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Dienstag, 23. Juli 2019

Für einen ganz besonderen Tag - Confetti argento




In Italien sind besondere und auch ganz persönliche Festtage undenkbar ohne jene zuckrigen kleinen Aufmerksamkeiten, die man seinen Gästen nach einer Feier mitgibt - in Erinnerung an den besonderen Tag und die Feier. Egal ob Hochzeit, Taufe oder auch bestandenes Examen: ohne die bunten Confetti geht niemand nach Hause. Wenn man die Zuckermandeln dann nicht bald nascht, verstauben sie auch schon einmal im Schrank, bevor man den dann zu Kieselsteinen ausgehärteten Süßkram mehr oder weniger schweren Herzens entsorgen muss - und die oft kitschigen Verpackungen, die Bomboniere, gleich mit dazu. Confetti existieren in allen möglichen Farben, wobei jedem Anlass eine eigene Farbe zugeordnet ist. Natürlich Weiß zur Hochzeit und zu anderen kirchlichen Festen wie der Kommunion, Grün zur offiziellen Verlobung, Rosa oder Hellblau zur Taufe, Rot zu einem bestandenen Examen, ja sogar die Farbe Schwarz für Trauerfeiern existiert. Bunt gemischt darf es dann bei einem Geburtstag zugehen.






Confetti, Coriandoli - Konfekt, Konfetti...

Vorläufer der Confetti gab es schon in der römischen Antike. Mit Mandeln, die von einer Mischung aus Mehl und Honig umkleidet waren, feierte man Hochzeiten und Geburten. Im späten Mittelalter tauchten die Honigmandeln wieder auf. In Venedig warf man zu besonderen Anlässen wie Karneval diese Süßigkeiten von den Balkonen der Palazzi, in denen der Adel zu Hause war. Neben den Mandeln waren durch den lebhaften Handel mit dem Osten auch Gewürze wie Anis und Koriandersamen in in der Stadt bekannt. Diese wurde ebenso in Honig getaucht und bei den Festlichkeiten in die Luft geworfen. Im deutschen Karneval - und auch in Italien - lebt diese Tradition  seitdem fort: Mit Konfetti (!) wird an diesen Tagen nicht gespart, wobei man damit heute in Deutschland die Papierschnipsel meint. Diese nennt man in Italien allerdings Coriandoli, was sich wiederum auf die Koriandersamen bezieht. Die deutsche Bezeichnung Konfekt als Überbegriff für Pralinen und Schokolade geht auf die Confetti zurück. In dem Wort confetto/confetti steckt das lateinische "conficere" für "herstellen", "anfertigen", "bearbeiten". Als Confetto bezeichnete man später auch die mit einer Zuckerhülle umschlossene Medizin - Vorläufer der Tabletten.

Unzählig sind die Mythen und Anekdoten, die sich um die Confetti ranken. So soll der arabische Arzt Al Razi die Mandeln selbst als Medizin eingesetzt haben. Wiederum waren es Jahrhunderte später die Araber, die mit der Einführung von Zucker in Europa der neuen und fast aktuellen Rezeptur den Weg bereitet haben. Nicht länger eine Honigmischung, sondern Zucker umschloss nun die Mandeln.
Besonders ein Städtchen, das in den Abruzzen gelegene Sulmona, wurde zum Zentrum der Confetti-Produktion. Es ist die wohl "süßeste" und "bunteste" Stadt Italiens! Noch heute sind die Strassen gesäumt von kleinen Läden, die die bunten Zuckermandeln verkaufen. Übrigens durften sich selbst Prinz William und Kate Middleton bei ihrer Hochzeit an den weißen Confetti aus Sulmona erfreuen.






When in Rome, do as the Romans do...

Womit ich beim Stichwort bin. Sicher habt Ihr es schon erraten - alleine an der Farbe!
Heute, vor 25 Jahren, sagten mein Mann und ich "Ja" zueinander! Und genauso lange lebe ich nun auch schon in Rom.
Ich bin sehr dankbar und glücklich darüber, dass ich diesen Tag heute feiern kann - mit meinem Mann, unserer süßen Kringel und lieben römischen Freunden! Denn nichts ist im Leben selbstverständlich; auch das habe ich in all den Jahren erfahren müssen.
Ein zweite kleine Feier wird es im September geben, zu der auch Trauzeugen und andere liebe Freunde anreisen werden.
Damit ich nun Eure Neugier befriedigen kann: So sahen wir an unserem Hochzeitstag vor 25 Jahren aus:











Zurück in die Gegenwart! Zu unserer Silbernen Hochzeit gibt es, ganz der italienischen Tradition entsprechend, silberne Confetti. Es war gar nicht so einfach, welche zu finden. Allein ein Laden fiel mir ein, der diese bunten Zuckermandeln noch lose verkauft. In den kleinen Tüllbeutelchen werden sie zu süßen Erinnerungen an diesen Tag. Mindestens fünf Mandeln pro Person, so will es die Tradition. Das sah ein bisschen verloren in den kleinen Beutelchen aus; ich habe pro Person noch ein paar Mandeln hinzu gegeben - und dabei ausgiebig genascht... Kringel war übrigens ganz begeistert von der ganzen Aktion und hätte sich am liebsten auch so ein Säckchen mit dem glitzernden Inhalt geklaut.





Und nun greift zu, nehmt Euch ein Beutelchen und freut Euch mit uns! 














Mittwoch, 18. April 2018

Luftpost aus Frankfurt und eine Rarität aus Venedig: Grüne Sauce ("Grie Soß"), weißer Spargel und in Butter geschwenkte Mini-Kartoffeln



Das hätte fast schiefgehen können! Da saßen wir noch in Venedig, als das Handy von meinem Mann klingelte. Neugierig lauschte ich den Wortfetzen, die ich hier auf Deutsch widergebe: "Oh... ja, wir sind gerade in Venedig, später noch Treviso  ... Du bist gerade in Rom? ... Morgen ... wo... wie  ... wann..." Als ich langsam zu ahnen begann, um was es ging, stieg leichte Panik auf. Wird die "Ware" halten, buchstäblich nicht schlappmachen? Ihr ahnt es schon, da hatte jemand ein Päckchen Kräuter für Grüne Sauce im Gepäck. Eine italienische Kollegin meines Mannes, die in Frankfurt arbeitet und für einen Termin nach Rom geflogen war, hatte die legendäre Kräutermischung über die Grenzen geschmuggelt. Ein ganz liebe Geste, hatte ich ihr doch vor einiger Zeit von diesem Traditionsgericht aus Frankfurt ber. Die deutsche Küche - jenseits von "Wurstel con crauti" - wird sie hoffentlich an ihrem neuen Arbeitsplatz noch ein wenig lieben lernen.

Um es kurz zu machen: Die Kräuter haben den Transport überlebt  - wenn auch leicht schwächelnd -, und zusammen mit einer anderen Rarität - dem weißen Spargel - hatten wir nach unserer Rückkehr nach Rom ein geradezu exotisches Abendessen.
In den vergangenen Jahren habe ich nichts unversucht gelassen, um die sieben Kräuter für die Grüne Sauce zu ergattern. Seit jeher war Grie Soß in meiner Familien nicht nur das traditionelle  Karfreitagsessen, sondern das Frühlingsgericht überhaupt. Ein, zweimal hatte ich mir die Kräuter auch aus Frankfurt nach Rom mitgebracht. Immer wieder hatte ich darüber hinaus an mehreren Marktständen mein Glück versucht - mit dem flehendsten Augenaufschlag der Welt: "Könnten Sie mir nicht diese Kräuter auf dem Großmarkt suchen?" fragte ich mit ganz traurigem Blick, um die Dringlichkeit zu unterstreichen. Nach großen Versprechungen folgte stets die Enttäuschung; diese Kräuter, die doch so exotisch wirklich nicht sind, seien nicht aufzufinden, hieß es dann. Ich habe immer wieder experimentiert mit dem, was der römische Markt so hergibt - von Rughetta bis Basilikum (übrigens gibt es hier auch nur glatte Petersilie zu kaufen). Meine "Campo de'fiori-Grie Soß", nannte ich das Ergebnis. Sooo schlecht war es manchmal gar nicht, aber kein Vergleich natürlich zum Original!



Der legendäre Kräuterbund


Leicht zerdrückt nach dem Transport...

Pimpinella|Borragine|Cerfoglio|Crescione|Prezzemolo (riccio)|Erba cipollina|Acetosa
Pimpernelle|Borretsch|Kerbel|Kresse|krause Petersilie|Schnittlauch|Sauerampfer

...aber immer noch erstaunlich frisch!


In Frankfurt selbst gibt es diese typischen rollenförmigen Kräuterpäckchen von ca. 200 g, die man stets erwartungsvoll auseinanderrollt. Die zwei existentiellen Fragen sind dann: Sind die Kräuter noch frisch, und wie wird die Zusammensetzung dieses Mal sein? Je nach Jahreszeit oder Wetterbedingungen kann es da schon mal Ungleichgewichte geben, die Kenner herausschmecken.
Mein Bund (Kritikpunkt: Petersilien-Overkill) hatte den doch längeren Transport gut überstanden; schwächelnde Blätter habe ich kurz in kaltes Wasser gelegt.
Die zweite Schwierigkeit für die Herstellungen der Sauce nach Originalrezept ergibt sich bei der Suche nach Saurer Sahne. In den vergangenen Jahren war es fast unmöglich, sowohl Saure Sahne als auch Crème fraîche in Rom aufzutreiben. Was sollte man damit auch in der italienischen Küche anstellen? Mittlerweile aber gibt es in meiner Nähe einen Bio-Supermarkt, der viele deutsche Produkte führt. Zwar nicht immer gibt es diese frischen Milchprodukte zu kaufen, aber ich lege mir davon ab und an Vorräte für "schlechte" Zeiten an. Bei solchen "exotischen" Erzeugnissen heißt die Devise: Mitnehmen, auch wenn man gerade keine Verwendung dafür hat; so stelle ich mir die Einkaufssituation in der alten DDR vor...
Saure Sahne! Wer für die Saucenbasis zur Mayonnaise greift, begeht ein ähnliches Sakrileg wie bei der Verwendung von Sahne für die Spaghetti alla C. - na, Ihr wißt schon!
Womit wir bei der Herstellung selbst sind. Ein Mixer ist verpönt; was einem originalen Pesto sein Mörser, ist der Grie Soß ihr Holzbrettchen und Wiegemesser; da bin ich als escht Frankfordder Mädsche kompromisslos. Die Kräuter dürfen nicht so totgemixt werden, dass die Sauce zum Schluss wie eine grüne Suppe aussieht, was oft im Mixer passiert - Fotos davon kursieren im Internet. "Kräuter-Fetzchen" müssen dagegen noch immer erkennbar sein. Auch sollte das Ergebnis weder zu dünnflüssig sein, noch einer dicken Pampe ähneln!


Holzbrettchen und Wiegemesser!



Tja, und dann lachte mich bei einem Rundgang in Venedig kurz vor der Abreise noch ein Bund weißer Spargel an! Da konnte ich nicht widerstehen. Weißer Spargel aus Norditalien, aus der Gegend um Verona oder Padua, schafft es leider auch selten bis nach Rom.
Er hat nicht wirklich einen festen Platz in der italienischen Küche, wenn man vom Norden des Landes absieht, und so konnte ich in einer italienischen Kochzeitschrift auch schon mal ein Rezept mit weißem Spargel lesen, bei dem nicht darauf hingewiesen wurde,  diesen auch zu schälen. Wen wundert es da, dass er damit keine neuen Fans gewinnen kann...


Gesehen und gekauft! 

Ich glaube, der alte Goethe hätte während seiner Romaufenthalte gestern gerne bei mir am Tisch gesessen...





Zutaten
(für 2-3 Personen)


  • 1 Kräuterbund für Grüne Sauce, ca. 200 g, ersatzweise die Kräuter (siehe oben) einzeln zusammenstellen
  • 1-2 hartgekochte und kleingehackte Eier
  • 200 g Saure Sahne
  • 1-2 El Crème fraîche
  • eventuell etwas Buttermilch
  • 1 Tl Dijon-Senf
  • Zitronensaft
  • Salz, frisch gemahlener weißer Pfeffer


  • 1 kg weißer Spargel
  • Salz
  • ein wenig Zucker
  • 1 El Butter


  • 1/2 kg kleine Kartoffeln
  • Salz
  • 1 El Butter


Zunächst die Saucenbasis herstellen. Dafür die Saure Sahne mit der Crème fraîche und dem Dijon-Senf verühren. Gewürzt wird später.
Die Kräuter waschen, harte Stiele entfernen und trockenschleudern.
Mit dem Wiegemesser auf einem Holzbrettchen fein zerkleinern. Schnittlauch erst in Röllchen schneiden, dann noch einmal mit dem Wiegemesser darübergehen.
Die gehackten Kräuter zu der Saucenbasis geben, die kleingehackten Eier dazugeben und mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. Ist die Sauce noch zu dick, kann man wenig (!) Buttermilch unterrühren.

Spargel waschen, schälen und in Salzwasser mit der Butter und etwas Zucker garkochen.

Die Kartöffelchen unter fließendem Wasser säubern, in  kaltem Salzwasser aufsetzen, garkochen und dann abgießen. Butter in einer Pfanne aufschäumen  und die Kartoffeln kurz darin schwenken.



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Montag, 21. Juli 2014

Das wahre Fest der Venezianer: Il Redentore

Vergesst den Karneval! Das wahre Fest der Venezianer heißt Redentore!
Jedes Jahr wird in Venedig am 3. Sonntag des Monats Juli das Redentore-Fest gefeiert - zur Erinnerung an die zweijährige Pestepidemie, die die Stadt im 16. Jahrhundert heimgesucht hatte. Benannt ist es nach der gleichnamigen Kirche Il Redentore (der Erlöser), die man errichten ließ, noch während die Pest in der Stadt wütete.

Il Redentore

Noch heute begehen die Venezianer aus Dankbarkeit über das Ende der Pest jedes Jahr dieses Fest: mit Konzerten, Gottesdiensten, einer Regatta - vor allem aber mit dem traditionellen Picknick auf den unzähligen Booten, die sich am Samstagabend auf dem Canale della Giudecca versammeln.
Anders als beim berühmteren Carnevale di Venezia bleiben hier die Venezianer mehr unter sich. Dieses Fest ist ziemlich untouristisch, wenn auch unzählige Besucher der Stadt dieses Spektakel vom Ufer aus verfolgen.
Zum zweiten Mal nun haben uns unsere lieben venezianischen Freunde Manuela und Sandro zu diesem Anlass eingeladen; eine wunderbare Gelegenheit auch, endlich mal wieder nach Venedig zu reisen.
Zu Venedig muss ich ein bisschen ausholen. Ich habe ja noch nicht viel über diese fast irreal schöne Stadt auf meinem Blog berichtet, wenn man von unserem, in jeder Hinsicht, unvergesslichen Abend bei Harry's Bar einmal absieht. Venedig kenne ich ziemlich gut, ich war sehr oft in dieser einmaligen Stadt, und wenn mein Mann dort Arbeitstermine hatte, habe ich allein die abgelegensten Viertel erkundet. Es waren irre heiße Tage darunter, aber auch klirrend kalte, denn die Feuchtigkeit macht Venedig im Sommer wie im Winter nicht gerade zu einem Wohlfühlort - trotz der atemberaubenden Schönheit.

Ich bewahre in mir Erinnerungen auf an wunderschöne Feste in Venedig, denke oft an jenen traumhaften Palazzo zurück, in dem Miuccia Prada und ihr Mann einen Abendgesellschaft gaben. Er lag mitten in einem verwunschenen Garten, erhellt von Hunderten von Fackeln inklusive einer kleinen Brücke, die sich über einen privaten schmalen Canale spannte. An diesem, bestimmt mehr als zehn Jahre zurückliegenden Abend rätselte ich über einen Gast: Den am Nebentisch, den kenne ich doch,  dachte ich nur. Ich habe es dann gewagt und einen anderen Gast gefragt, wer das denn sei; das Gesicht käme mir so bekannt vor. Es stellte sich dann heraus, dass es Elton John war.

Zu einem Höhepunkt meiner Venedigbesuche gehört aber sicher auch die Einladung zur Eröffnung  der internationalen Filmfestspiele von Venedig 2008. Wir "machten" den Red Carpet ins Premierenkino auf dem Lido, und es war schon ein merkwürdiges Gefühl, dass ein paar Reihen hinter uns George Clooney, Brad Pitt und Tilda Swinton ganz geduldig - sicher zum unzähligsten Male - den Eröffnungsfilm (Burn after reading), in dem sie mitgewirkt hatten, anschauen mussten. Hinterher waren wir alle zu einem spektakulären Abendessen eingeladen, den das Hotel Excelsior in märchenhafter Kulisse direkt am Strand ausrichtete. Ausklingen ließen wir diesen Abend im berühmten Grand-Hotel Des Bains, in dem einst Viscontis geniale Verfilmung von Thomas Manns Novelle "Tod in Venedig" entstanden war. Thomas Mann selbst hatte in diesem legendären Hotel einst auch gewohnt.
Und 2008 - ich kann es kaum glauben - war wirklich das letzte Mal, dass ich vor dem vergangenen Wochenende in Venedig war!

Als ich dieses Mal in Venedig ankam, fand ich die Stadt noch überwältigend schöner! Und dass, obwohl ich die bekannten und beliebten Highlights und Sehenswürdigkeiten von Venedig nicht aufsuchte - oder vielleicht genau deswegen!
Bei guten Freunden zu wohnen, mit ihnen zu kochen, unbekannte Ecken zu besuchen, im Boot zum Mittagessen nach Burano zu fahren - das ist wahrhaft schöner, als sich durch die Touristenmassen auf dem Markusplatz zu schieben.
Jetzt nehme ich Euch mit auf die Reise an diesem ereignisreichen Wochenende und zeige Euch ein paar Impressionen!
Begonnen haben wir den vergangenen Samstag mit einem Ausflug auf dem Boot über die Lagune nach Burano, das für seine bunten Häuser bekannt ist.















Mittagessen gab es dann in einer netten Trattoria auf der Insel Mazzorbo, die über eine Brücke mit Burano verbunden ist. Die Speisekarte ist natürlich sehr "fischlastig". Aber auch ich habe etwas gefunden, und die Hauptsache war ja auch das nette Zusammensein mit unseren Freunden!



Hübsch sah sie ja aus, diese venezianische Spezialität - Granseola. Das Fleisch dieses Krebses wurde in seinem Panzer serviert:


Dann herrschte auf einmal Aufbruchsstimmung. Wir mussten zurück nach Venedig selbst, denn am Nachmittag wartete Arbeit in der Küche auf uns...


Auch in der Küche ging es fischlastig zu, aber da musste ich durch! Immerhin sind wir in Venedig, der einstigen Seerepublik. Schließlich hatte sich zu früheren Zeiten der Doge jedes Jahr mit dem Meer "vermählt",  in dem er einen goldenen Ring ins Wasser warf.
Natürlich war auch für mich gesorgt: Pasta fredda war geplant, ich habe sie auch zubereitet (und für dieses einfache Gericht sehr viel Lob bekommen): nur nachdem ich mir ein Schälchen zu Seite gestellte hatte, wurde die übrige Pasta noch mit Thunfisch angereichert. Wer diese italienische Version eines Nudelsalats nachmachen möchte, der findet hier mein Rezept dazu. Für mich gab es auch kaltes Huhn; traditionell isst man auch Ente, vor der ich am folgenden Tag kosten durfte.
Nun aber ein paar Eindrücke aus der Küche mit den Klassikern der Cucina Veneziana für das Redentore-Fest:

Im Uhrzeigersinn: Tintenfischsalat, Sarde in Saor, Pasta fredda und nochmal Sardinen
Nicht fehlen dürfen die Wassermelonen! Die gehören zum Redentore-Picknick dazu, und man isst sie kurz vor dem Feuerwerk. Der Tochter des Hauses, Carolina, machte es sichtlich Spaß, die Melonen vorzubereiten. Dabei lässt es sich nämlich gut naschen.



Die arme Mamma muss dagegen Polenta rühren...





Auf die Polenta kommt später dann Baccalà; das ist Stockfisch. Ein weiteres Traditionsgericht für diesen besonderen Abend.  Das und noch viel mehr muss jetzt im Körbchen einen Platz finden. Eine Magnum-Flasche Prosecco darf natürlich nicht fehlen!




Gegen halb Sieben machen wir uns dann auf den Weg. Das Boot mit den Leckereien und uns beladen.
Unsere Bootsfahrt bringt uns auf dem Canal Grande an atemberaubend schönen Palazzi vorbei.









Auch die anderen Venezianer haben sich auf den Weg in den Canale della Giudecca gemacht. Alles strömt...






Dann heißt es: Ankerplatz finden! Wie man sieht, ist die Stimmung auf den anderen Booten schon gut.






Es ist Zeit für einen ersten Schluck Prosecco...



Langsam geht die Sonne unter, während stundenlang auf den Booten gegessen wird.



Um halb Zwölf beginnt dann eines spektakulärsten Feuerwerke, die ich je gesehen haben. Wunderbar spiegeln sich die Lichter auf dem Wasser.
Und dann machen wir uns wieder auf den Weg nach Hause - über die Kanäle, durch das dunkle, geheimnisvolle Venedig!



Grazie a Voi, carissimi amici! Grazie di cuore a Te, Manuela, a Tuo simpaticissimo fratello, Tua bellissima figlia Carolina ed a Sandro, Tuo marito,  che mi fa sempre ridere con i suoi scherzi!
Grazie per la Vostra ospitalità e la Vostra amicizia!

Restaurant-Tipp:
La Maddalena
Via Mazzorbo, 7B
Mazzorbo/Burano/Venezia
Tel.: 0039 041730151
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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane
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