Ich versprach ihm, dass er sich nun tagelang von Radi, Kürbissuppen und Kohlgerichten ernähren müsse; es sollte wie eine Drohung klingen! Er schwieg dazu und löffelte tags drauf brav seine Suppe. Dazu gab es - Ihr ahnte es schon - Rettichsalat. Zwar nicht auf die bayerische Art (zur Spirale geschnitten, gesalzen und dann wieder zusammengedrückt, bis er "weint"), aber eben auch nur leicht gesalzen; was braucht so ein Rettich schon mehr! So mache ich es ja auch mit Radieschen. Pur schmecken sie mir am besten. Die Kürbissuppe mögen wir meist "asiatisch angehaucht - Bavaria meets Asia!
Während der Weißkohl noch auf seine Verarbeitung wartete, gab es dann ein weiteres Kürbisgericht. Eine Tarte, deren Rezept ich in einer italienischen Kochzeitschrift gefunden hatte. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Tarte auch Kürbisverächtern schmecken könnte, da sich das Gemüse hier nicht penetrant in den Vordergrund schiebt. Diese Tarte lebt natürlich auch von den weiteren guten Zutaten wie der unvergleichlich sahnigen Schafsricotta und dem würzigen Taleggio. Selbst die Zwiebel hat mein Mann bei dieser Tarte nicht zur Seite geschoben!
Gestern gab es übrigens Kohlrouladen und bayerischen Krautsalat...
- 200 g Mehl, gesiebt
- 100 g kalte Salzbutter (oder normale Butter und eine Prise Salz)
- 7 El kaltes Wasser
- 250 g Kürbisfleisch (bei mir: Hokkaido)
- 400 g Ricotta di Pecora (Schafsricotta, ersatzweise Kuhmilchricotta)
- 200 g Taleggio
- 50 g Parmigiano Reggiano, frisch gerieben
- 3 Eier
- 1 rote Zwiebel
- 1 Zweig Rosmarin
- ein paar Salbeiblätter
- 2-3 El Pinienkerne
- Olivenöl extra
- Salz, frisch gemahlenen Pfeffer
- etwas Butter für die Form













