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Freitag, 19. Oktober 2012

Neuinterpretation einer Neuinterpretation: Griechischer Salat

So etwas finde ich pfiffig: Man knöpfe sich einen Klassiker vor, zerlege ihn in seine Bestandteile und setze ihn wieder neu zusammen. In diesem Fall handelt es sich um den auf allen Speisekarten Griechenlands angebotenen "Griechischen Salat" - auch "Griechischer Bauernsalat" genannt. Bäuerlich-rustikal kommt diese Version nun allerdings nicht mehr daher. Wie schon öfters zuvor habe ich natürlich wieder einige Ideen geklaut...




Bei unserem jüngsten Athenaufenthalt waren wir am ersten Abend wieder auf jener wunderbaren Terrasse mit Blick auf die beleuchtete Akropolis essen, über die ich schon an anderer Stelle berichtet und die mich so sprachlos gemacht hatte. Es war ein herrlicher, warmer Abend - richtig sommerlich -, und man konnte noch zu später Stunde das Abendessen im Freien geniessen. Wir entschieden uns für das Menü des Tages, obwohl wir die Vorspeise, eben jener "Griechischer Salat", nicht eben originell fanden. Aber nach meinen positiven Erinnerungen an das Restaurant vom März ahnte ich schon, dass da nicht so einfach die üblichen Zutaten in eine Schüssel geworfen und vermischt werden würden. Andererseits mag ich ja diesen Salat auch außerordentlich gerne. Ich ließ mich also - mit einer guten Vorahnung - überraschen und wurde auch nicht enttäuscht.


Jetzt habe auch ich nochmal an dieser Version herumgebastelt. Einige Elemente habe ich übernommen - und  noch ein paar eigene Ideen mit eingebracht: So zum Beispiel, den Fetakäse in Filoteig zu verstecken oder auch die Zwiebeln in Form der Marmelade aus Tropea-Zwiebeln (diese schmeckt herrlich zu dem leicht warmen Fetakäse!) auf den Teller zu bringen, auch die "Tomatenchips". Wie schon bei meiner Parmigiana verbinde ich somit Elemente der griechischen und italienischen Küche in einem Gericht - Puristen mögen es mir verzeihen!




Zutaten (für 4 Personen)

  • 2 grüne Paprika
  • 1 Gurke (ca. 300 g)
  • 1 kleine weiße Zwiebel
  • 250 g Kirschtomaten
  • 2 El Olivenöl extra vergine
  • 1 El weißer Balsam- oder Weißweinessig (ich habe Apfelbalsamico verwendet)
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • Oregano
  • Kapernäpfel
  • Kalamata-Oliven
  • rote Zwiebelmarmelade (siehe Rezept: Marmellata di cipolle rosse di Tropea)
  • 250 g Feta
  • 2 El Butter
  • 130 g Filoteig


Die Paprika putzen, die Gurke schälen und entkernen und alles in ganz feine Würfelchen schneiden. Ebenso die weiße Zwiebel fein würfeln. Aus Salz, Pfeffer, Olivenöl und Essig eine Vinaigrette herstellen und das "Gemüsetatar" damit vermengen.
Die Kirschtomaten vorsichtig kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser übergiessen, nach 2 Minuten kalt abschrecken und häuten. Einige Tomatenschalen auf ein Stück Küchenpapier geben und in der Mikrowelle bei 600 Watt ungefähr 2 Minuten zu "Chips" verarbeiten. Die Oliven vom Kern schneiden und halbieren.
Die Butter zerlassen. Den Filoteig zu Quadraten schneiden, jede Lage mit zerlassene Butter bepinseln. Man braucht ungefähr zwei bis drei quer übereinander gelegte Blätter, in deren Mitte man dann ein Stück des Feta platziert. Die Blätter zu einem Säckchen zusammenfalten.
Die Päckchen kommen nun auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech bei 180 Grad (vorgeheizt, Ober- und Unterhitze) für 15 Minuten in den Ofen.
Das Gemüsetatar auf einem Teller anrichten und mit den Tomaten, den Oliven und den Kapernäpfeln dekorieren. Etwas Oregano darüberstreuen.
Die Feta-Päckchen danebenlegen, ein paar Kleckse der Zwiebelmarmelade auf den Teller geben und mit den "Tomatenchips" dekorieren.



Kochrezepte Basar -teilen,inspirieren,stöbern,entdecken- immer Freitag bis Sonntag - tobias kocht!



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

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