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Dienstag, 23. Dezember 2025

Der weihnachtliche Hefekranz aus dem Friaul: Gubana



Während nicht nur in Italien Spezialitäten wie Panettone oder Pandoro mittlerweile zum Weihnachtsfest dazugehören, muss sich die Gubana erst noch ihren Platz erobern. Dabei braucht sich dieser Hefekranz aus dem Friaul, dem größten Gebiet der Region Friaul-Julisch-Venetien, keineswegs verstecken. Apropos verstecken: Das äußerlich schlichte Gebäck mit seiner typischen Schneckenform versteckt im Inneren eine üppige Füllung aus Walnüssen, Mandeln, Pinienkernen und Rosinen, die mit Marsala und Grappa aromatisiert wurden. Das passt eigentlich so gar nicht zu einer eher ländlich anmutenden Spezialität der Cucina povera, und es gibt Quellen, die behaupten, dass eine Gubana sogar anlässlich eines Banketts zu Ehren des Papstes Gregor XII. (um 1335 - 1417) zubereitet wurde.



Unbestritten ist die Herkunft der Gubana aus den Natisone-Tälern nahe der slowenischen Grenze. Dafür spricht auch die Bezeichnung: Im Slowenischen bedeutet das Wort "Guba" soviel wie "Faltung", "Falte" oder auch "Beugung". Der Hefeteig - übrigens gibt es je nach Gebiet auch Versionen aus einer Art Blätterteig - wird gefüllt, gerollt und zu einer Schnecke zurechtgebogen. Wiederum andere Erklärungen für die Wortherkunft von Gubana verweisen auf das regional verwendete "Guban", eine andere Bezeichnung für Fungo porcino, den Steinpilz, in dessen Hut man die Form dieses Gebäcks zu erkennen glaubte. 



Für die Zubereitung braucht man Zeit, viel Zeit, diese aber mit Auszeiten! Denn wenn der Hefeteig geht, kann man sich zurücklehnen, Kaffee oder Tee zur Stärkung genießen - oder vielleicht schon ein wenig an der Grappa nippen, die man für das Gebäck braucht. 




Zutaten und Zubereitung
(für eine Kuchen-/Springform von 24 cm ∅)



Vorteig

  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • 150 g Mehl (00)
  • 85 g Vollmilch, Zimmertemperatur


Hefeteig

  • 350 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • 2 Eier (m)
  • 90 g Zucker
  • Abrieb einer unbehandelten Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 40 g Milch, Zimmertemperatur
  • 75 g Butter, Zimmertemperatur
  • 15 g Grappa


Füllung

  • 250 g Walnüsse
  • 140 g Rosinen
  • 120 g Pinienkerne
  • 60 g geschälte Mandeln
  • 60 g Semmelbrösel
  • 50 g Butter
  • 2 Eier (m)
  • 110 g Marsala
  • 10 g Grappa
  • Abrieb einer unbehandelten Zitrone
  • Abrieb einer unbehandelten Orange


Fertigstellung

  • 1 Ei
  • Zucker (ca. 40 g)

Anmerkung

  • Eine Küchenmaschine ist für die Teigherstellung zwar nicht erforderlich, aber von Vorteil.

1. Zunächst einen Vorteig herstellen. Dazu das Mehl mit der Trockenhefe vermischen und die zimmerwarme Milch dazugießen. Alles miteinander verkneten, den Teig in eine Schüssel legen, mit Folie abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen.

2. Für den Hefeteig das Mehl mit der restlichen Trockenhefe vermischen, in eine Schüssel geben, den Vorteig, den Zucker, die verquirlten Eier, den Abrieb einer Zitrone und die Grappa hinzufügen. Mit dem Rühraufsatz den Teig bearbeiten, dabei die zimmerwarme Milch langsam hinzugießen. Das Salz hinzufügen. Nun den Rührer durch den Knethaken ersetzen und die zimmerwarme Butter in kleinen Stückchen einarbeiten. Wichtig: erst ein weiteres Stückchen Butter hinzufügen, wenn das vorige Butterstückchen vom Teig absorbiert ist. Zunächst scheint der Teig sehr klebrig, die Konsistenz wird aber wieder geschmeidig und löst sich von der Rührschüssel. Den Teig eventuell noch einmal mit den Händen durchkneten, in einer Schüssel legen, mit Folie abdecken und an einem warmen Ort 3 Stunden gehen lassen.

3. Die Füllung zubereiten. Dafür die Rosinen mindestens 1 Stunde in 100 g Marsala einweichen.
Walnüsse, Mandeln und Pinienkerne fein mahlen und in eine Schüssel geben.
Die Rosinen in einem Sieb abtropfen lassen, ebenfalls mahlen und zu den anderen gemahlenen Zutaten geben. 
In einer beschichteten Pfanne die Butter zerlassen und Semmelbrösel hellbraun anrösten. Abkühlen lassen und unter die anderen Zutaten mischen. Die Grappa, den übrigen Marsalawein (10 g), Zitronen- und Orangenabrieb hinzufügen.
Die Eier trennen. Eigelb zur Füllung geben und untermischen, die Eiweiße steif schlagen und unterheben.

4. Den Teig auf der Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 40 x50 cm ausrollen (ca. 1/2 cm dick). 
Die Füllung darauf verteilen, dabei einen kleinen Rand lassen, den man mit etwas Eiweiß bestreicht.
Von der langen Seite her aufrollen, die Rolle zu einer Schnecke drehen und diese in eine mit Butter und Semmelbrösel vorbereitete Kuchenform legen.
Abdecken und weitere 30 Minuten gehenlassen.

5. Den Ofen auf 170 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Den Teig mit einem verquirlten Ei bestreichen und mit Zucker bestreuen.
Für ca. 60 Minuten in den Ofen geben. Nach dieser Zeit den Ofen ausschalten und die Gubana noch 10 Minuten bei offener Tür im Ofen lassen.


🎄🎄🎄




Meinen lieben Leserinnen und Lesern von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest, eine erholsame Zeit "zwischen den Jahren" und einen guten Rutsch in ein glückliches und gesundes neues Jahr!

🎄🎄🎄








Sonntag, 22. Dezember 2024

Süße Häppchen mit überraschender Füllung: Bocconotti abruzzesi

 

Besonders die Süßigkeiten der Region Abruzzen, so sagt man, überraschen mit ihren Füllungen. Das sei typisch für diese äußerlich unscheinbaren Gebäckstücke dieser bergigen Region (bis fast 3000 Meter), die beim Hineinbeißen erst ihre wahren Qualitäten enthüllen. Häppchen - Bocconotti - eben, in der Größe einer (italienischen) Kaffeetasse, die man zum Frühstück oder auch zur in Italien Merenda genannten Zwischenmahlzeit genießen kann. Oder - warum auch nicht - als Dolce zum Abschluss einer Mahlzeit. Darüber hinaus sind die Bocconotti eine typische Weihnachtsspezialität, die man auch in anderen südlichen Regionen Italiens finden kann. 

Nur mit dem Häppchen so "aus der Hand" ist das so eine Sache. Die spezielle, für die Abruzzen typische Füllung auf der Basis von eingekochtem Traubenmost kann für eine ziemliche Kleckerei sorgen. Trotz Zugabe von gemahlenen und gehackten Mandeln bleibt die Füllung dickflüssig. In manchen Rezepten verwendet man anstelle von Mosto Cotto - auch als Saba oder Sapa bezeichnet - eine Art Traubenmarmelade. Die sogenannte Scrucchjata wird aus Trauben der Rebsorte Montepulciano und Honig hergestellt. 



Die kleine italienische Gemeinde Castel Frentano in der Provinz Chieti - das Anbaugebiet für den bekanntesten Wein der Region (Montepulciano d'Abruzzo) - beansprucht, Ursprungsort der Bocconotti zu sein. Ende des achtzehnten Jahrhunderts wurden zum ersten Mal Schokolade und auch Kaffee in die Abruzzen importiert. Die findige Hausangestellte eines überaus verfressenen Hausherren, dem sie wohl sehr zugetan war, so erzählt man, kreierte kleine Gebäckstücke in der Größe eines Tässchens, die mit Kaffee und Schokolade gefüllt waren. Die ersten Versuche erwiesen sich aber als ungeeignet, um sie servieren zu können. Zu flüssig blieb die Füllung. Also mischte sie gemahlene Mandeln und sogar Eigelb darunter. Nun konnte man sie in einem Happen essen - vorausgesetzt, es war anatomisch zu bewältigen, ein Gebäck in der Größe einer Espressotasche zu verspeisen. Der Ausdruck Bocconotto (ital. Bocca - Mund) aber war geboren.

Natürlich hat auch dieses Gebäck im Laufe der Zeit viele Versionen hervorgebracht; vor allem die Verwendung von Traubenmost anstelle von Kaffee hat sich durchgesetzt. Selbstverständlich hat, wie man immer so schön sagt, jede Familie ihr eigenes Rezept für Bocconotti. Aber üblicherweise kauft man es heute in einer guten Pasticceria (Konditorei) oder einem Forno (Bäckerei). 




Zutaten und Zubereitung
(für 8 Bocconotti)


Teig
  • 300 g Mehl (00 oder 405) + Mehl zum Ausrollen
  • 130 g Zucker
  • 2 Eier
  • 80 ml Olivenöl extra vergine (ersatzweise Maisöl)

Aus allen Zutaten eine geschmeidigen Teig kneten, diesen in Folie wickeln und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. 


Füllung
  • 30 g Mandeln, sehr fein gemahlen
  • 40 g gehackte Mandeln
  • 40 dunkle Schokolade, fein gehackt (ersatzweise Schokoladentropfen)
  • Abrieb einer unbehandelten Zitrone
  • 200 g eingekochten Traubenmost (Saba/Sapa), zu finden in italienischen Supermärkten oder im Internet
  • Zimt

Alles Zutaten miteinander vermengen.


Fertigstellung
  • Servierringe zum Ausstechen
  • Muffinformen
  • Puderzucker

Den Backofen auf 170 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Muffinformen ausfetten; bei Silikon entfällt dieser Arbeitsschritt.
Den Teig nicht zu dünn auf dem bemehlten Brett ausrollen und Teigkreise in 2 Größen ausstechen. Mit den größeren Teigkreisen die Muffinformen auslegen, mit einer Gabel den Boden einstechen und die Füllung darin verteilen.
Mit den kleineren Teigkreisen die Füllung verschließen.
Im vorgeheizten Ofen ca. 25-30 Minuten backen.
Abgekühlt mit Puderzucker bestäuben.


🎄🎄🎄

Ihr Lieben,
von Herzen wünsche ich euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest!
Schlemmt und genießt die Zeit mit euren Liebsten - 
und bleibt gesund!





Mittwoch, 20. Dezember 2023

Wenn sich Engelchen betten - Calzoncelli pugliesi


Cuscini degli angeli - Engelskisschen. Auch unter diesen Namen ist diese Weihnachtsspezialität aus Apulien bekannt. Es ist die süße Version der herzhaften Calzoncelli oder auch Panzerotti, der gefüllten Teigtaschen, die man im Süden Italiens als Streetfood schätzt. Diesem Umstand als einfaches Essen "von der Straße" ist sicher auch das Frittieren geschuldet. Mit einem großen Topf voller heißem Öl war man mobil und konnte seinen kleinen Verkaufsstand auf jedem Markt aufschlagen.




Auch in den Bäckereien wird gerne frittiert, und das nicht nur zu Karnevalszeit. Eine der bekanntesten Weihnachtsspezialitäten aus Apulien, die Cartellate, hüpfen auch ins heiße Öl. Diese gezackten Teigkringel sind DAS Weihnachtsgebäck in Apulien. Mit den Calzoncelli haben sie den Teig gemein. Aber hier wird gefüllt, ganz so wie man es mit Ravioli und Konsorten macht. Die Füllung ist geradezu "königlich": Pasta reale.



Die Unterschiede zwischen Marzapane (Marzipan) und Pasta reale sind dabei marginal. Angeblich ist der Eiweißanteil beim Marzipan höher. So gut soll diese Marzipanmasse gewesen sein, dass sie eines Königs würdig gewesen sei. Der König, von dem hier die Rede ist, war der Normannenkönig Roger II. (1095-1154).  Die Ursprünge der Süßigkeiten mit Marzipan liegen nämlich in Sizilien, genauer gesagt, in Palermo. Wiederum sollen es die Araber gewesen sein, die die Spezialität aus Mandeln, Zucker und Eiweiß nach Italien gebracht haben. Die Herkunft des Wortes geht angeblich auf die arabische Bezeichnung für eine Silbermünze zurück - maw-thabán -,  deren Gewicht einer Süßigkeit aus Mandeln, Zucker und Rosenwasser entsprach. Eine der hübschesten Schöpfungen der sizilianischen Zuckerbäckerei ist die sogenannte Frutta di Martorana. Diese täuschend echt wirkenden Marzipanfrüchte, die ursprünglich in einem Kloster - il Convento della Martorana - kreiert worden waren,  gibt es noch heute überall in den Bäckereien Palermos - und nicht nur dort in Sizilien - zu kaufen.




Zutaten und Zubereitung
(für ca. 20 Stück)


Pasta reale

  • 100 g geschälte Mandeln
  • 70 g Zucker
  • 60 ml Wasser
  • Abrieb einer unbehandelten Zitrone

Die Mandeln sehr fein mahlen! Den Zucker mit dem Wasser erhitzen, bis er sich vollständig aufgelöst hat. Dann die gemahlenen Mandeln und den Zitronenabrieb hinzufügen und vorsichtig unter Rühren weiter erhitzen, bis das Wasser verdampft ist und die Marzipanmasse sich vom Topfboden abhebt.


Teig

  • 125 Mehl (Typ 00 oder 405)
  • 50 ml Weißwein
  • 25 ml Olivenöl extra vergine

Zum Frittieren
  • hoch erhitzbares Pflanzenöl, z. B. Erdnussöl

Dekoration
  • Puderzucker

Aus den Zutaten einen geschmeidigen Teig kneten und diesen Portionsweise mit Hilfe einer Pastamaschine bis auf Stufe 6 ausrollen. Aus der Marzipanmasse mit angefeuchteten Fingern kleine Kügelchen formen und mit etwas Abstand auf die Teigplatten platzieren. Teigplatte über die Füllung klappen und mit einem Teigrädchen trennen.








Das Öl erhitzen und die kleinen Teigtaschen portionsweise goldgelb frittieren. Auf einen mit Küchenpapier ausgelegten Teller legen und abkühlen lassen.

Mit Puderzucker bestäuben.
Alternativ kann man die Teigtaschen in Trauben- oder Feigenmost wenden. 
 
🎄🎄🎄

Ihr Lieben,
von Herzen wünsche ich euch ein
 frohes und genussvolles Weihnachtsfest!
Bleibt gesund!




Samstag, 11. Dezember 2021

Zur Weihnachtszeit von Capri träumen - mit Caprilù



Spätestens wenn ich mich bei einem meiner unzähligen Besuche auf Capri der Gelateria Buonocore näherte, wusste ich: Jetzt bin ich wieder richtig auf der Insel angekommen! Es war der unverwechselbare vanillige Duft aus diesem kleinen Laden, der für mich mit diesem Traumziel verbunden bleibt. Die legendäre Pasticceria ist einfach zu finden: Immer der Nase nach! Wenn man sich von der Piazzetta kommend in Richtung des Luxushotels Quisisana vorarbeitet, in dieser engen, abschüssigen Gasse zwischen all den Koffer hinter sich herziehenden Touristen und elektrischen Gepäckwägelchen, lassen die Aromen der frisch gebackenen Eiswaffeln und der feinen Pasticcini vor dem Laden innehalten. Stets bildet sich dort in dem ganzen Trubel eine Menschenmenge, die die Auslagen bewundert, wo aufgetürmt auf großen Servierplatten die feinen Biscotti und Pasticcini präsentiert werden. Darunter die Spezialität der Gelateria: die berühmten Caprilù!





Caprilù gehören nicht zum klassischen Weihnachtsgebäck Italiens, sondern sind eine Spezialität der Insel, die keine Saison kennt. Sie schmecken unter der heißen Sonne Süditaliens in Urlaubsstimmung genauso gut wie bei Schmuddelwetter und Vorweihnachtsstress. Ja, ich würde sogar behaupten, dass sie beides vergessen lassen. 



Das Originalrezept soll angeblich nie verraten worden sein; es bleibt geheim, auch wenn unzählige Rezepte kursieren. Aber ein Bissen offenbart sogleich die Hauptzutat neben den Mandeln: Zitronen - wie könnte es auch anders sein in einer Gegend, in der die Zitrone geradezu symbolhaft ist. Saft, Abrieb und Limoncello verleihen den Biscotti erst ihr typisches Aroma. Das unterscheidet diese Plätzchen von einem anderen Weihnachtsgebäck auf der Basis von Mandeln, den Ricciarelli. Im Gegensatz zu dieser Weihnachtsspezialität aus Siena kommen die Caprilù allerdings ohne Mehl aus, so dass auch an Zöliakie leidende Süßschnäbel nicht ganz auf Plätzchen verzichten müssen. Dazu sollte aber dann auch glutenfreies Backpulver verwendet werden - oder man lässt es wie bei einigen Rezepten ganz weg. 

Und jetzt macht es Euch gemütlich, greift zu und träumt von Capri!




Zutaten und Zubereitung
(für ein Backblech)


  • 250 g geschälte Mandeln
  • 150 g Zucker
  • 5 g Backpulver
  • 3 El Limoncello, möglichst selbstgemacht
  • ca. 30 g Eiweiß (1 Eiweiß)
  • Abrieb einer unbehandelten Zitronen
  • Saft einer halben Zitrone
  • Zucker und Puderzucker zum Wälzen


Den Backofen auf 170 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Mandeln portionsweise jeweils mit etwas Zucker fein mahlen.

Die Mandelzuckermischung mit dem Backpulver, Zitronensaft, Abrieb, Limoncello und Eiweiß verkneten. Sollte der Teig noch zu klebrig sein, noch zusätzlich mit Zucker gemahlene Mandeln einarbeiten. 

Aus der Masse kleine Kugeln rollen und diese etwas länglich formen (wie kleine Brote). 
Die Teilchen erst in Zucker und dann in Puderzucker wälzen und auf das Backblech setzten.

Im Ofen ca. 15-20 Minuten backen.



⚜



Gourmettipp: 
Gelateria Buonocore
Via Vittorio Emanuele, 35
Capri









Donnerstag, 15. Oktober 2020

Kräuterduftend: Tagliatelle alle erbe di provenza con gorgonzola, pere e mandorle



Aus meiner Abneigung gegenüber dem Herbst habe ich nie einen Hehl gemacht. Ich verbinde mit dieser Jahreszeit vor allem Schmuddelwetter. Und ein solches unbeständiges Schmuddelwetter bestimmt diesen Oktober - von ein paar Ausnahmen abgesehen. Noch am vergangenen Freitag verbrachte ich ein paar wunderbare Stunden auf der Terrasse. Allein die Hibiskussträucher trieben geradezu verschwenderisch ihre leuchtenden Blüten aus, als wollten sie verzweifelt den Sommer festhalten. 






Aber nun hat sich das Wetter sehr verschlechtert, mit gewaltigen Gewittern und sintflutartigen Regengüssen, auch wenn ab und an eine trügerische Sonne hervorblitzt. 






Was gibt es da Tröstlicheres, als sich in eine Portion Pasta fallen zu lassen, die von sahnig-cremigen Sugo umschmeichelt wird. Wenn es schnell gehen muss, kann man natürlich auf fertig gekaufte Pasta zurückgreifen, muss dann allerdings auf diesen aus dem Nudeltopf aufsteigenden Kräuterduft verzichten. Weiterer Pluspunkt, wenn die Zeit knapp ist: Für diese Sauce braucht man nicht mal einen zusätzlichen Topf auf dem Herd. Es reicht eine angewärmte Schüssel, in der Käse, Wein und Sauce verrührt werden. Schneller hat man kaum eine ebenso wohltuendes wie raffiniertes Pastagericht auf dem Tisch.   





Zutaten und Zubereitung
(für zwei bis drei Personen)



Pasta

  • 150 g Mehl
  • 50 g Semola di grano duro rimacinata
  • 2 Tl getrocknete Kräuter der Provence
  • 2 Eier
  • etwas Salz
  • wenig Olivenöl extra vergine

Aus den Zutaten nach meinem Grundrezept die Pasta zubereiten. Durch den Aufsatz für Tagliatelle drehen. Die Kochzeit beträgt eine Minute.











Sugo

  • 150 g Gorgonzola dolce
  • 2 El Weißwein
  • 1-2 El Sahne
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Birne
  • 1 knapper Tl brauner Zucker
  • 1 El Butter
  • 3 El ungeschälte Mandeln

Die Mandeln grob hacken und in einer beschichteten Pfanne anrösten. Zur Seite stellen.
Die Birne schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Butter zerlassen, Birnenstückchen und Zucker dazugeben und die Würfelchen leicht karamellisieren.

In einer angewärmten Schüssel Gorgonzola mit dem Weißwein und der Sahne glattrühren. Pfeffern.
Die al dente gekochten Tagliatelle mit der Gorgonzola-Crème vermengen (eventuell noch etwas Kochwasser darunterrühren) und die Birnenstückchen und Mandeln untermischen.









Dienstag, 10. Dezember 2019

Frankfurts süße Legenden: Bethmännchen




In meiner Kindheit war der vorweihnachtliche Einkauf selbst schon fast ein Fest! Alle Zutaten für die Weihnachtsbäckerei kaufte meine Mutter in einem Frankfurter Traditionsgeschäft für exotische Gewürze und Teesorten, das sich noch immer unweit des Römerbergs befindet;  an dieser Stelle hatte ich darüber schon einmal berichtet. Der Duft in diesem kleinen und mit allerlei Krimkrams vollgestopften Laden roch einfach unvergleichlich gut für meine noch junge Nase und stimmte auf die Weihnachtssaison ein. Jedes Jahr landete Marzipanrohmasse im Einkaufstäschchen, die meine Mutter dann zu Bethmännchen verarbeitete. Ich saß dabei am Küchentisch und rollte aus Marzipanresten kleine Marzipankartoffeln, die ich in Kakaopulver wälzte; all das gehört zu meinen frühesten kulinarischen Aktivitäten.





Auch Rom hat sein "Spezialgeschäft", in dem ich Gewürze und auch Backzutaten kaufe. Viele Zutaten finde ich nur dort; entweder im Stammsitz oder in den kleinen Filialen, deren Platz und Angebot aber nur begrenzt ist. Rosenwasser wurde gesucht, denn dieses erst verleiht der Frankfurter Spezialität ihren unverkennbaren Geschmack. Auch die Marzipanrohmasse, Bestandteil vieler, vor allem sizilianischer Süßigkeiten findet man nicht überall in den gewöhnlichen Supermärkten der Stadt. Deswegen lohnte sich mal wieder der etwas längere Fußmarsch - über den Tiber, am Vatikan vorbei - in den Stadtteil Prati. Wie viele Kilometer ich oft zu Fuß laufe, um bestimmte Zutaten zu bekommen, kann sich kaum einer vorstellen! Aber bei dem ganzen Süßkram in der Weihnachtszeit kann man dann auch ohne schlechtes Gewissen schlemmen. Ich laufe die Kalorien fast täglich auf den Strassen Roms ab.

Zu meiner Schande - als echtes Kind Frankfurts - habe ich selbst noch niemals Bethmännchen hergestellt. Dabei ist dieses rosenparfümierte Marzipankonfekt neben dem Frankfurter Kranz die wohl bekannteste und beliebteste Spezialität der lokalen Pâtisserie. Das ganz Jahr über kann man sie kaufen, für mich aber gehören sie in die Weihnachtszeit. 

Sind es betende Hände, an die die Mandeln erinnern sollen, nach denen die Marzipanteilchen benannt sind, oder geht die Bezeichnung doch eher auf die Frankfurter Bankiersfamilie Bethmann zurück? Ein französischer Pâtissier, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts für die Familie Bethmann gearbeitet hatte, soll diese Leckerei kreiert haben - mit jeweils vier (halben) Mandeln verziert, die für die vier Söhne der Familie standen. Als einer der Söhne verstarb - Simon Moritz -, wurde das Konfekt fortan nur noch mit drei Mandeln besetzt. Auch diese Legende ist aber umstritten. 







Zutaten
(für ca. 30 Stück)
  • 250 g Marzipanrohmasse
  • 65 g gemahlene Mandeln
  • 50 g Puderzucker
  • 40 g Mehl
  • 1-2 Tl Rosenwasser
  • 1 Eigelb
  • blanchierte Mandeln, möglichst halbiert

Alle Zutaten miteinander verkneten, aus der Masse zwei Rollen formen und diese in gleichmäßige Stücke schneiden und zu Kugeln rollen. Jeweils drei halbierte - bei mir ganze - Mandeln an die Seiten drücken.
Den Backofen auf 150 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Zum Bestreichen

  • 1 Eiweiß
  • 1 El Puderzucker
  • etwas Rosenwasser

Die Bethmännchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen. Das Eiweiß leicht mit einer Gabel aufschlagen und dabei den Puderzucker zugeben. Mit etwas Rosenwasser aromatisieren. Die Bethmännchen mit diesem Guss bestreichen und für ca. 20 Minuten in den Ofen geben.






Samstag, 16. November 2019

Die unwiderstehlichste Torta di mandorle der Welt



D
iesem Backbuch, dem ich das folgende Rezept entnommen habe, verzeihe ich alles! Auch dass es eine Mandeltorte ganz frech Torta di mandorle nennt, weil das auf Italienisch natürlich viel hübscher klingt. Nur: eine solche Mandeltorte scheint mir auf keinem traditionellen italienischen Rezept zu basieren. Torten und Kuchen sind in Italien keine komplizierten Backwerke, was sie nicht weniger schmackhaft macht, wobei auch diese Torta di mandorle keinesfalls schwierig zu backen ist. Natürlich gibt es auch Mandelkuchen in Italien - wie könnte es anders sein. Ganz Sizilien erfreut sich nach den Wintermonaten an der üppigen Mandelblüte! Und dann denke man nur an die wunderbaren  Süßigkeiten, in denen Mandeln Hauptbestandteil sind, etwa die toskanischen Cantuccini oder Ricciarelli , die Torta Caprese oder auch das süße Mandeldessert Biancomangiare. Mandeln sind aus der italienischen Küche nicht wegzudenken!








Trotz aller Einwände: Für mich heißt dieser Kuchen nach wie vor Torta di mandorle. Unter dieser Bezeichnung habe ich ihn kennen- und lieben gelernt und unzählige Male gebacken. Der Kuchen stammt aus einem Backbuch, das man zu Recht als Backbuchklassiker bezeichnen kann. Ich möchte wetten, dass es bei vielen Hobbybäckerinnen und -bäckern im Regal steht: Backvergnügen wie noch nie*.
Dieses liebevoll in die Jahre gekommene Backbuch wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder neu aufgelegt; gibt es eine ehrlichere Bestätigung für die Qualität der süßen und salzigen Leckereien, die man darin finden kann? Leider fehlen in einer neueren Auflage einige erprobte Basisrezepte, die ich aber noch als Kopien aus der älteren Auflage meiner Mutter aufgehoben habe.
Meine ersten Backerfahrungen habe ich mit "Vergnügen" damit gemacht, die herrlichsten Biskuit-Tortenbögen zum Erstaunen der ganzen Familie gebacken, Plätzchenteige geknetet, Lebkuchen gerührt - ja wenn man mir heute sagen würde: Nur ein Backbuch darfst Du behalten - es wäre dieses!

So eine Mandeltorte ist natürlich kein Leichtgewicht. Zu zweit würden wir tagelang daran herumknabbern - natürlich mit der Stimme der Vernunft im Hinterkopf, die nach dem zweiten Stück flüstern würde: Jetzt reicht es! Besser also sollte man Gäste damit verwöhnen. Da ich mich endlich mal wieder mit einer Teestunde bei unserer Catsitterin bedanken wollte, gab mir das Gelegenheit, diesen Kuchen zu backen. Unsere Catsitterin, eine sehr aktive ältere Dame, die sich scherzend als Tante unserer Katze Kringel bezeichnet, freute sich riesig, ihre "Principessa" mal wieder zu sehen! Für sie könnten wir sowieso öfters unterwegs sein, denn sie ist total vernarrt in unseren Salonpanther.
Sie kann es jedes Mal kaum abwarten, bis wir Kringel  zu ihr bringen und sie wieder ihren Tagesablauf bestimmt.
In der ehemaligen Filmjournalistin hat sie eine überaus interessante Catsitterin gefunden. Elizabeth hat noch die großen Namen der Filmwelt persönlich kennenlernen dürfen. Was bei mir wie wichtigtuerisches Name-Dropping klingen würde, klingt bei ihr, als würde sie ganz selbstverständlich von guten Bekannen erzählen. Unter anderem sprachen wir über die drohende Schließung des Caffè Greco, sie darauf: "Oh da gibt es den besten Caffè Americano der Stadt. Habe ich dort immer mit Jacqueline Bisset getrunken!" Sie sieht ein Plakat des alten Filmklassikers "Ein Herz und eine Krone". Sie: "Ah Gregory Peck! Ich war mit seiner Frau befreundet und mit den beiden in Paris zusammen"! (Elizabeth ist Französin)
Ob Marcello Mastroianni, Virna Lisi, Woody Allen ("Der ruft mich immer an, wenn er in Rom ist!"), Jean Pierre Cassel, Ennio Morricone oder Franco Zeffirelli: sie kannte und kennt die großen Stars der europäischen und internationalen Filmwelt und auch viele Nachwuchs-Schauspieler*innen der aktuellen Filmszene, vor allem in Italien! Noch heute sitzt sie in diversen Jurys und reist zu vielen Filmfestivals; es war und ist ihr Leben.
Und sie ist vernarrt in Kringel!
Natürlich gab es auch wieder Geschenke für die Principessa, sie stand im Mittelpunkt und hat es sichtlich genossen - es war der reinste Kindergeburtstag!
Meine kleine schwarze Schönheit bricht wirklich alle Herzen!





Zutaten
(für eine Springform von 24 cm Ø)



Mürbeteigboden


  • 200 g Mehl + Mehl zum Ausrollen
  • 100 g kalte Butter + Butter für die Form
  • 40 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • 1 El kaltes Wasser
  • 1 Prise Salz


Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken und das Eigelb hineingeben. Die Butter in Flöckchen auf den Rand setzen , den Zucker, eine Prise Salz und das Wasser hinzugeben. Mit einem Messer die Butter mit den anderen Zutaten vermischen, dann mir den Händen rasch einen geschmeidigen Teig kneten. Diesen in Folie wickeln und im Kühlschrank 2 Stunden ruhenlassen.

Die Springform mit Butter ausfetten. Den Teig auf etwas Mehl ausrollen und Boden und Rand der Sprinform damit auskleiden.
Bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen.


Belag


  • 120 g Aprikosenmarmelade 
  • 3 Eier
  • 100 g Zucker
  • 1 Vanillestange
  • 1 Prise Salz
  • 150 g frisch gemahlene geschälte Mandeln
  • 50 g Butter


Den Backofen auf 180 g (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Butter zerlassen und zur Seite stellen.
Zwei Eier trennen. Das ganze Ei mit den zwei Eigelben, 50 g Zucker und dem ausgekratzten Mark der Vanilleschote weißschaumig aufschlagen. Die gemahlenen Mandeln unterrühren.
Die zwei Eiweiße mit einer Prise Salz und dem restlichen Zucker steifschlagen und unter die Ei-Mandelmasse heben. Die zerlassene Butter unterziehen.
Die Form aus dem Kühlschrank nehmen und den Teigboden mit der Marmelade bestreichen. Dann die Mandelmasse daraufgeben.
Im vorgeheizten Ofen auf der unteren Schiene ca. 45 Minuten backen.
Danach den Kuchen aus dem Backofen nehmen und den Ofen auf 210 Grad stellen.



Mandelbaiser


  • 2 Eiweiß 
  • 150 g Zucker
  • 150 g frisch gemahlene geschälte Mandeln


Die Eiweiße mit dem Zucker steifschlagen und die gemahlenen Mandeln unterheben.
Diese Masse auf den Kuchen streichen und diesen für weitere 15 Minuten in den Ofen geben.



*Rezept aus: Backvergnügen wie noch nie, Gräfe und Unzer, München 1984









Dienstag, 23. Juli 2019

Für einen ganz besonderen Tag - Confetti argento




In Italien sind besondere und auch ganz persönliche Festtage undenkbar ohne jene zuckrigen kleinen Aufmerksamkeiten, die man seinen Gästen nach einer Feier mitgibt - in Erinnerung an den besonderen Tag und die Feier. Egal ob Hochzeit, Taufe oder auch bestandenes Examen: ohne die bunten Confetti geht niemand nach Hause. Wenn man die Zuckermandeln dann nicht bald nascht, verstauben sie auch schon einmal im Schrank, bevor man den dann zu Kieselsteinen ausgehärteten Süßkram mehr oder weniger schweren Herzens entsorgen muss - und die oft kitschigen Verpackungen, die Bomboniere, gleich mit dazu. Confetti existieren in allen möglichen Farben, wobei jedem Anlass eine eigene Farbe zugeordnet ist. Natürlich Weiß zur Hochzeit und zu anderen kirchlichen Festen wie der Kommunion, Grün zur offiziellen Verlobung, Rosa oder Hellblau zur Taufe, Rot zu einem bestandenen Examen, ja sogar die Farbe Schwarz für Trauerfeiern existiert. Bunt gemischt darf es dann bei einem Geburtstag zugehen.






Confetti, Coriandoli - Konfekt, Konfetti...

Vorläufer der Confetti gab es schon in der römischen Antike. Mit Mandeln, die von einer Mischung aus Mehl und Honig umkleidet waren, feierte man Hochzeiten und Geburten. Im späten Mittelalter tauchten die Honigmandeln wieder auf. In Venedig warf man zu besonderen Anlässen wie Karneval diese Süßigkeiten von den Balkonen der Palazzi, in denen der Adel zu Hause war. Neben den Mandeln waren durch den lebhaften Handel mit dem Osten auch Gewürze wie Anis und Koriandersamen in in der Stadt bekannt. Diese wurde ebenso in Honig getaucht und bei den Festlichkeiten in die Luft geworfen. Im deutschen Karneval - und auch in Italien - lebt diese Tradition  seitdem fort: Mit Konfetti (!) wird an diesen Tagen nicht gespart, wobei man damit heute in Deutschland die Papierschnipsel meint. Diese nennt man in Italien allerdings Coriandoli, was sich wiederum auf die Koriandersamen bezieht. Die deutsche Bezeichnung Konfekt als Überbegriff für Pralinen und Schokolade geht auf die Confetti zurück. In dem Wort confetto/confetti steckt das lateinische "conficere" für "herstellen", "anfertigen", "bearbeiten". Als Confetto bezeichnete man später auch die mit einer Zuckerhülle umschlossene Medizin - Vorläufer der Tabletten.

Unzählig sind die Mythen und Anekdoten, die sich um die Confetti ranken. So soll der arabische Arzt Al Razi die Mandeln selbst als Medizin eingesetzt haben. Wiederum waren es Jahrhunderte später die Araber, die mit der Einführung von Zucker in Europa der neuen und fast aktuellen Rezeptur den Weg bereitet haben. Nicht länger eine Honigmischung, sondern Zucker umschloss nun die Mandeln.
Besonders ein Städtchen, das in den Abruzzen gelegene Sulmona, wurde zum Zentrum der Confetti-Produktion. Es ist die wohl "süßeste" und "bunteste" Stadt Italiens! Noch heute sind die Strassen gesäumt von kleinen Läden, die die bunten Zuckermandeln verkaufen. Übrigens durften sich selbst Prinz William und Kate Middleton bei ihrer Hochzeit an den weißen Confetti aus Sulmona erfreuen.






When in Rome, do as the Romans do...

Womit ich beim Stichwort bin. Sicher habt Ihr es schon erraten - alleine an der Farbe!
Heute, vor 25 Jahren, sagten mein Mann und ich "Ja" zueinander! Und genauso lange lebe ich nun auch schon in Rom.
Ich bin sehr dankbar und glücklich darüber, dass ich diesen Tag heute feiern kann - mit meinem Mann, unserer süßen Kringel und lieben römischen Freunden! Denn nichts ist im Leben selbstverständlich; auch das habe ich in all den Jahren erfahren müssen.
Ein zweite kleine Feier wird es im September geben, zu der auch Trauzeugen und andere liebe Freunde anreisen werden.
Damit ich nun Eure Neugier befriedigen kann: So sahen wir an unserem Hochzeitstag vor 25 Jahren aus:











Zurück in die Gegenwart! Zu unserer Silbernen Hochzeit gibt es, ganz der italienischen Tradition entsprechend, silberne Confetti. Es war gar nicht so einfach, welche zu finden. Allein ein Laden fiel mir ein, der diese bunten Zuckermandeln noch lose verkauft. In den kleinen Tüllbeutelchen werden sie zu süßen Erinnerungen an diesen Tag. Mindestens fünf Mandeln pro Person, so will es die Tradition. Das sah ein bisschen verloren in den kleinen Beutelchen aus; ich habe pro Person noch ein paar Mandeln hinzu gegeben - und dabei ausgiebig genascht... Kringel war übrigens ganz begeistert von der ganzen Aktion und hätte sich am liebsten auch so ein Säckchen mit dem glitzernden Inhalt geklaut.





Und nun greift zu, nehmt Euch ein Beutelchen und freut Euch mit uns! 














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