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Sonntag, 6. Juli 2014

Da zischt der Sommer im Glas: Frozen Melon Daiquiri



27 Grad oder mehr  - oh ja, sehr viel mehr...
Aber von vorn: Simone von der S-Küche möchte erfrischt werden und sucht Sommerrezepte für die richtig heißen Tage! Ein wunderbares Thema, das mich gleich angesprochen hat, auch wenn es erst heute dazu einen Beitrag von mir gibt. Ich war nämlich wieder mal im "kalten Norden" unterwegs, und da war auch das Wetter eher durchwachsen. Übrigens feiert Zorra vom Kochtopf, bei dem Simone den Event ausrichtet, ein gar nicht kleines Jubiläum. Es ist der hundertste Event! Dafür erst einmal: Herzlichen Glückwunsch, liebe Zorra!
Für heiße Tage, ja heiße Wochen, nein, was sage ich: heiße Monate bin ich mitlterweile Spezialistin!
In der Vergangenheit habe ich immer behauptet, Hitze mache mir nichts aus. Das stimmt bis zu einem - buchstäblich - gewissen Grad. Ich muss dagegen  immer etwas schmunzeln, wenn sich in Europas gemäßigten Klimazonen viele nach drei Tage um die dreißig Grad schon über die "unerträgliche" Hitze beschweren. Ja, viele stellen nach dieser kurzen Zeit schon das Kochen ein, weil das ja unzumutbar sei. Also, dann gäbe es ja monatelang nur kalte Küche bei uns!
Regnet es andererseits nach wenigen warmen Tagen dann wieder nördlich der Alpen und ich berichte über Sonnenschein, dann sind wir es mit den ach so beneidenswerten Temperaturen.
Aber ich gebe zu: nach wochenlangen Hitzeperioden bin auch ich ausgelaugt, und das merke ich oft auch gerade gegen Ende des Sommers. Im vergangenen September hatte ich auf einmal täglich mit dem Kreislauf zu kämpfen, denn der Körper scheint diese enorme Anstrengungen, den Temperaturen zu widerstehen, irgendwie zu speichern. Wie sehr die gnadenlose Sonne an den heißen Tagen auch auf die Stimmung schlagen kann - oh ja, das kann sie! - davon berichte ich erst gar nicht.
Nein, Petrus kann es niemanden Recht machen, aber wir können heiße Tage mit wunderbaren Erfrischungen angenehmer gestalten.
Mich hat gleich das Banner von Simone angesprochen, auf dem eine Limettenscheibe abgebildet ist. Und für mich war gleich klar: Was immer ich auch für diesen Event beisteuere, etwas mit Zitrusfrüchten muss es sein! Etwas, was richtig erfrischt! Und da zu einem italienischen Sommer auch Wassermelonen gehören, spielen diese in dem Cocktail die Hauptrolle.
Hier sind es gerade mehr als 27 Grad. Gefühlte sehr viel mehr...



Zutaten

1 Kg Wassermelonenfleisch in grobe Würfel geschnitten
200 g Wassermelonenfleisch in kleinen Kugeln (dazu benötigt man einen Kugelausstecher)
50 ml Limettensaft, frisch gepresst*
200 ml Orangensaft, frisch gepresst
50 ml Orangenlikör (z.B. Cointreau)
150 ml weißer Rum (z.B. Havana Club)
2-3 El Zuckersirup**
Zucker und Limettensaft für den Gläserrand

Das in grobe Würfel geschnittene Wassermelonenfleisch sowie die mit dem Kugelausstecher gewonnenen Melonenkugeln getrennt einfrieren. Ich friere auch die Kugeln ein; sie halten das Getränk länger kühl und können später aus dem Glas gefischt und genascht werden.
Das leicht angetauten Wassermelonenwürfel in einen Standmixer geben. Zitrusfrüchte auspressen und den Saft sowie die Orangenlikör, den Rum und den Zuckersirup ebenfalls in den Mixer geben. Mit der "Crushed Ice"-Funktion des Mixers die Zutaten verarbeiten.
Glasränder mit Limettensaft benetzen und dann in einen flachen Teller mit Zucker tauchen.
Frozen Melon Cocktail auf die Gläser verteilen und die gefrorenen Melonenkugeln hinzufügen.





*Limetten auspressen ist mühsam, und nach meiner Erfahrung geben sie nur wenig Saft mit der herkömmlichen Methode her. Ich viertele die Limetten der Länge nach und presse die Viertel mit der Hand aus.
**Zuckersirup selbst herstellen: Dafür 125 g weißen Zucker mit 125 ml Wasser aufkochen, 15 Minuten köcheln lassen. Dann in eine kleine, heiß ausgespülte Flasche füllen, auskühlen lassen und gut verschließen. Die Sirup hält sich nach Anbruch ca. 6 Wochen im Kühlschrank. (Quelle: Rezepte-Wiki)


Blog-Event C - Zisch! Erfrisch mich! (Einsendeschluss 15. Juli 2014)


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Dienstag, 24. Juli 2012

Drei Melonen für Astrid - Aspik di melone e anguria al Prosecco

Viel zu feiern gibt es in diesen Tagen bei Astrid: Den dritten Hochzeitstag, einen Geburtstag, drei Jahre Arthurs Tochter kocht und nicht zuletzt den 300. Post!

drei, Drei, DREI!

- und dazu noch viele andere Superlative.
Wenn das kein Grund ist, einen Blogevent auszurichten!
Astrid lädt die große Bloggerfamilie ein und fordert unsere Phantasie. Die Zahl "Drei" steht im Mittelpunkt, sie ist das große Thema, um das wir herum kochen und backen müssen.
Seit einigen Tagen schleiche ich nun ehrfurchtsvoll um diesen Event herum, immer mit der Frage im Hinterkopf: Was ist diesem Ereignis angemessen?



Noch einen Anschubser bekam ich dann von Wolfgang von kaquu's Hausmannkost. Er hat ja gut reden, hat er ja die Aufgabe schon in ein wunderbares Rezept umgewandelt! Jetzt kann er sich entspannt zrücklehnen - ich dagegen hatte Alpträume! Das ist ja schlimmer, als vor einem Uni-Examen, dachte ich mir und fing an, über das Thema "Bloggen und Leistungsdruck" zu sinnieren.

Sonntag, 27. Mai 2012

Das Beste, was aus einer Wassermelone werden kann: Gelo di mellone

Sicher haben sich einige, die mein Blog von Anfang an verfolgt haben, schon gefragt, was wohl diese puddingartigen roten Teilchen auf meinem alten Header waren. Das Foto habe ich nun aktualisiert, das Dessert aber ist dasselbe geblieben - und heute soll das Geheimnis gelüftet werden!





Zu meinen Lieblingsdesserts aus Sizilien gehört unangefochten Gelo di mellone. Wenn im deutschsprachigen Raum von Melonen die Rede ist, so schließt das auch die Wassermelonen ein. In Italien aber gibt es für eine Wassermelone unterschiedliche Bezeichnungen je nach Region. Nur in Sizilien, und auch in einigen Teilen Süditalien, wird eine Wassermelone als "mellone" bezeichnet - und auch nur dort wird sie mit zwei "l" geschrieben. Darüber hinaus gibt es noch verschiedene dialektale Bezeichnungen wie etwa "miluni". Im übrigen Italien meint man eine Honig- oder Netzmelone, wenn man von "Melone" spricht. Zurück zur Wassermelone: Im Norden und in den östlichen Teilen des Stiefels einschließlich der oberen Adriaküste  werden diese als "Anguria", im westlichen Mittelitalien bis zur Südspitze Latiums als "Cocomero" bezeichnet.
Mir ist es auch schon passiert, dass ich in Norditalien einmal Cocomero bestellte und nur groß angeschaut wurde. In Sardinien heißen Wassermelonen übrigen "Sindria", in Pescara "Citrone" und in einem Teil Kalabriens "Zi pangolo".

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