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Donnerstag, 23. Juli 2020

Blondinen - vorerst - bevorzugt: Blondies mit Pecannüssen und weißer Schokolade



Gehaltvolle Blondies oder doch lieber saftige Brownies? Dieses Mal hieß es: Blondinen bevorzugt!
Ich habe ja schon längerem eine Schwäche für typisch amerikanisches Gebäck. Egal ob Cheesecake, Key Lime Pie oder einfache Cookies - ich mag all die süßen Sachen, die jenseits des großen Teichs für Hüftgold sorgen. Und das sage ich! Ihr kennt ja meine Vorlieben - das legendäre und immer wieder zitierte Salami-Brötchen...





Das Rezept für Blondies soll übrigens noch vor den heute bekannteren (und beliebteren?) Brownies Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt worden sein. Während man bei Brownies die fast "sitzengebliebene" feuchte Konsistenz schätzt, glänzen Blondies oft mit üppigem Innenleben, das mit Nüssen und/oder Schokotröpfchen aufgepeppt wird. Oft müssen sie dann noch, in Dessertgläsern geschichtet, Karamellsaucen über sich ergehen lassen; das wäre mir dann aber doch zu "amerikanisch-üppig". Ich liebe sie pur und aus der Hand. Demnächst will ich Brownies backen - oder doch lieber die marmorierten Cheesecake-Brownies? Immer wieder stolpere ich über die verlockendsten Rezepte, durch die ich mich endlich "durcharbeiten" muss. Mal sehen, ob es dann immer noch heißt: Blondinen bevorzugt!






Zutaten und Zubereitung
(für 16 Stück)



Trockene Zutaten

  • 300 g Mehl, Typ 550 (Tipo 0)
  • 2 Tl Backpulver
  • 1/2 Tl Salz
  • 75 g weiße Schokoladentropfen (oder fein gehackte weiße Schokolade)
  • 100 g Pecannüsse, grob gehackt




Weitere Zutaten

  • 150 g Butter (+ etwas Butter für die Form oder den Backrahmen)
  • 80 ml Sonnenblumenöl
  • 2 Eier
  • 300 g brauner Rohrzucker
  • 1 Tl Vanilleextrakt



Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze vorheizen).
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und einen quadratischen Backrahmen (verstellbar) von 24 cm x 24 cm aufsetzen. Den Rahmen mit Butter einfetten. Alternativ eine entsprechend große quadratische Tortenform ausfetten.

Die Butter schmelzen. Eier mit dem Sonnenblumenöl, dem Zucker, dem Vanilleextrakt und der zerlassenen Butter ein paar Minuten lang aufschlagen. Die trockenen Zutaten miteinander vermischen und darunterrühren.

Die Masse in die Form füllen, dabei die Oberfläche mit angefeuchteten Händen glatt drücken.
Für 30 Minuten in den Ofen schieben.
Auskühlen lassen und in Quadrate schneiden.

☆☆☆

Quelle: New York, Le ricette di culto, Guido Tommasi Editore, 2013








Samstag, 23. Mai 2020

Späte Liebe: Schokokuchen mit Honigbirnen





Die Birne und ich werden sicher keine dicken Freundinnen mehr; das dachte ich jedenfalls. Dabei begleitete mich dieses Obst bereits seit vor meiner Geburt. Ganz verrückt nach Birnen sei sie gewesen, als sie mit mir schwanger war, gestand mir einmal meine Mutter. Mit meiner Geburt schwand dann aber ihre Birnensucht, dagegen war mein Vater diesem Obst sehr zugetan, und das als ausgewiesener Obstmuffel. Mit Birnen konnte ich jedenfalls nie viel anfangen. War ich etwa durch die Schwangerschaftsgelüste meiner Mutter traumatisiert? Selten jedenfalls, dass ich am Obststand zur Birne greife. Ohne Äpfel mit Birnen vergleichen zu wollen, aber so ein knackiger, saftiger Apfel - nicht einer der mehligen Sorte - war mir seit jeher lieber.



Birnen der Sorte D'Angou - Beurré d'Anjou - Butterbirnen








Nun gibt es aber Birnen und Birnen. Als mich wohlgerundete rotbackige Birnen der Sorte D'Angou aus ihrem Körbchen heraus anlockten, setzte ich im Kopf bald einen Kuchen zusammen. Irgendwas mit Schokolade sollte es sein. Auf einem weichen Rührteig wollte ich das Obst sanft betten. Eine weitere Zutat sollte für den nötigen Biss sorgen: Walnüsse!
Birnen, Schokolade, Walnüsse - alles honigumscheichelt. Ein neues Dreamteam war geboren!
Eigentlich mag ich Birnen...







Zutaten 
(für eine Springform von 24 cm Ø)




Honigbirnen


  • 900 g Birnen, z.B. der Sorte D'Anjou
  • 2 El Honig
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 P. Vanillezucker
  • 125 ml Wasser



Wasser mit dem Honig, dem Zitronensaft und dem Vanillezucker in einen Topf geben und die Mischung auf dem Herd zu einem Sirup reduzieren. Dann den Topf von der Kochstelle nehmen und die geschälten und geviertelten Birnen in den Sirup legen.



Rührteig


  • 175 g weiche Butter + Butter für die Form
  • 100 g Zucker
  • 1 P. Vanillezucker
  • 3 Eier
  • 225 g Mehl
  • 2 Tl Backpulver
  • 1 El dunkles Kakaopulver
  • 2 El grob gehackte Walnusskerne


Den Backofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Form einfetten.

In der Küchenmaschine die weiche Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker aufschlagen, dann nach und nach die Eier einzeln unterrühren. In der weißschaumigen Masse sollte sich der Zucker vollständig aufgelöst haben.

Das gesiebte Mehl mit dem Backpulver und dem Kakaopulver mischen und esslöffelweise unter Rühren einarbeiten.
Den Teig in die Form füllen.

Die Birnenviertel aus dem Sirup heben (Sirup aufheben) und auf der Kuchen verteilen. Die gehackten Walnüsse darüberstreuen.
Mit 2-3 El Sirup beträufeln.
Den Kuchen ungefähr eine halbe Stunde backen.




Donnerstag, 12. März 2020

Traumabewältigung mit dem Rührbesen: Chocolate Chip Banana Bread



Zu Bananen habe ich mir ja ein gespaltenes bis ablehnendes Verhältnis bewahrt. Grund dafür ist ein "traumatisches" Erlebnis in meiner Kindheit. Ich muss ungefähr fünf Jahre alt gewesen sein, als zur Mittagspause im Kindergarten ein Junge seine mitgebrachte Banane auspackte, bei der man schon nicht mehr von Überreife sprechen konnte. Sie war schlichtweg schwarz! Die darauf folgenden Szenen werde ich nie vergessen. Zunächst legte er seine Banane unter einen Teller, auf den er sich dann mit beiden Händen stützte. Dann presste er die Banane mit den Händen zusammen, so dass eine breiige gelbe Masse wie aus einer Mayonnaisentube hervorquoll. Auch eine Art, Bananen zu essen!
Zu Hause erzählte ich diese Episode unter Würgen meinen leicht schmunzelnden Eltern. "Der Markus - *örks* - der hat - *würg* - seine Banane..." Und so weiter!

Seitdem mag ich Bananen - wenn überhaupt - nur, wenn sie noch richtig grün und fast unverzehrbar unreif sind. Und dann sind sie eigentlich gar nicht so übel. Naja, fast.







Da mein Mann manchmal heimlich Bananen einschmuggelt und dann vergisst, sie zu essen, hatte ich mal wieder so ein paar nicht mehr ganz taufrische Exemplare herumliegen.
Schnurstracks eines meiner New-York-Kochbücher geschnappt, darin nach Banana-Bread-Rezepten gesucht und zur Vernichtung des ungeliebten Obstes geschritten.
Fazit: Irgendwie mag ich Bananen doch. Denn wenn man eine solchen Kuchen damit backen kann -  so ein saftiges, schokoladiges, zimtiges Etwas -, dann können sie gar nicht so übel sein!






Zutaten
(für eine Kastenkuchenform, 21 x 9 cm, Höhe 8 cm)





Trockene Zutaten
  • 215 g Mehl (Original: 165 g Mehl und 50 g Buchweizenmehl)
  • 1 1/2 Tl Backpulver
  • 1 Tl gemahlener Zimt
  • 1 Tl Vanilleextrakt





Feuchte Zutaten
  • 65 g Kokosblütenzucker (Original: dunkler Rohrzucker)
  • 5 El Sonnenblumenöl
  • 2 Eier
  • 175 g Crème fraîche




Zusätzlich

  • 165 g Bananen (ungefähr eineinhalb Bananen), mit der Gabel grob zerdrückt
  • 110 g dunkle Schokotropfen (Original: in Stückchen geschnittene Schokolade)




Icing (nicht im Original angegeben)

  • 125 g Puderzucker
  • Milch


  • Butter für die Form







Den Ofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen und die Form gut mit Butter ausfetten.
Die "trockenen" Zutaten vermischen und die Schokotröpfchen hinzufügen. Nun die "feuchten" Zutaten mit dem Rührbesen gut verschlagen und zum Schluss die zerdrückte Banane unterrühren.
"Trockene" und "feuchte" Zutaten nun zusammenbringen, dabei aber nicht zu lange und gründlich rühren, sonst wird das Ergebnis pappig.

Teig in die Form füllen und im Ofen ca. 45 bis 50 Minuten backen. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, eventuell abdecken.

Den Puderzucker mit soviel Milch verrühren, bis eine zähflüssige Glasur entstanden ist und den ausgekühlten Kuchen damit bestreichen.

Rezeptquelle: New York, Ricette di culto, Guido Tommasi Editore, 2013






Aus aktuellem Anlass,
meine lieben Leser*innen, 

das Coronavirus/Covid 19 hat Italien mit voller Wucht getroffen. Seit Dienstag wurde die rote Zone auf das ganze Land ausgeweitet. Die Bevölkerung ist aufgerufen, weitestgehend zu Hause zu bleiben, keinen Besuch zu empfangen und weder Verwandte noch Freunde zu besuchen (es sei denn, wenn man einen Angehörigen pflegen muss). 
Man darf natürlich weiterhin wichtige Arzt-Termine wahrnehmen, zur Arbeit gehen und natürlich auch Lebensmittel und andere unentbehrliche Dinge kaufen - mit Einschränkungen. Zu zweit darf man nicht mehr in Supermärkte und muss natürlich Abstand zu anderen Kunden halten. In kleinen Läden werde Kunden einzeln bedient, die anderen müssen vor dem Eingang warten.
Am Mittwochabend wurden die Einschränkungen noch einmal verschärft. Alle Geschäfte außer Lebensmittelläden, Supermärkte, Läden für Tierbedarf, Apotheken und Drogerien bleiben geschlossen. Ebenso Restaurants und Bars. Wir brauchen jetzt eine Art "Passierschein", wenn wir unterwegs sind:






Bei meinem nicht vermeidbaren Einkäufen gestern und heute habe ich überall disziplinierte Menschen gesehen, die sich an diese wichtigen Regeln halten. Trotzdem ist diese Situation natürlich beklemmend und erinnert an dystopische Zukunftsvisionen. Ja, ich komme mir vor wie in einem amerikanischen Katastrophen-Film. Es ist ungewohnt still in einer sonst lauten Stadt, und ab abends zeigt der Blick aus dem Fenster menschenleere Strassen.

Trotzdem finde ich diese Beschränkungen wichtig, um die Verbreitung des Virus in Grenzen zu halten. Es geht nicht in erster Linie und den Schutz der eigenen Person, sondern um den meiner Mitmenschen. Denn auch ich könnte längst infiziert sein und andere und vor allem schwächere und ältere Personen gefährden. 

In diesem Sinne: Bleibt zu Hause, meidet größere Menschenansammlungen und singt beim Händewaschen zweimal "Alle meine Entchen"!

Bleibt gesund! 

#iorestoacasa






Mittwoch, 9. Oktober 2019

Mit Rosmarin oder Blaubeeren: Zweierlei Zitronenkuchen



Ein letztes Aufbäumen des Sommers 2019 erlebt Rom in diesen Tagen; tagsüber muss man aus der Sonne fliehen, so heiß brennt sie auf der Haut. Da kommt fast keine Lust auf meinen heißgeliebten Pflaumenkuchen auf, den es mit schöner Regelmäßigkeit meist schon im September bei uns gibt.
Dafür serviere ich sommerlichen Zitronenkuchen; neue Guglhupfformen mussten schließlich eingeweiht werden.









Für unseren überschaubaren Zwei-Personen-(eine Katze-)Haushalt sind kleine Kuchenformen geradezu ideal. Ansonsten muss ich immer mal wieder Teile von Kuchen oder Torten einfrieren, denn auch mit dem größten Wohlwollen kann man nicht tagelang an einem Kuchen herumessen - naja, mein Mann bekommt das hin.... Einen halben Kuchen dann aus den Tiefen des Freezers zu holen, wenn sich spontan Besuch ansagen sollte, ist zudem optisch auch wenig ansprechend. Schön, wenn man dann einen Minikuchen vorrätig hat - und noch schöner, wenn sich an einem Wochenende spontan Lust auf einen Kuchen meldet, man aber weder die Zeit noch die Lust dazu hatte, einen zu backen. Rührteige eignen sich bestens zum Einfrieren und schmecken aufgetaut wie frisch. Eventuell brauchen sie dann nur noch eine hübsche Verzierung.






Aus eins mach zwei!

Mit einem Basisteig kann man zudem noch zwei verschiedene Kuchen herstellen - und diese auch auf zweierlei Weise verzieren.
Aber lasst uns nun über die inneren Werte reden: Buttermilch (ja, die bekomme ich mittlerweile ab und an auch in Rom!), Zitronensaft und Abrieb sorgen für ein zitrisch-frisches Geschmackserlebnis. Blaubeeren malen im Teig fruchtig-bunte Tupfer, während das Dream-Team Rosmarin-Zitrone kaum noch vorgestellt werden muss. Im Sommer habe ich Zitronen-Rosmarin-Marmelade gekocht. Diese Kombi ist einfach genial und funktioniert auch im Kuchen.






Zutaten
(für zwei Silikon-Guglhupf-Formen von jeweils 1000 ml Inhalt)


Basisteig

  • 250 g weiche Butter
  • 250 g Zucker
  • 1 P. Vanillinzucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 400 g Mehl, gesiebt
  • 3 Tl Backpulver
  • 200 ml Buttermilch
  • Saft und Abrieb einer unbehandelten Zitrone


Die weiche Butter mit dem Salz, dem Zitronenabrieb, dem Zucker und dem Vanillinzucker mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät zu einer cremigen Masse verrühren. Nach und nach die Eier einzeln einarbeiten. Abwechselnd das mit dem Backpulver vermischte Mehl, die Buttermilch und zum Schluss den Zitronensaft unterrühren.
Den Teig auf zwei Schüsseln verteilen.
Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.


Zutaten für die Teige

  • 125 g Blaubeeren
  • 1-2 El fein gewiegte Rosmarinnadeln


Unter Teig Nr. 1 die Rosmarinnadeln unterühren und dann den Teig in eine Form füllen.
In die zweite Form den Teig abwechselnd mit je einer Lage Blaubeeren einfüllen. Mit Teig abschließen.
Im Ofen ca. 45 Minuten backen.
Dann herausnehmen, auf ein Kuchengitter geben und vollständig abkühlen lassen.


Fertigstellung

  • 185 g weiße Kuvertüre
  • 1/2 Tasse Puderzucker
  • Zitronensaft
  • gemischte Beeren und Rosmarinzweige für die Dekoration


Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Eine der Formen mit Küchenpapier kurz auswischen und die Kuvertüre hineinfüllen. Die Form etwas schwenken. Nun den Kuchen mit dem Blaubeeren vorsichtig in die Form drücken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Hierfür ist unbedingt eine Silikonform erforderlich.
Am nächsten Tag aus der Form nehmen und mit gemischten Beeren servieren.

Puderzucker mit Zitronensaft zu einem zähflüssigen Guss verrühren und über den Kuchen mit Rosmarin gießen. Mit Rosmarin und Beeren verzieren.





Donnerstag, 15. März 2018

Die zarte Versuchung aus Ferrara: Torta Tenerina


Torta Tenerina, die "Zarte", oder auch auch Torta Tacolenta ("appiccicosa") - allein die Bezeichnung lässt schokoladigen Genuss erahnen. Dabei ist auch das "appiccicosa" durchaus positiv gemeint. Was sonst  im Italienischen "klebrig" oder sogar im übertragenen Sinne "lästig" bedeutet, bezieht sich bei diesem Kuchen auf die leicht cremig-feuchte Konsistenz der Teiges. Wenn dazu noch eine zarte Kruste das saftige Innere umschließt, gilt diese Spezialität aus Ferrara als gelungen.




Dieser flache Schokoladenkuchen wurde zu Ehren der aus Montenegro stammenden Prinzessin Elena (1873 - 1952), späterer Gemahlin des italienischen Königs Vittorio Emanuele III di Savoia, in Ferrara erfunden. Königen Elena erfreute sich Zeit ihres Lebens großer Beliebtheit unter der italienischen Bevölkerung, da sie immer wieder durch ihren humanitären Einsatz - ob beim Erdbeben von Messina 1908 oder als Krankenschwester im ersten Weltkrieg - von sich reden machte. Später studierte sie sogar Medizin und wurde promoviert. Ob sie wohl auch eine Schokoladenfreundin war? Unbestritten aber bezieht sich die Bezeichnung dieser Torte mit dem zarten - tenerina - Innenleben auf das "zarte" und gute Herz der so geliebten Königin Elena




Zutaten
(für eine Springform von 24 cm Ø)


  • 200 g Schokolade, mindestens 70% (ich 75%)
  • 100 g weiche Butter + Butter für die Form
  • 3 Eier
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • ca. 3 El Mehl oder Stärkemehl 
  • Puderzucker


Den Backofen auf 150 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen und den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen. Sowohl dieses als auch den Rand der Springform mit Butter ausfetten.

Die Schokolade in Stücke brechen und im Wasserbad schmelzen. Die weiche Butter nach und nach unterrühren und in der Schokomasse schmelzen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Die Eier trennen. Eigelbe mit dem Zucker hellschaumig aufschlagen. Dann die Schoko-Butter-Mischung langsam dazugießen und weiterrühren.
Die Eiweiße mit einer Prise Salz sehr steifschlagen und auf die Eigelb-Schoko-Mischung häufen. Das Mehl (Stärkemehl) darübersieben und alles vorsichtig unterheben.

Den Teig in die Form füllen und die Torte für 20 bis 25 Minuten in den Ofen schieben.
Nach dieser Zeit den Ofen ausschalten, die Tür öffnen und die Torte im Ofen auskühlen lassen.




Den Kuchen entweder mit geschlagener Sahne, frischen Erdbeeren oder einer warmen Beerensauce servieren.


  • 600 g gemischte Beeren (Himbeeren, Brombeeren, Blaubeeren)
  • 3 El selbstgemachter Vanillezucker
  • Blaubeersaft, ca. 1/2 Tasse
  • 1 El Speisestärke


Die gewaschenen Beeren mit dem Vanillezucker aufkochen lassen. Den Blaubeersaft mit der Speisestärke verrühren und zu den Beeren geben und zwei Minuten köcheln lassen.






♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Montag, 29. Januar 2018

Lasst uns feiern, es gibt Guglhupf! So schokoladig, so saftig...


Zum sechsten Bloggeburtstag gibt es heute Kuchen, und zwar einen saftigen Quark-Guglhupf, von dem Ihr  jetzt bitte ein Stück nehmen, Euch dann entspannt zurücklehnen und gemeinsam mit mir einen Rückblick auf mein vergangenes Bloggerjahr werfen sollt.
Ganz am Schluss gibt es dann auch das Rezept für diesen Napfkuchen.




Auch dieses Mal heißt es wieder: Ein Monat, ein Blogpost!

Im Februar gab es endlich ein Rezept zu "Everybody's Darling": Lasagne al forno lieben wir alle, oder sage ich da etwas Falsches? Natürlich waren auch die Lasagneblätter selbst gemacht; eine ziemliche Fummelei, bei der man sich schon mal die Finger verbrennen kann. Aber es lohnt sich!

Frühlingsgefühle kamen im März bei diesem Kraut auf, das man im deutschsprachigen Raum unter dem Namen "Mönchsbart" kennt. In Italien heißt das dann dementsprechend "Barba di frate" oder auch "Agretti".Die Capellini agli agretti sind wohl das Beste, was man daraus zaubern kann. So einfach, so gut!

Das Osterfest feierten wir im April mit einer neapolitanischen Spezialität, dem Casatiello napoletano. Eine wahrhaft üppige Angelegenheit und auch zeitintensiv in der Herstellung. Dafür ersetzt so ein Stück dieses salzigen Ostergebäcks eine ganze Mahlzeit (oder auch zwei). Aber wer zählt an Ostern schon Kalorien, und zwischen den ganzen Schokoeiern kommt ein pikantes Intermezzo gerade recht!

Wir sind im Mai, meinem Lieblingsmonat. Außerhalb Roms ist die Vignarola sicherlich nicht so bekannt. Dieses Gericht zeigt aber auch, dass römische Küche durchaus leicht und raffiniert gewürzt sein kann. Ich konnte im frischen Gemüse der Saison schwelgen; mehr Frühling auf dem Teller geht nicht!

Ist das schön, wenn man im Juni nach Sonnenuntergang mit Blick über die Dächer von Rom essen und dabei auch von Sizilien träumen kann! Gefühlt saß Commisario Montalbano mit am Tisch, gab es doch sein Leibgericht: Pasta 'ncasciata.

Es war heiß im Juli, sehr heiß. Rom stöhnte schon seit Wochen unter der Hitze, und es sollte noch mehrere Wochen so weitergehen. Das Wasser wurde knapp, und jeden Tag wurde darüber diskutiert, ob nun Einschränkungen auf die Einwohner Roms zukommen werden (sie kamen nicht). Mensch und Tier lechzten nach Abkühlung. Da kam diese Granita di pomodoro gerade recht.

Im August führte uns ein legendäres Fleischgericht, der Peposo dell'Impruneta, bis auf die Domkuppel von Florenz. Ein begnadeter Baumeister trat in Erscheinung: Was hat Brunelleschi mit diesem Gericht zu tun? Eine spannende Geschichte, aber lest selbst!

Erinnerungen kamen hoch im September, und ich ging im Geist wieder durch die Altstadt von Genua. Was isst man dort, wenn der Bauch sich knurrend meldet? Richtig, Focaccia! Und so habe ich eine Focaccia al rosmarino con pomodorini secchi gebacken.

Ein einziger Blogpost schaffte es in den Oktober. Aber was für einer! Im Lutherjahr hatte Peter zu einem "frommen" Event aufgerufen, was mir die Gelegenheit gab, die italienischen Waldenser vorzustellen. Ganz nach Luthers Geschmack war sicher diese Torta di auguri alle noci.

Dass ich gerne Gäste bewirte, ist sicher kein Geheimnis. Neben dem Kochen macht mir vor allem das Tischdecken Spaß, und da bin ich immer auf der Suche nach neuen Ideen. So gab es im November neben den Rezepten auch ein kleines Tutorial zum Thema.

Den Winter nicht mögen, aber den Dezember lieben? Das geht! Es duftet nach Weihnachtsgebäck, die Wohnung ist geschmückt, Kerzen brennen. Zwischen den traditionellen Weihnachtsplätzchen behauptete sich in diesem Jahr der Torrone morbido. Bei dieser Leckerei muss man sich wirklich beherrschen!

Ja, der Januar! Ein Bloggerjahr geht zu Ende, ein neues, beginnt und ich bin gespannt, was in den kommenden Monaten aus meinen Töpfen steigen wird und welche kulinarischen Abenteuer auf mich warten.
Jetzt aber erstmal zum Kuchen. Kommt da nicht schon Frühlingsstimmung beim Anblick auf?





Quark-Guglhupf mit weißer Schokolade




  • 125 g Butter
  • 120 g Zucker
  • 1 El selbstgemachter Vanillezucker
  • 2 Eier
  • etwas Zitronenabrieb
  • 250 g Quark (Magerstufe)
  • 350 g Mehl, gesiebt
  • 1 P. Backpulver
  • ca. 1/8 l Milch
  • 120 backstabile weiße Schokotropfen
  • 300 g weiße Kuvertüre
  • 1 Guglhupfform aus Silikon




Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben. Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze)  vorheizen.
Die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren, dabei nach und nach die Eier hinzufügen. Quark und Zitronenabrieb unterrühren.
Das Mehl mit dem Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch zum Teig geben.
Die Schokotröpfchen unterheben.
Teig in die Form füllen und im vorgeheizten Ofen ca. 60-65 Minuten backen.
Den Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann herausnehmen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Die Form kurz mit Wasser ausspülen und trockentupfen.
Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und in die Form gießen. Nun den erkalteten Kuchen wieder vorsichtig in die Form drücken und diese für eine Nacht in den Kühlschrank stellen.
Am folgenden Tag die Silikonform etwas auseinanderziehen und den Kuchen auf eine Platte stürzen.
Nach demselben Prinzip lässt sich auch ein hübscher marmorierter Überzug herstellen:
Marmorkuchen


Ein ganz liebes Dankeschön geht auch an diesem Bloggeburtstag 
an meine treuen Leserinnen und Leser.
 Danke, dass es Euch gibt! 

Vi voglio bene!





P.S.: Ihr habt es sicher gleich gesehen: Der alte Header mit den Fotos ist weg; mein Geburtstagsgeschenk für mein Blog. Ich hoffe, die Bastelei hat sich gelohnt und es gefällt auch Euch!


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Donnerstag, 21. September 2017

Die Mutter aller Marmorkuchen


Mehr Marmorkuchen geht eigentlich nicht! Marmoriert innen, so kennen wir ihn. Und marmoriert außen: Der ultimative Marmorkuchen. Die "Mutter alle Marmorkuchen"!

Im Land des Marmors hatte ich vergeblich in mehreren Läden - vom Supermarkt bis hin zum Schokoladengeschäft einer bekannten Marke - zwei Tage lang nach Kuvertüre gesucht. In letzterem Laden verteilte ein junger Mann Schokokugeln an Touristen. Auf meine Frage, wo denn die Kuvertüre versteckt sei, schüttelte er nur den Kopf. Er wisse gar nicht, was das sei. Noch Fragen?
In einem anderen Laden erhielt man die Antwort, es sei ja viel zu heiß gewesen, Kuvertüre komme erst in den kommenden Wochen wieder in den Handel. Merkwürdig nur, dass die üblichen Schokoladentafeln wohl der Sommerhitze ganz selbstverständlich getrotzt hatten.
Es ist das alte Lied: Einkaufen in Rom! Auf der einen Seite Luxusgüter ohne Ende, auf der anderen Suchprobleme bei alltäglichsten Zutaten.





Vergangene Woche war ich dann für ein paar Tage in Frankfurt. Kurz vor der Rückreise nach Rom fand ich noch etwas Zeit, ging in den nächstliegenden Supermarkt und kaufte Kuvertüre und diverse Backzutaten. So einfach kann das sein!
Eine passende Silikonform zog erst kürzlich bei mir ein; unentbehrlich für diese Art von Schokoladenüberzügen mit der gleichmäßigen Oberfläche. Und da entstand die Idee: Wenn schon Marmorkuchen, dann aber auch richtig! Warum also nicht mit weißer und dunkler Kuvertüre spielen? Beim nächsten Mal würde ich zwar noch etwas verschwenderischer mit der Kuvertüre umgehen, aber mir scheint das Experiment gelungen.
Das optische Ergebnis wirkt für mich auf dem Foto  -  der von der Seite beleuchtete Kuchen vor dunklem Hintergrund und dekoriert mit den Beeren -  fast schon caravaggesque. Mein Mann meinte, der Überzug erinnere ihn an eine Kuhhaut. Sprach's und ließ es sich schmecken! Nun ja...



Zutaten


  • 250 g weiche Butter + Butter für die Form (entfällt bei bereits benutzter Silikonform)
  • 1 Prise Salz
  • 225 g Zucker
  • 1 P. Vanillezucker (oder 3 Tl selbstgemachter Vanillezucker)
  • 4 Eier (bei sehr kleinen Eiern eventuell ein Ei mehr)
  • 400 g Mehl, gesiebt
  • 100 g Speisestärke, gesiebt
  • 1P. Backpulver
  • 120 ml Milch
  • 3 El dunkles Kakaopulver, gesiebt
  • 1 El Rum
  • 150 g weiße Kuvertüre
  • 100 g dunkle Kuvertüre
  • Guglhupf-Form aus Silikon


Alle Zutaten rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen!
Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Bei Erstbenutzung Silikonform mit Butter ausfetten.
Die Butter mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Salz cremig aufschlagen. Einzeln die Eier einarbeiten. Das mit der Speisestärke und Backpulver vermischte Mehl esslöffelweise abwechselnd mit der Milch unterrühren.
Ein Drittel des Teiges entnehmen und mit dem Kakaopulver und dem Rum verrühren.
Zuerst den hellen Teig in die Form füllen, dann den dunklen Teig darauf geben und mit Hilfe einer Gabel die Teige etwas vermischen.
Die Backzeit beträgt ungefähr eine Stunde.
Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, zehn Minuten in der Form abkühlen lassen und dann den Kuchen auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig erkalten lassen.




Die beiden Kuvertüre-Sorten jeweils im Wasserbad schmelzen lassen. Die Silikon-Form mit einem Küchentuch von Krümeln befreien. Abwechselnd die Kuvertüren hineingießen, so dass sie ineinanderlaufen. Dann den abgekühlten Kuchen wieder in die Form geben und vorsichtig nach unten drücken. Mit Folie abgedeckt für einige Stunden, am besten über Nacht, in den  Kühlschrank stellen.
Zum Stürzen die Form am oberen Rand etwas auseinander ziehen, dann auf eine Tortenplatte stürzen und die Form vollständig vom Kuchen lösen.





♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Sonntag, 6. August 2017

Versüßt den Road Trip: Chewy White Chocolate Macadamia Cookies



Als hätte ich es geahnt: Mein Mann musste aus familiären Gründen an diesem Wochenende nach Deutschland aufbrechen. Am wahrscheinlich heißesten Wochenende des Jahres, an dem ich gerne ans Meer oder in die Berge geflüchtet wäre. So verkrümele mich zu Hause; unmöglich, für längere Zeit vor die Tür zu gehen. Apropos "verkrümeln". Die Macadamia-Nüsse mussten weg, länger hätten sie in der heißen Küche nicht mehr durchgehalten. So wurde ich schon vor ein paar Tagen zum "Krümelmonster" und buk "Road-Trip-Cookies". Warum die so heißen? Da muss ich etwas ausholen.
Wenn man lange Strecken zum gefühlt tausendsten Male fährt, entwickelt man skurrile Verhaltensweisen. Selbst der schäbigste Autogrill (italienische Raststätten) wird da zum Schlaraffenland (über das deutsche Pendant decken wir lieber gleich den Mantel des Schweigens, aber am Ende dieses Postings findet Ihr für die nächste Italienreise die Koordinaten für DEN Autogrill, wo sich ein Stopp wirklich lohnt.*). Nach Caffè und Spremuta (frisch gepresster Saft) und dem Aufsuchen von gewissen Örtlichkeiten für kleine Königstiger(innen) folgt der Gang durch die ungesunde Abteilung. Plätzchen, Chips, kleine Mini-Salami und Schokolade - all die "Leckereien", die, mit Ausnahme von Schokolade für Desserts oder Kuchen, nie im Einkaufskörbchen landen, feiern bei diesen Gelegenheiten "fröhliche Urständ". Ich sage nur: Gummibärchen! Möglichst die saure Sorte mit ganz viel Zucker...
In den Beifahrer-Phasen stopfe ich dann aus Frust schon einmal so etwas in mich hinein. Ich glaube, das kommt durch die elende Ödnis der langen, oft nächtlichen Autofahrten, an deren Ende selten fröhliche Urlaubstage winken.




Seit einiger Zeit bereichern amerikanische Cookies in verschiedenen Geschmacksrichtungen das Angebot in den Raststätten. Mein Favorit: Macadamia und weiße Schokolade.
Die mussten einfach nachgebacken werden! Ein Tütchen davon habe ich nun meinem Mann neben Wasser, Trinkjoghurt und Pülverchen zum Auffüllen der durch die Hitze verloren gegangenen  Magnesium- und Kalium-Speicher mitgegeben. Zu meiner Ehrenrettung darf ich sagen: Ich bereite für lange Reisen gerne kleine Lunchboxen vor: mit Gurken, Tomaten, hartgekochten Eiern und belegten Broten. Oft kommen noch Äpfel hinzu; lauter gesunde Sachen! Immer öfters fahren wir auch, wunderbar beraten durch unseren "Slow-Food-Führer", von der Autobahn ab und suchen uns eine nette kleine Trattoria.  Aber zwischendurch heißt es:
"Cookies, cookies!"



Zutaten
(Für ca. 22 Stück)


  • 250 g Butter
  • 280 g Mehl, gesiebt
  • 1 P. Backnatron
  • 100 g brauner Zucker
  • 130 g weißer Zucker
  • 1/2 Tl Salz
  • 1 Tl Vanillearoma
  • 2 Eier
  • 140 g Macadamia-Nüsse
  • 100 g weiße Schokotropfen (ersatzweise weiße Schokolade, grob gehackt)


Den Backofen auf 190 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze) und Backbleche mit Backpapier auslegen.
Die Macadamia-Nüsse grob hacken.
Die weiche Butter mit dem Zucker und dem Salz zu einer geschmeidigen Crème rühren. Das Vanillearoma hinzufügen und die Eier einzeln einarbeiten. Ein wenig Mehl abnehmen und mit dem Natron mischen.
Das Mehl nach und nach unter den Teig rühren, zum Schluss die Mehl-Natron-Mischung unterrühren.
Unter den Teig die gehackten Macadamia-Nüsse sowie die Schokoladentropfen heben.
In großen! Abständen Teig-Häufchen auf das Backpapier setzen; ich benutze dazu einen Eisportionierer. Beim Backen läuft der Teig flach auseinander.
Die Cookies ungefähr zehn Minuten backen. Danach auf dem Blech unbedingt etwas abkühlen lassen; sie sind sehr weich. Zum vollständigen Erkalten auf ein Kuchengitter legen.
Wie lange sich die Cookies frisch halten? Keine Ahnung, die werden sich nicht lange "halten"...


*Autostrada A1 Mailand-Bologna, Richtung Bologna, Autogrill "Secchia Ovest", ca. 10 Kilometer  von Modena entfernt.
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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Samstag, 20. Mai 2017

Süße Tricolore: Rotolo di pan di spagna al tè matcha ripieno di ricotta e cioccolato con salsa di fragole



Im Mai gibt es bei uns Erdbeerkuchen! Der gehört einfach dazu und läutet die schönste Zeit des Jahres ein: den Frühsommer. Noch sind die Temperaturen erträglich - sofern nicht Unwetter wüten wie die vergangene Nacht und auch noch den ganzen Vormittag über. Angeblich gab es schwere Verwüstungen mit umgestürzten Bäumen und ein paar tiefen Kratern in den Strassen.
Dann aber, mit den ersten Sonnenstrahlen, bin ich zum Markt geeilt, um endlich Erdbeeren zu kaufen; Traditionen müssen ja gepflegt werden.



Die Biskuitroulade hätte ich mir gerne etwas intensiver grün durch den Tee gewünscht, auch kommt der Matcha-Geschmack nur sehr leicht durch. Also habe ich noch einmal ordentlich Matcha-Tee darüber gestäubt und ein paar frisch gepflückte Jasminblüten darauf "gepflanzt", die die heftigen Regengüsse überstanden haben.




Zutaten

Matcha-Biskuitrolle


  • 6 Eier
  • 100 g Zucker 
  • 1 Prise Salz
  • 80 g Mehl
  • 20 g Speisestärke
  • 2 gehäufte Tl Matcha-Tee
  • Backpapier
  • 2 saubere Küchenhandtücher und etwas Zucker


Den Backofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
Die Eier trennen und die Eiweiße mit einer Prise Salz steifschlagen, dabei einen El Zucker von der Gesamtmenge abnehmen und einrieseln lassen.
Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker zu einer hellgelben Masse aufschlagen.
Eiweiß auf die Eigelbmasse geben und das Mehl, die Speisestärke und das Tee-Pulver darübersieben.
Mit dem Rührlöffel vorsichtig unterheben.
Die Biskuitmasse auf dem Backpapier verstreichen und das Backblech für 12-15 Minuten in den Ofen schieben.
Danach die Teigplatte auf ein mit Zucker bestreutes Handtuch stürzen, Papier abziehen, mit einem angefeuchteten Küchenhandtuch bedecken und vorsichtig aufrollen.



Füllung


  • 500 g Ricotta aus Schafsmilch (Ricotta di pecora)
  • 200 ml süße Sahne
  • 70 g Vanillezucker, selbstgemacht
  • 100 g dunkle Schokolade (mindestens 70%)
  • etwas Matcha-Tee


Die Ricotta mit dem Vanillezucker cremig rühren, Sahne steifschlagen und unterheben. Ein wenig von der Crème abnehmen; man braucht sie zum Bestreichen der Rouladen.
Die Schokolade fein hacken und unter die restliche Crème für die Füllung rühren.
Biskuit entrollen und die Ricotta-Schokoladencrème darauf verstreichen, dann wieder aufrollen.
Mit der zur Seite gestellten Crème ohne Schokostückchen bestreichen und mit Matcha-Tee bestäuben.



Erdbeer-Sauce


  • 500 g Erdbeeren
  • 65 g brauner Zucker
  • Saft einer halben Zitrone
  • ein paar Minzblättchen


Erdbeeren waschen und in Stücke schneiden. Zusammen mit dem Zucker und dem Zitronensaft in einen Topf geben und aufkochen lassen. Vier Minuten bei starker, dann weitere zehn Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Eventuell den sich bildenden Schaum abschöpfen.
Die Minzblättchen kleinschneiden und zur Sauce geben.
Biskuitrolle zusammen mit der Sauce servieren.

Rezeptquelle: Frei nach einer Idee aus "Io donna", Wochenendbeilage des "Corriere della Sera" vom 15. April 2017



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

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