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Samstag, 22. August 2015

Süßes Asian-Fusion: Tapioka-Kokos-Pudding mit Mangokulfi und Mangotatar



Alle zieht es zur Zeit nach Asien: Ganz liebe Freunde verbringen nun die kommenden drei Jahre in Bangkok, und unser pfiffiger Neffe verabschiedet sich im Herbst nach Taiwan, um dort zu studieren. Bevor er sich dann auch kulinarisch in neue Abenteuer stürzen wird, lässt er sich von mir in der kommenden Woche noch einmal mit italienischen Spezialitäten verwöhnen. Wir freuen uns schon auf seinen Besuch!
Ich muss gestehen, dass ich noch nie in Asien war, und alles, was ich über die Länderküchen dieses Kontinents kenne, basiert hauptsächlich auf der Theorie: Ich besitze einige ganz interessante Kochbücher über die chinesische und die thailändische Küche; eines wurde mir persönlich aus Taiwan mitgebracht, ist mit einer hübschen Geschichte verbunden und scheint sehr authentisch. Nur - ich wage mich nicht so recht daran. Grundsätzlich habe ich in Rom ja auch das Problem mit der Beschaffung mancher exotischen Zutaten.
Bei meinem heutigen Dessert habe ich zunächst ein wenig mit den Tapioka-Kügelchen experimentiert: Einweichen oder nicht und wie lange müssen sie köcheln - das waren grundlegende Fragen beim ersten Umgang mit Tapioka-Perlen. Meine "Trockenübung" bestand dann auch nur im Experimentieren mit den kleinen weißen Kugeln: ich habe sie in Wasser gekocht, um ein wenig ihre Eigenschaften zu studieren. Störend fand ich die glibbrige Masse rund um die Kugeln nach dem Kochvorgang. Darauf hin habe ich sie in ein Sieb gekippt und abgespült. So erhielt ich die nunmehr erwünschten durchsichtigen Kügelchen - ein Vorgang, den ich natürlich nicht auf den Pudding anwenden konnte. So habe ich meinen Versuch anders herum aufgebaut, die Kügelchen vor dem Kochen in einem Sieb abgespült, um überschüssige, an der Kugeloberfläche sitzende Stärke zu entfernen, und diese dann schließlich eingeweicht, um den Kochvorgang zu verkürzen. In einigen Rezepten war von mehr als 30 Minuten Köcheln die Rede, aber da hätte ich nur noch Brei im Topf gehabt. Mit "meiner" Prozedur ging es - abgesehen von der Einweichzeit - wesentlich schneller. Heraus kam bei meinen Experimenten jedenfalls eine Art "Asian-Fusion-Dessert", denn während diese Puddingversion wohl eher im südostasiatischen Raum verbreitet ist, kennt man Kulfi, in der indischen Küche. Die Zusammenstellung wiederum entspringt meiner Idee; Kenner der asiatischen Länderküchen mögen mir also bitte diese kleine Freiheit nachsehen.






Zutaten
(für 4 Personen)

Tapioka-Kokos-Pudding

50 g Tapioka-Perlen
300 ml Kokosmilch
300 ml Milch
100 ml Wasser
2 El Zucker
1 Prise Salz


Die Tapioka-Perlen in einem Sieb kurz abbrausen und dann für eine Stunde in kaltes Wasser geben.
Absieben.
Kokosmilch zusammen mit Milch, Wasser, Zucker und der Prise Salz zum Kochen bringen. Tapioka-Perlen hinzufügen und bei milder Hitze so lange köcheln lassen, bis die Perlen durchsichtig und glibberig werden; das dauert ungefähr 15 Minuten.
Danach vom Herd nehmen und den Pudding abkühlen lassen; dabei immer wieder umrühren. Bis zum Servieren im Kühlschrank aufbewahren.
Dieser Pudding ist nicht stürzbar, sondern bleibt eher weich. Wer eine kompaktere Konsistenz erwünscht, kann das Wasser weglassen.




Mangokulfi

3 Mangos
190 ml kondensierte Milch, 10% Fettgehalt (ungesüßt)
60 ml süße Sahne
(oder 250 ml kondensierte Milch - keine Sahne)
200 g feiner Zucker
2 Msp. Kardamon
2 Limetten
gehackte Pistazien

Die Mangos schälen und 400 g Fruchtfleisch abwiegen. Das restliche Fruchtfleisch zur Seite stellen.
Mango mit dem Zucker und dem Saft der Limetten fein pürieren. Das Kardamonpulver und die kondensierte Milch unterrühren. Die Sahne steif schlagen und unterheben.
Die Masse in eine Terrinenform füllen und in den Freezer geben.
Vor dem Servieren die Form kurz in heißes Wasser tauchen, dann auf eine Platte stürzen und das Kulfi in Scheiben schneiden. Mit den gehackten Pistazien bestreuen.




Mango-Tatar

übriges Mangofruchtfleisch
1 nussgroßes Stück frischen Ingwer
2 Tl brauner Zucker
Saft einer Limette
Kokoschips


Fruchtfleisch fein würfeln und mit dem Zucker, dem geriebenen Ingwer und dem Limettensaft vermengen. "Tatar" mit dem Kokoschips bestreuen.








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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Freitag, 24. April 2015

Vitaminbombe in Orange: Mango-Karotten-Orangen-Smoothie


Der Kopf brummt, der Hals kratzt - kurz: ich habe das Wetter wieder einmal überschätzt!
Habe ich Anfang der Woche noch über die dick vermummten Römer (gesteppte Jacken!) bei 25 Grad lächeln müssen, verstehe ich nun den Grund: Wer früh und spät abends im April unterwegs ist, der braucht noch wärmende Kleidung - auch im Süden Europas!
Weiß ich ja eigentlich auch - und sollte ich nach über zwanzig Jahren in Rom ja auch wissen -, aber dann kam eines zum anderen. Noch eben mit T-Shirt und leichtem Jäckchen unterwegs, dieses und jenes erledigt, und es wurde immer später. Mein Mann bat mich noch um einen Gefallen, was auch länger als gedacht dauerte, und als wir dann schließlich am späten Abend nach Hause gingen, fror ich entsetzlich. Da mir eine Bekannte Tage zuvor auch noch ein paar Viren vermacht hatte, konnten die jetzt so richtig auftrumpfen!
Um es kurz zu machen: Die Kochaktivitäten sind zur Zeit etwas eingeschränkt, aber Vitamine sollten dennoch auf den Tisch. Da bietet sich ein Smoothie geradezu an.

Zutaten

1 Mango
Saft einer Orange (z.B. Tarocco)
2 kleine Karotten
1 großes Glas Milch
1 El Ahornsirup

Mango schälen und Fruchtfleisch vom Stein schneiden, Karotten putzen und in grobe Stücke schneiden.
Alle Zutaten im Standmixer zu einem schaumigen Smoothie verarbeiten.



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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Freitag, 11. April 2014

Fruchtig-Exotisches für den Tierfreitag: Mango-Karotten-Salat



Endlich habe ich es geschafft, auch einen ersten Beitrag zu Katharina Seisers Projekt "Tierfreitag" zu liefern! Was es damit auf sich hat, das kann der interessierte Leser  hier nachsehen; alles Kluge ist dazu an dieser Stelle gesagt.
Ich muss gestehen, dass es für mich eine echte Herausforderung war. Zwar esse ich oft und gerne fleischlos, doch versteckt sich in den von mir zubereiteten vegetarischen Gerichten meist irgendetwas vom Tier - ob es nun Eier oder Milchprodukte sind. Käse esse ich zum Beispiel für mein Leben gerne, und ohne meinen geliebten Parmigiano Reggiano ist für mich auch das vegetarischste Pastagericht unvollständig.
Auch bei Salaten schmuggelt sich bei mir oft etwas Tierisches zwischen die Blätter, ob es nun ein gekochtes Ei, Mozzarella-Kugeln, Feta-Würfel oder gebratene Speckstückchen sind. In gebundenen Gemüsesuppen verirrt sich meist ein Klecks Crème fraîche (und was bin ich selig, wenn ich die in Rom auftreibe) oder etwas Sahne, und Mascarpone peppt so manchen Sugo auf. Und wie soll ich eine Gemüse-Quiche ohne Milchprodukte und auch Eier zubereiten? Sicher gibt es dafür Rezepte und Kniffe, und vielleicht können mir die anderen Beiträge, die für dieses Projekt erstellt werden, Anregungen liefern. Trotzdem: Auf Dauer möchte ich nicht auf tierische Produkte verzichten, dabei aber aufmerksamer werden, was Herkunft oder auch Produktion betrifft.
Dafür liefert dieses Projekt Denkanstösse.
Den folgenden Salat habe ich in einer Zeitschrift gefunden, und die Kombination von Mango und Karotten gefiel mir auf Anhieb. Ich liebe dieses Zusammenspiel von Frucht und Gemüse in einem pikanten Salat, wie auch hier bei einem meiner Lieblingssalate, dem Avocado-Kichererbsen Salat, der auch zum Thema passen würde, wenn da nicht der Honig, und damit etwas vom Tier, in der Vinaigrette wäre. Es ist also wirklich eine Herausforderung!






Zutaten (für 2-3 Personen)


  • 1 Mango
  • 200 g Karotten
  • 1 Bund Radieschen (ca. 10 Stück)
  • 1 nussgroßes Stück Ingwer
  • 40 g Erdnüsse
  • 1 El frisch gepresster Zitronensaft
  • 3 El frisch gepresster Orangensaft
  • 3 El Sonnenblumenöl
  • 1 El Sesamöl (geröstetes)
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • ein paar Minzblättchen (im Original: Perilla)


Die Mango schälen und in Spalten schneiden. Die Karotten putzen und mit dem Sparschäler in feine Streifen schneiden. Radieschen hobeln und Erdnüsse grob hacken.
Zitronen- und Orangensaft mit den Ölen und dem geriebenen Ingwer zusammen verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Mangospalten, Karottenstreifen und Radieschen auf einem Teller anrichten und mit der Vinaigrette begießen.
Mit den gehackten Erdnüssen bestreuen und mit ein paar Minzblättchen  belegen.




Rezeptquelle: Beilage "D" la Repubblica, vom 5. April 2014



tierfreitag



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane


Freitag, 30. März 2012

Süßes Wagnis - Mangokompott mit Chili, Rosmarin und Ingwer

Ab heute Abend ist unser Neffe wieder für ein paar Tage unser Gast. Er ist, wie man so schön in Italien sagt, "una buona forchetta". Das kann man nicht wörtlich übersetzen, "forchetta" bedeutet "Gabel", und mit dieser Redewendung bezeichnet man jemanden mit einem gesunden Appetit; durchaus auch einen Gourmet. Wo er das viele Essen überall hinsteckt, kann ich nicht sagen, aber er hat mittlerweile die 1,90-Marke schon überschritten, ist aber spindeldürr. Wenn er bei uns in Rom ist, scheuche ich ihn tagsüber durch Museen und quer durch die antiken Zeugnisse dieser "erstaunlichsten Stadt des Universums" -  das ergibt zusätzlichen Appetit!
Wir sind nur zu dritt, aber ich koche in den nächsten Tage stets für mindestens fünf. Als er noch kleiner war, lief er, wenn ich kochte, immer in die Küche und fragte: "Reicht's auch?" Stets hatte er auch seine kulinarischen Wünsche dabei, die allerdings einfach zu bedienen waren: Mit Pizza und Pasta konnte - und kann - man ihm immer ein Lächeln auf's Gesicht zaubern. Vor zwei Jahren dann kam von ihm nach einigen Tagen deftiger italienischer Kost der mittlerweile legendäre Spruch: "Ich möchte einfach mal wieder Hunger verspüren!"



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