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Sonntag, 17. April 2022

Ein Osterfrühstück wie in Neapel: Tortano rustico imbottito


Das Praktische an den unzähligen Spezialitäten, die ein traditionell italienisches Osterfrühstück bereichern: Man bekommt das Gesamtpaket zum Caffè geliefert! Hefegebäck, Salami, Käse und Eier - alles in einem! Eigentlich ist diese Zusammenstellung sehr untypisch für eine Prima Colazione, wie man sie in Italien schätzt. Cornetto und Cappuccino - dazu vielleicht noch ein wenig Konfitüre - und der Tag kann beginnen! Nicht selten wird noch immer dieses karge Frühstück in einer Bar im Stehen eingenommen - und dabei erfährt man dann ganz nebenbei auch den neuesten Klatsch aus dem Viertel! 



Im Tortano verstecken sich im Gegensatz zum Casatiello die gekochten Eier im Teig - nebst verschiedenen Käsesorten und natürlich Salami. Letztere kommt dieses Mal nicht aus Neapel, sondern aus Rom. Der aus den Abruzzen stammende Salame Aquilano, hatte mir mein Mann vor ein paar Wochen aus dem Feinkostladen am Campo de' fiori mitgebracht. Diese Wurstsorte ist nicht so grob wie die typische Salami aus Neapel und war in unseren römischen Tagen Stammgast im Kühlschrank. 

Die derzeitige Mehlkrise lässt sich bei dem Tortano bestens ignorieren, da der Teig aus gemahlenem Hartweizengrieß herstellt wird, den man sonst bei der Herstellung von Pasta braucht. Man findet ihn - zumindest in größeren deutschen Städten - in fast allen Supermärkten. Wie übrigens auch die verschiedenen Käsesorten. 




Zutaten und Zubereitung


  • 300 g gemahlenen Hartweizengrieß (Semola di grano duro rimacinata) + etwas Mehl für die Verarbeitung
  • 25 g frische Hefe
  • 4 El Olivenöl extra vergine + Öl für die Form und zum Bestreichen
  • 1 Tl Zucker
  • 50 g Parmigiano Reggiano, frisch gerieben
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 hartgekochte Eier
  • 100 g Salami
  • 60 g Provolone
  • 100 g Scamorza affumicata (oder einen anderen geräucherten Käse)
  • 75 g Taleggio


Die Hefe zerbröseln und mit einem halbem Teelöffel Zucker in 100 ml lauwarmem Wasser auflösen.
In einer Schüssel 150 g Hartweizengrieß mit etwas Salz, Pfeffer und dem restlichen Zucker mischen. Den Hefeansatz dazugeben und mit der Küchenmaschine einen Teig kneten.
Die Schüssel abdecken und an einem warmen Ort eine halbe Stunde gehen lassen.

Nach dieser Zeit die restlichen 150 g Hartweizengrieß, das Olivenöl, den geriebenen Parmigiano und 100 ml lauwarmes Wasser zum Teig geben und alles miteinander mit der Küchenmaschine, dann auf einer bemehlten Fläche mit den Händen verkneten. Die Teigkugeln leicht einölen, in eine Schüssel geben und mit einem Küchentuch abdecken. Wieder für eine Stunde an einen warmen Ort stellen.

In der Zwischenzeit die Salami und den Käse würfeln und die Eier in Scheiben schneiden.





Den Teig auf einer bemehlten Fläche mit den Händen zu einem Rechteck flachdrücken.
Die Salami- und Käsewürfel sowie die Eierscheiben darüber verteilen und dann den Teig vor der längeren Seite her aufrollen.
Vorsichtig zu einem Kranz formen und diesen in eine geölte Kranzform (z.B. Frankfurter-Kranz-Form) legen.
Abdecken und zwei weitere Stunden gehen lassen. 

Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Den Tortano im vorgeheizten Ofen ca. 1 Stunde backen. 
Danach abkühlen lassen und auf eine Kuchenplatte stürzen.

🥚🥚🥚

Es ist seit vielen Jahren wieder unser erstes Osterfest, das wir in Deutschland begehen. Mit diesem Osterkranz holen wir uns - und hoffentlich auch Euch -  ein wenig Italien nach Hause.

Ich wünsche Euch allen fröhliche Ostern! 




Freitag, 13. September 2013

Dann holt schon mal den Amaro!



Nicht geschichtet wie bei einer Parmigiana di Melanzane, sondern aufgerollt und mit Innenleben habe ich gestern Auberginen zubereitet.
Ich habe mir ja fest vorgenommen, mal ein paar Parmigiana-Varianten zu bloggen, denn in Kampanien wird dieser Auberginenauflauf wieder anders als beispielsweise in Kalabrien hergestellt; wobei diese Spezialität ja ursprünglich aus Kampanien kommt.
Bei mir im Blog gab es zu diesem Thema bislang nur jene gewagte Eigen-Interpretation, bei der ich die Auberginen in Filoteig verpackte.
Wie immer man Auberginen auch zubereitet, gerade als Auflauf mit Käse ist das stets eine sehr üppige Angelegenheit, auch wenn er so harmlos daherkommt.
Nach dem Genuss  ist ein Amaro, ein italienischer Kräuterlikör, dringend angebracht!
Also bitte:  vergesst Eure Diäten, verzichtet die nächsten Tage auf Schokolade und Co., sperrt die Waage weg - und schlemmt einfach!

 





Involtini di melanzane

Zutaten (für 4 Personen)

  • 2 mittelgroße Auberginen
  • 2 El Mehl
  • Salz
  • hoch erhitzbares Pflanzenöl
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl extra vergine
  • 400 g Polpa di pomodoro (stückige Tomaten)
  • ein paar Basilikumblättchen
  • 150 g gekochter Schinken
  • 200 g Provola affumicata (eine Art geräucherte Mozzarella
  • 3-4 El Parmigiano Reggiano, frisch gerieben
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Prise Zucker


Die Auberginen längs in Scheiben schneiden, in ein Sieb legen, mit Salz bestreuen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Dann die Scheiben abspülen, mit Küchenpapier trockentupfen, leicht bemehlen und in Pflanzenöl von beiden Seiten abraten.
Die Auberginenscheiben dann auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller legen.
Die Zwiebel in feine Würfel schneiden, die Knoblauchzehe fein hacken und beides in etwas Olivenöl anschwitzen. Die Polpa di pomodoro hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und eine halbe Stunde leicht köcheln lassen. Ab und zu umrühren. Zum Schluss ein paar Blättchen Basilikum in feine Streifen schneiden und zu dem Sugo geben.
Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.



Jeweils eine Auberginenscheibe mit Schinken und einem Stück Provola belegen, aufrollen und in eine feuerfeste Form legen.



Die Auberginenröllen mit dem Sugo begießen und dem Parmesan bestreuen.
Für eine halbe Stunde in den Ofen geben.

Der Rauchgeschmack dieser Käsespezialität ist schon sehr kräftig. Wer das nicht mag, kann die Provola durch Mozzarella di Bufala ersetzen.



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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane
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