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Sonntag, 30. Juni 2019

Wenn nichts anderes mehr geht: Gazpacho, reloaded



In den Sommermonaten gehört gerade die Gazpacho, die kalte Gemüsesuppe aus Andalusien, zu den meistgesuchten Rezepten auf meinem Blog. Da auch in Mitteleuropa die Sommer immer heißer werden, ist es nur konsequent, auch im kulinarischen Bereich von "uns" Südeuropäern zu lernen! In Italien, Spanien oder Griechenland weiß man seit Jahrhunderten, was der Körper bei Hitze verlangt. Nicht Schweinebraten und fetter Aufschnitt sind dann gefragt, sondern leichte Kost basierend auf viel Gemüse, wasserspendendes Obst, Fisch oder mageres Fleisch.





Bei der Suche nach Gazpacho - oft mit dem Zusatz "nach Lafer" - landen viele dann bei den buchstäblich blassen Bildern aus meinem ersten Blogsommer. Unzählige Male habe ich seitdem Gazpacho immer wieder zubereitet, denn es ist das Hitzeessen schlechthin. Und lange bevor Julia von German Abendbrot ihren Dauer-Event "Enstaubte Klassiker" im vergangenen Jahr startete, spielte ich mit dem Gedanken, dieser erfrischenden Suppe endlich neue Fotos zu verpassen, die auch ein wenig Sommerstimmung einfangen sollten. Für ihren Juni-Event gibt es nun die aktuelle Version. Sorry, es ist nichts Süßes mit Beeren geworden, aber bei Hitze braucht man manchmal auch eine Extra-Portion Salz.






Das Rezept ist so gut wie unverändert; ja ich habe es noch etwas vereinfacht, da man Tomaten zwar nach wie vor von dem grünen Stielansatz befreien sollte, sich aber die ganze Prozedur des Schälens ersparen kann. Zusätzlich sorgt ein wenig Stangensellerie noch für den Umami-Kick.
Bei meiner Gazpacho unverzichtbar ist der Kreuzkümmel. Aber den liebt oder hasst man halt, ganz so wie das Korianderkraut bei einigen Gerichten. Auch ein paar Spritzer Tabasco schaden nicht, und wer es besonders erfrischend im Teller mag, der gibt noch ein paar Eiswürfel hinzu.

Das Topping: Bei uns nur noch nach Johann Lafer! Während ich früher einen Teil der für die Gazpacho verwendeten Zutaten fein gewürfelt und zugegeben habe, machte mich der unvergessliche Tag in der Kochschule mit dem Maestro höchstpersönlich mit diesem scharf-fruchtigen Apfel-Gurken-Wasabi-Topping bekannt. Bei ihm gab es darüber hinaus noch eine hauchfeine getoastete Schwarzbrotscheibe mit Asia-Mayonnaise. Diese schmeckte zwar gigantisch, aber das war mir für eine Gazpacho dann doch "too much"!







Zutaten
(für ca. 3-4 Personen)


Gazpacho
  • 70 g Weißbrot oder Baguette
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Tl Kreuzkümmel (gemahlen)
  • 100 ml Olivenöl extra vergine
  • 800 g Tomaten mit festem Fruchtfleisch, z.B. San Marzano 
  • 2 mittelgroße rote Paprika
  • 2 Gärtnergurken
  • 1 große rote Zwiebel
  • 4-5 El Aceto Balsamico di Modena (oder Rotweinessig)
  • Salz   
  • etwas Tabasco (fakultativ)
  • 1-2 Stangen Sellerie (fakultativ)      

Weißbrot zerpflücken, in eine Schüssel geben, durchgepresste Knoblauchzehe und Kreuzkümmel dazugeben und mit dem Olivenöl begießen. Zugedeckt eine halbe Stunde ziehen lassen.

Alles anderen Zutaten putzen und würfeln, in den Mixer geben, Weißbrot dazugeben und mixen. Mit Salz, Aceto Balsamico oder Rotweinessig und etwas Tabasco abschmecken.
Mehrere Stunden kaltstellen. 





Topping
  • 1 entkernte Gartengurke (das Innere kann man für die Gazpacho mitverwenden)
  • 1 säuerlicher Apfel (z. B. Granny Smith)
  • 1 El Crème fraîche oder Schmand
  • 1-2 Tl Wasabi-Paste
  • Salz, frisch gemahlener weißer Pfeffer     
Gurke und Apfel schälen, entkernen und in sehr feine, gleichmäßige Würfelchen schneiden. Die Apfel- und Gurkenstückchen in einer Schüssel mit der Crème fraîche und dem Wasabi vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kaltstellen

Die Gazpacho in den Tellern mit dem Topping anrichten.


Noch mehr "Gazpacho"? Bitte sehr:

Melonengazpacho
Grüne Gazpacho
Gazpacho





Dienstag, 15. Juli 2014

Einmal tieffrieren und fönen bitte: Die ultimative "Frozen Bowl" mit sommerlichem Obstsalat



Noch einmal lasse ich es zischen für Simones sommerlichen Blogevent, und zwar so richtig!
Gestern Abend hatte ich gelesen, dass einige wenige Einreichungen fehlen, um für den hundertsten Blogevent in Zorras Kochtopf die Hundert voll zu machen.
Da kann man ja nicht tatenlos bleiben.
Der Blick zu sehr später Stunde in den Kühlschrank war eher nicht so berauschend. Allerdings gab es noch Limetten! Und wie ich es in meinem ersten Beitrag schon erwähnt hatte, sollten diese wunderbar aromatischen Zitrusfrüchte, die mich immer an unsere Florida-Urlaube erinnern, in meinen zischenden Vorschlägen eine Hauptrolle spielen. 
Aber was macht man aus Limetten und - Wasser? Man kann natürlich Limonade machen.
Oder eben eine coole Schüssel für einen sommerlichen Obstsalat!
Die Idee dazu habe ich am vergangenen Samstagabend aufgeschnappt. Wir waren zum Abendessen drei Stockwerke unter uns eingeladen. Als zum Dessert diese eiskalte Schüssel auf dem Tisch stand, war mir klar: das muss ich nachmachen!
Jetzt zeige ich Euch, wie es geht.



Ihr braucht dazu nur:

2 Schüsseln, eine davon etwas kleiner
Wasser (logisch)
und zwei Limetten

Natürlich lässt sich so einen Schüssel ganz phantasievoll aufpeppen: Mit Kiwischeiben, Blütenblättern, Minzblättchen, kleinen Muscheln - was Ihr eben so im Hause habt! Ich hatte halt nur Limetten!




Zunächst müsst Ihr ungefähr zwei fingerbreit Wasser in die größere Schüssel geben und dieses im Freezer anfrieren lassen. Dann stellt Ihr die kleinere Schüssel hinein und füllt den Rand mit Wasser. Ganz wichtig ist es, die kleinere Schüssel zu beschweren, sonst schwimmt sie auf dem Wasser. Dazu könnt Ihr nehmen, was Ihr sonst so in den Tiefen Eures Freezers findet: Ein Steak, eine Packung Gefriererbsen, den kleinen Napf mit dem übriggebliebenen Rotkraut der vergangenen Weihnacht...
Ich habe drei kleine Gläser mit selbstgekochtem Fond in die kleine Schüssel gestellt. In den mit Wasser gefüllten Zwischenraum habe ich dann noch Limettenscheiben gegeben.
Das alles kommt jetzt für mehrere Stunden in das Gefrierfach.




Danach holt man die Schüsseln heraus und füllt die obere kleine Schüssel kurz mit heißem Wasser. Wenn die Schüssel anfängt, sich zu lösen, alles vorsichtig auf ein Küchenhandtuch "stürzen". Nach und nach löst sich dann auch die größere Schüssel. Ich habe sie von außen gefönt - nach dem Motto: Einmal tieffrieren und fönen bitte!
Einen Teller mit einer Tuchserviette auslegen und die Eisschüssel daraufsetzen.
Jetzt kann sie gefüllt werden, zum Beispiel mit Obstsalat.




Für meine Macedonia nehme ich:

1 Cantaloupe-Melone
1 Schälchen Himbeeren
1 Schälchen Blaubeeren
Saft einer Limette
ein paar Minzblättchen

Die Melone höhle ich mit dem Kugelausstecher aus. Die Beeren werden gewaschen und die Limette ausgepresst.
Melonenkugeln mit den Beeren und dem Limettensaft mischen, in die Eisschüssel füllen und mit Minzblättchen belegen.
Die Macedonia hält sich wunderbar frisch. Ist sie aufgefuttert, bevor die Schüssel geschmolzen ist, kann man die sie im Freezer für eine weitere Runde aufheben. 



Blog-Event C - Zisch! Erfrisch mich! (Einsendeschluss 15. Juli 2014)


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Donnerstag, 20. Juni 2013

Summer in the city



Die einen freuen sich über den Sommer, die anderen stöhnen unter der Hitze, die ganz Europa in diesen Tagen fest im Griff hat.
Neben hitzeerprobten Rezepten weiter unten zeige ich Euch ein paar Impression aus der sommerlichen Stadt. Ich war ein wenig in meinem Viertel rund um den Campo de' fiori unterwegs.



Ich gehöre eher zu denen, die sich freuen, wenn die Sonne strahlt. Noch! Denn nach Wochen kann dieses Wetter mit Temperaturen an der 40-Grad-Grenze ziemlich zermürbend sein.




Dann fällt das Nachhauseschleppen der Einkäufe durch die glühend heißen Strassen schwer, und auch das Kochen will nicht mehr so recht Vergnügen bereiten.



Jetzt sind leichte Gerichte gefragt, denn Verzicht auf ein schönes Essen nur wegen der Hitze ist nicht mein Ding. Ich habe auch im Sommer Hunger!





Julia hatte die wunderbare Idee, auf ihrem lesenwerten Blog German Abendbrot - ich finde den Titel schon genial - eine Zusammenstellung ihrer hitzetauglichen Gerichte zu präsentieren.




Da habe ich doch auch gleich einmal in meinem Archiv gekramt, um für alle hitzegeplagten Mitmenschen ein paar Ideen zu liefern. Denn glaubt es mir, mit Hitze kenne ich mich aus!



Trotzdem, schön ist es, wenn der Himmel stahlblau über mir strahlt, alle Farben leuchten in der Sonne, und ich trage luftige Sommerkleider.





Und nun: genießt den Sommer!




Meine  Favoriten, wenn es so richtig schön heiß ist:


Beginnen wir mit einem kühlen Getränk, dem Caffé Shakerto. In bekommt man in jeder Bar der Stadt gemixt.

Beginnen wir mit einem kühlen Getränk, dem Caffè Shakerato. Nur echt in dem Martini-Glas...











Hier habe ich einen Klassiker von unseren griechischen
Nachbarn geklaut: Den wunderbaren Griechischen Salat in einer ungewöhnlichen Präsentation.








Pantelleria ist berühmt für seine Kapern. Und ohne diese würde die Insalata Pantesca auch nur halb so gut schmecken. Ungewöhnlich sind sicher die Kartoffeln im Salat, aber durch die mediterranen Aromen bekommt die unscheinbare Knolle einen völlig neuen und interessanten Charakter.







Römisches Fast Food in der heimischen Küche: Pomodori ripieni. Da fühlt man sich auch zu Hause gleich wie in einer römischen Tavola Calda.







Mein absolutes Lieblingspastagericht im Sommer! Ich könnte das wirklich jeden Tag essen: Die klassische Pasta fredda. Und jeder kann sie nach seinem Gusto aufpeppen! (Gibt es heute Abend!)



Nochmal kalter Nudelsalat, diesmal nach den Ideen eines sizilianischen Kochs: Radiatori ai Profumi di Sicilia.








Nach den Klicks zu urteilen, kommt hier einer Eurer Lieblinge: Burrata con pomodori confit. Die Burrata zusammen mit den langsam in Ofen getrockneten Tomaten ist aber auch unwiderstehlich!






Das gibt es im Sommer fast wöchentlich: Gazpacho. Und nie mehr ohne dieses wunderbare Einlage nach einer Idee von Johann Lafer.











Auch Fleischliebhaber kommen im Sommer auf ihren Kosten. Die Straccetti con pomodorini e rughetta sind garantiert kalorienarm - da freut sich der Bikini..






Wer so gar keine Lust oder Kraft mehr für den Gang zum Herd hat - bitteschön: Ein Teller Bresaola con rughetta e scaglie di parmigiano ist schnell hergericht.







So richtig "zitronisches" Hühnchen - Petto di pollo al limone -, dazu ein Grüner-Bohnen-Salat mit Feta. So etwas schmeckt auch bei 40 Grad im Schatten!







Nochmal Hühnchen, und auch nochmal ein Salat dazu. In diese Salatphantasie haben sich ein paar Grapefruits hingeschmuggelt. Sauer macht lustig - und kühlt!








Von dieser Zitronen-Honig-Ingwer-Crème ruhig ein paar Gläschen mehr zubereiten! Suchtfaktor!


In Palermo weiß man, was an einem schwülen Sommerabend den Gaumen kühlt. Und ein Augenschmaus ist mein geliebtes
Gelo di mellone noch dazu!











Nochmals sizilianische Genüsse mit Couscous dolce. So schmeckt der Sommer im Süden!












Den Löffel in dieses fluffige Mandelbaiser tauchen und sich dann zum Pfirsich und den Johannisbeeren vorarbeiten. Mit den Pesche ripiene hat man das schönste Geschenk des Sommers, das herrliche Obst, auf dem Teller! Darum lieben wir den Sommer!









♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

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