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Samstag, 2. Mai 2020

Für "Team Käsekuchen": New York Cheesecake Cupcakes




Wer amerikanischen Boden betritt und dann sofort zu einer Hamburgerbräterei eilt, nährt damit vor allem eines, nämlich seine Vorurteile. Und wer glaubt, noch schlimmer ginge es bei den süßen Sachen weiter, der plappert oft nur Allgemeinplätze nach, die man ironischerweise äußern darf, ohne dass man der Xenophobie verdächtigt wird.
Dass es kulinarische Auswüchse mit für die Gesundheit bedrohlichen Folgen in den Staaten gibt, bleibt unbestritten. Nirgends habe ich so viele Menschen mit wirklich besorgniserregendem Übergewicht gesehen. Viele Süßspeisen sind für unseren europäischen Geschmack zudem überzuckert. Und das führt ja bekanntlich schnell zur Überzuckerung.

Längst aber ist das nicht nur ein amerikanisches Phänomen. Genau so erschreckend ist es, wie viele Kinder und Jugendliche auch in Italien übergewichtig sind, wenn sie in sozial schwierigen Stadtvierteln heranwachsen müssen. In Neapel, der Stadt, in dem bürgerliche Wohngebiete gleich neben dicht besiedelten Vierteln liegen, die gleichzeitig soziale Brennpunkte darstellen, ist mir das bei unzähligen Besuchen immer wieder aufgefallen. Man sollte meinen, Italien mit seiner auf der Mittelmeerdiät basierenden Küche kenne solche Probleme nicht, aber leider wird Ernährung auch hier durch soziale Umstände beeinflusst. Nicht anders ist es in den Staaten.

Bei unseren Aufenthalten in Amerika haben wir oft hervorragend jenseits aller Klischees gegessen, uns aber auch die Mühe gemacht, die Nase in Restaurantführer zu stecken oder nach persönlichen Tipps zu fragen. Und dann auf einmal gab es eine ganze Welt zu entdecken; unvergesslich bleibt mir ein Abend in einem kubanischen Restaurant in Miami. Die multikulturellen Einflüsse machen gerade in den USA die Küche so spannend. Aus dem Melting Pot New York stammt dann auch die amerikanische Version des beliebten Käsekuchens.

Wie bunt und phantasievoll die nordamerikanische Küche sein kann, das zeigte jüngst der Beitrag USA aus der Reihe Trostkochen, in dem die großartige Peggy von "zunehmend wild" amerikanische Rezepte von Bloggern zusammengetragen hat, um auch diesem Land unsere Solidarität zu zeigen.
Und da waren natürlich auch meine Lieblingskuchen vertreten...










Gleich zwei meiner Lieblingstorten haben nämlich nordamerikanische Wurzeln: Auf Platz Nummer eins ist da meine geradezu vergötterte Key Lime Pie, deren Herstellung leider oft am Mangel von saftigen (!) Limetten scheitert, gefolgt von dem schon erwähnten cremigen New-York-Cheesecake. Nun bin ich sowieso Team Käsekuchen, egal ob der nun wie in Deutschland mit Quark, in Italien mit Ricotta oder in den Staaten mit Frischkäse hergestellt wird. Es ist der einzige Kuchen übrigens, den ich mit einem Klecks ungesüßter Sahne oder - besser noch - Crème fraîche erst so richtig genießen kann. Obstkuchen dagegen mag ich lieber pur.

Für Liebhaber der amerikanischen Version empfiehlt es sich, immer ein paar Butterkekse und Frischkäse vorrätig zu haben. Im Gegensatz zu einem Mürbeteigboden, der zur Kühlung ruhen muss, ist der amerikanische Keksboden im Handumdrehen gebacken. Perfekt, wenn einem die Lust auf Käsekuchen überkommt. Wichtig nur: so ein Cheesecake muss gut ausgekühlt sein, bevor man ihn anschneidet, sonst bröselt der Boden. Das ist der vielleicht einzige Makel, der so einem amerikanischen Käsekuchen anhaftet: Man will sofort und darf nicht! Ganz Ungeduldige können diese Cheese-Cupcakes aber auch im Weckglas backen - und dann den Löffel in der lauwarmen Käsecreme versenken.






Zutaten
(für 8 Cupcakes)




Boden


  • 8 Butterkekse
  • 2 El Butter + etwas Butter für die Förmchen
  • 1 El Puderzucker
  • etwas Zimt (fakultativ)


Füllung


  • 250 g Frischkäse
  • 40 ml Milch
  • 40 ml Sahne
  • 1 Ei
  • 40 g selbstgemachter Vanillezucker (oder Zucker und das Mark einer halben Vanilleschote)
  • 1 Prise Salz
  • Abrieb und Saft einer halben Zitrone
  • 1 Muffinblech (12er)



Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze vorheizen).
Acht Vertiefungen im Muffinblech ausfetten.

Die Butter zerlassen und die Kekse in einem Zerkleinerer zerbröseln (alternativ in einen Plastikbeutel geben und mit dem Nudelholz zerkleinern).
Keksbrösel mit der Butter, dem Zucker und dem Zimt vermischen und diesen Teig in den Förmchen verteilen. Die Oberfläche andrücken und glätten.
Für 10 Minuten in den vorgeheizten Ofen geben.
Den Ofen auf 170 Grad zurückschalten.

Für die Füllung alle Zutaten in der Küchenmaschine oder mit dem Schneebesen gut miteinander verrühren. Die Masse auf den vorgebackenen Keksbröseln verteilen und das Muffinblech für weitere 25 bis 30 Minuten in den Ofen schieben.

Vor dem Servieren gut abkühlen lassen, dann die Cupcakes vorsichtig aus den Vertiefungen holen.
Dazu passen Fruchtsaucen (wie auf dem Foto, z.B. aus Blaubeeren), frische Früchte, Sahne...  Oder einfach pur genießen!

Angelehnt an ein Rezept aus: Oliver Brachat, Cupcakes, AT Verlag Aarau und München 2010







Mittwoch, 9. Oktober 2019

Mit Rosmarin oder Blaubeeren: Zweierlei Zitronenkuchen



Ein letztes Aufbäumen des Sommers 2019 erlebt Rom in diesen Tagen; tagsüber muss man aus der Sonne fliehen, so heiß brennt sie auf der Haut. Da kommt fast keine Lust auf meinen heißgeliebten Pflaumenkuchen auf, den es mit schöner Regelmäßigkeit meist schon im September bei uns gibt.
Dafür serviere ich sommerlichen Zitronenkuchen; neue Guglhupfformen mussten schließlich eingeweiht werden.









Für unseren überschaubaren Zwei-Personen-(eine Katze-)Haushalt sind kleine Kuchenformen geradezu ideal. Ansonsten muss ich immer mal wieder Teile von Kuchen oder Torten einfrieren, denn auch mit dem größten Wohlwollen kann man nicht tagelang an einem Kuchen herumessen - naja, mein Mann bekommt das hin.... Einen halben Kuchen dann aus den Tiefen des Freezers zu holen, wenn sich spontan Besuch ansagen sollte, ist zudem optisch auch wenig ansprechend. Schön, wenn man dann einen Minikuchen vorrätig hat - und noch schöner, wenn sich an einem Wochenende spontan Lust auf einen Kuchen meldet, man aber weder die Zeit noch die Lust dazu hatte, einen zu backen. Rührteige eignen sich bestens zum Einfrieren und schmecken aufgetaut wie frisch. Eventuell brauchen sie dann nur noch eine hübsche Verzierung.






Aus eins mach zwei!

Mit einem Basisteig kann man zudem noch zwei verschiedene Kuchen herstellen - und diese auch auf zweierlei Weise verzieren.
Aber lasst uns nun über die inneren Werte reden: Buttermilch (ja, die bekomme ich mittlerweile ab und an auch in Rom!), Zitronensaft und Abrieb sorgen für ein zitrisch-frisches Geschmackserlebnis. Blaubeeren malen im Teig fruchtig-bunte Tupfer, während das Dream-Team Rosmarin-Zitrone kaum noch vorgestellt werden muss. Im Sommer habe ich Zitronen-Rosmarin-Marmelade gekocht. Diese Kombi ist einfach genial und funktioniert auch im Kuchen.






Zutaten
(für zwei Silikon-Guglhupf-Formen von jeweils 1000 ml Inhalt)


Basisteig

  • 250 g weiche Butter
  • 250 g Zucker
  • 1 P. Vanillinzucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 400 g Mehl, gesiebt
  • 3 Tl Backpulver
  • 200 ml Buttermilch
  • Saft und Abrieb einer unbehandelten Zitrone


Die weiche Butter mit dem Salz, dem Zitronenabrieb, dem Zucker und dem Vanillinzucker mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät zu einer cremigen Masse verrühren. Nach und nach die Eier einzeln einarbeiten. Abwechselnd das mit dem Backpulver vermischte Mehl, die Buttermilch und zum Schluss den Zitronensaft unterrühren.
Den Teig auf zwei Schüsseln verteilen.
Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.


Zutaten für die Teige

  • 125 g Blaubeeren
  • 1-2 El fein gewiegte Rosmarinnadeln


Unter Teig Nr. 1 die Rosmarinnadeln unterühren und dann den Teig in eine Form füllen.
In die zweite Form den Teig abwechselnd mit je einer Lage Blaubeeren einfüllen. Mit Teig abschließen.
Im Ofen ca. 45 Minuten backen.
Dann herausnehmen, auf ein Kuchengitter geben und vollständig abkühlen lassen.


Fertigstellung

  • 185 g weiße Kuvertüre
  • 1/2 Tasse Puderzucker
  • Zitronensaft
  • gemischte Beeren und Rosmarinzweige für die Dekoration


Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Eine der Formen mit Küchenpapier kurz auswischen und die Kuvertüre hineinfüllen. Die Form etwas schwenken. Nun den Kuchen mit dem Blaubeeren vorsichtig in die Form drücken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Hierfür ist unbedingt eine Silikonform erforderlich.
Am nächsten Tag aus der Form nehmen und mit gemischten Beeren servieren.

Puderzucker mit Zitronensaft zu einem zähflüssigen Guss verrühren und über den Kuchen mit Rosmarin gießen. Mit Rosmarin und Beeren verzieren.





Dienstag, 25. September 2018

Handliche Energiespender: Mini Plum Cakes mit Feigen und Walnüssen



Die berühmte Stiefelform Italiens macht Reisen innerhalb des Landes nicht gerade zu Kurztrips. Man reist gewöhnlich von Norden nach Süden und umgekehrt - und die Ausmaße dieses Landes zeigen sich in ihrer ganzen langgezogenen Pracht. Dagegen ist ist West-Ost-Route fast ein kleiner Hüpfer. Ein paar  Zahlen gefällig? Wer von Frankfurt nach Rom fährt, hat an der schweizerisch-italienischen Grenze bei Chiasso gerade mal die Hälfte der Strecke geschafft; nach Rom sind es weitere 650 Kilometer auf der Autostrada del sole, der A1 - auf der leider auch nicht immer die Sonne scheint. Wer von Rom mit dem Auto nach Palermo fahren möchte, der hat eine Strecke von rund 900 Kilometern vor sich, und in Kalabrien ist die Dichte der Raststätten wahrlich noch ausbaufähig, womit wir bei der "Marschverpflegung" entlang der Route wären.

Gerade wer wie mein Mann viel beruflich - und auch nachts - unterwegs ist, kennt die auf Dauer ermüdenden Strecken bestens. Zwar sind die "Autogrills" 24 Stunden geöffnet und spenden bei Bedarf kräftigen Caffè sowie frisch gepresste Säfte, aber die sowieso eher trockenen und oft lieblos belegten Panini machen nachts um halb drei keine Freude mehr. Da gebe ich, wenn möglich, meinem Mann lieber ein paar selbstgemachte Leckereien wie diese saftigen kleinen Kastenküchlein mit.
Die helfen übrigens auch gegen ein nachmittägliches Tief...





Zutaten
(für 6 Plum Cakes)


  • 100 g weiche Butter
  • 70 g brauner Rohrzucker
  • 1 Tl Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 100 g Mehl
  • 2 Tl Backpulver
  • 30 g Walnüsse
  • 50 g getrocknete Feigen + 3-4 Feigen für die Deko





Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Silikonförmchen, wie ich sie verwende, müssen nicht gefettet werden; andere Förmchen mit etwas Butter ausstreichen.
Die Walnüsse grob hacken, die Feigen in kleine Würfel sowie die Feigen für den Belag in Scheiben schneiden.
Die weiche Butter mit dem Zucker, dem Zimt und der Prise Salz mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät gut verrühren und das Ei zufügen. So lange weiterrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Das mit dem Backpulver gemischte und gesiebte Mehl unterrühren und die Walnüsse sowie die Feigenstücke unterheben. Den Teig in die Förmchen füllen, mit den Feigenscheiben belegen und 25 Minuten backen.




Sonntag, 22. Mai 2016

So sieht Glück im Mai aus: Erdbeergugls mit Amaretto



Erdbeerglück an einem Samstagnachmittag im Mai. Für mich beginnen in diesen Tagen immer die vielleicht schönsten Wochen des Jahres - abgesehen von meiner geliebten Weihnachtszeit. Die Temperaturen sind noch angenehm, und der blühende Jasmin umhüllt das ganze Haus mit seinem intensiven Duft. Auch die ganze Innenstadt riecht nach den wunderbaren weißen Blüten, die sich überall an den Häuserwänden emporranken.
Jetzt sind wir auch mitten in der Erdbeerzeit angekommen, obwohl auf dem Markt auch schon die ersten Kirschen und Plattpfirsiche locken. Für mich heißt das in den kommenden Wochen: Ich werde den Sommer für graue Tage im Herbst in Marmeladengläsern einfangen.
Für den Nachmittagskaffee am Samstag gab es aber erstmal kleine, schnell zubereitete Gugls. Wenn spontan Lust auf Süßes besteht, sind Muffins oder Minigugls immer eine ideale Lösung, denn in weniger als einer Stunde sind sie zubereitet und gebacken. Und noch leicht warm schmecken sie am besten.



Zutaten
(für 7 Minigugls)

60 g Butter 
(eventuell noch Butter für die Förmchen, entfällt bei Silikon)
60 g Puderzucker
1 Vanillestange
2 Eier
4 El Amaretto-Likör
30 g Sahne
70 g Mehl, gesiebt
80 g Erdbeeren


Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Butter zerlassen und abkühlen lassen.
Die Sahne steifschlagen und bis zur weiteren Verwendung kaltstellen.
Puderzucker in eine Rührschüssel sieben, die Vanillestange aufschlitzen, auskratzen und das Mark zum Puderzucker geben. Zerlassene Butter, 2 El Amaretto-Likör sowie die Eier unterrühren.
Die Sahne und das gesiebte Mehl mit einem Rührlöffel unterheben.
Die Erdbeeren in kleine Würfelchen schneiden und mit dem restlichen Amaretto-Likör vermengen. Etwas Mehl darüberstäuben und anschließend mit dem Rührlöffel unter den Teig heben.
Den Teig in den Förmchen verteilen und diese für ca. 25 Minuten in den Ofen schieben.
Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und aus den Förmchen nehmen.




Rezeptquelle: Chalwa Heigl, Feine Gugl, Südwest-Verlag, München 2013
(Ich habe größere Guglförmchen verwendet und die im Buch angegebenen Mengen verdoppelt.)



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Sonntag, 16. August 2015

Zu hübsch zum Verstecken: Johannisbeer-Vanille-Gugls


Was macht man an einem verregneten Augustsonntag? Richtig, man backt mal wieder!
Möglichst schnell sollte es gehen, weil es trotz des trüben Wetters und Regenschauern immer noch ziemlich heiß in meiner Küche ist. Mit angeschalteten Backofen verwandelt sich die Küche schnell mal in eine finnische Sauna; im Winter hätte ich da oft gar nichts dagegen.
Für Süßschnäbel, denen es nicht schnell genug gehen kann, bieten sich Minigugls an. Sie sind rasch zusammengerührt, und mehr als 25 Minuten nehmen sie auch nicht den Backofen in Beschlag.
Die Johannisbeeren ergaben ein so hübsches Muster auf den Gugls, dass ich sie auf keinen Fall unter einer Puderzuckerschicht verstecken wollte. Beim ersten Bissen in diese zart-säuerlichen Gugls ging die Sonne auf - auf der Zunge, und jetzt auch wieder am Himmel.





Zutaten
(für 8 Minigugls)

80 g Butter
1 Vanilleschote
70 g Puderzucker
1 Tl Vanillezucker (selbstgemacht)
100 g Mehl
2 Eier
50 g süße Sahne
1 El Rum
80 g Johannisbeeren
ein wenig Zitronensaft






Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitz) vorheizen. Guglförmchen eventuell mit Butter ausfetten und mit Mehl bestäuben. Bei Silikonförmchen entfällt das.
Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben.
Johannisbeeren waschen und mit Hilfe einer Gabel von den Rispen streichen.
Die weiche Butter mit dem gesiebten Puderzucker, dem ausgekratzten Vanillemark und dem Vanillezucker schaumig rühren, dabei die Eier einarbeiten.
Das gesiebte Mehl und den Rum unterrühren. Die Sahne steifschlagen und mit den Johannisbeeren und ein paar Spritzern Zitronensaft unter den Teig heben.
Den Teig auf die Gugl-Förmchen verteilen (ich behelfe mir da mit einem Spritzbeutel) und für ca. 25 Minuten in den Ofen schieben.




Rezeptquelle: Chalwa Heigl, Feine Gugl, Südwest-Verlag, München 2013
(Ich habe größere Guglförmchen verwendet und die im Buch angegebenen Mengen verdoppelt.)


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Freitag, 5. Juni 2015

Im Erdbeerrausch: Tortine di fragoline di bosco e confettura di fragole



Hoffentlich habe ich Euch mit meinem vorigen Posting den Mund wässerig gemacht und die eh schon vorhandene Lust auf Erdbeeren - da braucht man sich nur durch andere Blogs zu klicken - noch steigern können.
Ich bin ja eher so der Himbeer-Typ, aber natürlich brachte auch ich aus Nemi eine Steige mit Erdbeeren mit nach Hause. Mein Mann jammerte schon die ganze Zeit über, dass er sich meine Marmelade jetzt ja einteilen müsse, da die Vorräte zu Ende gingen - der Ärmste! Er gehört zum "Ich-brauch-was-Süßes-zum-Frühstück-Typ", ganz im Gegensatz zu mir.
Auf jeden Fall aber wollte ich diese kleinen Törtchen mit Walderdbeeren nachbacken, ähnlich jenen, die wir in Nemi genießen durften. Diese Beerchen sind wahrhaft kleine Diven, die sofort verarbeitet oder vernascht werden wollen. Sehr empfindlich sind sie, und im Gegensatz zu den normalen Erdbeeren halten sie sich nicht lange frisch. Hochsensibel reagieren sie sogar dann, wenn man sie etwas zu fest anfasst. Also habe ich ihnen ein sanftes Bett aus eine zitronigen Mascarpone-Crème bereitet, auf der sie sich genauso wohlfühlten wie auf der Konditorcrème der Tortine in Nemi.




Der zarte, knusprige Mandelmürbeteig bildete die perfekte Grundlage für Crème und Walderdbeeren.




Walderdbeer-Tartelettes
(für 7 Tartelettes)

Boden

130 g Mehl, Typ 0 oder Typ 550 + Mehl für die Förmchen
40 g Mandeln, frisch gemahlen
100 g kalte Butter + Butter für die Förmchen
1 Eigelb
50 g Puderzucker
Mark einer halben Vanillestange

Blindbackkügelchen (oder getrocknete Hülsenfrüchte) und Backpapier

Mehl in eine Schüssel sieben, mit den Mandeln und dem Vanillemark mischen, in die Mitte eine Mulde drücken und das Eigelb hineingeben. Die Butter in Flöckchen auf den Rand setzen und den Puderzucker darübersieben. Die Zutaten zunächst mit einem Messer zerhacken und vermischen, dann rasch mit den Händen zu einem Mürbeteig kneten. Den Teig in Folie wickeln und zwei Stunden in den Kühlschrank legen.
Vor der Weiterverarbeitung den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und etwas geschmeidig werden lassen.
Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Den Teig in sieben Teile schneiden, jeweils auf wenig Mehl dünn ausrollen und die eingefetteten und mit Mehl bestäubten Förmchen damit auslegen. Die Teigböden mehrmals mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier belegen und mit Blindbackkügelchen ausfüllen.




Die Tartelettes für 20 bis 25 Minuten in den Ofen schieben.
Danach aus dem Ofen nehmen und möglichst rasch die Kügelchen mit dem Backpapier abheben, damit die Tartelettes vollständig auskühlen können.



Belag

300 g Mascarpone
200 g griechischer Joghurt
40 g Zucker
Mark einer halben Vanillestange
2-3 El frisch gepressten Zitronensaft
2 Schälchen Walderdbeeren
Zitronenzesten und Puderzucker zum Verzieren

Mascarpone mit dem Joghurt, dem Zucker, dem ausgekratzten Mark und dem Zitronensaft zu einer geschmeidigen Crème verrühren und diese auf den vollständig ausgekühlten Tartelletes verteilen.
Mit Walderdbeeren belegen und mit Puderucker bestäuben. Ein paar Zitronenzesten auf die Törtchen setzen.




Meine Erdbeermarmelade
(für 3 Schraubgläser à 250 ml und 1 à 175 ml Inhalt)

1000 g kleingeschnittene Erdbeeren
1 Vanillestange
500 g Gelierzucker 2:1
2 El Zitronensaft oder auch1 Päckchen Citroback

Die Gläser wie hier beschrieben sterilisieren.
Kleingeschnittene Erdbeeren mit dem Gelierzucker, dem ausgekratzten Mark samt Vanilleschote sowie dem Zitronensaft in einen Topf geben, die Früchte zum Kochen bringen und drei Minuten sprudelnd kochen lassen, eventuell Schaum abnehmen. Dann sofort in die Gläser füllen, diese verschließen und für ein paar Minuten auf den Kopf stellen.



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Montag, 16. März 2015

Kleine Roquefort-Birnen-Cakes - und eine Premiere



Ich gebe es zu: die Mini-Cakes mit Roquefort, Birne und Nüssen sind eigentlich nur ein Vorwand, um meine neueste Errungenschaft auszuprobieren.
Seit Samstag gibt es einen weiteren Mitbewohner; eine neue Kamera, die endlich bei mit einziehen durfte. Es ist meine erste Spiegelreflexkamera: eine Canon EOS 6 D.
Schon seit längerem war ich mit meinen Fotos sehr unzufrieden, weiß aber auch, dass eine hochwertige Kamera noch lange keinen guten Fotografen ausmacht, wie auch eine gut ausgestattete Küche keinen exzellenten Koch.



Auch wenn die Lichtverhältnisse heute alles andere als perfekt waren - seit gestern schüttet es fast ununterbrochen -, so konnte ich es kaum erwarten, meine neue Kamera auszuprobieren. Und dafür habe ich mit natürlich etwas vorgenommen, was für mich geduldig posiert, wie diese kleinen pikanten und sehr saftigen Mini-Cakes. Die Fotos sind bewusst einfach gehalten, ohne viel Deko oder sonstigen Schnickschnack. und ich taste mich erst langsam an meine neue Kamera heran.
Während ich weiter übe, habe ich in diesen Mini-Cakes jedenfalls eine wunderbare Stärkung gefunden.




Zutaten
(für 8 Mini-Cakes)

2 Eier
70 ml Olivenöl extra vergine
70 ml Milch
120 g Mehl, gesiebt
1/2 Päckchen Backpulver
70 g Gruyère, frisch gerieben
100 g Roquefort, gewürfelt
1 kleine Birne
50 g Walnüsse
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Wer keine Förmchen aus Silikon besitzt, muss sie zusätzlich noch etwas ausfetten.
Die Birne sehr fein würfeln, und die Walnüsse grob hacken.
Die Eier mit der Milch und dem Olivenöl verrühren, dann das mit dem Backpulver gesiebte Mehl und den geriebenen Gruyère unterrühren. Zum Schluss die gewürfelte Birne, den Roquefort und die Walnüsse untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Teig in die Förmchen füllen und 30 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

Rezeptquelle: Ilona Chovanciva, Mini-Cakes, Dorling Kindersley, 2009




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Samstag, 14. Februar 2015

Ein Herz für zwei: Red Velvet Cake




Wir schenken uns nichts zum Valentinstag, und die ganze Geschäftemacherei um dieses Datum, das sehr wohl auch einen (nicht belegten) geschichtlichen Hintergrund um christliche Märtyrer hat, lässt mich ziemlich kalt. Andererseits ist es trotz allem eine Gelegenheit, den Partner mit einer kleinen Aufmerksamkeit zu überraschen; bei uns ist das meist eine sehr süße kleine Aufmerksamkeit, habe ich doch ein Süßmäulchen zum Mann. So gab es in Vergangenheit etwa Amarena-Cupcakes, eine sündig gute Mandelcrème mit Granatapfel-Sauce, Sachertorte (da ist mein Mann ganz verrückt danach), oder auch schon mal Ravioli mit einer Rote-Beete-Füllung - die aber dann herzförmig, denn es darf bei dieser Gelegenheit gerne richtig kitschig auf dem Teller zugehen!




"Gibt es was zum Ausschlecken?" Diese Frage kenne ich nur allzu gut. Kaum habe ich einen Kuchen oder Plätzchen in den Ofen geschoben, findet der Allerliebste, sofern zu Hause, instinktiv den Weg in die Küche, als habe er eine innere Antenne, die ihn zu Rührschüsseln oder Teiglöffeln leitet. Wenn alle Schüsseln dann "besenrein" ausgekratzt sind, geht es - für mich! - endlich ans Spülen!
Aber den Genuss am vollendeten Werk teilen wir uns dann wieder.
Heute lege ich ihm (m)ein Herz aus rotem Samt zu Füßen!





Zutaten
(für zwei Verliebte - und eine Herzform von 600 ml Inhalt)

Kuchen

140 g Mehl, gesiebt
1 Tl Backpulver
60 g Butter
160 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 El dunkles Kakaopulver
1 Ei
120 ml Butter
1 Tl Vanilleextrakt
120 ml Buttermilch
2-3 Tl rote Lebensmittelfarbe (in flüssiger Form)
1 Tl Weißweinessig
Butter und Mehl für die Form

Den Backofen auf 175 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Form mit Butter ausfetten und mit Mehl bestäuben.
Das gesiebte Mehl mit dem Backpulver, dem Kakaopulver und dem Salz mischen. Buttermilch in einer zweiten Schüssel mit dem Weißweinessig verrühren und die Lebensmittelfarbe hinzufügen, bis eine tiefrote Flüssigkeit entsteht.
Butter mit dem Zucker mit dem Handrühregerät schaumig schlagen, dann das Ei und den Vanilleextrakt unterrühren. Nun abwechselnd Mehl- und Buttermilch-Mischung unter die Butter-Zucker-Masse rühren.
Den Teig in die Form füllen und ungefähr 50 Minuten backen. Unbedingt die Stäbchenprobe nach dieser Zeit machen; es sollte kein Teig mehr am Stäbchen kleben.
Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und dann auf ein Kuchengitter stürzen.

Frosting

125 g zimmerwarme Butter
1 El heißes Wasser
145 g Puderzucker, gesiebt
250 g zimmerwarmer Frischkäse
rote Lebensmittelfarbe (in flüssiger Form)

Butter mit dem Wasser und dem Puderzucker zu einer geschmeidigen Crème rühren. Dann nach und nach den Frischkäse hinzufügen.
Den Kuchen einmal halbieren, mit etwas Crème bestreichen und wieder zusammensetzen.
Vor der übrigen Crème ungefähr ein Drittel abnehmen und diese mit soviel Lebensmittelfarbe verrühren, dass eine intensiv rote Crème entsteht,
Die beiden Crèmes in zwei Spritzbeutel füllen und den Kuchen damit verzieren.




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Sonntag, 27. Juli 2014

Märchenhafte Sünde: Himbeertörtchen mit zweierlei Schokolade



Diese Törtchen sind eine märchenhafte Sünde!
Deshalb muss ich ausnahmsweise mal eine Warnung dem Rezept voranstellen: Wer jetzt gerade eine Diät macht, sollte nicht weiterlesen und sofort die Seite schließen - das ist ehrlich gemeinter Rat!
Andernfalls drohen geradezu unverschämte Berge von Schokolade, Butter und Crème fraîche, denen man einfach nicht widerstehen wird. Selbst die Tapfersten unter Euch könnten davor schwach werden!
Ich habe diese verführerischen Törtchen, als ich sie vor Jahren zum ersten Mal erdacht und gebacken hatte, auch "Schneewittchen-Törtchen" genannt: Rot wie Blut (Himbeeren), weiß wie Schnee (Schokoladencrème) und schwarz wie Ebenholz (Schokoboden). Dieses Mal habe ich noch die Farben eines (Märchen-)Walds in Form von gehackten Pistazien hinzugefügt; sie symbolisieren das Moos auf dem Waldboden.




Auch wenn die meisten immer wieder in Verzückung geraten, wenn die ersten Erdbeeren auf den Märkten erscheinen - und es ebenso betrauern, wenn die Saison wieder vorbei ist -, gilt meine Liebe den Himbeeren. Ich finde ihr Aroma einfach unwiderstehlich, ich liebe ihre sanftes, zartes Fleisch, und deswegen wollen diese Beeren auch sehr behutsam behandelt werden. Ich wasche sie in einer großen Schüssel in viel Wasser, das ich immer wieder austausche. Dabei achte ich darauf, das kein harter Wasserstrahl die zarten Beeren trifft.
Doch noch auf dieser Seite geblieben? Dann seid Ihr verloren - und hier nun das Rezept:






Schneewittchen-Törtchen

Zutaten
(für 6 Törtchen)

Dunkler Schokoladenbiskuit
4 Eier
30 g Mehl
30 g Speisestärke
30 g dunkles Kakaopulver
50 g Zucker
1 Prise Salz

Weiße Schokoladen-Crème
250 g weiße Schokolade
100 g Butter
250 g Crème fraîche

Belag
ca. 400 g Himbeeren
 gehackte Pistazien

Außerdem benötigt man:
1 Springform (26 cm  Ø )
6 Dessertringe (8 cm  Ø )
Backpapier

Den Backofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen.
Die Eier trennen und die Eiweiße mit einer Prise Salz und der Hälfte des Zuckers sehr steifschlagen. Bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank aubewahren.
Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker zu einer hellschaumigen Masse aufschlagen. Auf diese Eigelb-Crème die geschlagenen Eiweiße geben, Mehl, Speisestärke und Kakaopulver mischen und über den Eischnee sieben. Alles vorsichtig unterheben und den Biskuitteig in die Springform füllen.
Im vorgeheizten Ofen fünfzehn Minuten backen, danach aus dem Ofen holen, etwas abkühlen lassen und dann den Teig auf eine Arbeitsfläche stürzen. Vollständig auskühlen lassen.
Mit Hilfe der Dessertringe 8 Kreise ausstechen; die Dessertringe um den Biskuitteig stehenlassen. Übrigen Teigboden wegnaschen oder kleine Motive ausstechen.




Die Butter mit der weißen Schokolade im Wasserbad schmelzen. Zum Schluss nach und nach die Crème fraîche einrühren. Immer weiterrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist.
Die Schokoladencrème auf die Törtchen gießen (sie ist sehr flüssig, deshalb unbedingt die Dessertringe um dem Boden lassen.




Es kann passieren, dass trotzdem etwas von der Crème wieder unten herausfließt. Das ist aber nicht weiter schlimm, auch wenn es bei mir immer ein paar Schrecksekunden verursacht!).
Die Törtchen für einige Stunden in den Kühlschrank stellen (am besten über Nacht), bis die Crème festgeworden ist.



Vor dem Servieren die Törtchen mit viel Fingerspitzengefühl von den Dessertringen befreien. Den Biskuitboden-Rand mit gehackten Pistazien verzieren.
Mit den gewaschenen Himbeeren - in der "Zwergenzahl": 7 Stück pro Törtchen -  belegen und mit gehackten Pistazien bestreuen.




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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Dienstag, 29. Oktober 2013

Nun gibt es Minigugls - und Mini(!)gugls...


Diese Formen funktionieren eindeutig nach dem Kindchenschema-Prinzip! Und das funktioniert leider - ja ich sage leider (Platzgründe!) - bestens auch bei mir. "Oh wie süß, oh wie niedlich!" - und dann konnte ich wieder mal nicht dran vorbeigehen: Dreimal um den Stand mit diesen Sets aus Buch und Backform herumgeschlichen - und dann zugegriffen! Nicht dass ich nicht schon Minigugl-Formen hätte! "Normale" Mini-Gugl-Formen, versteht sich. Meine neuen Förmchen aber haben Pralinengröße!
Vor zwei Wochen in Südtirol hatte ich mir mal wieder die Zeit genomment, ausgiebig in den Kochbuchecken der Buchhandlungen von Meran und Bozen zu stöbern. Natürlich gehe ich dann nie ohne neue Schätze aus den Läden; darunter befand sich dieses Mal ein schmales Bändchen inklusive Backform, das allein diesen putzigen Super-Minigugls gewidmet war.



"Feine Gugls" nennt sich das schmale Bändchen, und in vier Kapiteln werden darin allerlei süße, pralinengroße Backwerke vorgestellt. Sommerliche Minigugls mit Früchten und Beerenobst, winterlich-weihnachtliche Kreationen mit Honig, Gewürzen und Schokolade oder Klassiker, die jeder auch in der großen Version kennt. Ein viertes Kapitel widmet sich den Gugls als Dessert und bietet dazu Rezepte für Saucen oder Fruchtkompott, die man zusammen mit den niedlichen Gugls servieren kann.
Ich werde mich durcharbeiten...
Heute aber gibt es einfache und wunderbar saftige:




Apfel-Zitronen-Minigugls

Zutaten (für 18 Minigugls in Pralinengröße)


  • 30 g Butter + zerlassene Butter zum Ausstreichen der Förmchen
  • 1 Ei
  • 30 g Puderzucker, gesiebt
  • 1 Prise Salz
  • 55 g Mehl, gesiebt + Mehl zum Bestäuben der Förmchen
  • 25 ml Milch
  • 1/2 unbehandelte Zitrone
  • 55 g Äpfel (ungefähr ein halber Apfel)
  • 15 g Mandelsplitter


Alle Zutaten auf Zimmertemperatur bringen.
Den Backofen auf 210 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Etwas Butter zerlassen und die Förmchen damit auspinseln, dann mit etwas Mehl bestäuben.
Die Mandelsplitter mit einen Wiegemesser zerhacken.
Butter mit dem Salz und dem Puderzucker schaumig rühren und das Ei einarbeiten. Nun das Mehl und dann die Milch unterrühren.
Die Zitronenschale von einer halben Zitrone abreiben und zum Teig geben.
Die Apfelstücke (geschält) grob reiben (im Original: in feine Würfel schneiden) und mit den Mandeln unter den Teig rühren.
Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und in die Förmchen geben.
Die Gugls im Ofen 12 Minuten backen, danach herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.






Rezeptquelle: Chalwa Heigl, DERGUGL, Feine Gugl, Südwest Verlag



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

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