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Donnerstag, 23. Juli 2020

Blondinen - vorerst - bevorzugt: Blondies mit Pecannüssen und weißer Schokolade



Gehaltvolle Blondies oder doch lieber saftige Brownies? Dieses Mal hieß es: Blondinen bevorzugt!
Ich habe ja schon längerem eine Schwäche für typisch amerikanisches Gebäck. Egal ob Cheesecake, Key Lime Pie oder einfache Cookies - ich mag all die süßen Sachen, die jenseits des großen Teichs für Hüftgold sorgen. Und das sage ich! Ihr kennt ja meine Vorlieben - das legendäre und immer wieder zitierte Salami-Brötchen...





Das Rezept für Blondies soll übrigens noch vor den heute bekannteren (und beliebteren?) Brownies Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt worden sein. Während man bei Brownies die fast "sitzengebliebene" feuchte Konsistenz schätzt, glänzen Blondies oft mit üppigem Innenleben, das mit Nüssen und/oder Schokotröpfchen aufgepeppt wird. Oft müssen sie dann noch, in Dessertgläsern geschichtet, Karamellsaucen über sich ergehen lassen; das wäre mir dann aber doch zu "amerikanisch-üppig". Ich liebe sie pur und aus der Hand. Demnächst will ich Brownies backen - oder doch lieber die marmorierten Cheesecake-Brownies? Immer wieder stolpere ich über die verlockendsten Rezepte, durch die ich mich endlich "durcharbeiten" muss. Mal sehen, ob es dann immer noch heißt: Blondinen bevorzugt!






Zutaten und Zubereitung
(für 16 Stück)



Trockene Zutaten

  • 300 g Mehl, Typ 550 (Tipo 0)
  • 2 Tl Backpulver
  • 1/2 Tl Salz
  • 75 g weiße Schokoladentropfen (oder fein gehackte weiße Schokolade)
  • 100 g Pecannüsse, grob gehackt




Weitere Zutaten

  • 150 g Butter (+ etwas Butter für die Form oder den Backrahmen)
  • 80 ml Sonnenblumenöl
  • 2 Eier
  • 300 g brauner Rohrzucker
  • 1 Tl Vanilleextrakt



Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze vorheizen).
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und einen quadratischen Backrahmen (verstellbar) von 24 cm x 24 cm aufsetzen. Den Rahmen mit Butter einfetten. Alternativ eine entsprechend große quadratische Tortenform ausfetten.

Die Butter schmelzen. Eier mit dem Sonnenblumenöl, dem Zucker, dem Vanilleextrakt und der zerlassenen Butter ein paar Minuten lang aufschlagen. Die trockenen Zutaten miteinander vermischen und darunterrühren.

Die Masse in die Form füllen, dabei die Oberfläche mit angefeuchteten Händen glatt drücken.
Für 30 Minuten in den Ofen schieben.
Auskühlen lassen und in Quadrate schneiden.

☆☆☆

Quelle: New York, Le ricette di culto, Guido Tommasi Editore, 2013








Samstag, 2. Mai 2020

Für "Team Käsekuchen": New York Cheesecake Cupcakes




Wer amerikanischen Boden betritt und dann sofort zu einer Hamburgerbräterei eilt, nährt damit vor allem eines, nämlich seine Vorurteile. Und wer glaubt, noch schlimmer ginge es bei den süßen Sachen weiter, der plappert oft nur Allgemeinplätze nach, die man ironischerweise äußern darf, ohne dass man der Xenophobie verdächtigt wird.
Dass es kulinarische Auswüchse mit für die Gesundheit bedrohlichen Folgen in den Staaten gibt, bleibt unbestritten. Nirgends habe ich so viele Menschen mit wirklich besorgniserregendem Übergewicht gesehen. Viele Süßspeisen sind für unseren europäischen Geschmack zudem überzuckert. Und das führt ja bekanntlich schnell zur Überzuckerung.

Längst aber ist das nicht nur ein amerikanisches Phänomen. Genau so erschreckend ist es, wie viele Kinder und Jugendliche auch in Italien übergewichtig sind, wenn sie in sozial schwierigen Stadtvierteln heranwachsen müssen. In Neapel, der Stadt, in dem bürgerliche Wohngebiete gleich neben dicht besiedelten Vierteln liegen, die gleichzeitig soziale Brennpunkte darstellen, ist mir das bei unzähligen Besuchen immer wieder aufgefallen. Man sollte meinen, Italien mit seiner auf der Mittelmeerdiät basierenden Küche kenne solche Probleme nicht, aber leider wird Ernährung auch hier durch soziale Umstände beeinflusst. Nicht anders ist es in den Staaten.

Bei unseren Aufenthalten in Amerika haben wir oft hervorragend jenseits aller Klischees gegessen, uns aber auch die Mühe gemacht, die Nase in Restaurantführer zu stecken oder nach persönlichen Tipps zu fragen. Und dann auf einmal gab es eine ganze Welt zu entdecken; unvergesslich bleibt mir ein Abend in einem kubanischen Restaurant in Miami. Die multikulturellen Einflüsse machen gerade in den USA die Küche so spannend. Aus dem Melting Pot New York stammt dann auch die amerikanische Version des beliebten Käsekuchens.

Wie bunt und phantasievoll die nordamerikanische Küche sein kann, das zeigte jüngst der Beitrag USA aus der Reihe Trostkochen, in dem die großartige Peggy von "zunehmend wild" amerikanische Rezepte von Bloggern zusammengetragen hat, um auch diesem Land unsere Solidarität zu zeigen.
Und da waren natürlich auch meine Lieblingskuchen vertreten...










Gleich zwei meiner Lieblingstorten haben nämlich nordamerikanische Wurzeln: Auf Platz Nummer eins ist da meine geradezu vergötterte Key Lime Pie, deren Herstellung leider oft am Mangel von saftigen (!) Limetten scheitert, gefolgt von dem schon erwähnten cremigen New-York-Cheesecake. Nun bin ich sowieso Team Käsekuchen, egal ob der nun wie in Deutschland mit Quark, in Italien mit Ricotta oder in den Staaten mit Frischkäse hergestellt wird. Es ist der einzige Kuchen übrigens, den ich mit einem Klecks ungesüßter Sahne oder - besser noch - Crème fraîche erst so richtig genießen kann. Obstkuchen dagegen mag ich lieber pur.

Für Liebhaber der amerikanischen Version empfiehlt es sich, immer ein paar Butterkekse und Frischkäse vorrätig zu haben. Im Gegensatz zu einem Mürbeteigboden, der zur Kühlung ruhen muss, ist der amerikanische Keksboden im Handumdrehen gebacken. Perfekt, wenn einem die Lust auf Käsekuchen überkommt. Wichtig nur: so ein Cheesecake muss gut ausgekühlt sein, bevor man ihn anschneidet, sonst bröselt der Boden. Das ist der vielleicht einzige Makel, der so einem amerikanischen Käsekuchen anhaftet: Man will sofort und darf nicht! Ganz Ungeduldige können diese Cheese-Cupcakes aber auch im Weckglas backen - und dann den Löffel in der lauwarmen Käsecreme versenken.






Zutaten
(für 8 Cupcakes)




Boden


  • 8 Butterkekse
  • 2 El Butter + etwas Butter für die Förmchen
  • 1 El Puderzucker
  • etwas Zimt (fakultativ)


Füllung


  • 250 g Frischkäse
  • 40 ml Milch
  • 40 ml Sahne
  • 1 Ei
  • 40 g selbstgemachter Vanillezucker (oder Zucker und das Mark einer halben Vanilleschote)
  • 1 Prise Salz
  • Abrieb und Saft einer halben Zitrone
  • 1 Muffinblech (12er)



Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze vorheizen).
Acht Vertiefungen im Muffinblech ausfetten.

Die Butter zerlassen und die Kekse in einem Zerkleinerer zerbröseln (alternativ in einen Plastikbeutel geben und mit dem Nudelholz zerkleinern).
Keksbrösel mit der Butter, dem Zucker und dem Zimt vermischen und diesen Teig in den Förmchen verteilen. Die Oberfläche andrücken und glätten.
Für 10 Minuten in den vorgeheizten Ofen geben.
Den Ofen auf 170 Grad zurückschalten.

Für die Füllung alle Zutaten in der Küchenmaschine oder mit dem Schneebesen gut miteinander verrühren. Die Masse auf den vorgebackenen Keksbröseln verteilen und das Muffinblech für weitere 25 bis 30 Minuten in den Ofen schieben.

Vor dem Servieren gut abkühlen lassen, dann die Cupcakes vorsichtig aus den Vertiefungen holen.
Dazu passen Fruchtsaucen (wie auf dem Foto, z.B. aus Blaubeeren), frische Früchte, Sahne...  Oder einfach pur genießen!

Angelehnt an ein Rezept aus: Oliver Brachat, Cupcakes, AT Verlag Aarau und München 2010







Donnerstag, 12. März 2020

Traumabewältigung mit dem Rührbesen: Chocolate Chip Banana Bread



Zu Bananen habe ich mir ja ein gespaltenes bis ablehnendes Verhältnis bewahrt. Grund dafür ist ein "traumatisches" Erlebnis in meiner Kindheit. Ich muss ungefähr fünf Jahre alt gewesen sein, als zur Mittagspause im Kindergarten ein Junge seine mitgebrachte Banane auspackte, bei der man schon nicht mehr von Überreife sprechen konnte. Sie war schlichtweg schwarz! Die darauf folgenden Szenen werde ich nie vergessen. Zunächst legte er seine Banane unter einen Teller, auf den er sich dann mit beiden Händen stützte. Dann presste er die Banane mit den Händen zusammen, so dass eine breiige gelbe Masse wie aus einer Mayonnaisentube hervorquoll. Auch eine Art, Bananen zu essen!
Zu Hause erzählte ich diese Episode unter Würgen meinen leicht schmunzelnden Eltern. "Der Markus - *örks* - der hat - *würg* - seine Banane..." Und so weiter!

Seitdem mag ich Bananen - wenn überhaupt - nur, wenn sie noch richtig grün und fast unverzehrbar unreif sind. Und dann sind sie eigentlich gar nicht so übel. Naja, fast.







Da mein Mann manchmal heimlich Bananen einschmuggelt und dann vergisst, sie zu essen, hatte ich mal wieder so ein paar nicht mehr ganz taufrische Exemplare herumliegen.
Schnurstracks eines meiner New-York-Kochbücher geschnappt, darin nach Banana-Bread-Rezepten gesucht und zur Vernichtung des ungeliebten Obstes geschritten.
Fazit: Irgendwie mag ich Bananen doch. Denn wenn man eine solchen Kuchen damit backen kann -  so ein saftiges, schokoladiges, zimtiges Etwas -, dann können sie gar nicht so übel sein!






Zutaten
(für eine Kastenkuchenform, 21 x 9 cm, Höhe 8 cm)





Trockene Zutaten
  • 215 g Mehl (Original: 165 g Mehl und 50 g Buchweizenmehl)
  • 1 1/2 Tl Backpulver
  • 1 Tl gemahlener Zimt
  • 1 Tl Vanilleextrakt





Feuchte Zutaten
  • 65 g Kokosblütenzucker (Original: dunkler Rohrzucker)
  • 5 El Sonnenblumenöl
  • 2 Eier
  • 175 g Crème fraîche




Zusätzlich

  • 165 g Bananen (ungefähr eineinhalb Bananen), mit der Gabel grob zerdrückt
  • 110 g dunkle Schokotropfen (Original: in Stückchen geschnittene Schokolade)




Icing (nicht im Original angegeben)

  • 125 g Puderzucker
  • Milch


  • Butter für die Form







Den Ofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen und die Form gut mit Butter ausfetten.
Die "trockenen" Zutaten vermischen und die Schokotröpfchen hinzufügen. Nun die "feuchten" Zutaten mit dem Rührbesen gut verschlagen und zum Schluss die zerdrückte Banane unterrühren.
"Trockene" und "feuchte" Zutaten nun zusammenbringen, dabei aber nicht zu lange und gründlich rühren, sonst wird das Ergebnis pappig.

Teig in die Form füllen und im Ofen ca. 45 bis 50 Minuten backen. Falls die Oberfläche zu dunkel wird, eventuell abdecken.

Den Puderzucker mit soviel Milch verrühren, bis eine zähflüssige Glasur entstanden ist und den ausgekühlten Kuchen damit bestreichen.

Rezeptquelle: New York, Ricette di culto, Guido Tommasi Editore, 2013






Aus aktuellem Anlass,
meine lieben Leser*innen, 

das Coronavirus/Covid 19 hat Italien mit voller Wucht getroffen. Seit Dienstag wurde die rote Zone auf das ganze Land ausgeweitet. Die Bevölkerung ist aufgerufen, weitestgehend zu Hause zu bleiben, keinen Besuch zu empfangen und weder Verwandte noch Freunde zu besuchen (es sei denn, wenn man einen Angehörigen pflegen muss). 
Man darf natürlich weiterhin wichtige Arzt-Termine wahrnehmen, zur Arbeit gehen und natürlich auch Lebensmittel und andere unentbehrliche Dinge kaufen - mit Einschränkungen. Zu zweit darf man nicht mehr in Supermärkte und muss natürlich Abstand zu anderen Kunden halten. In kleinen Läden werde Kunden einzeln bedient, die anderen müssen vor dem Eingang warten.
Am Mittwochabend wurden die Einschränkungen noch einmal verschärft. Alle Geschäfte außer Lebensmittelläden, Supermärkte, Läden für Tierbedarf, Apotheken und Drogerien bleiben geschlossen. Ebenso Restaurants und Bars. Wir brauchen jetzt eine Art "Passierschein", wenn wir unterwegs sind:






Bei meinem nicht vermeidbaren Einkäufen gestern und heute habe ich überall disziplinierte Menschen gesehen, die sich an diese wichtigen Regeln halten. Trotzdem ist diese Situation natürlich beklemmend und erinnert an dystopische Zukunftsvisionen. Ja, ich komme mir vor wie in einem amerikanischen Katastrophen-Film. Es ist ungewohnt still in einer sonst lauten Stadt, und ab abends zeigt der Blick aus dem Fenster menschenleere Strassen.

Trotzdem finde ich diese Beschränkungen wichtig, um die Verbreitung des Virus in Grenzen zu halten. Es geht nicht in erster Linie und den Schutz der eigenen Person, sondern um den meiner Mitmenschen. Denn auch ich könnte längst infiziert sein und andere und vor allem schwächere und ältere Personen gefährden. 

In diesem Sinne: Bleibt zu Hause, meidet größere Menschenansammlungen und singt beim Händewaschen zweimal "Alle meine Entchen"!

Bleibt gesund! 

#iorestoacasa






Mittwoch, 31. Oktober 2018

Dolcetto e scherzetto? Dolcetto! Spooky Red Velvet Cupcakes




"Dolcetto o scherzetto" - "eine Süßigkeit oder ein (böser) Scherz" -,  sagt man in Italien an Halloween. Als ich in den neunziger Jahren nach Italien zog, haben mich die vielen Dekosachen, die es zu Halloween zu kaufen gibt, verwundert; so kannte ich das nicht aus Deutschland. Vielleicht auch, weil das für viele so "amerikanische" Fest mit seinen lang zurückliegenden keltisch-irischen Wurzeln Entsprechendes auch in Italien findet. So soll es zu Allerheiligen auf Sardinien Bräuche geben, die viel mit Halloween gemeinsam haben. Auch habe ich alte italienische Werbeplakate gesehen, die bezeugen, dass Halloween schon länger in Italien gefeiert wurde.




Ich persönlich habe keinen Bezug zu diesem Fest. Eine liebevoll gestaltete Einladung einer amerikanischen Nachbarin hat uns nun aber zu einer Halloween-Party eingeladen - in die Welt von Alice im Wunderland, so das Motto. Es wird also nicht gruselig, dafür aber sehr phantasievoll zugehen, wie ich schon an der Treppenhausdekoration heute morgen sehen konnte.





Gruselig dagegen aber sind meine Cupcakes, die ich mitbringen möchte!
Auch das eine Premiere: Normalerweise backe ich zu Weihnachten - mit Begeisterung -, und ich backe zu Ostern; beide Feste haben für mich eine große Bedeutung.
Zum ersten Mal wird es also gruselig in meiner Küche - mit Spinnennetzen aus Schokolade und rotgeäderten Zuckeraugen!





Darf man das "feiern", ohne sich dafür entschuldigen zu müssen?

Was mich immer wundert und - ja - auch ärgert: Es sind genau jene Mitmenschen, die sich mit einem Lippenbekenntnis Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen auf ihr Fähnchen schreiben, um dann bei der Erwähnung von Halloween hochnäsig anzumerken, dass das ja nicht zu "unseren" Traditionen passe. Es sind vielleicht auch diejenigen, die sich nie über die Ursprünge dieses Fests informiert haben. Es sind die moralisch Entrüsteten (auch von Kirchenseite her), die Satanisches darin sehen wollen, es sind diejenigen, die deutsche "Leitkultur" hochhalten (und die dann aber über geschmacklose Witze zu Fasching lachen können oder sich beim Oktoberfest besaufen), es sind die "Elitären" - und ja - nicht zuletzt jene, die einfach gegen alles "Amerikanische" sind.
Soweit zur Toleranz in deutschem Lande!
In sehe es als Bereicherung an, dass unsere Freunde und Bekannte aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen kommen. Ich würde jedes Fest mit netten Leuten feiern - egal, ob es sich nun um ein muslimisches, jüdisches oder hinduistisches handelt -, ohne dabei meine eigenen Traditionen zu verleugnen.
Aber jetzt: Dolcetto o scherzetto?





Zutaten
(für 16 Stück)

Teig

  • 120 g geschmeidige Butter
  • 300 g Zucker
  • 2 Eier
  • 20 g Kakaopulver
  • 50 g rote Lebensmittelfarbe (in der Tube)
  • 2 Tl Vanilleextrakt
  • 240 ml Buttermilch
  • 300 g Mehl, gesiebt
  • 1 Tl Salz
  • 1 Tl Backnatron
  • 3 Tl Weißweinessig


Den Backofen auf 170 Grad (Umluft) vorheizen.
Die Butter mit dem Zucker cremig rühren, dabei die Eier einarbeiten.
Kakaopulver mit der Lebensmittelfarbe und dem Vanilleextrakt sowie etwas von der Buttermilch verrühren und zu der Buttercrème geben. Mehl mit dem Natron und dem Salz mischen. Nach und nach mit der restlichen Buttermilch und dem Essig unterrühren.
Teig in den Förmchen verteilen und 25 bis 30 Minuten backen.


Frosting

  • 300 g Frischkäse
  • 100 g Butter
  • 250-300 g Puderzucker


Die Zutaten zu einer geschmeidigen Crème rühren und diese im Kühlschrank festwerden lassen.


Deko

  • ca. 100 g dunkle Kuvertüre
  • Schokotropfen
  • "Spooky-Eyes"
  • rote Speisefarbe (für die Adern in den Augen)


Kuvertüre im Wasserbad erhitzen, etwas abkühlen lassen, dann in einen Spritzbeutel füllen. Eine Tülle mit winziger Öffnung verwenden.
Auf Backpapier 16 Spinnennetze spritzen und diese vollständig auskühlen lassen. Dann vorsichtig vom Papier lösen.
Das Frosting in einen Spritzbeutel mit glatter Tülle füllen und die Cupcakes damit bespritzen.
Mit "Augen" und "Spinnennetzen" verzieren.


Zubehör

  • Muffin-Backblech + Papierförmchen
  • Küchenmaschine oder Handrührgerät
  • Spritzbeutel mit Tüllen in verschiedenen Größen
  • Backpapier



Vorbereitungen





Sonntag, 6. August 2017

Versüßt den Road Trip: Chewy White Chocolate Macadamia Cookies



Als hätte ich es geahnt: Mein Mann musste aus familiären Gründen an diesem Wochenende nach Deutschland aufbrechen. Am wahrscheinlich heißesten Wochenende des Jahres, an dem ich gerne ans Meer oder in die Berge geflüchtet wäre. So verkrümele mich zu Hause; unmöglich, für längere Zeit vor die Tür zu gehen. Apropos "verkrümeln". Die Macadamia-Nüsse mussten weg, länger hätten sie in der heißen Küche nicht mehr durchgehalten. So wurde ich schon vor ein paar Tagen zum "Krümelmonster" und buk "Road-Trip-Cookies". Warum die so heißen? Da muss ich etwas ausholen.
Wenn man lange Strecken zum gefühlt tausendsten Male fährt, entwickelt man skurrile Verhaltensweisen. Selbst der schäbigste Autogrill (italienische Raststätten) wird da zum Schlaraffenland (über das deutsche Pendant decken wir lieber gleich den Mantel des Schweigens, aber am Ende dieses Postings findet Ihr für die nächste Italienreise die Koordinaten für DEN Autogrill, wo sich ein Stopp wirklich lohnt.*). Nach Caffè und Spremuta (frisch gepresster Saft) und dem Aufsuchen von gewissen Örtlichkeiten für kleine Königstiger(innen) folgt der Gang durch die ungesunde Abteilung. Plätzchen, Chips, kleine Mini-Salami und Schokolade - all die "Leckereien", die, mit Ausnahme von Schokolade für Desserts oder Kuchen, nie im Einkaufskörbchen landen, feiern bei diesen Gelegenheiten "fröhliche Urständ". Ich sage nur: Gummibärchen! Möglichst die saure Sorte mit ganz viel Zucker...
In den Beifahrer-Phasen stopfe ich dann aus Frust schon einmal so etwas in mich hinein. Ich glaube, das kommt durch die elende Ödnis der langen, oft nächtlichen Autofahrten, an deren Ende selten fröhliche Urlaubstage winken.




Seit einiger Zeit bereichern amerikanische Cookies in verschiedenen Geschmacksrichtungen das Angebot in den Raststätten. Mein Favorit: Macadamia und weiße Schokolade.
Die mussten einfach nachgebacken werden! Ein Tütchen davon habe ich nun meinem Mann neben Wasser, Trinkjoghurt und Pülverchen zum Auffüllen der durch die Hitze verloren gegangenen  Magnesium- und Kalium-Speicher mitgegeben. Zu meiner Ehrenrettung darf ich sagen: Ich bereite für lange Reisen gerne kleine Lunchboxen vor: mit Gurken, Tomaten, hartgekochten Eiern und belegten Broten. Oft kommen noch Äpfel hinzu; lauter gesunde Sachen! Immer öfters fahren wir auch, wunderbar beraten durch unseren "Slow-Food-Führer", von der Autobahn ab und suchen uns eine nette kleine Trattoria.  Aber zwischendurch heißt es:
"Cookies, cookies!"



Zutaten
(Für ca. 22 Stück)


  • 250 g Butter
  • 280 g Mehl, gesiebt
  • 1 P. Backnatron
  • 100 g brauner Zucker
  • 130 g weißer Zucker
  • 1/2 Tl Salz
  • 1 Tl Vanillearoma
  • 2 Eier
  • 140 g Macadamia-Nüsse
  • 100 g weiße Schokotropfen (ersatzweise weiße Schokolade, grob gehackt)


Den Backofen auf 190 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze) und Backbleche mit Backpapier auslegen.
Die Macadamia-Nüsse grob hacken.
Die weiche Butter mit dem Zucker und dem Salz zu einer geschmeidigen Crème rühren. Das Vanillearoma hinzufügen und die Eier einzeln einarbeiten. Ein wenig Mehl abnehmen und mit dem Natron mischen.
Das Mehl nach und nach unter den Teig rühren, zum Schluss die Mehl-Natron-Mischung unterrühren.
Unter den Teig die gehackten Macadamia-Nüsse sowie die Schokoladentropfen heben.
In großen! Abständen Teig-Häufchen auf das Backpapier setzen; ich benutze dazu einen Eisportionierer. Beim Backen läuft der Teig flach auseinander.
Die Cookies ungefähr zehn Minuten backen. Danach auf dem Blech unbedingt etwas abkühlen lassen; sie sind sehr weich. Zum vollständigen Erkalten auf ein Kuchengitter legen.
Wie lange sich die Cookies frisch halten? Keine Ahnung, die werden sich nicht lange "halten"...


*Autostrada A1 Mailand-Bologna, Richtung Bologna, Autogrill "Secchia Ovest", ca. 10 Kilometer  von Modena entfernt.
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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Mittwoch, 16. März 2016

Ein Hauch von New York Fusion Cooking: Coleslaw mit Teriyaki-Hühnchen-Spießen



"Mach' doch mal wieder was mit Salat. Salat und Hühnchen," meinte mein Mann auf die Frage, was ich denn zum Abendessen zubereiten könnte. Salat? Muss ich mir Sorgen machen? Der Salat-mit-irgendwas-Typ bin ja nun eher ich.
Ich war irgendwie rat- und phantasielos an diesem Morgen.Wenn man täglich kocht, hat man zwar sein bewährtes Repertoire, auf das man zurückgreifen kann, wer aber zusätzlich noch einen Foodblog betreibt, ist auch immer auf der Suche nach Neuem. Zudem sollte es, wie in meinem Fall, noch einen italienischen Bezug haben. Das kann und will ich aber nicht immer durchhalten.
"Oder auch was mit Pasta!" setzte er noch hinzu.
Pasta! Zu leicht kann man da in allzu banales Fahrwasser gelangen. "Pasta geht immer", so steht es immer öfters in der Einleitung zu einem Pastarezept geschrieben. Pasta mit Tomaten, Pasta mit Salsiccia und Tomaten, Pasta mit Pilzen und Tomaten, Pasta mit Salsiccia und Pilzen, Pasta mit Auberginen und Tomaten. Im Moment bin ich es über! Trotzdem, ich liebe Pasta - wir alle lieben Pasta -, obwohl ja die italienische Küche soviel mehr zu bieten hat, und ich hoffe, das habe ich in den vergangenen vier Jahren, in denen ich mein kleines Blog schreibe, deutlich machen können. Und was mit Pasta alles "geht", kann man ja in meinem Rezepte-Verzeichnis nachschauen. Da geht nämlich einiges...
Zwischendurch gehe ich kulinarisch auch gerne mal fremd. Ich habe mittlerweile eine beachtliche Sammlung an Kochbüchern, die Ländern wie der Türkei, China, Thailand oder auch dem arabischen Raum gewidmet sind. Ein wunderbar gestaltetes Buch handelt von der Küche New Yorks in all ihrer Vielfältigkeit; das New York Kochbuch von James Rizzi.
Fusion Cooking wird in den Vereinigten Staaten großgeschrieben, gerade in einem Melting Pot wie New York. Zu spannend ist es, dort essen zu gehen, wie wir vor einigen Jahren erfahren durften. Da saßen wir nun in einem chinesischen Restaurant in typischem New Yorker Art Déko-Stil, und ein rumänischstämmiger Kellner erklärte uns die Spezialitäten. Unbekanntes gab es zu entdecken, Gerichte, die man in entsprechenden Restaurants in Europa vergeblich sucht; in China, und überhaupt Asien selbst, war ich noch nie gewesen. Ich erinnere mich noch an die gedämpften Weißkohlblätter, zu denen separat eine Füllung gereicht wurde. Der Kellner erklärte uns, wie man diese Füllung nun geschickt ins Blatt schaufelt, dieses aufrollt und möglichst elegant zum Mund führt. Es hat jedenfalls phantastisch geschmeckt!
Womit wir schon beim Weißkohl angelangt sind. Das Gemüse gilt als typisch deutsch - "Krauts" war die eher abfällige Bezeichnung der Amerikaner und Briten für die Deutschen während der Weltkriege -, aber wie  es scheint, kennt auch die  chinesische Küche einige Rezepte mit der überaus gesunden Kohlsorte (Chinakenner dürfen mich korrigieren).
Die amerikanische sowieso; von wegen "Krauts"! Coleslaw nennt sich der amerikanische Salatklassiker, den man gerne zu Hamburgern serviert. Aber wer weiß, vielleicht hatten einst deutsche Einwanderer diesen Salat erfunden. Man muss schon ziemlich viel Appetit mitbringen, Coleslaw plus Hamburger zusammen zu verdrücken, zumal sich meist noch zusätzliche Kalorien in Form von Pommes frites mit auf den Teller schmuggeln (habe ich übrigens schon mal erzählt, dass ich Hamburger liebe? Selbstgemachte, natürlich!). Leichter wird die ganze Angelegenheit, wenn man ein paar gegrillte Hühnerspieße dazulegt, und wenn man sie vorher noch in Teriyaki-Sauce mariniert, so ist das ein ganz klitzekleiner Ausflug Richtung Fusion...




Zutaten

Spieße

1 Hühnerbrustfilet
2 El Olivenöl
2 El Teriyaki-Sauce
2 Knoblauchzehen, durchgepresst
ein kleines Stück geriebenen Ingwer
1 Tl brauner Zucker
1 Tl Habanero-Chilipüree
Salz

Die Hühnerbrust in Würfel schneiden und diese auf vier Spieße verteilen. Die übrigen Zutaten zu einer Marinade verrühren und diese über die Spieße gießen. Mindestens zwei Stunden das Fleisch im Kühlschrank marinieren lassen.
Den Backofen auf 250 Grad vorheizen und den Grill zuschalten. Die Spieße aus der Marinade heben (diese zur Seite stellen) und ungefähr 15 Minuten auf einem Rost grillen, dabei nach der Hälfte der Zeit die Spieße wenden und mit etwas von Marinade bepinseln.



Coleslaw

1 Weißkohl, ca. 780 g
150 g Karotten
2 El getrocknete Cranberries
50 ml Kondensmilch (10%)
130 ml neutrales Pflanzenöl
1 Tl Dijon-Senf
Salz
Zitronensaft
1 El Crème fraîche

Weißkohl in Streifen hobeln, salzen und eine halbe Stunde ziehen lassen. Danach den Kohl gut ausdrücken und in eine Schüssel geben.
Die Karotten hobeln und zum Weißkohl geben.
Kondensmilch, Senf und Öl in ein hohes Gefäß geben, den Stabmixer auf den Boden des Gefäßes stellen und einschalten. Langsam den Mixer hochziehen.
Mit der Crème fraîche verrühren und mit Salz und Zitronensaft abschmecken.
Die Mayonnaise über den Salat geben, die Cranberries hinzufügen und alles gut miteinander vermischen. Nochmals abschmecken.


Kochbuchtipp:
Hieraus habe ich (zu) wenig nachgekocht (auch das obige Rezept stammt nicht aus dem Buch), es aber immer wieder zum Schmökern hervorgeholt: James Rizzi, Mein New York Kochbuch, Mary Hahn Verlag, 7. Auflage, 2000



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Samstag, 14. Februar 2015

Ein Herz für zwei: Red Velvet Cake




Wir schenken uns nichts zum Valentinstag, und die ganze Geschäftemacherei um dieses Datum, das sehr wohl auch einen (nicht belegten) geschichtlichen Hintergrund um christliche Märtyrer hat, lässt mich ziemlich kalt. Andererseits ist es trotz allem eine Gelegenheit, den Partner mit einer kleinen Aufmerksamkeit zu überraschen; bei uns ist das meist eine sehr süße kleine Aufmerksamkeit, habe ich doch ein Süßmäulchen zum Mann. So gab es in Vergangenheit etwa Amarena-Cupcakes, eine sündig gute Mandelcrème mit Granatapfel-Sauce, Sachertorte (da ist mein Mann ganz verrückt danach), oder auch schon mal Ravioli mit einer Rote-Beete-Füllung - die aber dann herzförmig, denn es darf bei dieser Gelegenheit gerne richtig kitschig auf dem Teller zugehen!




"Gibt es was zum Ausschlecken?" Diese Frage kenne ich nur allzu gut. Kaum habe ich einen Kuchen oder Plätzchen in den Ofen geschoben, findet der Allerliebste, sofern zu Hause, instinktiv den Weg in die Küche, als habe er eine innere Antenne, die ihn zu Rührschüsseln oder Teiglöffeln leitet. Wenn alle Schüsseln dann "besenrein" ausgekratzt sind, geht es - für mich! - endlich ans Spülen!
Aber den Genuss am vollendeten Werk teilen wir uns dann wieder.
Heute lege ich ihm (m)ein Herz aus rotem Samt zu Füßen!





Zutaten
(für zwei Verliebte - und eine Herzform von 600 ml Inhalt)

Kuchen

140 g Mehl, gesiebt
1 Tl Backpulver
60 g Butter
160 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 El dunkles Kakaopulver
1 Ei
120 ml Butter
1 Tl Vanilleextrakt
120 ml Buttermilch
2-3 Tl rote Lebensmittelfarbe (in flüssiger Form)
1 Tl Weißweinessig
Butter und Mehl für die Form

Den Backofen auf 175 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Form mit Butter ausfetten und mit Mehl bestäuben.
Das gesiebte Mehl mit dem Backpulver, dem Kakaopulver und dem Salz mischen. Buttermilch in einer zweiten Schüssel mit dem Weißweinessig verrühren und die Lebensmittelfarbe hinzufügen, bis eine tiefrote Flüssigkeit entsteht.
Butter mit dem Zucker mit dem Handrühregerät schaumig schlagen, dann das Ei und den Vanilleextrakt unterrühren. Nun abwechselnd Mehl- und Buttermilch-Mischung unter die Butter-Zucker-Masse rühren.
Den Teig in die Form füllen und ungefähr 50 Minuten backen. Unbedingt die Stäbchenprobe nach dieser Zeit machen; es sollte kein Teig mehr am Stäbchen kleben.
Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und dann auf ein Kuchengitter stürzen.

Frosting

125 g zimmerwarme Butter
1 El heißes Wasser
145 g Puderzucker, gesiebt
250 g zimmerwarmer Frischkäse
rote Lebensmittelfarbe (in flüssiger Form)

Butter mit dem Wasser und dem Puderzucker zu einer geschmeidigen Crème rühren. Dann nach und nach den Frischkäse hinzufügen.
Den Kuchen einmal halbieren, mit etwas Crème bestreichen und wieder zusammensetzen.
Vor der übrigen Crème ungefähr ein Drittel abnehmen und diese mit soviel Lebensmittelfarbe verrühren, dass eine intensiv rote Crème entsteht,
Die beiden Crèmes in zwei Spritzbeutel füllen und den Kuchen damit verzieren.




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Freitag, 16. August 2013

Florida - und mein Fernweh-Pie...





Susanne feiert in diesen Tagen den ersten Geburtstag ihres Blogs "Magentratzerl", und dafür wünscht sie sich Urlaubserinnerungen und Rezepte.
Dazu erst einmal: Ganz herzlichen Glückwunsch - und weiter so, liebe Susanne!
Bei diesem Event mache ich nur allzu gerne mit, denn da es in diesem Jahr bei uns auch noch keinen Urlaub und so folglich noch keine Urlaubsvorfreude oder gar Urlaubsstimmung gab, hole ich mir mit einem meiner Lieblingskuchen - dem Key Lime Pie - heute ein wenig Sunshine-State-Feeling in die eigenen vier Wände.







Zweimal waren wir in den vergangenen Jahren in Florida, und auch wenn die Reisen dort mit unzähligen Meilen im Auto verbunden waren - wir wollten natürlich so viel wie möglich sehen -, verbinde ich mit den Aufenthalten dort mit die fröhlichsten Urlaubserinnerungen, die ich habe.




Schon beim Auspressen der Limetten weckte der Duft die unbeschwerte Stimmung, die mich während der Florida-Urlaube begleitete. Ich sah im Geiste wieder die wunderbaren sauberen Sandstrände, die sich nahe der Küste tummelnden Delphine, die so gar keine Scheu vor den Menschen zu haben schienen, und fuhr gedanklich die lange Strasse über das Meer bis nach Key West, Heimat von Floridas Nationaldessert, entlang.
Dort, auf Key West, hatten wir kurz vor dem Sonnenuntergang unser erstes Stück dieses legendären Kuchens (Collage unten, Foto oben links) mit Blick auf das karibische Meer genossen - hach!
Ein Stückchen Key Lime Pie wurde dann bei unseren Floridareisen irgendwie auch zu einem "Snack", den wir uns bei Päuschen immer wieder gönnten - ob nun auf den Keys, in Miami, St. Petersburg, Naples oder Orlando.



In Everglades City fielen wir um die Mittagszeit in einem ziemlich urigem Restaurant ein - "Susie's Station" -, wo die Zeit irgendwann in den dreißiger Jahren oder noch früher stehengeblieben zu sein schien. Susie, eine sehr betagte Dame, freute sich über unseren Besuch - wir waren die einzigen Gäste - und kochte Kaffee für uns. Und natürlich gab es dazu auch ein Stück Key Lime Pie, den sie selbst gebacken hatte, wie sie stolz erzählte. Naja, der weltbeste Key Lime Pie war es leider nicht (Collage oben, Foto unten links), aber den backe ja auch ich  - *hehe*  ...




Wir haben es aber überlebt und stürzten uns dann in das Abenteuer Everglades, wo Delphine, aber auch Alligatoren auf uns warteten...




Liebe Susanne, danke, dass Du mir heute alle diese Erinnerungen wieder geschenkt hast! Du hast mich in alten Fotos wühlen und mich lächeln lassen, und dafür bekommst Du nun mein Key-Lime-Pie-Rezept (weltbestes! natürlich)!




Key Lime Pie

Zutaten (für eine Springform von 26 cm Durchmesser)


  • 200 g Butterkekse
  • 1 El brauner Zucker
  • 125 g Butter + Butter zum Ausfetten
  • 1 Eiweiß (Eigelb aufheben für die Füllung)
  • 1 Prise Salz
  • 1 El Zucker


  • 4 Eigelb
  • 400 ml gezuckerte Kondensmilch
  • 1/8 L frisch gepresster Limettensaft


  • 3 Eiweiße
  • 3 El Zucker


Den Backofen auf 150 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen und eine Springform ausfetten.
Die Kekse fein zerkrümeln, das geht mit Gefrierbeutel und Fleischklopfer oder auch im Mixer.
Die Butter zerlassen und mit einem Eßlöffel braunen Zucker mit den Keksen vermischen. Das Eiweiß mit dem Salz und eine Eßlöffel Zucker sehr steif schlagen und unter die Keksmischung heben.
Die Keksmasse in der Form verteilen und mit dem Rücken eines Löffels gut andrücken. Dabei auch einen kleinen Rand formen.
Den Boden acht Minuten backen, dann die Form aus dem Ofen nehmen.
Die Eigelbe ein paar Minuten hellschaumig aufschlagen, dann die gezuckerte Kondensmilch darunterrühren und weitere drei Minuten schaumig schlagen. Zum Schluss den Limettensaft dazugiessen und unterrühren.
Die Limettencrème auf den Keksboden giessen und die Form für weitere 25 Minuten bei 150 Grad in den Ofen schieben.
Danach aus dem Ofen nehmen und den Kuchen abkühlen lassen. Den Ofen auf 180 Grad stellen.




Die verbliebenen Eiweiße mit dem Zucker sehr steif schlagen und auf dem Kuchen verteilen.
Für weitere zehn Minuten in die Ofen schieben und kontrollieren, dass die Baisermasse nicht zu dunkel wird.
Vor dem Anschneiden den Kuchen unbedingt ganz auskühlen lassen (was ich in meiner Gier mal wieder nicht gemacht habe - siehe Anschnitt...), dann wird die Füllung fest und lässt sich sauber anschneiden. Im Kühlschrank aufbewahren.





Rezeptquellen: Für Key Lime Pies gibt es so viele Rezepte wie Sandkörner an den Stränden Floridas. Das Rezept für den Keksboden, den ich dieses Mal für sehr gelungen halte, habe ich dem aktuellen Sonderheft "Sommerküche" des Feinschmecker-Magazins entnommen. Orientiert habe ich mich zudem an den Rezepten von USA-Kulinarisch und Essen und Trinken.



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Dienstag, 4. September 2012

Für regnerische Nachmittage: Blueberry-Muffins

Heute vormittag hatte sich kurzfristig eine liebe Freundin angesagt. Einen Stadtbummel wolle sie mir mir machen, sagte sie voller Tatendrang am Telefon, in der Hoffnung, dass das Wetter sich am Nachmittag bessere. Nun regnete es aber um die Mittagszeit immer noch, und ich hatte keine Lust, ständig tiefen Pfützen auszuweichen, um dann doch von den Autofahrern, mit denen ich mir in der Innenstadt oft die Gassen teilen muß, abgeduscht zu werden. Ich möchte mich auch gar nicht über das Regenwetter beschweren. Wochenlang fiel ja kein Tropfen vom Himmel, und für die Natur ist es eine echte Wohltat! Auch wir hitzegeplagten Stadtmenschen können endlich wieder ein bißchen aufatmen, und der Sommer ist ja noch nicht vorbei - am Wochenende soll es wieder wärmer werden.



Für einen gemütlichen Nachmittag bei Kaffee oder Tee, der meine Freundin zum Plausch im Trockenen animieren sollte, mußte also noch schnell ein Köder her.
Für überraschenden Besuch eignen sich Muffins hervorragend. Sie sind schnell gerührt und gebacken, und meist hat man genug von den süßen Teilchen, um ein paar davon einfrieren zu können, so dass man beim nächsten "Überfall" von Freunden nur noch das Gefrierfach öffnen muß. Auch die Grund-Zutaten für Muffins sind meist im Haus: Mehl, Zucker, Butter, Eier und Milch.
Da sich zudem noch ein Schälchen Blaubeeren im Kühlschrank versteckte, waren heute die Klassiker dran: Blueberry-Muffins!




Zutaten (für ca. 15 Stück)

  • 450 g Mehl
  • 4 Tl Backpulver
  • 115 g brauner Zucker
  • 2 Eier
  • 250 ml Milch
  • 1 Tl Vanilleessenz
  • 125 g flüssige Butter (und Butter für das Muffinblech; entfällt bei Papierförmchen)
  • 150 g Blaubeeren
  • Puderzucker

Den Backofen auf 210° (Ober- und Unterhitze) vorheizen und die Muffinbleche mit den Papierförmchen auslegen (oder mit flüssiger Butter auspinseln). Blaubeeren waschen und trockentupfen.
Die Butter zerlassen und abkühlen lassen. Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit dem Backpulver, dem Zucker und den Blaubeeren vermischen. In die Mitte eine Mulde drücken.




Die Eier mit der Milch und der Vanilleessenz verquirlen. In die Mulde giessen und auch die zerlassene Butter hinzufügen. Mit einem Holzlöffel rasch verrühren; der Teig darf noch etwas krümelig sein.
Teig auf die Förmchen verteilen und die Muffins ca. 25 Minuten backen. Danach auf einem Gitter auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

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