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Samstag, 25. Mai 2019

Protagonist Salat: Petto di pollo al Marsala con scarola in padella



Geschmorten Salat habe ich vor vielen Jahren zum ersten Mal auf Ponza gegessen. Ponza?
Diese kleine Insel, gut mit dem Tragflügelboot von Anzio aus, einem Küstenort im südlichen Latium, erreichbar, hat nie den Bekannt- und Beliebtheitsgrad von Ischia, Capri oder der Liparischen Inseln erworben.
Und das ist auch ganz gut so! Als Geheimtipp gehandelt, bleiben die Pontinischen Inseln im Tyrrhenischen Meer von Touristenmassen aus dem Ausland - vorerst noch - verschont.

Die überschaubare Insel ist ein Traum, auch wenn der schönste und sich sichelförmig hinziehende Strand seit Jahren auf Grund eines tragischen Unglücksfalls - ein Felsen hatte sich von der Steilküste gelöst und ein Opfer gefordert - weiterhin gesperrt bleibt. Vor allem aus Rom kommen Besucher in der eher kurzen Sommersaison angereist, um hier einen fast karibisch anmutenden Aufenthalt zu genießen - und wenn es oft nur für einen Wochenende ist. Ponza gibt sich nicht so mondän wie Capri und nicht so anbiedernd touristisch wie Ischia. Aber es kann schon vorkommen, dass die ein- oder andere "Prominenz" ganz inkognito auf einer Vespa über die Insel düst oder mit teuren Yachten anlegt. Der in Italien gebräuchliche Begriff des "Finto povero" (vorgespielte Armut) kam mir in den Sinn, als ich in den neunziger Jahren den Bruder des verstorbenen Gianni Versace in fadenscheinigem T-Shirt und Bermudas auf einem Motorino herumkurven sah. Man gibt sich lässig, ja fast "ärmlich" gekleidet (auf den ersten Blick) und frönt dem einfachen Insel-Dasein.

Unsere kleinen Kurzurlaube auf diesem Insel-Paradies liegen schon ein paar Jahre zurück; Fotos dazu habe ich leider keine in meinem Archiv gefunden. Instagram und Co. reiste noch nicht mit, was durchaus einen Vorteil für den Erholungswert darstellte. Sollten wir aber mal wieder spontan zu einem Wochenende auf die schöne Insel aufbrechen, werde ich Euch mit Fotos überhäufen. Word!

Nun stellt sich für mich auf Ponza ein klitzekleines "Problem". Eine Insel - Essengehen- Ihr ahnt es schon (naja, treue Lesers des Blogs, die meine Vorlieben und Abneigungen kennen, ahnen es). Fischgerichte dominieren die Speisekarten. Ich dagegen wurde bei unseren Aufenthalten "abgespeist" mit Spaghetti al Pomodoro - das Kinderessen schlechthin, das es nämlich überall gibt!

Wäre da nicht dieses wunderbare, mittlerweile leider geschlossene Ristorante gewesen, das in weißem Inselstil an einem Felsen klebte und romantische Ausblicke über das Meer bot. Ein Fischrestaurant! Ich weiß nicht mehr, ob ich wieder auf meine Spaghetti al pomodoro angewiesen war, aber als Antipasto wählte ich Scarola in padella; eines der wenigen Gerichte ohne Meeresgetier auf der Karte. Natürlich nicht ohne vorher gefragt zu haben, ob sich da eventuell eine Sardelle tummele. In vielen Rezepten für diesen geschmorten Salat sorgen sie nämlich noch für zusätzliche Würze.





Bei der Zubereitung der Hühnerbrust musste ich an eine liebe Nachbarin und Freundin denken .- Malini. Bei ihr aß ich zum ersten Mal diese mit Marsala und Estragon aromatisierte Hühnerbrust. Leider leben Malini und ihr Mann nicht mehr. Wie oft waren wir bei ihnen zum Essen eingeladen, und dann kochte sie vornehmlich thailändische Gerichte; ihre Mutter stammte aus Thailand, während ihr Vater aus Irland kam. Für mich ließ sie stets eine für die thailändische Küche so typische Zutat weg. Ihr ahnt sicher schon, welche das war...




Zutaten
(für zwei Personen)



Petto di pollo al Marsala

  • 300 g Hühnerbrust in dünnen Scheiben
  • ca. 77 ml Marsala
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • getrockneter Estragon (Malini verwendete frische Blätter von ihrem kleinen Kräutergarten auf der Dachterrasse)
  • Olivenöl extra vergine
  • ein paar Spritzer Zitronensaft
  • 1/2 Tl Dijon-Senf
  • wer mag ein paar Spritzer Worcestershire-Sauce (gibt es auch ohne Sardellen)


Die Hühnerbrustscheiben von beiden Seiten in etwas Olivenöl anbraten, dabei die in dünne Scheiben geschnittene Knoblauchzehe dazugeben. Alternativ eine zerdrückte Knoblauchzehe zu dem Hühnchen geben und diese vor dem Servieren entfernen.

Mit Salz, Pfeffer und Estragon würzen und mit dem Marsala ablöschen. Den Wein etwas einkochen lassen; es kommt nicht auf eine üppige "Sauce" an, vielmehr soll er nur das Aroma an das Fleisch abgeben. Mit Senf, Zitronensaft und Worcestershire-Sauce abschmecken.




Scarola in padella

  • 2 Köpfe glatten Endiviensalat
  • 1 Knoblauchzehe, geschält, angedrückt
  • 1 getrocknete Chilischote
  • 30 g Rosinen, in etwas warmem Wasser eingeweicht und dann ausgedrückt
  • 30 Pinienkerne
  • 40 g Oliven (Taggiasche, entkernt und in Öl eingelegt)
  • Olivenöl extra vergine
  • Salz
  • fakultativ: eine Sardelle in der Pfanne schmelzen lassen (wie in vielen Rezepten für dieses Gericht vorgesehen)


Den Salat putzen, die äußeren Blätter entfernen, gut Waschen und abtropfen lassen.
Den Salat in grobe Streifen schneiden; Strunk entfernen.

In einer Pfanne das Olivenöl mit der angedrückten Knoblauchzehe erhitzen und die vorbereiteten Salatblätter hinzugeben. Zusammenfallen lassen und mit Salz und der zerbröselten Chilischote würzen. Die übrigen Zutaten hinzufügen und in der Pfanne mit dem Salat vermischen.





Samstag, 11. November 2017

Aus dem Slowcooker: Maghrebinischer Hähnchen-Gemüse-Eintopf



Die erste - und bislang beste - Tajine meines Lebens habe ich in Orlando/Florida gegessen - in der Animal Kingdom Lodge, jenem großen Disney-Themenpark, der ganz dem afrikanischen Kontinent gewidmet ist. Wer hier die übliche Plastikwelt erwartete, wurde  positiv überrascht - auch auf kulinarischem Gebiet. Unsere beiden Aufenthalte dort liegen nun ein paar Jahre zurück, und das marokkanische Gericht mit Huhn und Salzzitronen schmeckte einfach so großartig, dass ich es bei unserem zweiten Aufenthalt ganz einfach noch einmal bestellt habe. Später dachte ich immer wieder über die Anschaffung einer Tajine nach.
Aber lohnt es sich, überlegte ich daraufhin. Noch so ein Teil, für das erst einmal Platz geschaffen werden muss in meiner arg kleinen Küche. Wie groß sollte dieser nordafrikanische Schmortopf mit seinem spitzen Aufsatz überhaupt für unseren Haushalt sein? Darüber hinaus ist so ein spezielles Kochgerät nur begrenzt einsetzbar; koche ich wirklich regelmäßig nordafrikanische Gerichte? Oder kann man auch anderes darin zubereiten?
Über diese Fragen geriet die Tajine in Vergessenheit, nicht aber jenes so ungewöhnlich aromatische Gericht, das ganz neue Geschmackswelten eröffnete.

Immer noch keine Tajine, aber ein Slowcooker ist nun seit Kurzem bei uns eingezogen. Er ist nicht nur für die unterschiedlichsten Gerichte brauchbar, sondern übernimmt beim vorliegenden Schmortopf auch die Aufgabe einer Tajine; Kenner der nordafrikanischen Küche werden es vielleicht anders sehen.
Aufmerksam auf diese Art des Kochens wurde ich durch Gabriele vom Blog "USA kulinarisch".
Mittlerweile hat ihr Blog auch einen Ableger, der ganz dem Kochen mit dem "Crocky" gewidmet ist: Er nennt sich "Langsam kocht besser" - und der Name ist wirklich Programm!
Schmunzeln musste ich, als ich am Geburtstag Ende August mein Geschenk - ich hatte mir einen Slowcooker gewünscht - auspackte und neben dem Topf noch ein Kochbuch dazu fand. Mein Mann, der sich in der Bloggerwelt nur wenig auskennt, hatte zielsicher auch das Rezeptebuch von Gabriele gleich mitbestellt! Das nennt man Intuition!

Mittlerweile habe ich schon einiges daraus nachgekocht; ganz wunderbar gelang mir gleich beim ersten Einsatz ein Schmorbraten. Auch die Basis für das vorliegende Gericht habe ich in dem Büchlein entdeckt, es aber für meinen Karnivoren noch mit ein paar Extras versehen.
Was ich besonders schätze: Dieser Slowcooker gibt mir das Gefühl, dass ich bekocht werde. Natürlich müssen auch für das Garen im Slowcooker zunächst einige "niedere" Arbeiten erledigt werden. Das Gemüseschnippeln, Anbraten und Würzen stehen auch hier am Anfang der Zubereitung. Aber dann vergisst man das Ganze erstmal für ein paar Stunden. Wir decken später den Tisch und genießen. Wer hat jetzt nochmal gekocht?




Zutaten
(für 4 Personen)


  • 500 g Hähnchenbrustfilet
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Tl Ingwer, frisch gerieben
  • 1 mittelgroße rote Zwiebel
  • 1 Chilischote
  • 1 Karotte
  • 1 rote Paprika
  • 1 unbehandelte Zitrone (idealerweise Salzzitronen)
  • 1 Glas Kichererbsen
  • 1 Dose (400 g) stückige Tomaten
  • 300 g Schneidebohnen
  • 50 g Erbsen (Tiefkühlprodukt oder frisch)
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 100 g getrocknete Aprikosen
  • Salz
  • 1 Tl Zimt
  • 1 Tl Kreuzkümmel
  • 1 Tl Ras el-Hanout
  • 1 Tl Paprikapulver edelsüß
  • Olivenöl extra vergine
  • 1 Bund Petersilie
  • Couscous

Die Hähnchenbrust in Würfel schneiden.
Knoblauchzehe, Ingwer und Chilischote fein hacken. Zwiebel schälen, halbieren und in Spalten schneiden. Karotte und Paprika würfeln. Bohnen putzen und schräg in Stücke schneiden. Getrocknete Aprikosen vierteln.
Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Hähnchenbrust-Würfel scharf anbraten. Knoblauch, Ingwer und Chilischote dazugeben und mit anbraten. Dann nach und nach Zwiebelstreifen, Karotten- und Paprikawürfel hinzufügen. Salzen und mit den Gewürzen abschmecken (die Gewürze, bis auf das Paprikapulver, sollten auch etwas angeröstet werden, um ihr volles Aroma zu entfalten).
Den Inhalt der Pfanne in den Slowcooker geben. Bohnen, getrocknete Aprikosen, die im Sieb abgespülten Kichererbsen, die ganze geviertelte Zitrone, die stückigen Tomaten und die Gemüsebrühe hinzufügen und alles einmal umrühren.
Zugedeckt im Slowcooker auf der Stufe "Low" ca. 6-7 Stunden garen.  Eine halbe Stunde vor Ende der Garzeit die Erbsen hinzufügen.
Auf Couscous anrichten und mit Petersilienblättchen bestreuen.

Gabriele Frankemölle, Langsam kocht besser. Das Grundkochbuch für Slowcooker & Schongarer
ISBN 978-3-946398-04-2


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Sonntag, 12. Juni 2016

Provokation auf Italienisch: "Carbonara" di pollo, zucchini e fiori di zucca


Ich ziehe dann schon einmal den Kopf ein - Carbonara...
Prophylaktisch habe ich der Bezeichnung Carbonara Tüttelchen verpasst; im Original war das nicht der Fall. Und das Originalrezept für dieses Hauptgericht stammt aus einem - Achtung - italienischen (!) Foodmagazin.
Wenn das Stichwort "Carbonara" in irgendeinem Forum (auch in italienischen) fällt, ist der Shitstorm gewiss, deshalb will ich an dieser Stelle auch nicht länger darauf eingehen.
Zur Pasta alla Carbonara habe ich alles gesagt: wer mag, kann das hier nachlesen. Da war ebenfalls der Titel schon eine kleine Provokation.
Dieses Gericht mit Hühnerbrust und Zucchini jedenfalls schmeckte gigantisch, und es lohnt sich, es nachzukochen. Wenn Euch jemand fragt, wie es heißt, dann verschweigt einfach jenes Reizwort. Das erspart unsägliche Diskussionen und schont die Nerven!





Zutaten
(für 2-3 Personen)

500 g Hühnerbrustfilet
100 g Pancetta affumicata,
in etwas dickere Scheiben geschnitten, dann gewürfelt
5 Zucchini "romaneschi"
10 Zucchiniblüten
75 ml trockener Weißwein
1 ganzes Ei + 1 Eigelb
25 g Pecorino Romano, frisch gerieben
50 g Robiola (italienischer Frischkäse)
Olivenöl extra vergine
Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer




Die Hühnerbrust in Würfel schneiden.
Ein wenig Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Pancettawürfel darin anbraten. Wenn sie knusprig werden, aus der Pfanne nehmen. In dem in der Pfanne verbleibenden Fett die in Würfel geschnittene Hühnerbrust leicht braun anbraten. Dann die Pancetta wieder hinzufügen, leicht pfeffern und salzen und mit dem Wein ablöschen. Zehn Minuten bei kleiner Hitze schmoren lassen.
In der Zwischenzeit die Zucchini quer halbieren und jede Hälfte der Länge nach vierteln. Die Zucchiniviertel für ca. 3 Minuten dampfgaren. Die Zucchiniblüten putzen und längs in Streifen schneiden.
Die Zucchiniviertel sowie die Zucchiniblüten zu dem Hühnerfleisch in die Pfanne geben und für weitere drei Minuten schmoren lassen. Dann die Pfanne von der Kochstelle nehmen und kurz abkühlen lassen
Ei, Eigelb, Pecorino und Robiola gut verquirlen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit dem Hühnchenwürfeln in der Pfanne vermischen.



Rezeptquelle: Sale & Pepe, Mai 2016


♥♥♥

Auch mein Kringelchen sollte etwas von dem feinen Hühnchenfleisch abbekommen. Natürlich ungewürzt gedünstet und nur mit dampfgegarten Zucchiniwürfeln sowie Hüttenkäse vermischt. Und sie hat diese Leckerei verweigert!



Liebe Katzenbesitzer, wenn Ihr Tipps für mich habt, immer her damit! Kringelchen und auch ich, wir werden es Euch danken!





♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Mittwoch, 16. März 2016

Ein Hauch von New York Fusion Cooking: Coleslaw mit Teriyaki-Hühnchen-Spießen



"Mach' doch mal wieder was mit Salat. Salat und Hühnchen," meinte mein Mann auf die Frage, was ich denn zum Abendessen zubereiten könnte. Salat? Muss ich mir Sorgen machen? Der Salat-mit-irgendwas-Typ bin ja nun eher ich.
Ich war irgendwie rat- und phantasielos an diesem Morgen.Wenn man täglich kocht, hat man zwar sein bewährtes Repertoire, auf das man zurückgreifen kann, wer aber zusätzlich noch einen Foodblog betreibt, ist auch immer auf der Suche nach Neuem. Zudem sollte es, wie in meinem Fall, noch einen italienischen Bezug haben. Das kann und will ich aber nicht immer durchhalten.
"Oder auch was mit Pasta!" setzte er noch hinzu.
Pasta! Zu leicht kann man da in allzu banales Fahrwasser gelangen. "Pasta geht immer", so steht es immer öfters in der Einleitung zu einem Pastarezept geschrieben. Pasta mit Tomaten, Pasta mit Salsiccia und Tomaten, Pasta mit Pilzen und Tomaten, Pasta mit Salsiccia und Pilzen, Pasta mit Auberginen und Tomaten. Im Moment bin ich es über! Trotzdem, ich liebe Pasta - wir alle lieben Pasta -, obwohl ja die italienische Küche soviel mehr zu bieten hat, und ich hoffe, das habe ich in den vergangenen vier Jahren, in denen ich mein kleines Blog schreibe, deutlich machen können. Und was mit Pasta alles "geht", kann man ja in meinem Rezepte-Verzeichnis nachschauen. Da geht nämlich einiges...
Zwischendurch gehe ich kulinarisch auch gerne mal fremd. Ich habe mittlerweile eine beachtliche Sammlung an Kochbüchern, die Ländern wie der Türkei, China, Thailand oder auch dem arabischen Raum gewidmet sind. Ein wunderbar gestaltetes Buch handelt von der Küche New Yorks in all ihrer Vielfältigkeit; das New York Kochbuch von James Rizzi.
Fusion Cooking wird in den Vereinigten Staaten großgeschrieben, gerade in einem Melting Pot wie New York. Zu spannend ist es, dort essen zu gehen, wie wir vor einigen Jahren erfahren durften. Da saßen wir nun in einem chinesischen Restaurant in typischem New Yorker Art Déko-Stil, und ein rumänischstämmiger Kellner erklärte uns die Spezialitäten. Unbekanntes gab es zu entdecken, Gerichte, die man in entsprechenden Restaurants in Europa vergeblich sucht; in China, und überhaupt Asien selbst, war ich noch nie gewesen. Ich erinnere mich noch an die gedämpften Weißkohlblätter, zu denen separat eine Füllung gereicht wurde. Der Kellner erklärte uns, wie man diese Füllung nun geschickt ins Blatt schaufelt, dieses aufrollt und möglichst elegant zum Mund führt. Es hat jedenfalls phantastisch geschmeckt!
Womit wir schon beim Weißkohl angelangt sind. Das Gemüse gilt als typisch deutsch - "Krauts" war die eher abfällige Bezeichnung der Amerikaner und Briten für die Deutschen während der Weltkriege -, aber wie  es scheint, kennt auch die  chinesische Küche einige Rezepte mit der überaus gesunden Kohlsorte (Chinakenner dürfen mich korrigieren).
Die amerikanische sowieso; von wegen "Krauts"! Coleslaw nennt sich der amerikanische Salatklassiker, den man gerne zu Hamburgern serviert. Aber wer weiß, vielleicht hatten einst deutsche Einwanderer diesen Salat erfunden. Man muss schon ziemlich viel Appetit mitbringen, Coleslaw plus Hamburger zusammen zu verdrücken, zumal sich meist noch zusätzliche Kalorien in Form von Pommes frites mit auf den Teller schmuggeln (habe ich übrigens schon mal erzählt, dass ich Hamburger liebe? Selbstgemachte, natürlich!). Leichter wird die ganze Angelegenheit, wenn man ein paar gegrillte Hühnerspieße dazulegt, und wenn man sie vorher noch in Teriyaki-Sauce mariniert, so ist das ein ganz klitzekleiner Ausflug Richtung Fusion...




Zutaten

Spieße

1 Hühnerbrustfilet
2 El Olivenöl
2 El Teriyaki-Sauce
2 Knoblauchzehen, durchgepresst
ein kleines Stück geriebenen Ingwer
1 Tl brauner Zucker
1 Tl Habanero-Chilipüree
Salz

Die Hühnerbrust in Würfel schneiden und diese auf vier Spieße verteilen. Die übrigen Zutaten zu einer Marinade verrühren und diese über die Spieße gießen. Mindestens zwei Stunden das Fleisch im Kühlschrank marinieren lassen.
Den Backofen auf 250 Grad vorheizen und den Grill zuschalten. Die Spieße aus der Marinade heben (diese zur Seite stellen) und ungefähr 15 Minuten auf einem Rost grillen, dabei nach der Hälfte der Zeit die Spieße wenden und mit etwas von Marinade bepinseln.



Coleslaw

1 Weißkohl, ca. 780 g
150 g Karotten
2 El getrocknete Cranberries
50 ml Kondensmilch (10%)
130 ml neutrales Pflanzenöl
1 Tl Dijon-Senf
Salz
Zitronensaft
1 El Crème fraîche

Weißkohl in Streifen hobeln, salzen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Danach den Kohl gut ausdrücken und in eine Schüssel geben.
Die Karotten hobeln und zum Weißkohl geben.
Kondensmilch, Senf und Öl in ein hohes Gefäß geben, den Stabmixer auf den Boden des Gefäßes stellen und einschalten. Langsam den Mixer hochziehen.
Mit der Crème fraîche verrühren und mit Salz und Zitronensaft abschmecken.
Die Mayonnaise über den Salat geben, die Cranberries hinzufügen und alles gut miteinander vermischen. Nochmals abschmecken.


Kochbuchtipp:
Hieraus habe ich (zu) wenig nachgekocht (auch das obige Rezept stammt nicht aus dem Buch), es aber immer wieder zum Schmökern hervorgeholt: James Rizzi, Mein New York Kochbuch, Mary Hahn Verlag, 7. Auflage, 2000



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Donnerstag, 11. Februar 2016

Fast eine Fastenspeise: Petto di pollo al cartoccio con funghi e pomodorini



Zum Einläuten der Fastenzeit gibt es von mir ein Gericht mit wenig Kohlenhydraten: Magere, in Backpapier geschmorte Hühnchenbrust mit Pilzen und Tomaten. Nun gut, ein wenig Pancetta habe ich auch dazugeschmuggelt (wir wollen ja nicht ganz vom Fleisch fallen), und auch wenn ich in den kommenden sieben Wochen auf Alkohol verzichten werde, so fällt das bisschen Brandy - ebenfalls untergeschummelt - wohl kaum ins Gewicht. Von der Fastenzeit selbst bekommt man im Übrigen in Italien nicht viel mit, denn gutes Essen und Trinken sind doch wesentlicher Bestandteil der Lebensphilosophie. Da sitze ich dann bei Einladungen - und nippe als einziger Gast am Wasser.
Zurück zu meinem Hähnchen. Es gibt dazu keine sogenannte Sättigungsbeilage; ein schreckliches Wort übrigens. Die Italiener machen das richtig: die Kohlenhydrate zuerst in Form von Pasta oder Risotto, dann Fleisch oder Fisch nur mit Gemüse oder Salat. Und danach muss es nicht immer ein Dolce sein, nur viel frisches Obst sollte bei einer ausgewogenen Ernährung nie fehlen.
Kein Wunder, dass die mediterrane Küche als eine der gesündesten der Welt gilt. Und dabei darf eigentlich auch nie ein gutes Gläschen Wein fehlen. Eigentlich...




Zutaten
(Aufgeschnitten reichen die Hühnerbrüste für vier Personen)

2 Hühnerbrüste à 400 g
200 g Champignons
40 g getrocknete Steinpilze
250 g Kirschtomaten
50 g Pancetta, fein gewürfelt
2 El Mehl
2 El Butterschmalz
50 ml Brandy
250 ml Gemüse- oder Hühnerbrühe
4 Salbeiblätter
ein paar Zweige Thymian
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
Backpapier
Küchengarn

Hühnerbrüste kurz abbrausen und von Fettresten befreien. Leicht salzen und bemehlen.
In einer Pfanne 1 El Butterschmalz  mit den Salbeiblättern erhitzen und die Hühnerbrüste von allen Seiten darin anbraten. Mit dem Brandy ablöschen. Heiße Brühe hinzufügen und die Hühnerbrüste 30 Minuten zugedeckt schmoren lassen.
In der Zwischenzeit die getrockneten Pilze in heißem Wasser einweichen.
Champignons putzen und in Scheiben schneiden.
In einer Pfanne das restliche Butterschmalz erhitzen und die Pancettawürfel darin ausbraten. Champignons dazugeben und kurz mit anbraten, die getrockneten Pilze in ein Sieb geben, etwas kleinschneiden und ebenfalls in die Pfanne geben. Salzen und pfeffern.
Tomaten je nach Größe halbieren oder vierteln.
Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Aus dem Backpapier  zwei ausreichend große Blätter schneiden, jeweils  etwas von den Pilzen darauf verteilen, die Hühnerbrust dazugeben. Tomatenwürfel darüber verteilen und ein paar Thymianzweige darauflegen. Ein wenig von dem beim Braten der Hühnerbrust entstandenen Fond darüberträufeln.
Die Päckchen fest mit Küchengarn verschließen und auf ein Backblech legen.
Das Blech für 25 Minuten in den Ofen schieben.
Bei kleineren Hühnerbrüsten die Garzeiten entsprechend verringern.




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Sonntag, 5. Juli 2015

Sieht nach Sommer aus, schmeckt nach Sommer: Insalata di pollo e albicocche



Ich liebe den Sommer! Auch wenn ich mich in den Sommermonaten paradoxerweise weniger im Freien aufhalte. In einer so "steinigen" Großstadt wie Rom tut man auch besser daran, denn die Sonne knallt unbarmherzig vom Himmel und die Wärme staut sich in den oft engen Gassen der Altstadt. Wo immer es möglich ist, geht man auf der Schattenseite.
Auch wer eine Terrasse besitzt, die in Roms Innenstadt üblicherweise auf dem Dach sitzt, kann diese praktisch nicht mehr nutzen. Da gibt es also auch ein wenig Grün über uns, aber an heißen Sommertagen ist dieses für mich praktisch unerreichbar. Die Eisentür, die zur Terrasse führt, ist durch die pralle Sonne so verzogen, dass ich sie nicht mehr öffnen kann. Erst gegen Abend - wenn die Temperaturen einigermaßen erträglich geworden sind - lässt sie sich wieder aufschließen. Aber Faulenzen ist auch dann nicht angesagt. Den Samstagabend habe ich mit Unkrautjäten verbracht, denn auch wenn alle Pflanzen - von der hitzeerprobten Bougainvillea bis hin zum Hibiskus - trotz regelmäßiger Bewässerung schlappmachen, das Unkraut scheint sich bei Temperaturen über 40 Grad im Schatten wohlzufühlen.
Alles das trägt dazu bei, dass ich auch im Sommer meine "vornehme" Blässe behalte. Oder wie die Italiener sagen: ich habe eine Haut wie eine Mozzarella.
Ganz ohne Mozzarella, dafür aber mit saftigen Aprikosen ist am Ende eines langen heißen Tages so ein erfrischend-fruchtiger Salat dann eine wahre Wohltat. Dieses leichte Sommergericht haben wir uns allerdings im klimatisierten Speisezimmer schmecken lassen.




Zutaten
(für 2 Personen)

1 Hühnerbrust
70 g Rughetta (Rauke/Rucola)
2 El Pinienkerne
1 kleine Salatgurke
6 Aprikosen
1 kleine Cipolla fresca di Tropea, eine Art Frühlingszwiebel aus Tropea
Saft einer Orange, gefiltert
4 El Olivenöl extra vergine + Olivenöl zum Anbraten der Hühnerbrust
1 El Aceto Balsamico Tradizionale di Modena (ersatzweise einfacher Balsamessig)
1 Tl Dijon-Senf
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne rösten und zur Seite stellen. Rughetta waschen und trockenschleudern. Die Salatgurke schälen, längs aufschneiden und die Kerne herauskratzen. Die Gurkenhälften in ein Sieb legen und leicht salzen. Zwanzig Minuten Wasser ziehen lassen, dann kurz abspülen und trockentupfen.
Die Hühnerbrust quer in ca. 1 cm breite Streifen schneiden und in etwas Olivenöl von allen Seiten anbraten. Salzen, pfeffern, mit dem Aceto Balsamico beträufeln und etwas abkühlen lassen.
Aus dem Orangensaft, dem Senf, Salz, Pfeffer und dem Olivenöl eine Vinaigrette anrühren.
Aprikosen in Spalten und die Zwiebel in Ringe schneiden. Die Gurkenhälften in nicht zu dünne Scheiben schneiden.
Alle Zutaten auf zwei Teller verteilen, mit der Vinaigrette beträufeln und mit Pinienkernen bestreuen.




Nach einer Idee aus: Sale e Pepe, Juni 2015



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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Dienstag, 12. Mai 2015

Ein Essen für den Wonnemonat: Suprema di pollo farcita e insalata di asparagi e datterini



Eine kleine Blogpause musste ich einlegen, denn mein Mann und ich waren ein paar Tage unterwegs gewesen. Zunächst auf der Expo in Mailand, wo wir am Eröffnungsabend im spanischen Pavillon ein eher enttäuschendes, dafür aber umso teureres Menü über uns ergehen ließen, dann folgte eine anstrengende Woche in Deutschland. Das Kochen rückte in den Hintergrund, dafür aber konnte ich mal wieder richtig in weißem Spargel schwelgen; ein für mich seltener Luxus, dem ich hemmungslos frönte!
Auch in Italien ist jetzt Spargelzeit, wenn auch - zumindst in Rom - beschränkt auf grünen Spargel, aber leider muss ich auch dieses Jahr wieder feststellen, dass die Qualität des Spargels sehr zu wünschen übrig lässt. Losen Spargel in den unterschiedlichen Qualitätsstufen sucht man hier vergeblich, und es ist buchstäblich die "Katze im Sack", zu der man greifen muss: Zu Bündeln verpackter Spargel, dicke und dünne Stangen gemischt, deren untere Enden man fest in eine Art undurchsichtige Plastikfolie gewickelt hat.



Dieser Spargel muss gut geputzt werden, und meist fällt auch ein gutes Stück dem Messer zum Opfer, da die Spargelenden of sehr holzig sind und damit alt aussehen - buchstäblich. Diese Realität muss ich leider hinnehmen, wenn die Lust auf Spargel wächst.



Spargel esse ich gerne als Salat, oft klassisch mit Ei, Frühlingszwiebeln und leichter Mayonnaise, gerne aber auch als sogenanntes Spargelragout. Dazu brauche ich nur junge Kartöffelchen und gekochten Schinken. Aber auch gerade bei letzterem Gericht ziehe ich weißen Spargel vor. 
Mein aktueller Spargelsalat ist italienisch angehaucht, und die Kapernvinaigrette war ein echtes Wagnis, harmoniert aber auch ganz wunderbar mit den winzigen "Datteltomaten". Eine ähnliche Version von mediterran angehauchtem Spargelsalat hatte ich bereits im Blog vorgestellt.
Dazu habe ich mir ein Rezept für eine Hühnerbrust mit "Innenleben" ausgedacht: mit getrockneten Tomaten, Kräutern, Büffelmozzarella und Parmigiano bin ich nun ganz wieder auch kulinarisch in Italien angekommen.
Nun kann der Sommer endlich beginnen!






Zutaten 
(für 4 Personen)

Suprema di pollo farcita

2 Suprêmes vom Huhn (das anhängende kleine Filet anderweitig verwenden)
4-5 getrocknete Tomaten
100 g Büffelmozzarella
15 g Parmigiano Reggiano, frisch gerieben
ein paar Basilikum- sowie einige Thymianblättchen (oder Salbei und Rosmarin - nach Belieben)
10 Scheiben Parmaschinken
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
Olivenöl extra vergine

Die Tomaten in einem Sieb abbrausen und in heißem Wasser mehrere Stunden einweichen. Dann abgießen und in kleine Würfel schneiden. Die Mozzarella ebenfalls würfeln und mit den Tomatenstückchen, dem Parmesan und den Kräutern mischen. Salzen und pfeffern.
Den Ofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
In die Suprêmes mit einem scharfen Messer der Länge nach eine Öffnung schneiden (keine Tasche!); das überlässt man am besten dem Metzger seines Vertrauens.
In die Öffnungen nun die Füllung verteilen, die Hühnbrüste salzen, pfeffern, mit ein paar Thymianblättchen bestreuen und mit dem Parmaschinken umwickeln.




Die Suprêmes in eine feuerfeste Form legen, mit Olivenöl beträufeln und für 30 Minuten in den Ofen schieben. 
Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und die gefüllten Hühnerbrüste in Scheiben schneiden.







Insalata di asparagi

450 g grüner Spargel
130 g kleine Strauchtomaten (z.B. Pomodorini Datterini)
2 El Pinienkerne
1 El Salzkapern, gut gewässert
2 El Aceto Balsamico di Modena
2 El Olivenöl extra vergine
1 Tl Honig
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne hellbraun rösten.
Spargel putzen, schräg in Stücke schneiden und im Dampfgarer mit etwas Salz bestreut bissfest garen.
Pomodorini halbieren.
Aus dem Aceto Balsamico, dem Olivenöl, Honig, Salz (sehr wenig!) und Pfeffer eine Vinaigrette herstellen, dann die Salzkapern hinzufügen.
Spargel und Tomaten mit der Vinaigrette mischen und den Salat mit den Pinienkernen bestreuen.







♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Mittwoch, 29. April 2015

Da haben wir den Salat: Insalatone con pollo e papaya



"Insalatone" - der "große" Salat. Da muss ich gleich wieder an die berühmte "Insalata Mista" denken, die man so gerne in italienischen Restaurants im Ausland als "Vorspeise" bestellt. Um es es gleich zu sagen: Das ist so unitalienisch wie ein Cappuccino nach dem Mittag- oder Abendessen.
In Italien selbst käme niemand auf die Idee, in sein Menü mit einem gemischten Salat einzusteigen, es sei denn, er hat sich selbst strengste Diät verordnet, was in der Vor-Strand-Saison nicht selten vorkommt; und dann bleibt es meist auch beim Salat - nämlich bei einem Insalatone!
Bei den Damen sind solche Diätmahlzeiten Bestandteil der jährlich wiederkehrenden Aktion "Prova del Bikini" - die "Bikiniprobe". Wenn sich da ein paar Pfündchen über den Winter auf den Hüften angesammelt haben, kann das bei den stets auf ihr Äußeres bedachten Italienerinnen zu leichten Panikattacken führen. Diät und Schwitzen in der Palestra (Fitnessstudio) sollen die perfekte Strandfigur dann wieder in Form bringen.
Zurück zum Salat. Die Insalata Mista ist in Italien üblicherweise eine Beilage - zu Fleisch oder Fisch -, ein Insalatone (witzigerweise wechselt das Wort hier vom Femininum zum Maskulinum) durchaus ein Hauptgang. Als leichte (Mittags-)Mahlzeit findet man ihn vor allem in kleinen Bistros oder den sogenannten Enoteche. den Weinhandlungen mit angeschlossener kleiner Küche. Diese üppige Version eines gemischten Salats kann dabei angereichert werden mit Speckstückchen, Käse, Thunfisch, Ei oder sonstigen "Extras".




Beiden Salatformen ist in Italien leider eines gemeinsam: Sie kommen "unangemacht" auf den Tisch. Jetzt mal ganz ehrlich: Niemand braucht eine künstlich schmeckende Salatsauce aus der Flasche, wie es leider in einigen deutschen Lokalen noch immer der Fall ist, aber niemand kann mir aber auch erzählen, dass aus am Tisch draufgekipptem Olivenöl und Balsamico eine wohlverbundene, sämige Vinaigrette entsteht, die dann das I-Tüpfelchen einer Salatmahlzeit darstellt.
Man bekommt also eine kleine Schüssel - oder wie beim Insalatone einen Teller - mit Salatblättern und sonstigem vorgesetzt, dazu Salz (nach Pfeffer muss man oft extra fragen), Olivenöl und Essig (nach Balsamessig muss man oft extra fragen...) - und dann geht's los mit dem Mischen, inklusive regelmäßigen Aufklaubens der Salatblätter neben dem Tellerrand. Auch hier muss ich sagen: In Italien hat man an dieser Stelle kein hygienisches Problem, denn ein frisches Tischtuch für jeden Gast, auch in der einfachsten Trattoria, ist selbstverständlich - in Deutschland leider noch nicht. Zur Mittagszeit sieht man dann perfekt gekleidete Herren im dunklen Anzug, die umständlich mit Salatblättern hantieren, dabei peinlich genau darauf achten, das weiße Hemd beim Hantieren nicht zu bekleckern. Auch bei privaten Essenseinladungen, sofern sie nicht in förmlichem Rahmen (da gibt es niemals Salat), sondern eher unter Freunden stattfinden, wird oft nach! dem Fleischgang noch eine Schüssel mit Salatblättern herumgereicht. Dazu stellt die Dames des Hauses Öl, Essig, Salz und Pfeffer auf den Tisch.
Bei mir wird der Salat immer an dem Ort zubereitet, wo er auch geputzt wurde: nämlich in der Küche.




Zutaten
(für zwei Personen)

1 Radicchio
1 Eichblattsalat
1 Chicorée
1 Frühlingszwiebel
1/2 Papaya
2 El Pinienkerne

4 El Aceto Balsamico di Modena
1 Tl Honig
1 Tl Dijon-Senf
5 El Olivenöl extra vergine
1 El Kürbiskernöl
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

450 g Hähnchenbrust in Scheiben
1 Knoblauchzehe
3 Salbeiblätter
1 Rosmarinzweig
Olivenöl extra vergine
Salz, frisch gemahlener Peffer

Den Salat putzen, waschen und trockenschleudern, Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne rösten. Aus der Papaya mit einem Kugelausstecher kleine Bällchen entnehmen. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden.






Den Balsamessig mit Salz, Pfeffer, Senf und Honig gut verrühren, dann erst Olivenöl und Kürbiskernöl unterarbeiten, bis sich alles zu einer sämigen Emulsion verbunden hat.

Die Nadeln vom Rosmarinzweig streifen und diese zusammen mit den Salbeiblättern fein wiegen. Die Knoblauchzehe halbieren. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die in grobe Streifen geschnittenen Hühnerbrustschnitzel darin anbraten; dabei die Knoblauchhälften zum Aromatisieren hinzufügen. Die Streifen salzen, pfeffern und die gehackten Kräuter darüberstreuen, Nochmals das Fleisch wenden, damit die Kräuter an beiden Seiten haften. Knoblauch entfernen.

Die kleingezupften Salatblätter mit der Vinaigrette und den Frühlingszwiebeln vermischen und auf Tellern verteilen. Den Salat mit den Hühnerbruststreifen sowie den Papayabällchen belegen und die Pinienkerne darüberstreuen.

Restauranttipp:
Osteria dell'Ingegno
Piazza di Pietra, 45
Tel.: 06 6780662
Home

In der Osteria dell'Ingegno gibt es zur Mittagszeit auch eine kleine Auswahl an "Insalatoni". Zwar zentral gelegen, gehen hier vor allem die Römer selbst essen, darunter viele Abgeordnete des Parlaments, das quasi um die Ecke liegt. Gute Weinauswahl.


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Mittwoch, 14. Januar 2015

Schlemmen fast wie im Sommer: Petto di pollo al vapore con bruschette al patè di olive



In den vergangenen Tagen war mir nicht nach Kochen, geschweige denn Bloggen zumute. Eine fiese Erkältung hatte mich im Griff, und weder selbstgekochte Hühnersuppe, für deren Zutaten ich mich gerade noch zum Metzger und zum Markt geschleppt hatte, noch mein Anti-Erkältungs-Spezialgebräu aus frischem Ingwer konnten da viel ausrichten.
So gab es Schmalkost, einfache, schnell zuzubereitende Gerichte wie Linseneintopf oder Pasta, denn meinen Mann konnte ich ja nicht auch noch hungern lassen, erledigte er schon die täglichen Einkäufe. Es gab auch mal ausnahmsweise am Abend Kaltes wie Mozzarella, Schinken, Salami  - und Oliven. Oliven...!
Der Kopf war sehr schwer, die Nase zu, übler Husten hielt mich halbe Nächte lang wach, und die Geschmacksnerven waren lahmgelegt. Geärgert hat mich nur, dass ich eine Brunello-Verkostung, zu der ich eingeladen war, ausfallen lassen musste. Aber bei meinem tauben Gaumen wäre dieser herrliche Wein sowieso "Perlen vor die Säue" gewesen.
Nach einer Woche ging es mir dann endlich wieder so gut, dass ich einen Schritt vor die Tür wagen konnte - und endlich auch wieder Appetit verspürte.
Nicht "Fisch nicht Fleisch" ist dieses Wetter zur Zeit, der angekündigte Temperatursturz blieb aus - besser so -, aber der Winter mit seiner frühen Dämmerung ist ja noch lange nicht vorbei.
Mit einem leichten Gericht, das auch kalt schmeckt, zaubere ich mir da gerne etwas Sommer auf den Teller, denn sommerlich mutet diese dampfgegarte, gekräuterte Hähnchenbrust mit den Bruschette schon an. Und etwas leichte Kost kann man nach den Plätzchenorgien (wir haben immer noch welche) gut gebrauchen.




Nun muss ich noch kurz erklären, wie ich auf die Idee zu diesem Paté gekommen bin. Oliven-Paté gibt es ja hier in Italien überall fertig zu kaufen, selbst hatte ich es aber noch nicht hergestellt.
"Ich habe ein paar Deiner Lieblingsoliven mitgebracht", meinte mein Mann vor ein paar Tagen, als er mit Einkäufen nach Hause kam. Das "ein paar" entpuppte sich als 300 Gramm, die er lose in einem Feinkostladen erstanden hatte. Das heißt, sie sollten auch möglichst schnell verzehrt werden, aber ich konnte ja nicht morgens, mittags und abends Oliven futtern.
Das hat mein Mann so an sich: er kauft immer wie für eine Großfamilie ein!
Eine Olivencrème herzustellen, die man auf Bruschette oder Crostini streichen kann, bot sich da förmlich an. Diese Crème hat Ähnlichkeiten mit der aus Südfrankreich stammenden Tapenade, nur dass in meiner Version, wie bei der italienischen üblich, die Anchovis fehlen. Zusätzliche Würze bekommt dieses Paté noch durch die getrockneten Tomaten und die Kapern, die man wirklich gut abspülen sollte; die Zitronenschale steuert etwas Frische bei.
Die Hähnchenbrust kann man warm oder auch kalt genießen, dazu ein paar Bruschette, ein Glas Wein (fällt bei mir noch aus), und schon kann man auch im Winter vom Sommer und seinen leichten, mediterranen Genüssen träumen.



Zutaten

Gekräuterte Hähnchenbrust aus dem Dampfgarer

1 ganzes Hähnchenbrustfilet
2 El gehackte frische Kräuter
(nach Belieben gemischt, ich habe Salbei genommen)
1 Bio-Zitrone
3 El Olivenöl
Salz oder Kräutersalz, frisch gemahlener Pfeffer

Die gehackten Kräuter, Salz, Pfeffer und Olivenöl mischen und die Hähnchenbrüste damit bestreichen. Im Kühlschrank zwei Stunden marinieren.
Den Einsatz eines Dampfgarers mit Zitronenscheiben auslegen, die Hähnchenbrüste darauflegen, und den Einsatz in den mit Wasser gefüllten Garer setzen. Darauf achten, dass das Wasser nicht über den Einsatz reicht.
Im geschlossenen Topf die Hähnchenbrüste bei einer Temperatur zwischen 80 und 90 Grad ca. 25-30 Minuten lang garen.
Wer keinen Dampfgarer besitzt, kann die Hühnchenbrüste auch in Alufolie gewickelt im Backofen garen.



Paté di olive

150 g entsteinte Oliven der Sorte "Taggiasche" in Öl, abgetropft
10 g in Salz eingelegte und gut gewässerte Kapern
20 g getrocknete, in Öl eingelegte Kirschtomaten (oder Tomaten), gut abgetropft
Abrieb einer halben Bio-Zitrone
1 Chili-Schote
1 Knoblauchzehe
etwas Thymian

Alle Zutaten mit einem Pürierstab zu einem Paté verarbeiten. Es sollte aber keine glatte Crème entstehen; das Paté sollte "körnig" bleiben.
Auf Baguette. geröstete Ciabatta oder kräftiges Bauernbrot (hier das sogenannte Pane di Lariano) streichen.





♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Donnerstag, 17. Juli 2014

Gar nicht spießig, dieser Spieß!


Spießchen haben im Allgemeinen nicht den Ruf, Vertreter einer verfeinerten Küche zu sein.
Unwillkürlich denkt man bei aufgespießtem Fleisch auch an Jahrmärkte oder Würstchenbuden, an lieblos zusammengeklatschtes Fleisch minderer Qualität, zwischen denen sich auch mal eine saure Gurkenscheibe verirren kann. Schlimm wird es, wenn man fertige, in Schälchen eingeschweißte Spieße in den Auslagen der Supermarkt-Metzgereien liegen sieht. Ich würde so etwas niemals kaufen!
In Griechenland sind Fleischspieße auch unter der Bezeichnung "Souvlaki" bekannt, was nichts anderes als "kleines Spießchen" bedeutet. Meist bestehen sie dort nur aus Fleisch, das, wenn es perfekt gegrillt wird, wunderbar zart ist. Das Gemüse wird meist extra dazu gereicht.
Ich mag Souvlaki sehr, und so hatte ich mir schon in der vergangenen Woche, in der ich kurz in Athen war, vorgenommen, den "Spießer" auch in mir zu entdecken.
Bei Fleischspießen schmeckt mir ganz viel Gemüse dazwischen (für mich könnten es auch rein vegetarische Spießchen sein, aber da würde mein Mann sicher ein langes Gesicht machen), und gerade die wunderbaren Zucchini Romanesco mit ihrem festen, aromatischen Fleisch haben bei meiner aktuellen Version zwischen den Fleischstückchen ihr Bestes gegeben. Besonders liebe ich auch Zwiebeln, die sich an das Fleisch kuscheln und so ihr Aroma abgeben. Auch sollen Zwiebeln das Fleisch zartmachen.
Die Spieße habe ich mehrere Stunden mariniert, und wenn ich noch einen richtigen Holzkohlengrill zur Verfügung gehabt hätte, wäre der Genuss perfekt gewesen.


Bunte Fleischspießchen

Zutaten
(für 2 Personen / 4 Spieße)

1 Kalbsteak (ca. 130 g)
1 Hühnchenbrust (ca. 320 g)
1 rote Paprikaschote
1 Chilischote (ich benutze eine ziemlich große, nicht allzu scharfe Sorte)
1 rote Zwiebel (bei mir: Tropea-Zwiebel)
2 kleine Zucchini (Romanesco)
1 Knoblauchzehe
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
100 ml Olivenöl extra vergine
einige Thymianzweige

Das Fleisch in möglichst gleich große Würfel schneiden. Paprikaschote und Chilischote putzen und entkernen und in quadratische Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und vierteln, dabei die einzelnen Schalen voneinander trennen. Die Zucchini in Scheiben von ungefähr einem Zentimeter schneiden.
Alle bisher vorbereiteten Zutaten abwechselnd auf die Spieße stecken, salzen und pfeffern und in eine längliche Form legen.




Thymianblättchen von den Zweigen streifen und mit einer durchgepressten Knoblauchzehe zum Olivenöl geben. Die Spieße damit begießen, die Form abdecken und für mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen.




Den Ofen auf 230 Grad vorheizen und den Grill zuschalten.
Spießchen auf ein Backblech legen und nochmals mit dem Olivenöl aus der Form bepinseln.
Ungefähr 20-25 Minuten unter dem Grill braten, dabei mehrmals die Spießchen umdrehen.
Die Spieße sind fertig, wenn das Fleisch leicht gebräunt ist.


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Dienstag, 10. September 2013

Angriff der Killerwurzeln



Dass Sojasprossen im Jahr 2013 immer noch Aufmerksamkeit erregen können, kann man auch nur in Italien erleben. Das Land mit der nach eigenen Aussagen besten Küche der Welt interessiert sich halt immer noch herzlich wenig für die Kochtöpfe anderer Länder.
Immerhin weckten die Sprossen auf dem Laufband der Supermarktkasse die Neugier der Kassiererin und auch die der Kundin vor mir.
Was man denn daraus mache, fragte die Kassiererin. Etwa vegetarische Klößchen - sie hätte davon schon gehört. Sie meine wohl eher Tofu, der aus Sojabohnen hergestellt wird, entgegnete ich ihr, aber Tofu war ihr kein Begriff. Die Kundin spitzte ebenfalls die Ohren und wollte wissen, was ich denn nun mit diesen mysteriösen Sprossen anstellen werde.
Angesichts der Schlange hinter mir wollte ich im Schnelldurchlauf mein  - asiatisch angehauchtes - Rezept herunterrattern. Aber weit kam ich sowieso nicht.
Waaaas, Ingwer würde ich zum Gemüse geben? Das sei doch diese Wurzel, die unsagbar im Hals kratze, weil eben soooo scharf. Als ich ihr mitteilte, dass sich auch noch Peperoni in meinem Rezept dazugesellen, ergriff sie die Flucht: Da sei ja jeder Bissen tödlich!
Und weg war sie!













Asiatische Reisnudelpfanne mit Hühnchenbrust und Gemüse


Zutaten (für 4 Personen)

  • 1 Hühnchenbrust (ca. 450 g)
  • 1 El Speisestärke
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück Ingwer (ca. 20 g)
  • 1 rote Chilischote
  • 200 g Stangensellerie
  • 3 Möhren
  • 1 rote Paprikaschote
  • 2-3 Frühlingszwiebeln
  • 250 g frische Sojasprossen
  • 125 g Reisnudeln
  • Pflanzenöl
  • Sesamöl, aus gerösteten Sesamsamen
  • Sojasauce
  • etwas Hühnerbrühe (ca. 200 ml)


Die Hühnchenbrust fein schnetzeln und in der Speisestärke wenden.
Knoblauch und Ingwer fein hacken, die Chilischote entkernen und in feine Streifen schneiden.
Paprikaschote vierteln, putzen und in feine Streifen, den Stangensellerie in feine Scheibchen und die Möhren in streichholzgroße Stifte schneiden.
Die Frühlingszwiebeln schräg in Ringe schneiden, das Grüne dabei etwas feiner und gesondert zur Seite stellen.
Die Sprossen in ein Sieb geben, abbrausen und mit kochendem Wasser übergießen.
Die Reisnudeln in eine Schüssel geben und ebenfalls mit kochendem Wasser übergießen Ungefähr sieben Minuten ziehen lassen, dann in ein Sieb geben (eventuell mit einer Schere etwas kleinschneiden).
In einer großen Pfanne (oder einem Wok) das Öl erhitzen und die Hühnenbruststreifen scharf anbraten.
In einer zweiten Pfanne etwas Öl erhitzen und die feingehackte Knoblauch-, Ingwer- und Chili-Mischung in die Pfanne geben, dann das vorbereitete Gemüse (bis auf das Frühlingszwiebelgrün und die Sojasprossen) hinzufügen und zwei Minuten anbraten.
Das Gemüse nun zum Fleisch in die Pfanne geben, die Sprossen hinzufügen und zusammen eine Minute braten.
Mit Sojasauce abschmecken.
Die Reisnudeln untermischen, die Hühnerbrühe hinzufügen, und nochmals mit Sojasauce und Sesamöl abschmecken.
Mit dem Frühlingszwiebelgrün bestreuen.
Perfekt wäre noch etwas frisches Koriandergrün dazu, aber das ist leider in Rom kaum aufzutreiben.





♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Mittwoch, 8. Mai 2013

Ein bisschen "retro" - mein Geflügelsalat



Geflügelsalat - da muss ich unwillkürlich an gefüllte Eier, Käsespießchen und Toast Hawaii auf dem Nierentisch denken. Aber ich mag ihn eigentlich. Eigentlich...
Nein, Geflügelsalat ist nicht gerade ein Highlight der gehobenen Küche - ich erhebe auch gar nicht den Anspruch, mich auf diesem Terrain zu bewegen -, und besonders ansehnlich ist er in der Regel auch nicht. Aber es müsste doch möglich sein, so dachte ich mir, jenseits von Zutaten wie etwa Dosenmandarinen etwas halbwegs Anständiges zustande zu bringen, dem darüber hinaus nicht noch der Mief einer phantasielosen Resteverwertung anhängt ("da war doch noch das Suppenhuhn...").
Wobei nicht das Geringste gegen eine vernünftige und kreative Resteverwertung gesagt sei!
Auf dem Weg zum perfekten Geflügelsalat, so es ihn denn überhaupt gibt, lege ich mal einen Zwischenstopp bei dieser Version ein. Im Grunde ist es auch eine Resteverwertung, denn ich hatte noch Stangensellerie und Frühlingszwiebeln im Gemüsefach. Dazu, gerade auch zu der "asiatisch" angehauchten Mayonnaise, konnte ich mir Kichererbsen als dritte Zutat vorstellen. Auf Fruchtiges habe ich trotz des Curry-Pulvers verzichtet, obwohl Ananas dazu der Klassiker schlechthin ist.
Basis für die Salatsauce ist eine Mayonnaise ohne Eier. Aufmerksam geworden auf diese Art Mayonnaise bin ich schon vor Jahren durch ein Rezept von Kirsten, das sie bei Essen und Trinken veröffentlicht hatte. Auch bei Zorra im "Kochtopf" gibt es ein Rezept für eine Mayonnaise ohne Ei, und auch bei ihr ist sie Saucenbasis für einen fruchtigen Geflügelsalat.



Zutaten (für 6 Personen)


  • 1 ganze Hühnerbrust (ca. 600 g, in dünne Scheiben geschnitten)
  • Butterschmalz
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer



  • 50 ml Kondensmilch (10% Fettgehalt)
  • 125 ml neutrales Pflanzenöl
  • 1 gestr. Tl Dijon-Senf
  • Salz
  • ein paar Spritzer Zitronensaft
  • 1 Tl Sojasauce
  • 1 Tl mildes Curry-Pulver
  • ein paar Spritzer Worcestershiresauce
  • 1 Chilischote



  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 50 g Stangensellerie (die hellgrünen, zarten Teile aus dem "Herz")
  • 230 g Kichererbsten (aus Dose oder Glas, abgetropft)


Die Hühnchenbrustscheiben in Butterschmalz anbraten, salzen und pfeffern, aus der Pfanne nehmen und abkühlen lassen. Dann in schmale Streifen oder kleine Würfelchen schneiden.
Kondensmilch, Senf und Öl in einen hohen, schmalen Becher geben und mit der Schlagscheibe vom Zauberstab zu einer dicklichen Mayonnaise aufmixen.




Die Chilischote in feine Würfelchen schneiden, zu der Mayonnaise geben und diese mit den anderen Zutaten abschmecken.
Frühlingszwiebeln und Stangensellerie in feine Scheiben schneiden.
Hühnchenfleisch mit den Kichererbsen, den Frühlingszwiebeln und dem Sellerie mischen und die Mayonnaise unterheben.




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

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