Posts mit dem Label Frischkäse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Frischkäse werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 15. September 2020

Spätsommersalat: Insalata di fregola con peperoni, prosciutto croccante e stracciatella


Der Sommer dreht noch einmal richtig auf! Wann hat man schon im September nach 20 Uhr noch Temperaturen an die dreißig Grad! Ich freue mich jedenfalls noch über jeden Sonnenstrahl, und auch wenn ich in den vergangenen Monaten oft - körperlich - unter der Hitze gelitten habe, meiner Stimmung tut der Sommer in der Regel gut. Glücklicherweise kann ich mich in Rom auch in den Wintermonaten an saftigem Grün erfreuen; da sind die immergrünen Pinien und auch die vielen Palmen, die das Stadtbild prägen. Auch wenn der Schein trügt und die Temperaturen niedrig sind. 








Ein wenig haben sich schon die Farben des Herbstes unter diesen Salat gemischt. Dass dieser Salat einfach super schmecken muss, ahnte ich schon beim Zusammenstellen der Zutaten. Aber dass er so sensationell gut ist, hat mich dann nochmals positiv überrascht.  Das Zusammenspiel von süßen Trauben, dem knusprigen Schinken, den sanft gedünsteten Paprikastreifen und der erfrischenden "Salsina" aus Stracciatella ist einfach perfekt! Die Pastasorte aus Sardinien wurde hier nicht klassisch wie ein Risotto zubereitet, sondern wie jede gewöhnliche Pasta im Wasser al dente gekocht; sie bietet die ideale Basis für diese Pasta fredda.  



 


 



Zutaten und Zubereitung
(für zwei bis drei Personen)



  • 250 g Fregola
  • 2 rote Paprikaschoten
  • 90 g Parmaschinken
  • 30 g ungesalzene Pistazien, grob gehackt
  • eine handvoll Trauben, halbiert
  • 1/2 unbehandelte Zitrone
  • 140 g Stracciatella (oder das Innere einer Burrata)
  • Thymian und Majoran, gerebelt (oder frisch)
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • ein paar Spritzer Tabasco
  • Olivenöl extra vergine


Die Fregola in kochendem Salzwasser al dente kochen (ca. 8 Minuten), abgießen und kalt abbrausen. In eine Schüssel geben und etwas Olivenöl und ein wenig Zitronensaft untermischen.

Die Paprikaschoten putzen und in feine Streifen schneiden. In etwas Olivenöl langsam weichdünsten. Mit Salz, Thymian und Majoran abschmecken. Abkühlen lassen.

Den Parmaschinken in grobe Streifen schneiden und in etwas Olivenöl knusprig ausbraten. Zum Abkühlen auf etwas Küchenpapier legen.

Fregola mit den Paprikaschoten vermischen und mit Salz, Pfeffer  sowie ein paar Spritzern Tabasco abschmecken.

Die Stracciatella mit einer Gabel etwas zerpflücken und mit 2 El Olivenöl, 1 El Wasser und etwas Zitronenabrieb verrühren.

Die Fregola mit den knusprigen Schinkenstreifen belegen und die Traubenhälften sowie die gehackten Pistazien darübergeben. Mit der Salsina aus Stracciatella übergießen.



❀❀❀

Lust auf Pasta fredda - den kalten italienischen Nudelsalat?
 Hier findet Ihr weitere Ideen - und noch ein Rezept für die klassische Zubereitung von Fregola.

❀
❀
❀








Samstag, 2. Mai 2020

Für "Team Käsekuchen": New York Cheesecake Cupcakes




Wer amerikanischen Boden betritt und dann sofort zu einer Hamburgerbräterei eilt, nährt damit vor allem eines, nämlich seine Vorurteile. Und wer glaubt, noch schlimmer ginge es bei den süßen Sachen weiter, der plappert oft nur Allgemeinplätze nach, die man ironischerweise äußern darf, ohne dass man der Xenophobie verdächtigt wird.
Dass es kulinarische Auswüchse mit für die Gesundheit bedrohlichen Folgen in den Staaten gibt, bleibt unbestritten. Nirgends habe ich so viele Menschen mit wirklich besorgniserregendem Übergewicht gesehen. Viele Süßspeisen sind für unseren europäischen Geschmack zudem überzuckert. Und das führt ja bekanntlich schnell zur Überzuckerung.

Längst aber ist das nicht nur ein amerikanisches Phänomen. Genau so erschreckend ist es, wie viele Kinder und Jugendliche auch in Italien übergewichtig sind, wenn sie in sozial schwierigen Stadtvierteln heranwachsen müssen. In Neapel, der Stadt, in dem bürgerliche Wohngebiete gleich neben dicht besiedelten Vierteln liegen, die gleichzeitig soziale Brennpunkte darstellen, ist mir das bei unzähligen Besuchen immer wieder aufgefallen. Man sollte meinen, Italien mit seiner auf der Mittelmeerdiät basierenden Küche kenne solche Probleme nicht, aber leider wird Ernährung auch hier durch soziale Umstände beeinflusst. Nicht anders ist es in den Staaten.

Bei unseren Aufenthalten in Amerika haben wir oft hervorragend jenseits aller Klischees gegessen, uns aber auch die Mühe gemacht, die Nase in Restaurantführer zu stecken oder nach persönlichen Tipps zu fragen. Und dann auf einmal gab es eine ganze Welt zu entdecken; unvergesslich bleibt mir ein Abend in einem kubanischen Restaurant in Miami. Die multikulturellen Einflüsse machen gerade in den USA die Küche so spannend. Aus dem Melting Pot New York stammt dann auch die amerikanische Version des beliebten Käsekuchens.

Wie bunt und phantasievoll die nordamerikanische Küche sein kann, das zeigte jüngst der Beitrag USA aus der Reihe Trostkochen, in dem die großartige Peggy von "zunehmend wild" amerikanische Rezepte von Bloggern zusammengetragen hat, um auch diesem Land unsere Solidarität zu zeigen.
Und da waren natürlich auch meine Lieblingskuchen vertreten...










Gleich zwei meiner Lieblingstorten haben nämlich nordamerikanische Wurzeln: Auf Platz Nummer eins ist da meine geradezu vergötterte Key Lime Pie, deren Herstellung leider oft am Mangel von saftigen (!) Limetten scheitert, gefolgt von dem schon erwähnten cremigen New-York-Cheesecake. Nun bin ich sowieso Team Käsekuchen, egal ob der nun wie in Deutschland mit Quark, in Italien mit Ricotta oder in den Staaten mit Frischkäse hergestellt wird. Es ist der einzige Kuchen übrigens, den ich mit einem Klecks ungesüßter Sahne oder - besser noch - Crème fraîche erst so richtig genießen kann. Obstkuchen dagegen mag ich lieber pur.

Für Liebhaber der amerikanischen Version empfiehlt es sich, immer ein paar Butterkekse und Frischkäse vorrätig zu haben. Im Gegensatz zu einem Mürbeteigboden, der zur Kühlung ruhen muss, ist der amerikanische Keksboden im Handumdrehen gebacken. Perfekt, wenn einem die Lust auf Käsekuchen überkommt. Wichtig nur: so ein Cheesecake muss gut ausgekühlt sein, bevor man ihn anschneidet, sonst bröselt der Boden. Das ist der vielleicht einzige Makel, der so einem amerikanischen Käsekuchen anhaftet: Man will sofort und darf nicht! Ganz Ungeduldige können diese Cheese-Cupcakes aber auch im Weckglas backen - und dann den Löffel in der lauwarmen Käsecreme versenken.






Zutaten
(für 8 Cupcakes)




Boden


  • 8 Butterkekse
  • 2 El Butter + etwas Butter für die Förmchen
  • 1 El Puderzucker
  • etwas Zimt (fakultativ)


Füllung


  • 250 g Frischkäse
  • 40 ml Milch
  • 40 ml Sahne
  • 1 Ei
  • 40 g selbstgemachter Vanillezucker (oder Zucker und das Mark einer halben Vanilleschote)
  • 1 Prise Salz
  • Abrieb und Saft einer halben Zitrone
  • 1 Muffinblech (12er)



Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze vorheizen).
Acht Vertiefungen im Muffinblech ausfetten.

Die Butter zerlassen und die Kekse in einem Zerkleinerer zerbröseln (alternativ in einen Plastikbeutel geben und mit dem Nudelholz zerkleinern).
Keksbrösel mit der Butter, dem Zucker und dem Zimt vermischen und diesen Teig in den Förmchen verteilen. Die Oberfläche andrücken und glätten.
Für 10 Minuten in den vorgeheizten Ofen geben.
Den Ofen auf 170 Grad zurückschalten.

Für die Füllung alle Zutaten in der Küchenmaschine oder mit dem Schneebesen gut miteinander verrühren. Die Masse auf den vorgebackenen Keksbröseln verteilen und das Muffinblech für weitere 25 bis 30 Minuten in den Ofen schieben.

Vor dem Servieren gut abkühlen lassen, dann die Cupcakes vorsichtig aus den Vertiefungen holen.
Dazu passen Fruchtsaucen (wie auf dem Foto, z.B. aus Blaubeeren), frische Früchte, Sahne...  Oder einfach pur genießen!

Angelehnt an ein Rezept aus: Oliver Brachat, Cupcakes, AT Verlag Aarau und München 2010







Samstag, 4. August 2018

Rotolo di frittata farcito - oder auch: Wie kommt der Spinat ins Ei?



Eltern stehen sicher oft vor der Frage: Wie bekomme ich den Spinat ins Kind? Da kann ich leider auch nicht mit bombensicheren Tricks aufwarten. Allerdings möchte ich Euch gerne verraten, wie man den Spinat ins Ei bekommt. Das leuchtend grüne, im Ofen gebackene und später mit einer herzhaften Füllung aufgerollte Omelette verlockt sicher auch hartnäckige Spinatverweigerer. Und übrigens: die Geschichte mit dem Kommafehler und dem Eisengehalt kennt Ihr ja bestimmt. Wenn das Kind keinen Spinat mag, wird es sicher trotzdem groß und kräftig werden! Aber vielleicht locken bei dieser Roulade ja die starken Farben zu einer kleinen Kostprobe. Falls das wieder ausgespuckt werden sollte, halten sich die Flecken in Grenzen.








Dieses hitzetaugliche und so farbenfrohe Rezept habe ich mal wieder geklaut; die Grundidee stammt aus einer italienischen Kochzeitschrift. Bei der Füllung aber ging ich eigene Wege; hier kann jeder seiner Phantasie freien Lauf lassen.






Zutaten
(für eine flache Auflaufform in den Maßen 22x30 cm)


  • 6 Eier (möglichst Bio - von glücklichen Hühnern)
  • 200 g junger Spinat
  • 300 Robiola (italienischer Frischkäse)
  • 100 g getrocknete Tomaten in Öl, sehr gut abgetropft und eventuell trockengetupft
  • 40 g Pinienkerne
  • 1 Bund wildes Fenchelkraut
  • 1 junge Tropeazwiebel mit Grün (ersatzweise eine Frühlingszwiebel)
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer


Den Backofen auf  170 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen und die Auflaufform mit Backpapier auslegen. Den jungen Spinat gut waschen und in Salzwasser wenige Sekunden blanchieren. Abgießen und sofort in Eiswasser legen. Dann herausnehmen und sehr gut ausdrücken.
Den Spinat in einem Mixer mit den aufgeschlagenen Eiern fein pürieren und alles zu einer schaumigen Masse verquirlen. Diese in die Auflaufform gießen und im Ofen 20 Minuten backen.
Danach herausnehmen, kurz abkühlen lassen, auf die Arbeitsfläche stürzen, Papier abziehen und vorsichtig von der kurzen Seite her aufrollen. Auskühlen lassen.

Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne anrösten, dann abkühlen lassen. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und die gut abgetropften Tomaten etwas kleinschneiden. Das Fenchelkraut hacken.
Den Frischkäse glattrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Frittata vorsichtig entrollen und den Frischkäse darauf verstreichen. Dann die Pinienkerne, die Frühlingszwiebelringe, die Tomatenstücke und das gehackte Fenchelkraut darauf verteilen. Alles wieder zu einer Rolle formen und fest in Folie einpacken. Für mehrere Stunden in den Kühlschrank legen.
Die Rolle in Scheiben schneiden und diese mit Zitronenzesten bestreuen.
Als Vorspeise servieren; mit einer Salatbeilage ergibt das eine erfrischende Hauptmahlzeit.

Rezeptquelle: Frei nach SALE&PEPE, August 2018





Montag, 30. Juli 2018

A little bit messy: No-bake Cherry Cheesecake



Schon wieder Käsekuchen, werden nun treue Leserinnen und Leser denken!
Klar, wenn eine Einladung zu einem Käsekuchen-Event ins Haus flattert, bin ich dabei! Auch wenn fast noch Krümel von der Crostata di ricotta übrig sind - nahtlos gehen wir also zur amerikanischen Variante eines Käsekuchens über!

Heute, so habe ich erfahren, ist nämlich der internationale Tage des Käsekuchens. Dazu gibt es einen kleinen Blogevent, den die liebe Tina vom Blog Lecker und Co. ausrichtet. Wie schön, wenn es für meinen Lieblingskuchen auch einen Feiertag gibt! Es gibt mir Gelegenheit, etwas Neues auszuprobieren: Einen Käsekuchen, für dessen Fertigstellung nicht der Ofen, sondern der Kühlschrank sorgt. Perfekt also für heiße Sommertage!




Vielleicht nicht ganz so hübsch und "aufgeräumt", wie ich es mir vorgestellt hatte, ist mein erster No-bake Cheesecake geworden: der "Crust" etwas bröselig, der Anschnitt leicht verschmiert und die "Stielchen" knallen schon wie kleine Leuchtstoffröhren hervor. Aber hey - einen echten Cheesecake-Fan hält das doch nicht vom Genuss ab! Letztlich zählt der Geschmack, und die Liaison von cremiger Füllung und knackigen Kirschen ist einfach herrlich erfrischend!




Zutaten
(für eine Quicheform von 28 cm Ø)


Teigboden (Crust)

  • 200 g Butterkekse
  • 2 Tl Zimt
  • 130 g Butter
  • 1 Prise Salz


Die Kekse zerbröseln. Ich hatte das dieses Mal mit Hilfe eines Gefrierbeutels, in die ich die Kekse gefüllte und dem Nudelholz gemacht. Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass die Kekse feiner in einem Mixer zermahlen werden, was für mehr Stabilität sorgt (siehe Rezept  zum New-York Cheesecake).
Die Butter schmelzen und mit dem Zimt und einer Prise Salz zu den Bröseln geben. Zu einem "Teig" verkneten und den Boden der Quicheform damit bedecken. Mit Hilfe der Unterseite eines Kaffeebechers den Boden andrücken, dabei auch einen kleinen Rand hochziehen (Rand muss aber nicht sein).
Bis zur weiteren Verwendung die Form in den Kühlschrank stellen.

Füllung

  • 650 g Frischkäse
  • 200 g saure Sahne
  • 100 g süße Sahne
  • 150 g Zucker
  • 1 Tl Vanilleextrakt
  • 20 ml Zitronensaft
  • eine Prise Salz
  • 500 g Kirschen


Die Kirschen entsteinen und in einem Sieb abtropfen lassen.
Den Frischkäse zunächst mit allen Zutaten zu einer geschmeidigen Paste verrühren. Dazu, wenn vorhanden, den Flachrührer einer Küchenmaschine verwenden.
Dann diesen Rührer gegen einen Schneebesen austauschen und die Frischkäsecrème 5 Minuten kräftig aufschlagen; sie wird dann wieder etwas lockerer.
Die Form aus dem Kühlschrank nehmen und die Kirschen darauf verteilen (eventuell eine dünne Schicht der Crème zunächst auf dem Boden verteilen, darauf achten, dass der Tortenboden heilbleibt).
Dann die Frischkäsecrème auf den Kirschen verteilen und glattstreichen.
Den Kuchen für mindestens sechs Stunden in den Kühlschrank stellen; am besten über Nacht.


Verzierung

  • 200 g Kirschen, entsteint
  • 20 g Puderzucker
  • 2 Blatt Gelatine


  • grünes (oder braunes) Speisefarbe-Gel (Tube, gibt es bei Backzubehör)
  • Minze


Anmerkung:
Man braucht nur die Hälfte der Kirschsafttropfen, aber eine größere Menge lässt sich leichter verarbeiten. Den Rest einfach wegnaschen...
Die Gelatine 10 Minuten in kaltem Wasser einweichen.
Kirschen mit dem Puderzucker  pürieren (Stabmixer). Die tropfnasse Gelatine in einem Topf bei milder Hitze verflüssigen; aufpassen - sie darf nicht kochen!
Unter den Kirschsaft rühren und diesen durch ein Sieb streichen. Wenn sie festzuwerden beginnt - sie geliert nicht vollständig -, entweder mit Hilfe einen Teelöffels Kleckse auf die Oberfläche des Kuchens träufeln oder eine kleine Plastikflasche mit Tülle dafür verwenden.
Mit dem Gel die Stängelchen zeichnen und diese mit Minzblättchen verzieren.
Der Cheesecake sollte weiterhin im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Ein lieber Dank geht an Peter vom Blog Aus meinem Kochtopf für die Einladung zu diesem Event!






Weitere großartige Ideen zum Blogevent rund um das Thema Käsekuchen gibt es hier: 


LECKER&Co: Zebra Käsekuchen mit Brombeeren ninamanie: Käsekuchen im Glas Papilio Maackii: Bananenbrot mit Cheesecake Swirl BackIna: Japanischer Käsekuchen Silkes Welt: Heidelbeer Cheesecake Tarte Jessis Schlemmerkitchen: Omas Käsekuchen Tra Dolce ed Amaro: No-Bake Cherry Cheesecake The Apricot Lady: Pikante Mini-Cheesecakes Küchenmomente: No-Bake Mango-Kokos Cheesecake Savory Lens: Sommerbeeren-Ricotta-Cheesecake mit Pekannüssen Julias Torten und Törtchen: Käsekuchen Eclairs mit Himbeer und Zitrone Mein kleiner Foodblog: Blueberry Cheesecake Cupcakes mit Vanillefrosting Naschen mit der Erdbeerqueen: Cremiger Käsekuchen mit Keksboden holy fruit salad!: Kalter Käsekuchen mit Himbeeren Dental Food: Käsekuchen Creme Mrs Emilyshore: Käsekuchen Eismuffins Kochtopf: Sommerlicher Cheesecake mit Pfirsich Evchen kocht: Golden Milk Cheesecake Die Sonntagsköchin: Birnen Cheesecake Bisquitrolle Kleid und Kuchen: No bake Lemon-Cheesecake mit Johannisbeeren Sommer Madame: Käsekuchen mit Limette und Keksboden Kohlenpottgourmet: Käsekuchendessert im Glas (zuckerfrei) Labsalliebe: Sauerkirsch-Cheesecake-Eis Soulsister meets friends: Key Lime Cheesecake Salzig, süß, lecker: Pfirsich Cheesecake mit Mandelstreusel Aus meinem Kochtopf: Käse-Mohn-Kuchen mit Passionsfrucht- und Mango-Spiegel Jankes*Soulfood: Omas Käsekuchen mit Schokoboden Zimtkringel: Beeriger Käsekastenkuchen Linals Backhimmel: Kleiner Blaubeer Käsekuchen Krimi und Keks: Zupfkuchen mit Heidelbeeren Dynamite Cakes: White Chocolate Cheesecake mit Blaubeeren ohne Backen Delicious Dishes around my Kitchen: Sommerlicher MangoKäsekuchen mit Beeren und Physalis Lecker macht Laune: Cheesecake Pancakes USA kulinarisch: Mini-Cheesecakes 2.0 Slowcooker: Quarkteilchen wie vom Bäcker Kinder kommt essen: Herzhafter Käsekuchen Feinschmeckerle: Cheesecake mit Himbeeren ohne Backen Backschwestern: Churro Cheesecake Süße Zaubereien: Käsekuchen Happen Obers trifft Sahne: Käsekuchen ohne Boden KittyCake Russischer Zupfkuchen




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Freitag, 8. Juli 2016

Sommerliche Röllchen: Involtini di Bresaola e Caprino



Wie alle Jahre wieder hat die römische Julihitze meine Küche in einen Glutofen verwandelt. Außerhalb unserer klimatisierten Wohnung ist es gar so schwülheiß, dass mir das Atmen schwerfällt. Leider ist die Küche der einzige Raum, in dem kein Klimagerät mehr Platz findet. Gekocht wird trotzdem - naja, fast immer. Aber gestern Abend gab es "kalte Küche" zum Fußballspiel, das ja leider das Aus für "die Mannschaft" nach sich zog. Trotzdem: Gut haben sie gespielt, unsere Jungs! Der französischen Mannschaft gratuliere ich zum Sieg, und ich werde ihr beim Endspiel am Sonntag die Daumen drücken.
Während des Spiels haben wir geschlemmt: Aus Kampanien mitgebrachte Büffelmozzarella sowie Scamorza affumicata, eine geräucherte Käsespezialität. Und Trüffelkäse ... und Weichkäse aus dem Piemont ... und Ziegenkäse - das alles stand zu Auswahl. Unser ganzer Kühlschrank ist voller Käse zur Zeit! Um den Ziegenkäse habe ich etwas Bresaola gewickelt, damit's nicht so auffällt mit dem Käsewahn, und alles mit viel Grünzeug und Vitaminen in Form von Orangen dekoriert.
Ihr seht schon: Meine Liebe zu Käse!
Es gibt so "Basics" im unserem Kühlschrank, die ich praktisch immer vorrätig habe. Neben diversen Käsesorten (darunter immer ein Stück Parmigiano), Oliven und getrockneten, in Öl eingelegten Tomaten horte ich oft auch die Schinkenspezialität Bresaola, mit der ich mir gerne eine schnelle und leichte Mahlzeit zubereite; gerade in den Sommermonaten. Der klassische Teller Bresaola, auch in römischen Restaurants auf fast allen Speisekarten zu finden, sieht dabei so aus.
Diesen mageren, luftgetrockneten Rinderschinken aus der Lombardei, ziehe ich gewöhnlichem Schinken oft vor. Schon als Kind liebte ich Bündnerfleisch, weil ich da keinen  Fettrand abpulen musste. Bresaola della Valtellina, so die korrekte Bezeichnung, schmeckt etwas milder als Bündnerfleisch, trotzdem ist die Verwandtschaft dieser beiden Spezialitäten offensichtlich. Das norditalienische Veltlin (Valtellina), Heimat dieser Spezialität, gehörte einst zu dem Freistaat der Drei Bünde im heutigen Gebiet von Graubünden, daher auch der Name Bündnerfleisch. Allerdings gibt es für die Bezeichnung auch andere etymologische Erklärungsversuche.
Für diese Röllchen bietet sich die geschmeidigere Bresaola an, die man gut zu Röllchen drehen kann und im Geschmack nicht so dominiert. Wer das etwas strenge Aroma von Ziegenfrischkäse nicht mag, kann auch einen italienischen Frischkäse aus Kuhmilch, wie etwa Robiola, verwenden.
Und fertig ist ein wunderbares Antipasto, passend für alle Jahreszeiten - oder eben ein leichtes Hauptgericht für heiße Tage.





Zutaten
(für vier Personen)

200 g Bresaola
250 g Ziegenfrischkäse
1 Orange
80 g Rucola
2 El Pistazienkerne, ungesalzen
2 El Olivenöl extra vergine
Salz, frisch gemahlener Pfeffer


Rucola waschen und trockenschleudern. Auf den Tellern verteilen.
Eine Scheibe Bresaola mit etwas vom dem Frischkäse bestreichen, eine zweite Scheibe darauflegen und ebenfalls mit Frischkäse bestreichen und dann die Scheibe aufrollen. Die fertigen Involtini in der Mittel quer halbieren und auf den Salat legen.
Orange filettieren, Saft auffangen. Pistazien grob hacken.
Orangenfilets auf den Tellern verteilen.
Aus dem Orangensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette rühren und über die Röllchen und die Rucola träufeln. Mit den grob gehackten Pistazien bestreuen.


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Samstag, 14. Februar 2015

Ein Herz für zwei: Red Velvet Cake




Wir schenken uns nichts zum Valentinstag, und die ganze Geschäftemacherei um dieses Datum, das sehr wohl auch einen (nicht belegten) geschichtlichen Hintergrund um christliche Märtyrer hat, lässt mich ziemlich kalt. Andererseits ist es trotz allem eine Gelegenheit, den Partner mit einer kleinen Aufmerksamkeit zu überraschen; bei uns ist das meist eine sehr süße kleine Aufmerksamkeit, habe ich doch ein Süßmäulchen zum Mann. So gab es in Vergangenheit etwa Amarena-Cupcakes, eine sündig gute Mandelcrème mit Granatapfel-Sauce, Sachertorte (da ist mein Mann ganz verrückt danach), oder auch schon mal Ravioli mit einer Rote-Beete-Füllung - die aber dann herzförmig, denn es darf bei dieser Gelegenheit gerne richtig kitschig auf dem Teller zugehen!




"Gibt es was zum Ausschlecken?" Diese Frage kenne ich nur allzu gut. Kaum habe ich einen Kuchen oder Plätzchen in den Ofen geschoben, findet der Allerliebste, sofern zu Hause, instinktiv den Weg in die Küche, als habe er eine innere Antenne, die ihn zu Rührschüsseln oder Teiglöffeln leitet. Wenn alle Schüsseln dann "besenrein" ausgekratzt sind, geht es - für mich! - endlich ans Spülen!
Aber den Genuss am vollendeten Werk teilen wir uns dann wieder.
Heute lege ich ihm (m)ein Herz aus rotem Samt zu Füßen!





Zutaten
(für zwei Verliebte - und eine Herzform von 600 ml Inhalt)

Kuchen

140 g Mehl, gesiebt
1 Tl Backpulver
60 g Butter
160 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 El dunkles Kakaopulver
1 Ei
120 ml Butter
1 Tl Vanilleextrakt
120 ml Buttermilch
2-3 Tl rote Lebensmittelfarbe (in flüssiger Form)
1 Tl Weißweinessig
Butter und Mehl für die Form

Den Backofen auf 175 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Form mit Butter ausfetten und mit Mehl bestäuben.
Das gesiebte Mehl mit dem Backpulver, dem Kakaopulver und dem Salz mischen. Buttermilch in einer zweiten Schüssel mit dem Weißweinessig verrühren und die Lebensmittelfarbe hinzufügen, bis eine tiefrote Flüssigkeit entsteht.
Butter mit dem Zucker mit dem Handrühregerät schaumig schlagen, dann das Ei und den Vanilleextrakt unterrühren. Nun abwechselnd Mehl- und Buttermilch-Mischung unter die Butter-Zucker-Masse rühren.
Den Teig in die Form füllen und ungefähr 50 Minuten backen. Unbedingt die Stäbchenprobe nach dieser Zeit machen; es sollte kein Teig mehr am Stäbchen kleben.
Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und dann auf ein Kuchengitter stürzen.

Frosting

125 g zimmerwarme Butter
1 El heißes Wasser
145 g Puderzucker, gesiebt
250 g zimmerwarmer Frischkäse
rote Lebensmittelfarbe (in flüssiger Form)

Butter mit dem Wasser und dem Puderzucker zu einer geschmeidigen Crème rühren. Dann nach und nach den Frischkäse hinzufügen.
Den Kuchen einmal halbieren, mit etwas Crème bestreichen und wieder zusammensetzen.
Vor der übrigen Crème ungefähr ein Drittel abnehmen und diese mit soviel Lebensmittelfarbe verrühren, dass eine intensiv rote Crème entsteht,
Die beiden Crèmes in zwei Spritzbeutel füllen und den Kuchen damit verzieren.




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Sonntag, 28. Dezember 2014

Und "zwischen den Jahren" leichte Kost: Rotkrautsalat mit Orangen und Bresaola-Röllchen



Nach der ganzen Weihnachtsschlemmerei inklusive Plätzchen ist nun ein wenig Fasten vonnöten, bevor Silvester kalorienmäßig wieder zuschlägt; gestern haben wir prophylaktisch schon einmal Raclette besorgt, was mit einer nervenaufreibenden Einkaufstour - halb Rom war in den großen Einkaufszentren am Stadtrand unterwegs - verbunden war.
Wenn man bei dem Fastenvorhaben noch die sich im Kühlschrank angesammelten Reste verwerten kann, umso besser! Bei mir war es ein ein halber Rotkohl, der im Gemüsefach einem ungewissen Schicksal entgegensah. Zunächst wollte ich auch diese zweite Hälfte noch einmal für jenes wunderbare Rezept verwenden, das uns schon am ersten Weihnachtsfeiertag begeistert hatte. Dafür wurde der gehobelte Rotkohl in Portwein mit vielen Gewürzen eingelegt und im Kühlschrank zwei Tage lang  mariniert. Als Ergebnis hatten wir das beste Rotkraut auf den Tellern, das ich je zubereitet hatte. Dazu gab es Sauerbraten und Spätzle - ein einfaches, aber wunderbares Feiertagsessen!
Nun war aber Leichtes gefragt, und so entschied ich mich, die verbliebene Rotkohlhälfte zu einem leichten, aber doch raffinierten Salat zu verarbeiten.



Zutaten

1/2 Rotkohl (ca. 500 g)
3 El Aceto Balsamico (und etwas Aceto Balsamico Tradizionale di Modena zum Beträufeln)
3 El Walnussöl
1 El Olivenöl
1 El Johannisbeergelee
2 unbehandelte Orangen
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

100 g Bresaola
100 Robiola (ital. Frischkäse)
50 g Walnusskerne

Den Rotkohl vom Strunk befreien, säubern und in feine Streifen hobeln. Diese in kochendem Salzwasser ca. 1 Minute blanchieren, abgießen und kalt abbrausen. Gut abtropfen lassen.
Aus dem Balsamessig, den Ölen, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette zubereiten und einen El Johannisbeergelee unterrühren.
Die Schale einer Orangen mit dem Zestenreißer in feine Streifen schneiden. Die Orangen schälen und filettieren, dabei den Saft auffangen. Walnüsse grob zerkleinern.
Rotkraut mit der Vinaigrette mischen, die Orangenfilets (einige zum Dekorieren zurückbehalten), den Saft, die Hälfte der Walnüsse und die Zesten untermengen.



Jeweils eine Bresaolascheibe mit etwas Robiola bestreichen, eine zweite Scheibe darauflegen, ebenfalls mit etwas Frischkäse bestreichen und aufrollen. Die Röllchen im Ganzen oder in Scheiben geschnitten auf den Salat legen. Nach Belieben mit Aceto Balsamico Tradizionale di Modena beträufeln und mit den restlichen gehackten Walnüssen bestreuen.




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Montag, 1. September 2014

Hübsch anzusehen, aromatisch und geschmeidig: Feta-Frischkäse-Kranz im Paprikamantel



Es gibt Blogevents, da sage ich ganz besonders gerne zu - besonders, wenn eine Aufgabe dahinter steckt, die zum Grübeln einlädt. Das kann das intensive Nachdenken über ein Rezept sein, oder auch, wenn der Event, wie im vorliegenden Fall, eine ganz besondere Herausforderung darstellt.
Die wunderbare Claudia vom Blog "Geschmeidige Köstlichkeiten" richtet zusammen mir Zorra vom "Kochtopf" einen Event aus, der in jeder Hinsicht nachdenklich stimmt! Bitte nehmt Euch die Zeit und lest ein wenig in diesem außergewöhnlichen Blog von Claudia, in dem sie viel Persönliches von sich preisgibt und anderen durch ihr Schicksal Hoffnung, aber auch praktische Tipps weitergeben möchte.
Claudia sucht nun im aktuellen Event nach Smooth Food - nach kulinarischen Köstlichkeiten, die auch Menschen mit Kau- oder Schluckproblemen genießen können. Nicht immer steckt eine ernste Ursache dahinter, wenn das Schlucken oder Kauen einmal schwerfällt. Aber jeder kennt ja das Problem, wie unerträglich jede Brotkrume im Hals kratzen kann, wenn mal wieder eine Mandelentzündung zugeschlagen hat. Auch Zahnprobleme können zu einer unfreiwilligen Diät verhelfen, und der knurrende Magen muss dann leider hungrig bleiben!
Den folgenden Feta-Kranz habe ich schon länger nicht mehr zubereitet (das letzte Foto meines Posts zeigt den Kranz, wie ich ihn vor einigen Jahren serviert hatte), dabei überrascht er stets aufs Neue durch sein außergewöhnlich feines Aroma, zu dem auch der viele frische Thymian beiträgt.
Während ich den Kranz am Wochenende für einen  Brunch am Sonntag zubereitete, musste ich wieder an den Event von Claudia denken. Dieser Kranz wäre perfekt, sagte ich mir, denn hier kommen Zutaten zum Einsatz, die unter Umständen Schwierigkeiten beim Kauen verursachen könnten. Und Brei oder Suppe wollte ich nicht zum Event beisteuern.
Leider kann Feta-Käse, so sehr ich ihn schätze, oft ein etwas "klebriges" Mundgefühl durch diese, von mir als krümelig-trocken empfundene Konsistenz hinterlassen. Die harte Haut von Paprikaschoten ist nicht nur schwer verdaulich, sie lässt sich von Menschen mit Kauproblemen auch schlecht (durch-)beißen. Beim Feta-Kranz dagegen wird diese griechischen Käsespezialität zusammen mit Ricotta und Frischkäse geschmeidig gerührt, so dass der charakteristische Geschmack zwar erhalten bleibt, aber nun in crèmiger Version darherkommt. Im Originalrezept wird übrigens zum Feta nur Quark beigegeben. Ich habe immer wieder Schwierigkeiten, in Italien Quark zu bekommen, aber ich könnte mir vorstellen, dass der Kranz in der Urversion mit Quark noch geschmeidiger wird. Für Menschen mit Kauproblemen würde ich daher - je nach Stärke der Beeinträchtigung - zu Quark raten. In diesem Fall sollte man den Kranz auch mindestens eine halbe Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen, damit die Masse noch crèmiger wird. Die Paprikaschoten werden durch das Grillen und Häuten ebenfalls sehr viel verträglicher, und diese Crème nun, auf ein Stück entrindetes Brot gestrichen, kann für Menschen mit der angesprochenen Behinderung zu einem ganz aromatischen Genuss werden. Aber diese Crème schmeckt so gut, dass man sie auch ganz "ohne alles" genießen kann!




Zutaten
(für 12 Portionen/eine Kranzform von 1 Liter Inhalt)

2-3 rote Paprikaschoten
2 Schalotten (ungefähr 80 g)
750 g Feta
100 g Ricotta
150 g Frischkäse 
(im Original werden Ricotta und Frischkäse durch Quark ersetzt)
20 g Butter
2 El Olivenöl extra vergine
1 El frische Thymianblättchen
30 g Basilikum
frisch gemahlener Pfeffer

Paprikaschoten putzen und vierteln. Unter dem eingeschalteten Backofengrill auf einem Blech so lange rösten, bis die Haut schwarze Blasen wirft. Blech aus dem Ofen nehmen und die Paprikaviertel mit einem feuchten Tuch abdecken.
Die Schalotten schälen und in feine Würfelchen schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Schalotten zusammen mit den abgezupften Thymianblättchen weichdünsten. Zur Seite stellen und erkalten lassen.
Basilikumblättchen waschen, trockentupfen und in feine Streifen schneiden.
In einem Standmixer Feta zusammen mit der Ricotta und dem Frischkäse zu einer feinen Crème rühren. Olivenöl ebensfalls unterrühren. Nun die abgekühlten Schalottenwürfel und die Basilikumstreifen unterheben (nicht mehr mixen!). Mit Pfeffer abschmecken.
Die Kranzform mit Klarsichtfolie auslegen. Die Paprikaschoten häuten und trockentupfen.
Nun die Schoten in der Form legen und die Käsecrème darauf verteilen und glattstreichen. Form verschließen und für einige Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank stellen.
Vor dem Servieren auf eine Platte stürzen.



Rezeptquelle: Brigitta Viva, 19/1998



Blog-Event CI - Smooth food, geschmeidig und genussvoll! (Einsendeschluss 15. September 2014)



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Sonntag, 22. Dezember 2013

Zum Jahresabschluss und mit lieben Weihnachtsgrüssen: Schoko-Granatapfel-Cupcakes



Bei privaten Einladungen in Italien erlebe ich immer wieder, dass das Dolce so gut wie nie hausgemacht ist. Die Gastgeber - oft auch einer der Gäste - bringen einen beim Bäcker gekauften Kuchen mit. Oft ist es eine von mir gefürchtete Crostata, einer Art Linzerkuchen, die sich meist durch ihre staubtrockene Konsistenz auszeichnet. Neulich hatten wir crèmegefüllte, pappsüße Profiteroles, und in der Winterzeit wird oft ein gekaufter Monte Bianco aus dem Karton gehoben. Letzteren liebe ich ja heiß und innig, ob nun gekauft oder selbstgemacht. Das Verdienst des Gastgebers - oder des edlen Spenders - ist es dann, einen möglichst guten Konditor zu kennen - den "besten" im Viertel natürlich -, was dann auch anerkennend von den anwesenden Gästen gelobt wird.
Was mache ich mir eigentlich immer die Arbeit...
Aber ich mache es gerne! Ein Dessert ist für mich der gelungene Höhepunkt und zugleich Abschluss eines schönes Menüs. Hier kann man noch einmal richtig auftrumpfen - je nachdem, ob es natürlich gelingt. Denn schiefgehen kann ja zu aller Zeit immer etwas. So passierte mir heute folgendes - und es gibt folglich einen Cupcake weniger:




Heute Abend sind wir bei Freunden eingeladen. Der Gastgeber will mir unbedingt ein neues Gericht präsentieren, was er auch schon telefonisch angekündigt hat. Ich bin sehr gespannt!
Als kleine Überraschung bringe ich etwas Süßes mit. Als Mitbringsel eignen sich ja beim Dessert schon aus transporttechnischen Gründen am besten ein Kuchen oder auch kleinteiligeres Backwerk. Zu Hause würde ich Cupcakes eher noch nach dem Dessert zum Caffè reichen, denn Kuchen alleine bilden für mich keinen richtigen Menüabschluss; ganz feine Tartes einmal ausgenommen. Aber da die kleinen Teilchen heute Abend das Dolce nur ergänzen sollen, machen meine Schokoladen-Granatapfel-Cupcakes hoffentlich viel (Gaumen-)Freude.




Der Teig für die Cupcakes besteht nicht aus Rührteig, sondern aus einer Art Wiener Masse, was ihn besonders locker macht. Als ich gestern auf dem Markt schöne Granatäpfel sah, kam  mir die Idee, das Frosting der Cupcakes mit den Kernen der Früchte zu dekorieren. Die knacken so schön beim Draufbeißen...




Zutaten (für 12 Cupcakes)


  • 80 g zartbittere Schokolade
  • 70 g Butter
  • 4 Eier
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 P. Vanillezucker
  • 2 El Orangenlikör
  • 50 g Mehl
  • 60 g gem. Mandeln


Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen und das Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.
Die Schokolade hacken und mit der Butter im Wasserbad schmelzen.
Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steifschlagen. Die Eigelbe mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Likör hellschaumig aufschlagen. Dann die Schoko-Buttermischung einrühren.
Den Eischnee auf die Masse geben, gemahlene Mandeln sowie das gesiebte Mehl darüberstreuen und alles mit einem Schaumlöffel vorsichtig unter die Eier-Schoko-Crème heben.
Den Teig in den Förmchen verteilen und für 15-20 Minuten in den Ofen schieben.
Danach die Muffins vollständig auskühlen lassen.


  • 1 Granatapfel
  • 120 g zimmerwarme Butter
  • 160 g Puderzucker
  • 240 g Frischkäse


Die Kerne aus dem Granatapfel pulen.
Die Butter mit dem Puzderzucker und 1-2 El Granatapfelsaft (dafür einige Kerne mit dem Rücken eines Eßlöffels durch ein Sieb drücken und den Saft auffangen) verrühren. Dann den Frischkäse unterrühren, die Crème in einen Spritzbeutel füllen und bis zur Verwendung kaltstellen.
Die erkalteten Muffins mit dem Frosting und einigen Granatapfelkernen verzieren (wer mag, streut auch noch etwas farbigen Glitzerzucker darüber).


Rezeptquelle: Teig frei nach einem Rezept für Muffins "Sacher Art" aus: Weihnachten, Das Goldene von GU, Gräfe und Unzer Verlag, München 2013






Ihr Lieben,
habt alle einen wunderschönen vierten Advent!
An dieser Stelle wünsche ich Euch ein gesegnetes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch in ein gesundes und genussvolles neues Jahr!
Wir lesen uns 2014 wieder!





♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Freitag, 22. November 2013

Von Käse und Kaufzwängen



Zwölf Euronen für ein Schächtelchen Camembert!
Einkaufen in Rom: Für ein Quiche-Rezept benötigte ich einen Camembert - einen simplen Camembert! Aber in keinem der Kühlregale unzähliger Supermärkte, die ich durchforstete, gab es diesen zu kaufen. Brie ja, aber keinen Camembert.
Glücklicherweise fiel mir noch das hübsche, auf Käse und feine Marmeladen spezialisierte Lädchen im Ghetto ein. Also nichts wie hin, und dort endlich gab es den begehrten Käse - die Schachtel zu zwölf Euro. Das war noch der "günstige". Bei achtzehn Euro ging es weiter. Mir schwindelte.
Hypnotisiert vom Preis ließ ich mir das edle Stück über die Theke reichen. Auf dem Nachhauseweg aber sinnierte ich über die Verschwendung - die Verschwendung, diesen edlen und teuren Käse jetzt einfach so in einer Quiche zu verwursteln. So kaufte ich doch noch einen Brie. Nicht zu erwähnen, dass Einkaufen hier mit sehr viel Zeitaufwand und langen Fußmärschen verbunden ist.
Das Gute daran: ich bleibe stets in Bewegung. Besser noch: Das Sonntagsbrötchen  freut sich jetzt auf einen echten französischen Rohmilchcamembert - und mein Mann und ich werden ihn mit Andacht verspeisen.
So, genug über Preise geredet! Eingeweiht wurde meine neue rechteckige Tarteform, mit der ich schon die ganze Zeit liebäugelte. So scharwenzelte ich in den vergangenen Wochen immer wieder um diese Form im Laden herum.
Was für andere Frauen vielleicht Schuhe, sind für mich Backformen, Teller, Ravioliausstecher, kleine Tortenetageren, ja sogar schnöde Papierförmchen für Muffins. Einschlägige Läden wären auch mein Untergang, würde nicht die Vernunft mir manchmal ins Ohr flüstern: "Wo nur willst Du das alles noch unterbringen?"
Schon jetzt wird gestapelt und geschichtet, dabei steige ich manchmal auf mein kleines aufklappbares Küchentreppchen, um in schwindelnder Höhe mit Schüsseln, Deckeln, Einmachgläsern und Tellern zu jonglieren.
Wisst Ihr, dass die meisten Unfälle im Haushalt passieren?
Ganze Schrankfächer muss ich oft ausräumen, um an meine Schätze zu kommen, ob knapp unter der Decke oder auf den Knien liegend - na, Ihr kennt das wohl.
Also, das Problem mit dieser neuen Tarteform ist nun, dass ich noch eine zweite brauche - ja, das ist halt leider so -, denn beim Teigausrollen habe ich festgestellt, dass darin nur die Hälfte des Teiges Platz findet, der sonst für eine 24-cm-Form reicht. Alles klar?
Und das geht ja gar nicht! Morgen gehe ich mal wieder in meinen Lieblingsladen.




Camembert-Apfel-Tarte 

Zutaten für eine Tarteform mit herausnehmbaren Boden, 36 cm x 13 cm
(für 2 Personen als Hauptgericht, für 4 als Vorspeise)


  • 100 g Mehl
  • 50 g kalte Butter + Butter für die Form
  • 1 Prise Salz
  • 3 El kaltes Wasser


Aus den Zutaten nach meinem Grundrezept einen salzigen Mürbeteig herstellen, kaltstellen, ausrollen, in die Form legen und wieder kaltstellen. Mit einer Gabel vor dem Füllen mehrmals einstechen.


  • 1 Apfel
  • 1 Tl Puderzucker
  • 20 g Butter
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 100 g Camembert (ersatzweise Brie)



  • 2 Eier
  • 75 ml Milch
  • 75 ml Sahne
  • 1 El Frischkäse
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • gerebelter Thymian


Den Backofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Puderzucker mit der Butter in einer Pfanne leicht karamellisieren. Den Apfel schälen, vierteln und in Scheibchen schneiden. Diese in die Pfanne geben und leicht in dem Karamell Farbe annehmen lassen.
Zur Seite stellen und abkühlen lassen.
Eier, Milch, Sahne und Frischkäse verquirlen und mit dem Gewürzen abschmecken.
In die mit dem Teig ausgelegte Tarteform zunächst die karamellisierten Apfelscheiben legen, dann den in Würfel geschnittenen Camembert darauf verteilen und die Frühlingszwiebeln auflegen.
Aus optischen Gründen habe ich diese im Ganzen verwendet, dabei zu dicke Exemplare einmal der Länge nach geteilt. Natürlich kann man die Frühlingszwiebeln auch in Ringe schneiden.
Nun den Guss auf der Tarte verteilen und diese für ungefähr 35 bis 40 Minuten in den Ofen schieben.

Rezeptquelle: Angelehnt an ein Rezept aus: Alfons Schuhbeck, Annik Wecker: Raffinierte Tartes, süß und pikant, Dorling Kindersley Verlag, München 2010


KRB Banner Large Der Kochrezepte Basar   Infos und Banner



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Montag, 2. September 2013

Beerenstark: Risotto ai mirtilli



Was kocht man an einem Septembertag, der alles andere als herbstlich ist?
Auf jeden Fall mit Zutaten, die noch ganz nach Sommer schmecken!
Richtig heiß war es heute und viel sommerlicher, als noch vor Tagen, wo nachmittags oft Wolken über der Stadt aufzogen. Zum Teil regnete es dabei so heftig, dass das Wasser zu meiner großen Freude unter den Fenstern hervorquoll. Ich rannte mit den Putzlappen zum Ort des Geschehens und dachte mir nur: Das war's wohl mit diesem Sommer! Spät hatte er angefangen, früh endet er nun.
Doch zum Wochenanfang dann das: Hitze, blauer Himmel und Sonne satt!
Da möchte man auch beim Kochen noch nicht an herbstliche Genüsse denken!

Seit heute Morgen sind die Marktstände auf dem Campo de' fiori wieder vollständig versammelt. Besonders "scharf" - mit Peperoncini und langen Strängen
 von Tropea-Zwiebeln - ging es an diesem Stand zu:










"Spätsommerrisotti" gab es im hier im Blog schon vor einem Jahr, etwa mit Feigen und Burrata oder mit Melone und Südtiroler Speck. Heute griff ich nochmal richtig ins sommerliche Obstkörbchen, denn dass man Risotto auch mit Blaubeeren machen kann, las ich vor ein paar Tagen in einem italienischen Magazin.
Obst im Risotto - ob nun mit Melonen, Birnen oder auch Erdbeeren - gibt diesem, wie ich finde, immer eine feine Säure - und die Blaubeeren dazu jede Menge Farbe!







  

Zutaten (für 2-3 Personen)


  • 170 g Risotto-Reis (z. B. Arborio oder Carnaroli)
  • 1 Schalotte
  • 1 El Olivenöl extra vergine
  • 2 El Butter
  • 150 g Blaubeeren
  • 3 Zweiglein Thymian + einige Zweige für die Deko
  • 100 ml Portwein
  • 800 ml Gemüsebrühe
  • 100 g Stracchino (ital. Weichkäse) alternativ Frischkäse
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer


Die Gemüsebrühe erhitzen und leicht köchelnd halten.
Die Schalotte in feine Würfel schneiden und in dem Olivenöl sowie 1 El Butter anschwitzen. Dann den Reis hinzufügen und glasig werden lassen. 100 g Blaubeeren zum Reis geben und diesen mit dem Portwein ablöschen. Die Blättchen von den Thymianzweigen streifen und zum Reis geben.
Nach und nach unter gelegentlichem Rühren Gemüsebrühe hinzugeben. Der Reis braucht nun ungefähr 18 Minuten.
Zum Schluss die verbliebenen Blaubeeren sowie einen El Butter unterrühren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit einem Klecks Frischkäse servieren.

Rezeptquelle: Frei nach einem Rezept von Barbara Torresan, präsentiert in  A Tavola, September 2013



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Print Friendly and PDF
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...