prosecco, auch wenn ich persönlich immer Bollicine "metodo classico" (nach Champagner-Methode hergestellter italienischer Sekt) vorziehe - ich klinge vielleicht mal wieder versnobbt. Ein eisgekühlter Prosecco kann sogar ganz nett ein sommerliches Menüs bei hohen Temperaturen begleiten. Aber ich möchte nicht wissen, was da so in den Bars ins Glas geschmuggelt wird. Da war die Orangenlimo in Venedig wahrscheinlich noch hochwertig dagegen!

Aber wenden wir uns jetzt "roba vera" - ehrlichem Stoff - zu. Die Geschichte des Negroni, eines der bekanntesten italienischen Cocktails der Rubrik Aperitivi, ist schnell erzählt: Vor genau hundert Jahren soll in Florenz ein gewisser Graf Camillo Negroni in einem Laden - halb Cafè, halb Drogerie - in der zentralen Via Tornabuoni gegenüber dem Barmann den Wunsch nach einem verschärften "Americano" geäußert haben. Er deutete angeblich auf eine Flasche Gin, der das Sodawasser ersetzen sollte. In diesem Caffè musste der Herr Graf später immer nur "Il solito" (das Übliche) bestellen, und er bekam das serviert, was für andere dann zum "Negroni" wurde.

P.S.: Zum Aperitivo bevorzuge ich meist ein anderes, leuchtend orangefarbenes Getränk ohne Alkohol, ein sogenannter "analcolico". "Ein nicht-alkoholischer Blonder, der die Welt verrückt macht", so verspricht es der Slogan. Aber das ist eine andere Geschichte.





Zutaten
(pro Glas)



  • 2 cl Campari
  • 2 cl Vermouth (rot)
  • 2 cl Gin
  • 1/2 Orangenscheibe
  • Eiswürfel
  • Glas: Tumbler




Das Glas eventuell mit Eiswürfeln vorkühlen. Dann frische Eiswürfel in das Glas füllen undCampari, Vermouth und Gin darübergießen. Eine halbe Orangenscheibe dazugeben.




Freitag, 5. Januar 2018

Happ - und weg sind sie: Herzhafte Speck-Mini-Gugls



Ein wenig Geduld braucht man schon, denn so schnell der Teig auch gerührt ist, ihn mit Hilfe eines Tee-(!)Löffels in die kleinen Förmchen zu drücken, erfordert schon etwas Zeit. Meine Mini-Gugl-Silikonform fasst auf einmal 18 Stück; 60 Minis sind es am Ende geworden.
Natürlich kann man auch größere Förmchen verwenden, aber diese Minis sind einfach ideal, um einen Aperitif zu begleiten. Ein putziges Fingerfood, das Lust auf mehr danach macht.
Bei uns gab es kürzlich diese herzhaften Gugls zum Auftakt eines Raclette-Abends mit Freunden; die deftigen Zutaten stimmten schon einmal auf den Hauptgang ein.




Zutaten
(für ca. 60 Super-Minis)


  • 50 g Pancetta in Scheiben
  • 1 Schalotte
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 El Olivenöl extra vergine
  • 375 g Mehl, gesiebt
  • 3 Tl Backpulver
  • 125 g Gruyère, frisch gerieben
  • 2 Eier
  • 250 ml Milch
  • 125 g Butter
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • etwas Senfpulver


Den Backofen auf 210 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eventuell die Förmchen mit etwas Butter ausstreichen; dieser Schritt entfällt bei Silikon.
Die Pancetta und die Schalotte fein würfeln. Rosmarinnadeln vom Zweig streifen und fein schneiden.
Die Pancettawürfel in etwas Olivenöl ausbraten, dann die Schalottenwürfel und die kleingeschnittenen Rosmarinnadeln hinzufügen und kurz mit anschwitzen.
Butter zerlassen.
Das Mehl in einer Schüssel mit dem Backpulver und dem geriebenen Käse vermischen. Pancetta-Zwiebel-Rosmarin-Mischung ebenfalls hinzufügen und eine kleine Mulde in die Mitte drücken.
Milch mit den Eiern verschlagen und mit Salz, Pfeffer und Senfpulver abschmecken.
Eiermilch und zerlassene Butter in die Mulde gießen und alles mit einem Holzlöffel rasch unter die Trockenmasse rühren.
Den Teig in die Förmchen füllen und portionsweise ca. 15 Minuten backen. Bei größeren Förmchen erhöht sich die Backzeit und 5-7 Minuten.




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Sonntag, 12. März 2017

Für den ersten kleinen Hunger: Mousse di pomodoro con crema di formaggio fresco di capra



Essenseinladungen in Italien folgen meist einem strengen Ritual. Ausgiebig wird zunächst ein Aperitivo genossen, und zwar im Salotto (Wohnzimmer), in den man später zum abschließenden Caffè und/oder diversen Digestivi wieder zurückkehrt. Die Damen trinken dann gerne auch eine Tisana (Kräutertee). Ziemlich zügig wird sich dann verabschiedet; zu unfein wäre es, bis spät nach Mitternacht beim Gastgeber zu "versacken".
Zum Aperitif reicht man oft einfache Knabbereien; das können ein Schälchen mit Oliven oder auch Pistazien sein. So ein italienischer Aperitivo zieht sich dabei oft über eine Dreiviertelstunde lang hin. Wann man sich endlich zu Tisch begeben darf, kann man sich ausrechnen, wenn die üblichen Einladungszeiten zwischen 20.30 und 21 Uhr liegen. Aber wir hier im Süden essen ohnehin spät; in Sizilien auch erst nach 22 Uhr. Verständlich, wenn man sich die Temperaturen im Sommer vor Augen führt. Diese Gewohnheiten stammen noch aus einer Zeit, in der es keine Klimaanlagen gegeben hat.




Um die Zeit bis zum ersten Gang zu überbrücken - und damit der Magen nicht knurrt und der Alkohol zu Kopf steigt -, gibt es bei uns meist kleine Häppchen - neudeutsch Fingerfood - für unsere Gäste. Das lässt mir die Zeit, mich entspannt in der Küche meiner Pasta zu widmen.
Die Tomatenmousse lässt sich prima am Vortag vorbereiten, ebenso die Käse-Crème, die man in einem Spritzbeutel im Kühlschrank aufbewahren kann. Die Mousse kann man auch stürzen; dafür sollte sie in kalt ausgespülte Förmchen gegeben werden; auf diese Weise ergibt sie - angereichert mit einem frischen Salat - auch eine unkomplizierte und leichte Vorspeise.



Zutaten
(für 8-10 Portionen)

Mousse

  • 500 g passierte Tomaten (Passata di pomodoro)
  • 10 Blätter Gelatine
  • 200 ml Schlagsahne
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • ein paar Spritzer Tabasco
  • eine Prise Zucker

Ziegenfrischkäse-Crème

  • 380 g Ziegenfrischkäse
  • 150 g Crème fraîche
  • 1 Schalotte
  • ein paar Zweige frischer Thymian 
  • 1 El Butter
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • ein paar Spritzer Zitronensaft


  • ungesalzene Pistazien, frisch gehackt


Die Gelatine in kaltem Wasser 10 Minuten einweichen, dann tropfnass in einen Topf geben und auflösen. Sie darf nicht kochen!
Gelatine unter die passierten Tomaten rühren und alles mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und Tabasco abschmecken.
Die Sahne steif schlagen. Wenn die Crème festzuwerden beginnt, die Sahne vorsichtig unterheben.
Mousse in kleinen Gläsern verteilen und kaltstellen.




Für die Käsecrème die Schalotte sehr fein hacken und in der Butter kurz glasig anschwitzen. Thymianblättchen von den Zweigen zupfen - mach braucht davon ungefähr einen Esslöffel - und zu den Schalotten geben.
Ziegenfrischkäse mit der Crème fraîche glattrühren, die gedünsteten Schalottenwürfel dazugeben und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.
Käsecrème mit Hilfe eines Spritzbeutels auf der Tomatenmousse verteilen.
Mit grob gehackten Pistazien bestreuen.

Quelle: Tomatenmousse frei nach einem alten Rezept aus der Zeitschrift "Brigitte". Crème und Kombination: Eigenkreation.




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Donnerstag, 12. Januar 2017

Mit kalabresischem Temperament: Girelle con 'Nduja



Erst kürzlich konnte man in der New-York-Times lesen, dass die Küche in Kalabrien zu den besten von ganz Italien gehöre. So sehen es wohl jedenfalls die Redakteure des Magazins.
Ein gewagtes Statement! Eher würde ich behaupten, dass keine Region so sehr wie Kalabrien die italienische Küche im Ausland geprägt - und leider auch für viele kulinarische Klischees gesorgt - hat. 
Es waren die Auswanderer aus dem armen Süden Italiens, die in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts die Gerichte ihrer Heimat in aller Welt getragen haben; eine pikante, knoblauchlastige und deftige "Cucina Povera", die die italienischen Küche wie keine andere in den folgenden Jahren repräsentieren sollte. In Zeiten von kartoffelseliger deutscher Hausmannskost mit verkochtem Gemüse und mehllastigen Saucen kann man diesen Siegeszug nur allzu gut nachvollziehen.
Dass Italien mit seinen vielen unterschiedlichen Regionen noch viel mehr zu bieten hat, das wurde erst sehr viel später in der internationalen Gastronomie (an)erkannt. Und dass auch nördlich der Alpen heute "leichter" und mit mehr Raffinesse gekocht wird, haben wir sicher auch unseren südeuropäischen Nachbarn zu verdanken.

Kalabrien gehört noch immer zu den Regionen Italiens, die ich am wenigsten kenne - und mit der ich auch nicht die positivsten Erinnerungen verbinde. Da ist die heruntergekommene Autobahnstrecke, die bisher die Bezeichnung "Autostrada" kaum verdiente. Über sie quälten wir uns oft bis nach Reggio Calabria - aus Sicherheitsgründen während des Tages -, wo wir dann nach Sizilien übersetzten. Nun hat sich einiges getan, wurde die Autobahn erst kurz vor Weihnachten neu eröffnet. So kleine, unbedeutende Extras wie Leitplanken, Beschilderungen etc. fehlen an einigen Stellen angeblich immer noch, aber die Politiker wollten die Einweihung möglichst schnell im alten Jahr hinter sich bringen.
Ellenlange wunderschöne Küstenabschnitte, wilde Berge, interessante landwirtschaftliche Produkte  - diese Region hätte soviel zu bieten. Aber es fehlt viel, unter anderem auch attraktive touristische Strukturen, die einem internationalen Standard gewachsen sind. Im Hinterland sucht man vergebens Ortschaften, die es mit den Dörfchen der Toskana oder Umbriens aufnehmen können. Und leider spürt die Region auch immer wieder die zerstörerische Kraft einer der gefährlichsten und mächtigsten kriminellen Organisationen, die es in Italien - und mittlerweile über den ganzen Erdball zerstreut - gibt: der 'Ndrangheta.



Zwiebeln aus Tropea, einem hübschen, auf einem Felsen gelegenen Städtchen im Süden Kalabriens, Bergamotten, aus denen Öl gewonnen wird, und eine pikante Schweinswurst mit dem zungenbrecherischen Namen 'Nduja gehören zu den bekanntesten Erzeugnissen dieser Region.
Ein Gläschen mit der dunkelroten, chilischarfen Wurstmasse schiebe ich nun seit mindestens einem Jahr in meinem Kühlschrank von der einen in die andere Ecke. Sie nur so auf's Brot zu schmieren, das wollte ich mit der 'Nduja nicht. Einen Sugo für Pasta daraus zu kochen war eine weitere, auch in der Zwischenzeit  verworfene Option.
Und noch während ich beim Einkauf die Entscheidung zwischen Schinken oder Pancetta für meine kleinen "Pizzarollen" überdachte, kam mir wieder dieses Gläschen mahnend in den Sinn. Damit war das Schicksal der 'Nduja besiegelt.
Aus der beliebten Reihe "Una tira l'altra" (die eine führt zur anderen) hier nun diese unwiderstehlichen, herzhaft-pikanten, süchtig-machenden, zum-Finger-ableckenden Girelle con 'Nduja. Die versöhnen mich wieder mit Kalabrien, dem wir eine weitere Chance geben sollten. Nicht zuletzt wegen der Küche...
(Bevor ich jetzt die Zutaten aufschreiben, gehe ich erstmal eine weitere naschen...)




Zutaten

Hefeteig

500 g Manitoba-Mehl, Typ 0 + Mehl zur Verarbeitung
13 g frische Hefe
300 ml lauwarmes Wasser
1 Tl Zucker
3 El Olivenöl extra vergine
10 g Salz

Die Hefe in dem Wasser auflösen, Zucker und Öl hinzufügen und einige Minuten ruhenlassen.
Das Mehl in eine Schüssel sieben, Salz hinzufügen und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefemischung in die Mitte gießen und zunächst mit einer Gabel mit etwas Mehl verrühren. Nach und nach Mehl von der Seite unterrühren. Zum Schluss mit dem Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten.
Schüssel abdecken und den Teig an einem warmen Ort zwei Stunden gehenlassen.


Füllung

90 g 'Nduja
1 kleine rote Paprikaschote
1 kleine gelbe Paprikaschote
1 Zucchino
Olivenöl extra vergine
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
100 g Scamorza affumicata
(geräucherter halbfester Käse) grob geraspelt
getr. Oregano

Paprikaschoten und Zucchino putzen, in kleine Würfelchen schneiden und in etwas Olivenöl kurz anbraten. Das Gemüse sollte noch knackig bleiben. Salzen und Pfeffern.
Den Hefeteig auf einer bemehlten Fläche nicht zu dünn zu einem Rechteck ausrollen.





Teig mit der Wurstmasse bestreichen, darüber die Gemüsestückchen und den geraspelte Käse verteilen.
Teigplatte von der kurzen Seite her aufrollen, auf ein bemehltes Brett legen, mit einem Küchenhandtuch abdecken und an einem warmen Ort eine weitere Stunden gehenlassen.
Nach dieser Zeit die Rolle mit einem scharfen Messer in zwei bis drei Zentimeter breite Teile schneiden. Diese Teigräder auf zwei mit Backpapier ausgelegte Bleche legen und mit etwas getrocknetem Oregano bestreuen. Nochmals die Teigräder abgedeckt eine weitere Stunde gehenlassen.
Den Ofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Girelle ungefähr 25 Minuten im Ofen backen.


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Donnerstag, 15. September 2016

Lipari, Stromboli und Knabbereien für einen Insel-Aperitivo: Crostini di pane alle erbe aromatiche



Es war eine Art Schnupperreise, die wir in den vergangenen Tagen unternahmen und die uns auf die Äolischen Insel führte. Um zu dieser Inselgruppe nördlich von Sizilien zu gelangen, muss man allerdings etwas Geduld mitbringen. Selbst von Rom aus zog sich die Hinreise stundenlang hin, und wir scherzten, dass wir in derselben Zeit fast schon über den Atlantik geflogen wären.
Zunächst mussten wir mit dem Flieger von Rom nach Catania; die reine Flugzeit von gut einer Stunde fällt dabei nicht so ins Gewicht. Dann ging es weiter mit dem Auto von Catania nach Milazzo, weitere eineinhalb Stunden, und von Milazzo aus dann mit dem Aliscafo nach Lipari, unserem Zielort. Wenn man Wartezeiten und Verspätungen des Fliegers sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückreise  mit einbezieht, ist man wirklich fast einen ganzen Tag lang unterwegs.
Drei Tage lang widmeten wir uns dann Lipari und Stromboli. Für die anderen Inseln der Inselgruppe - Vulcano, Panarea, Alicudi und Filicudi - blieb leider keine Zeit.
Überrascht hat mich vor allem der internationale Tourismus. Noch vor der Abreise dachte ich, dass um diese Jahreszeit auf diesen doch etwas abgelegenen Inseln hauptsächlich noch einige wenige italienische Reisende unterwegs seien würden, um dort den Sommer ausklingen zu lassen. Und dann konnte man an jeder Ecke einem geradezu babylonischen Sprachgewirr beiwohnen.







Beeindruckt hat mich besonders Stromboli mit seiner eigentümlichen Atmosphäre, die ganz beherrscht wird von dem immer noch aktiven Vulkan. Mindestens einmal in jeder Stunde meldet er sich spuckend zu Wort, was man bei Tageslicht aber nicht immer sehen kann. Nicht ganz ungefährlich ist der Aufstieg zum Gipfel, aber auch dieses Highlight eines jeden Aufenthaltes auf Stromboli ist dort bestens organisiert, um Risiken kleinzuhalten. Leider blieb auch für dieses sicher einmalige Erlebnis - hier sind die Wanderer gefragt - keine Zeit. Allerdings haben wir an den Hängen des Vulkans die Beobachtungsstation der Insel besichtigt, in der die seismischen Aktivitäten akribisch überwacht werden.





In der Nähe der schwarzen Strände sieht man auch öfters Schilder mit Warnhinweisen.




Gerne erinnern die Inselbewohner an den skandalumwitterten Aufenhalt von Ingrid Bergmann während der Dreharbeiten zum Film "Stromboli".





Die verheiratete Bergmann verliebte sich dabei in den ebenfalls verheirateten Regisseur Roberto Rossellini, und sie begannen einen Affäre miteinander. Das prüde Amerika der vierziger und fünfziger Jahre nahm das der Schauspielerin, die längst ein Star in Hollywood war, sehr übel, und dem Film drohte sogar ein Aufführungsverbot in den Staaten; ein Film, der immerhin zu den wichtigsten Werken des italienischen Neorealismo zählt.



Wie man auf den Fotos sehen kann, hat das Wetter nicht immer so ganz mitgespielt. Besonders gegen Abend brauten sich jeden Tag heftige Gewitter mit sintflutartigen Regengüssen zusammen. Ein sehr "durchwachsener" Vormittag lockte uns dann auch in das archäologische Museum von Lipari mit seiner umfangreichen Sammlung, die Aufschlüsse über die frühesten Besiedlungen und deren Entwicklungen auf den verschiedenen Inseln des Archipels gibt.



Die Amphoren geben das Stichwort: Wir haben uns natürlich auch ganz prosaischen Themen gewidmet: Auf Lipari haben wir ein Weingut aufgesucht, in dem unter anderem Malvasia angebaut wird, eine für Lipari, aber auch den ganzen Süden typische Rebsorte, aus der man Weißwein, aber auch den bekannten Süßwein der Insel herstellt.
Und dann haben wir, wie könnte es auf Sizilien auch anders sein, hervorragend geschlemmt. Natürlich dominiert hier eine "cucina di mare" mit ihren vielen Fischspezialitäten, aber ich kam trotzdem auf meine Kosten. Meine geliebten Kapern spielten in vielen Gerichten die Hauptrolle, und ich konnte feststellen, dass die Kapern von Lipari den Kapern von Pantelleria in nichts nachstehen.
Wer ein wenig Geduld mitbringt und brav bis zu Ende liest (und auch noch mein Rezept über sich ergehen lässt), der bekommt am Ende des Posts ein paar ganz persönliche Restaurant-Tipps.
Mindestens dreimal ist mir eine geradezu süchtig machende Knabberei zum Aperitivo begegnet - klar, dass ich das nachmachen wollte.
Also habe ich dann zu Hause mal wieder den Herd angeworfen...



Zutaten

150 g Baguette oder Ciabatta
3-4 El Olivenöl
1 Knoblauchzehe, durch die Presse gedrückt
Salz
gemischte frische Kräuter (Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei)
man bracht davon, fein gewiegt, 3-4 El


Den Backofen auf 200 Grad (Umluft) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Das Brot in möglichst kleine Würfel schneiden,  in einer Schüssel mit den anderen Zutaten vermischen und auf dem Backblech verteilen.
Für zehn Minuten in den Ofen geben - und fertig ist die Knabberei!



Restaurant-Tipps für Lipari

Ristorante Filippino
Piazza Mazzini
98055 Lipari
Tel.: 0039 0909811002
Home

Das Traditionsrestaurant auf Lipari. Seit über hundert Jahren in Familienbesitz.

Ristorante "La Nassa"
Via G. Franza, 36
Lipari
Tel.: 0039 0909811319
Home

Mein Favorit. Hier kocht die 87-jährige Donna Teresa, und für ihre wirklich ausgezeichnete Caponata steht sie sogar um 6 Uhr früh auf. Dafür hat sie nämlich ihr geheimes Rezept, das sie nicht einmal ihren Mitarbeitern verrät. Zum Abschluss der Schlemmerei bringt ihr Sohn selbstgemachte Likörchen an den Tisch.

Officina del Cannolo
Corso Vittorio Emanuele, 214
Tel.: 0039 090 9813470
Home

Auf der Hauptstraße des Ortes geht es in diesem Ristorante ein wenig stylischer zu. Shabby-Chic-Atmosphäre und einer der besten Cannoli, den ich je gekostet haben. Das Restaurant macht seinem Namen also alle Ehre, auch mit pikanten Cannoli auf dem Antipasto-Teller.

Agriturismo Casa Gialla
Località Piano Conte
Lipari
Tel.: 0039 3394740902
Home

Hier ist alles hausgemacht, von der Marmelade zum Frühstück bis hin zu ausgefallenen Likören.


Il Gabbiano Relais
Via Vito Nunziante
Stromboli
TEl.: 0039 3388049982
Home

Klein, lässig, stilvoll.







♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

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