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Donnerstag, 11. August 2016

Dammi il cinque! Gelato di cocco e lamponi



Es gibt wieder etwas zu feiern! Und da kommt man nicht mit leeren Händen anspaziert, besonders wenn die liebe Petra von Obers trifft Sahne ihren fünften Bloggeburtstag feiert!

 Herzlichen Glückwunsch! 

Statt Blumen, Torten oder Schampus bringe ich als "Italienerin" im beliebtesten Monat Italiens, dem Ferienmonat August, natürlich Eis mit. Das kühlt ab - und falls es in Deutschland nicht so drückend heiß wie hier sein sollte, so lässt der eiskalte Genuss schnell vom Süden träumen.
Bei dem Blogevent von Petra dreht sich alles um die Zahl Fünf - "Give me five", so  das Motto. Und "dammi il cinque" heißt das auf Italienisch. Perfekt, denn mehr als fünf Zutaten braucht dieses Eis nicht. Obwohl ich auch als Kind schon nicht so besonders versessen auf Eis gewesen war und mir auch heute noch nur ab und an ein Eis gönne, so ist es diese Sorte, die mich um den Freezer herumschleichen lässt! Selbstbeherrschung ist hier gefordert, denn meine Lieblingsbeeren gehen hier eine allzu verführerische Liaison mit den Kokosaromen ein.
Ohne Ei und ohne Milch ist es zudem vegan. Und auch wenn es nicht so geschmeidig wie ein Parfait oder industriell hergestelltes Eis ist, der Geschmack macht diesen kleinen "Schönheitsfehler" wieder wett. Ich habe dieses Himbeer-Kokos-Eis auch schon in kleine Eis-Förmchen gefüllt: ein Griff in den Freezer - und schon kann die Schleckerei beginnen!



Zutaten

400 ml Kokosmilch
250 g Himbeeren
1 Limette
100 g Zucker
50 ml Agaven-Sirup
________________
= 5 


Himbeeren vorsichtig waschen. Limette auspressen (bei unbehandelter Limette auch noch die Schale abreiben) und den Saft (und eventuell Abrieb) zu den Himbeeren geben.
Kokosmilch, Zucker, Agaven-Sirup und die Hälfte der Himbeeren mit einem Pürierstab aufmixen. Dann die verbleibenden Himbeeren hinzufügen und nur mit einem Löffel unterrühren.
Die Masse in eine Eismaschine füllen und je nach Gerät weiterverfahren.
Vor dem Servieren kurz antauen lassen.
Wer mag, kann das Eis noch mit Himbeeren und ein paar Kokosraspeln dekorieren.



Rezept gefunden im Corriere della sera vom 7. August 2015








♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Samstag, 22. August 2015

Süßes Asian-Fusion: Tapioka-Kokos-Pudding mit Mangokulfi und Mangotatar



Alle zieht es zur Zeit nach Asien: Ganz liebe Freunde verbringen nun die kommenden drei Jahre in Bangkok, und unser pfiffiger Neffe verabschiedet sich im Herbst nach Taiwan, um dort zu studieren. Bevor er sich dann auch kulinarisch in neue Abenteuer stürzen wird, lässt er sich von mir in der kommenden Woche noch einmal mit italienischen Spezialitäten verwöhnen. Wir freuen uns schon auf seinen Besuch!
Ich muss gestehen, dass ich noch nie in Asien war, und alles, was ich über die Länderküchen dieses Kontinents kenne, basiert hauptsächlich auf der Theorie: Ich besitze einige ganz interessante Kochbücher über die chinesische und die thailändische Küche; eines wurde mir persönlich aus Taiwan mitgebracht, ist mit einer hübschen Geschichte verbunden und scheint sehr authentisch. Nur - ich wage mich nicht so recht daran. Grundsätzlich habe ich in Rom ja auch das Problem mit der Beschaffung mancher exotischen Zutaten.
Bei meinem heutigen Dessert habe ich zunächst ein wenig mit den Tapioka-Kügelchen experimentiert: Einweichen oder nicht und wie lange müssen sie köcheln - das waren grundlegende Fragen beim ersten Umgang mit Tapioka-Perlen. Meine "Trockenübung" bestand dann auch nur im Experimentieren mit den kleinen weißen Kugeln: ich habe sie in Wasser gekocht, um ein wenig ihre Eigenschaften zu studieren. Störend fand ich die glibbrige Masse rund um die Kugeln nach dem Kochvorgang. Darauf hin habe ich sie in ein Sieb gekippt und abgespült. So erhielt ich die nunmehr erwünschten durchsichtigen Kügelchen - ein Vorgang, den ich natürlich nicht auf den Pudding anwenden konnte. So habe ich meinen Versuch anders herum aufgebaut, die Kügelchen vor dem Kochen in einem Sieb abgespült, um überschüssige, an der Kugeloberfläche sitzende Stärke zu entfernen, und diese dann schließlich eingeweicht, um den Kochvorgang zu verkürzen. In einigen Rezepten war von mehr als 30 Minuten Köcheln die Rede, aber da hätte ich nur noch Brei im Topf gehabt. Mit "meiner" Prozedur ging es - abgesehen von der Einweichzeit - wesentlich schneller. Heraus kam bei meinen Experimenten jedenfalls eine Art "Asian-Fusion-Dessert", denn während diese Puddingversion wohl eher im südostasiatischen Raum verbreitet ist, kennt man Kulfi, in der indischen Küche. Die Zusammenstellung wiederum entspringt meiner Idee; Kenner der asiatischen Länderküchen mögen mir also bitte diese kleine Freiheit nachsehen.






Zutaten
(für 4 Personen)

Tapioka-Kokos-Pudding

50 g Tapioka-Perlen
300 ml Kokosmilch
300 ml Milch
100 ml Wasser
2 El Zucker
1 Prise Salz


Die Tapioka-Perlen in einem Sieb kurz abbrausen und dann für eine Stunde in kaltes Wasser geben.
Absieben.
Kokosmilch zusammen mit Milch, Wasser, Zucker und der Prise Salz zum Kochen bringen. Tapioka-Perlen hinzufügen und bei milder Hitze so lange köcheln lassen, bis die Perlen durchsichtig und glibberig werden; das dauert ungefähr 15 Minuten.
Danach vom Herd nehmen und den Pudding abkühlen lassen; dabei immer wieder umrühren. Bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahren.
Dieser Pudding ist nicht stürzbar, sondern bleibt eher weich. Wer eine kompaktere Konsistenz erwünscht, kann das Wasser weglassen.




Mangokulfi

3 Mangos
190 ml kondensierte Milch, 10% Fettgehalt (ungesüßt)
60 ml süße Sahne
(oder 250 ml kondensierte Milch - keine Sahne)
200 g feiner Zucker
2 Msp. Kardamon
2 Limetten
gehackte Pistazien

Die Mangos schälen und 400 g Fruchtfleisch abwiegen. Das restliche Fruchtfleisch zur Seite stellen.
Mango mit dem Zucker und dem Saft der Limetten fein pürieren. Das Kardamonpulver und die kondensierte Milch unterrühren. Die Sahne steif schlagen und unterheben.
Die Masse in eine Terrinenform füllen und in den Freezer geben.
Vor dem Servieren die Form kurz in heißes Wasser tauchen, dann auf eine Platte stürzen und das Kulfi in Scheiben schneiden. Mit den gehackten Pistazien bestreuen.




Mango-Tatar

übriges Mangofruchtfleisch
1 nussgroßes Stück frischen Ingwer
2 Tl brauner Zucker
Saft einer Limette
Kokoschips


Fruchtfleisch fein würfeln und mit dem Zucker, dem geriebenen Ingwer und dem Limettensaft vermengen. "Tatar" mit dem Kokoschips bestreuen.








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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Samstag, 4. Oktober 2014

Pflaumenkuchen - mein Turborezept




"Soll ich auch Pflaumen kaufen?" fragte ich meinen Mann am Vormittag auf dem Markt. Ganz selten, wenn überhaupt nur am Samstag, begleitet mich mein Mann mal auf den Campo de' fiori. Aber wenn - dann... Dann muss ich ihn bremsen, damit nicht Berge von Obst ins Einkaufskörbchen wandern. Nur bei Pflaumen hält sich seine Begeisterung in Grenzen, warum auch immer. "Soll ich Pflaumenkuchen backen?" hakte ich nach, wohl wissend, was jetzt gleich passieren würde: Sein Gesicht hellte sich wie erwartet merklich auf. "Oh ja, als Kuchen gehen auch Pflaumen! Kuchen geht immer!" meinte er. Ich kenne ja mein Süßmäulchen!
Pflaumenkuchen im Spätsommer - für mich ist hier noch Spätsommer und kein Herbst - und dann dazu an einem Samstag. Das passt! Das erinnert mich an früher. Da gab es allerdings eher Zwetschgen auf einem Hefeteig. Hefeteig - das musste sein! So hat meine Oma "Quetschekuche" gebacken, machmal noch mit ein paar Streuseln obendrauf. Nur: für süßen Hefeteig hatte ich noch nie allzu viel übrig.
Selten bekomme ich hier Zwetschgen, die früher meine Oma auch zu Latwerge verarbeitet hat. Wir hatten ja auch einen Zwetschgenbaum ,wie ich erst kürzlich berichtet hatte. Die Italiener haben übrigens für diese längliche Unterart der Pflaume eine gar köstliche Bezeichnung: Cosce di monache.
Stellt euch vor, ihr geht auf dem Markt und verlangt: "Ein Kilo Nonnenschenkel, bitte!"
Pflaumen gibt es hier ab September, und - Schande - ich hatte in dieser Saison noch keinen Kuchen gebacken! Lange in der Küche stehen, wenn draußen das schönste Wetter tobt, wollte ich aber auch nicht. Und wenn es schnell gehen soll, richtig schnell und unkompliziert, da greife ich zu  meinem Spezialrezept. Nicht mal den Ofen muss man dafür vorheizen...



Zutaten
(für eine Springform von 26 cm Ø)

125 g Quark
4 El Milch
4 El neutrales Pflanzenöl
60 g Zucker
1-2 Tl Zimt
225 g Mehl
2 Tl Backpulver
Butter für die Form
ca. 800 g Pflaumen
Kokosraspel

Quark mit der Milch, dem Öl, Zucker und Zimt verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver darübersiegen und zu alles zu einem Teig verarbeiten. Den Teig in eine gefettete Springform drücken.
Pflaumen entkernen und in nicht zu dünne Spalten schneiden. Den Teig mit den Spalten belegen, die Form in den Ofen schieben, auf 200 Grad schalten und den Kuchen 30 Minuten backen.
Aus dem Ofen nehmen und noch heiß mit Kokosraspeln bestreuen.



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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Mittwoch, 2. Januar 2013

Die Augen schliessen, geniessen und von der Karibik träumen - Piña-Colada-Crème



Was tut man, wenn es draußen so trüb ist wie heute und der Sommer noch so fern? Genau! Siehe Überschrift!
Von unserem Silvercocktail dümpelte noch ein wenig Kokosnusscrème im Kühlschrank vor sich hin, und eine Ananas schiebe ich seit vorgestern auf der Arbeitsfläche in der Küche von einer in die andere Ecke. Natürlich könnte ich mir jetzt spontan eine Piña Colada  mixen, aber dann fiel mir ein Dessert ein - eine Piña-Colada-Crème -, das ich in jenem schmalen Dessertbüchlein gelesen hatte, dem ich schon diese herrlich saure Zitronen-Honig-Ingwer-Crème entnommen hatte.




Eigentlich ist es eher ein Nachtisch für den Sommer, aber ich will es da heute mal nicht so genau nehmen. Gestern hatte ich ja im Blog ein typisches italienisches Winterdessert vorgestellt, heute schweife ich dann mal in die Ferne und die Wärme!




Zutaten (für 4 Personen)
  • 150 g frische Ananas
  • 200 ml Milch
  • 200 ml Kokosnusscrème
  • 3 El Kokosraspel
  • 2 El weißer Rum
  • 2 Eigelb
  • 30 g Zucker
  • 20 g Speisestärke
  • etwas (farbiger) Zucker und Zitronensaft zum Dekorieren der Gläser

Das Ananasfleisch in einem Mixer mit dem Rum (für Kinder den Rum einfach weglassen und durch etwas Ananasaft ersetzen) pürieren.
Milch, Kokosnusscrème, Kokosraspel und Speisestärke in einen Topf geben und alles einmal aufkochen lassen.
Die Eigelbe mit dem Zucker weißschaumig aufschlagen. Dann die Milchmischung dazu gießen und umrühren. Alles wieder in den Topf umfüllen und unter Rühren mit einen Handrührgerät 3 Minuten bei kleiner Hitze köcheln.
Den Rand von vier Gläser mit etwas Zitronensaft befeuchten und diesen im Zucker drehen. Dann die Crème auf die Gläser verteilen und  für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen.

♥♥♥
Un abbraccio
Ariane
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