Sicher haben sich einige, die mein Blog von Anfang an verfolgt haben, schon gefragt, was wohl diese puddingartigen roten Teilchen auf meinem alten Header waren. Das Foto habe ich nun aktualisiert, das Dessert aber ist dasselbe geblieben - und heute soll das Geheimnis gelüftet werden!
Zu meinen Lieblingsdesserts aus Sizilien gehört unangefochten Gelo di mellone. Wenn in Deutschland von Melonen die Rede ist, so schließt das auch die Wassermelonen ein. In Italien aber gibt es für eine Wassermelone unterschiedliche Bezeichnungen je nach Region. Nur in Sizilien, und auch in einigen Teilen Süditalien, wird eine Wassermelone als "mellone" bezeichnet - und auch nur dort wird sie mit zwei "l" geschrieben. Darüber hinaus gibt es noch verschiedene dialektale Bezeichnungen wie etwa "miluni". Im übrigen Italien meint man eine Honig- oder Netzmelone, wenn man von "Melone" spricht. Zurück zur Wassermelone: Im Norden und in den östlichen Teilen des Stiefels einschließlich der oberen Adriaküste werden diese als "Anguria", im westlichen Mittelitalien bis zur Südspitze Latiums als "Cocomero" bezeichnet.
Mir ist es auch schon passiert, dass ich in Norditalien einmal Cocomero bestellte und nur groß angeschaut wurde. In Sardinien heißen Wassermelonen übrigen "Sindria", in Pescara "Citrone" und in einem Teil Kalabriens "Zi pangolo".
Sonntag, 27. Mai 2012
Das Beste, was aus einer Wassermelone werden kann: Gelo di mellone
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Samstag, 26. Mai 2012
Streng nach Gesetz - fast: Tagliatelle al ragù
Niemals würde man in Bologna und Umgebung dieses Pastagericht mit Spaghetti servieren! Nein, niemals! Zwar hat es als "Spaghetti alla Bolognese" einen Siegeszug rund um dem Globus angetreten und ist das Lieblingsgericht vieler Kinder, aber mit dem ursprünglichen feinen Pastagericht hat das, was da auf den Speisekarten der Touristenfallen vom Gardasee bis Sizilien zu finden ist, nichts mehr zu tun.
Da gehört - bitte - auch kein Knoblauch oder gar Origano, jenes so fatal überschätzte Kraut, in den Sugo!
Keinesfalls möchte ich hier das allein seligmachende Rezept widergeben - so anmaßend bin ich nicht -, auch gibt es verschiedene Versionen für die Fleischsauce. So wird in einigen Rezepten Weißwein verwendet, man kann gemischtes Hackfleisch nehmen oder auch kleingeschnittene Pancetta mit anbraten. Auch ein Klecks Butter zum Olivenöl ist nicht falsch.
Da gehört - bitte - auch kein Knoblauch oder gar Origano, jenes so fatal überschätzte Kraut, in den Sugo!
Keinesfalls möchte ich hier das allein seligmachende Rezept widergeben - so anmaßend bin ich nicht -, auch gibt es verschiedene Versionen für die Fleischsauce. So wird in einigen Rezepten Weißwein verwendet, man kann gemischtes Hackfleisch nehmen oder auch kleingeschnittene Pancetta mit anbraten. Auch ein Klecks Butter zum Olivenöl ist nicht falsch.
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Freitag, 25. Mai 2012
Schnell was Süßes - White-Chocolate-Muffins
Muffins sind einfach ideal, wenn man zwischendurch Lust auf etwas Süßes bekommt - ja, das passiert auch mir! Für einfachere Versionen hat man meist alle Zutaten im Hause, sie sind schnell gebacken und darüber hinaus kann man sie auch wunderbar portionsweise einfrieren.
Zu meinen Lieblingsmuffins gehören die mit weißen Schokoladen-Stückchen - ich liebe weiße Schokolade! Man kann dafür entweder zwei Tafeln weiße Schokolade kleinhacken, was ein weniger angenehmer Arbeitsschritt ist, oder einfach Schokotröpfchen verwenden. Leider waren diese Tröpfchen entgegen den Versprechungen auf der Packung nicht "backstabil".
Zu meinen Lieblingsmuffins gehören die mit weißen Schokoladen-Stückchen - ich liebe weiße Schokolade! Man kann dafür entweder zwei Tafeln weiße Schokolade kleinhacken, was ein weniger angenehmer Arbeitsschritt ist, oder einfach Schokotröpfchen verwenden. Leider waren diese Tröpfchen entgegen den Versprechungen auf der Packung nicht "backstabil".
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Dienstag, 22. Mai 2012
Brunch mit französischem Flair - Brioches
Demnächst ist ein Brunch bei uns geplant. Brioches sollen diesmal die Kaffeetafel ergänzen. Obwohl ich auch in der ersten Tageshälfte eher für Herzhaftes zu haben bin, soll dieses kleine, feine Gebäck meinen Gästen nicht fehlen. Mit einem Klecks frischer Butter und etwas selbstgemachter Erdbeermarmelade - zur Zeit regnet es ununterbrochen, und ich koche seit gestern Marmeladen ein - könnten sie auch mich zum Naschen verführen. Als "Brioches" werden in Italien manchmal auch die zum Frühstück an der Bar beliebten Cornetti bezeichnet, ich aber backe das französische Original - nun ja, ich hoffe es zumindest, dass es das ist.
Geärgert habe ich mich heute aber auch schon. Ich habe frische Hefe gesucht, und man sollte meinen, dass diese banale Zutat doch überall in den Kühlregalen der Supermärkte Roms zu finden sein sollte. Im Regen lief ich nun herum, bepackt in der einen Hand mit einer schweren Tüte vom Markt voller Aprikosen, in der anderen bestückt mit Schirm, und klapperte die Läden ab. Ein etwas größerer Supermarkt im Zentrum hatte um ein Kühlregal erweitert - voller abgepackter und vorgefertiger Panini und Tramezzini der Marke "Pappdeckel" sowie Limonade in Dosen. Eine Angestellte räumte da gerade lustlos herum, und auf meine Frage, ob es denn auch frische Hefe gebe, antwortete sie nur mit einem Schulterzucken: "Wurde nicht geliefert!" Nun ja. Das alte Problem. Ich wohne halt in einer Stadt, die auch vom Tourismus lebt. Und danach richtet sich leider auch manchmal das Angebot der Supermärkte.
So, genug gemotzt. Einkaufen in der Innenstadt ist ein Kapitel für sich. Schließlich wurde ich in einem Supermarkt in der Nähe des Pantheons doch noch fündig.
Nach Hause ins Trockene! Tee trinken! Abregen! An die Arbeit!
Geärgert habe ich mich heute aber auch schon. Ich habe frische Hefe gesucht, und man sollte meinen, dass diese banale Zutat doch überall in den Kühlregalen der Supermärkte Roms zu finden sein sollte. Im Regen lief ich nun herum, bepackt in der einen Hand mit einer schweren Tüte vom Markt voller Aprikosen, in der anderen bestückt mit Schirm, und klapperte die Läden ab. Ein etwas größerer Supermarkt im Zentrum hatte um ein Kühlregal erweitert - voller abgepackter und vorgefertiger Panini und Tramezzini der Marke "Pappdeckel" sowie Limonade in Dosen. Eine Angestellte räumte da gerade lustlos herum, und auf meine Frage, ob es denn auch frische Hefe gebe, antwortete sie nur mit einem Schulterzucken: "Wurde nicht geliefert!" Nun ja. Das alte Problem. Ich wohne halt in einer Stadt, die auch vom Tourismus lebt. Und danach richtet sich leider auch manchmal das Angebot der Supermärkte.
So, genug gemotzt. Einkaufen in der Innenstadt ist ein Kapitel für sich. Schließlich wurde ich in einem Supermarkt in der Nähe des Pantheons doch noch fündig.
Nach Hause ins Trockene! Tee trinken! Abregen! An die Arbeit!
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Freitag, 18. Mai 2012
Spaghettitesten macht hungrig ... auf "Amatriciana"!
Was für eine ernste Angelegenheit Spaghettitesten ist, habe ich heute in Rom erlebt. Als Beobachter war ich von dem größten italienischen Pastahersteller zu einem Verbrauchertest eingeladen worden. In einem Hotel unweit der berühmten Via Veneto, Schauplatz der "Dolce Vita" in den sechziger Jahren, sollten zehn Frauen zwischen 25 und 55 Jahren - nicht voll beruftstätig, aber auch keine Hausfrauen, darüber hinaus aus Rom stammend - Spaghetti testen. Keine der Frauen wußte im Gegensatz zu den wenigen anwesenden
Journalisten, welcher Hersteller diese "Spaghetti-Probe" ausgerichtet hat. Der will gerade in allen Ecken Italiens erfahren, wie die Italiener seine Nudeln und die der Konkurrenz erschmecken.
Wie auf Schulbänkchen saßen da also die geladenen Signore, zum Schweigen verpflichtet und mit ausgeschaltetem Handy. Alles, was mit Essen zu tun hat, ist in Italien eben eine heilige Handlung! Es war teilweise so still, dass man einen zu Boden gefallenen Spaghetto hätte hören können...
Wie auf Schulbänkchen saßen da also die geladenen Signore, zum Schweigen verpflichtet und mit ausgeschaltetem Handy. Alles, was mit Essen zu tun hat, ist in Italien eben eine heilige Handlung! Es war teilweise so still, dass man einen zu Boden gefallenen Spaghetto hätte hören können...
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Mittwoch, 16. Mai 2012
Petto di pollo al limone con insalata di fagiolini
Entsprechend den südeuropäischen Gewohnheiten essen wir sehr spät zu Abend. Es ist dann unsere Hauptmahlzeit, und in der Regel kommt etwas Warmes auf den Tisch. Wenn die Tage wärmer werden - noch ist es abends ziemlich kühl -, darf es gerne auch mal kalte Küche sein.
Den heißen Sommer schon ahnen läßt ein in Zitronensaft geschmortes und mit Rosmarin und Knoblauch aromatisiertes Hühnchenbrustfilet. Die schönen Bohnen, die es heute auf dem Campo de' fiori gab, machten mir die Wahl einer Beilage leicht: Es gibt dazu einen Bohnensalat mit getrockneten Tomaten und - ganz unitalienisch - Fetakäse.
Den heißen Sommer schon ahnen läßt ein in Zitronensaft geschmortes und mit Rosmarin und Knoblauch aromatisiertes Hühnchenbrustfilet. Die schönen Bohnen, die es heute auf dem Campo de' fiori gab, machten mir die Wahl einer Beilage leicht: Es gibt dazu einen Bohnensalat mit getrockneten Tomaten und - ganz unitalienisch - Fetakäse.
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Dienstag, 15. Mai 2012
Mein Lieblings-Erdbeereis
Seltsamerweise bestelle ich in einer Gelateria niemals Erdbeereis. Viel lieber nehme ich Schokoladiges, Joghurt- oder Vanilleeis, aber auch ausgefallene Sorten wie Zimt/Ingwer- oder Honigeis können mich verführen. Aber ich bin eh nicht so der große Eisliebhaber; das war ich schon als Kind nicht. Vor die Wahl gestellt: Eis oder Salamibrot - ich hätte immer zu Letzterem gegriffen.
Nun muß ich aber zugeben, dass es in Rom schon wirklich ausgezeichnetes Eis gibt, und so führt mich mein Weg an heißen Tagen schon mal in eine Gelateria.
Zurück zum Erdbeereis. Diese Sorte schmeckt mir nur selbstgemacht!
Wie man professionell Eis herstellt, habe ich vor zwei Jahren in einem Kurs bei Bologna gelernt und auch darüber berichtet. Sehr viel einfacher geht es dagegen in meiner Küche zu. Mein selbstgemachtes Erdbeereis kann man auch ohne Eismaschine zubereiten, sehr viel cremiger wird es dagegen, wenn man eine solche zur Verfügung hat. Jetzt habe ich ein uraltes und ziemlich primitives Teil für die häusliche Speiseeiszubereitung wieder reaktiviert, um heute rasch ein paar Erdbeeren in diese Schleckerei zu verwandeln.
Nun muß ich aber zugeben, dass es in Rom schon wirklich ausgezeichnetes Eis gibt, und so führt mich mein Weg an heißen Tagen schon mal in eine Gelateria.
Zurück zum Erdbeereis. Diese Sorte schmeckt mir nur selbstgemacht!
Wie man professionell Eis herstellt, habe ich vor zwei Jahren in einem Kurs bei Bologna gelernt und auch darüber berichtet. Sehr viel einfacher geht es dagegen in meiner Küche zu. Mein selbstgemachtes Erdbeereis kann man auch ohne Eismaschine zubereiten, sehr viel cremiger wird es dagegen, wenn man eine solche zur Verfügung hat. Jetzt habe ich ein uraltes und ziemlich primitives Teil für die häusliche Speiseeiszubereitung wieder reaktiviert, um heute rasch ein paar Erdbeeren in diese Schleckerei zu verwandeln.
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