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Sonntag, 22. Dezember 2024

Süße Häppchen mit überraschender Füllung: Bocconotti abruzzesi

 

Besonders die Süßigkeiten der Region Abruzzen, so sagt man, überraschen mit ihren Füllungen. Das sei typisch für diese äußerlich unscheinbaren Gebäckstücke dieser bergigen Region (bis fast 3000 Meter), die beim Hineinbeißen erst ihre wahren Qualitäten enthüllen. Häppchen - Bocconotti - eben, in der Größe einer (italienischen) Kaffeetasse, die man zum Frühstück oder auch zur in Italien Merenda genannten Zwischenmahlzeit genießen kann. Oder - warum auch nicht - als Dolce zum Abschluss einer Mahlzeit. Darüber hinaus sind die Bocconotti eine typische Weihnachtsspezialität, die man auch in anderen südlichen Regionen Italiens finden kann. 

Nur mit dem Häppchen so "aus der Hand" ist das so eine Sache. Die spezielle, für die Abruzzen typische Füllung auf der Basis von eingekochtem Traubenmost kann für eine ziemliche Kleckerei sorgen. Trotz Zugabe von gemahlenen und gehackten Mandeln bleibt die Füllung dickflüssig. In manchen Rezepten verwendet man anstelle von Mosto Cotto - auch als Saba oder Sapa bezeichnet - eine Art Traubenmarmelade. Die sogenannte Scrucchjata wird aus Trauben der Rebsorte Montepulciano und Honig hergestellt. 



Die kleine italienische Gemeinde Castel Frentano in der Provinz Chieti - das Anbaugebiet für den bekanntesten Wein der Region (Montepulciano d'Abruzzo) - beansprucht, Ursprungsort der Bocconotti zu sein. Ende des achtzehnten Jahrhunderts wurden zum ersten Mal Schokolade und auch Kaffee in die Abruzzen importiert. Die findige Hausangestellte eines überaus verfressenen Hausherren, dem sie wohl sehr zugetan war, so erzählt man, kreierte kleine Gebäckstücke in der Größe eines Tässchens, die mit Kaffee und Schokolade gefüllt waren. Die ersten Versuche erwiesen sich aber als ungeeignet, um sie servieren zu können. Zu flüssig blieb die Füllung. Also mischte sie gemahlene Mandeln und sogar Eigelb darunter. Nun konnte man sie in einem Happen essen - vorausgesetzt, es war anatomisch zu bewältigen, ein Gebäck in der Größe einer Espressotasche zu verspeisen. Der Ausdruck Bocconotto (ital. Bocca - Mund) aber war geboren.

Natürlich hat auch dieses Gebäck im Laufe der Zeit viele Versionen hervorgebracht; vor allem die Verwendung von Traubenmost anstelle von Kaffee hat sich durchgesetzt. Selbstverständlich hat, wie man immer so schön sagt, jede Familie ihr eigenes Rezept für Bocconotti. Aber üblicherweise kauft man es heute in einer guten Pasticceria (Konditorei) oder einem Forno (Bäckerei). 




Zutaten und Zubereitung
(für 8 Bocconotti)


Teig
  • 300 g Mehl (00 oder 405) + Mehl zum Ausrollen
  • 130 g Zucker
  • 2 Eier
  • 80 ml Olivenöl extra vergine (ersatzweise Maisöl)

Aus allen Zutaten eine geschmeidigen Teig kneten, diesen in Folie wickeln und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. 


Füllung
  • 30 g Mandeln, sehr fein gemahlen
  • 40 g gehackte Mandeln
  • 40 dunkle Schokolade, fein gehackt (ersatzweise Schokoladentropfen)
  • Abrieb einer unbehandelten Zitrone
  • 200 g eingekochten Traubenmost (Saba/Sapa), zu finden in italienischen Supermärkten oder im Internet
  • Zimt

Alles Zutaten miteinander vermengen.


Fertigstellung
  • Servierringe zum Ausstechen
  • Muffinformen
  • Puderzucker

Den Backofen auf 170 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Muffinformen ausfetten; bei Silikon entfällt dieser Arbeitsschritt.
Den Teig nicht zu dünn auf dem bemehlten Brett ausrollen und Teigkreise in 2 Größen ausstechen. Mit den größeren Teigkreisen die Muffinformen auslegen, mit einer Gabel den Boden einstechen und die Füllung darin verteilen.
Mit den kleineren Teigkreisen die Füllung verschließen.
Im vorgeheizten Ofen ca. 25-30 Minuten backen.
Abgekühlt mit Puderzucker bestäuben.


🎄🎄🎄

Ihr Lieben,
von Herzen wünsche ich euch allen ein gesegnetes Weihnachtsfest!
Schlemmt und genießt die Zeit mit euren Liebsten - 
und bleibt gesund!





Samstag, 9. Mai 2020

Rosenparfümierte Verführung auf Französisch: Cannelés à l'eau de rose




Bis vor wenigen Tagen war mein Aktionsradius wegen der strengen Auflagen stark eingeschränkt. Damit fiel auch mein fast wöchentlicher Gang in die französische Bäckerei aus, in der ich mir stets auch einen schnellen Caffè im Stehen gönnte und dabei all die französischen Leckereien in den Auslagen bewunderte. Mit den noch warmen Baguettes - und der ein oder anderen Cannelé  - in der Tüte eilte ich dann nach Hause. Der Tiber liegt von dort aus nicht weit entfernt; genau an einem Stück Ufer ganz in der Nähe haben die  römischen Bouquinistes ihre Stände aufgeschlagen. Damit wäre die Illusion, eigentlich in Paris und an der Seine unterwegs zu sein, fast perfekt, wenn nicht in Sichtweite rechterhand die Engelsburg auftauchte, geradeaus die Via della Conciliazione den Blick auf die Peterskirche gewährte und mich mein Nachhauseweg über die Engelsbrücke lenkte. 


An einem Septembertag vor fast zwei Jahren.
 Vorbei an den römischen "Bouquinistes" - die mit dem großen rosa Shopper im blauen Kleid bin ich.

Natürlich waren einige Cannelés dann mir...


Paris - Rom


Gerade unter touristischen Gesichtspunkten werden diese beiden Metropolen gerne miteinander verglichen. Welche Stadt hat mehr zu bieten, welche versprüht mehr Charme, wo gibt es die interessanteren Dinge zu bewundern, in welcher wollte ich gerne leben? Zum Alltagsleben in Paris kann ich natürlich nichts sagen (zu dem in Rom umso mehr...).
Aber wie Rom auf jemanden wirkt, der aus Paris aus kommend in die italienische Hauptstadt versetzt wurde, durfte ich vor vielen Jahren erfahren - und noch heute lässt mich diese Geschichte schmunzeln. Wir hatten das nach Rom versetzte deutsche Diplomatenehepaar zu einem Abendessen mit italienischen Gästen zu uns eingeladen. Die Konfrontation mit der zugegeben etwas chaotischen  Wirklichkeit Roms schien besonders bei der Frau einen kleinen Schock ausgelöst zu haben. Ja, sie ließ gegenüber unseren italienischen Gästen am Tisch jegliche diplomatische Zurückhaltung missen und zog vom Leder: Der Schmutz, die schlechten Strassen und überhaupt. Paris, Paris immer nur Paris! Wir waren etwas peinlich berührt und hielten die Luft an, während unser italienischer Gast, ein sehr gebildeter Mann "des öffentlichen Lebens" in Italien, mit einer lakonischen Bemerkung konterte: "Wir existieren trotzdem schon seit über 2000 Jahren."
Wochen später war ich mal wieder mit der Frau unterwegs; wir wohnten schließlich auch in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander. Wenn ich mich recht erinnere, gingen wir zusammen einkaufen und tranken anschließend noch etwas auf ihrer wunderbaren Dachterrasse, von der aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt hatte. Und dann auf einmal sagte sie jenen Satz, der für mich sowieso alternativlos ist: "Sie haben recht, Rom bietet soviel mehr fürs Auge!"
Die römische Falle war zugeschnappt!







Sicher hätte die Dame, die mit ihrem Mann längst wieder weitergezogen ist, wie das dieser Job so mit sich bringt, diese kleine französische Oase zu schätzen gewusst (siehe Tipp oben bei "Ausgehen in ... Rom). Auch ich werde mich hoffentlich bald wieder auf den Weg dorthin machen; es ist ja nicht mehr verboten, auch entferntere Ziele anzusteuern. Zwischenzeitlich aber habe ich Spaß daran gefunden, mein Baguette selbst zu backen - und pssst - frisch schmeckt mein eigenes sogar noch besser! Und wenn ich schon mal dabei war: die Cannelés kommen jetzt auch aus der eigenen Backstube. Für das typische Gebäck aus der Gegend um Bordeaux habe ich mir Silikonbackformen bestellt, wobei man ja stilecht welche aus Kupfer verwenden sollte. Letztere lassen sich nämlich auch höher erhitzen, was sicher für eine "knackigere" karamellisierte Kruste sorgt. Für Kniffe und Tricks rund um die perfekten Cannelés - auch was die Förmchen anbelangt - habe ich bei der charmanten Aurélie gespickt. Auf ihrem hübschen Blog"Französisch kochen" gibt es diverse Rezepte für diese unwiderstehlichen kleinen Küchlein.

Noch mehr Lust auf französische Küche? Dann schaut doch bitte wieder bei Peggy vorbei. Ihr Projekt "Trostkochen" in ihrem Blog "zunehmend wild" hatte ich ja in den vergangenen Posts schon vorgestellt. Aktuell ist Frankreich an der Reihe.







Zutaten
(für ca. 15 Stück)



  • 500 ml Milch
  • 1 Vanillestange
  • 1 Ei
  • 2 Eigelb
  • 225 g Zucker
  • 150 g Mehl, gesiebt
  • 30 g Butter
  • 4-5 Tl echtes Rosenwasser


  • 2 Silikonbackmatten à 8 Vertiefungen




Am Vortag den Teig herstellen.
Die Milch mit der ausgekratzten Vanilleschote und dem Mark zum Kochen bringen, dann zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen. Die Vanilleschote entfernen.
Die Butter schmelzen.

In der Küchenmaschine das Ei und die Eigelbe mit dem Zucker verquirlen, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.
Nun unter Rühren die Hälfte der Milch einrühren, das Mehl esslöffelweise hinzufügen und dann den Rest der Milch und die zerlassene Butter hinzugeben. Das Rosenwasser dazugeben.
Den Teig für 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Am Folgetag den Backofen auf 230 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Bei Erstgebrauch Silikonförmchen mit flüssiger Butter ausfetten.
Den Teig noch einmal gut durchrühren und in den Silikonförmchen verteilen; der Teig sollte bis 1 cm unter den Rand eingefüllt werden.
Die Silikonformen auf einen Backrost stellen und bei 230 Grad 15 Minuten backen. Dann den Backofen auf 200 Grad herunterschalten und weitere 40 Minuten backen.





Samstag, 2. Mai 2020

Für "Team Käsekuchen": New York Cheesecake Cupcakes




Wer amerikanischen Boden betritt und dann sofort zu einer Hamburgerbräterei eilt, nährt damit vor allem eines, nämlich seine Vorurteile. Und wer glaubt, noch schlimmer ginge es bei den süßen Sachen weiter, der plappert oft nur Allgemeinplätze nach, die man ironischerweise äußern darf, ohne dass man der Xenophobie verdächtigt wird.
Dass es kulinarische Auswüchse mit für die Gesundheit bedrohlichen Folgen in den Staaten gibt, bleibt unbestritten. Nirgends habe ich so viele Menschen mit wirklich besorgniserregendem Übergewicht gesehen. Viele Süßspeisen sind für unseren europäischen Geschmack zudem überzuckert. Und das führt ja bekanntlich schnell zur Überzuckerung.

Längst aber ist das nicht nur ein amerikanisches Phänomen. Genau so erschreckend ist es, wie viele Kinder und Jugendliche auch in Italien übergewichtig sind, wenn sie in sozial schwierigen Stadtvierteln heranwachsen müssen. In Neapel, der Stadt, in dem bürgerliche Wohngebiete gleich neben dicht besiedelten Vierteln liegen, die gleichzeitig soziale Brennpunkte darstellen, ist mir das bei unzähligen Besuchen immer wieder aufgefallen. Man sollte meinen, Italien mit seiner auf der Mittelmeerdiät basierenden Küche kenne solche Probleme nicht, aber leider wird Ernährung auch hier durch soziale Umstände beeinflusst. Nicht anders ist es in den Staaten.

Bei unseren Aufenthalten in Amerika haben wir oft hervorragend jenseits aller Klischees gegessen, uns aber auch die Mühe gemacht, die Nase in Restaurantführer zu stecken oder nach persönlichen Tipps zu fragen. Und dann auf einmal gab es eine ganze Welt zu entdecken; unvergesslich bleibt mir ein Abend in einem kubanischen Restaurant in Miami. Die multikulturellen Einflüsse machen gerade in den USA die Küche so spannend. Aus dem Melting Pot New York stammt dann auch die amerikanische Version des beliebten Käsekuchens.

Wie bunt und phantasievoll die nordamerikanische Küche sein kann, das zeigte jüngst der Beitrag USA aus der Reihe Trostkochen, in dem die großartige Peggy von "zunehmend wild" amerikanische Rezepte von Bloggern zusammengetragen hat, um auch diesem Land unsere Solidarität zu zeigen.
Und da waren natürlich auch meine Lieblingskuchen vertreten...










Gleich zwei meiner Lieblingstorten haben nämlich nordamerikanische Wurzeln: Auf Platz Nummer eins ist da meine geradezu vergötterte Key Lime Pie, deren Herstellung leider oft am Mangel von saftigen (!) Limetten scheitert, gefolgt von dem schon erwähnten cremigen New-York-Cheesecake. Nun bin ich sowieso Team Käsekuchen, egal ob der nun wie in Deutschland mit Quark, in Italien mit Ricotta oder in den Staaten mit Frischkäse hergestellt wird. Es ist der einzige Kuchen übrigens, den ich mit einem Klecks ungesüßter Sahne oder - besser noch - Crème fraîche erst so richtig genießen kann. Obstkuchen dagegen mag ich lieber pur.

Für Liebhaber der amerikanischen Version empfiehlt es sich, immer ein paar Butterkekse und Frischkäse vorrätig zu haben. Im Gegensatz zu einem Mürbeteigboden, der zur Kühlung ruhen muss, ist der amerikanische Keksboden im Handumdrehen gebacken. Perfekt, wenn einem die Lust auf Käsekuchen überkommt. Wichtig nur: so ein Cheesecake muss gut ausgekühlt sein, bevor man ihn anschneidet, sonst bröselt der Boden. Das ist der vielleicht einzige Makel, der so einem amerikanischen Käsekuchen anhaftet: Man will sofort und darf nicht! Ganz Ungeduldige können diese Cheese-Cupcakes aber auch im Weckglas backen - und dann den Löffel in der lauwarmen Käsecreme versenken.






Zutaten
(für 8 Cupcakes)




Boden


  • 8 Butterkekse
  • 2 El Butter + etwas Butter für die Förmchen
  • 1 El Puderzucker
  • etwas Zimt (fakultativ)


Füllung


  • 250 g Frischkäse
  • 40 ml Milch
  • 40 ml Sahne
  • 1 Ei
  • 40 g selbstgemachter Vanillezucker (oder Zucker und das Mark einer halben Vanilleschote)
  • 1 Prise Salz
  • Abrieb und Saft einer halben Zitrone
  • 1 Muffinblech (12er)



Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze vorheizen).
Acht Vertiefungen im Muffinblech ausfetten.

Die Butter zerlassen und die Kekse in einem Zerkleinerer zerbröseln (alternativ in einen Plastikbeutel geben und mit dem Nudelholz zerkleinern).
Keksbrösel mit der Butter, dem Zucker und dem Zimt vermischen und diesen Teig in den Förmchen verteilen. Die Oberfläche andrücken und glätten.
Für 10 Minuten in den vorgeheizten Ofen geben.
Den Ofen auf 170 Grad zurückschalten.

Für die Füllung alle Zutaten in der Küchenmaschine oder mit dem Schneebesen gut miteinander verrühren. Die Masse auf den vorgebackenen Keksbröseln verteilen und das Muffinblech für weitere 25 bis 30 Minuten in den Ofen schieben.

Vor dem Servieren gut abkühlen lassen, dann die Cupcakes vorsichtig aus den Vertiefungen holen.
Dazu passen Fruchtsaucen (wie auf dem Foto, z.B. aus Blaubeeren), frische Früchte, Sahne...  Oder einfach pur genießen!

Angelehnt an ein Rezept aus: Oliver Brachat, Cupcakes, AT Verlag Aarau und München 2010







Mittwoch, 31. Oktober 2018

Dolcetto e scherzetto? Dolcetto! Spooky Red Velvet Cupcakes




"Dolcetto o scherzetto" - "eine Süßigkeit oder ein (böser) Scherz" -,  sagt man in Italien an Halloween. Als ich in den neunziger Jahren nach Italien zog, haben mich die vielen Dekosachen, die es zu Halloween zu kaufen gibt, verwundert; so kannte ich das nicht aus Deutschland. Vielleicht auch, weil das für viele so "amerikanische" Fest mit seinen lang zurückliegenden keltisch-irischen Wurzeln Entsprechendes auch in Italien findet. So soll es zu Allerheiligen auf Sardinien Bräuche geben, die viel mit Halloween gemeinsam haben. Auch habe ich alte italienische Werbeplakate gesehen, die bezeugen, dass Halloween schon länger in Italien gefeiert wurde.




Ich persönlich habe keinen Bezug zu diesem Fest. Eine liebevoll gestaltete Einladung einer amerikanischen Nachbarin hat uns nun aber zu einer Halloween-Party eingeladen - in die Welt von Alice im Wunderland, so das Motto. Es wird also nicht gruselig, dafür aber sehr phantasievoll zugehen, wie ich schon an der Treppenhausdekoration heute morgen sehen konnte.





Gruselig dagegen aber sind meine Cupcakes, die ich mitbringen möchte!
Auch das eine Premiere: Normalerweise backe ich zu Weihnachten - mit Begeisterung -, und ich backe zu Ostern; beide Feste haben für mich eine große Bedeutung.
Zum ersten Mal wird es also gruselig in meiner Küche - mit Spinnennetzen aus Schokolade und rotgeäderten Zuckeraugen!





Darf man das "feiern", ohne sich dafür entschuldigen zu müssen?

Was mich immer wundert und - ja - auch ärgert: Es sind genau jene Mitmenschen, die sich mit einem Lippenbekenntnis Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen auf ihr Fähnchen schreiben, um dann bei der Erwähnung von Halloween hochnäsig anzumerken, dass das ja nicht zu "unseren" Traditionen passe. Es sind vielleicht auch diejenigen, die sich nie über die Ursprünge dieses Fests informiert haben. Es sind die moralisch Entrüsteten (auch von Kirchenseite her), die Satanisches darin sehen wollen, es sind diejenigen, die deutsche "Leitkultur" hochhalten (und die dann aber über geschmacklose Witze zu Fasching lachen können oder sich beim Oktoberfest besaufen), es sind die "Elitären" - und ja - nicht zuletzt jene, die einfach gegen alles "Amerikanische" sind.
Soweit zur Toleranz in deutschem Lande!
In sehe es als Bereicherung an, dass unsere Freunde und Bekannte aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturen kommen. Ich würde jedes Fest mit netten Leuten feiern - egal, ob es sich nun um ein muslimisches, jüdisches oder hinduistisches handelt -, ohne dabei meine eigenen Traditionen zu verleugnen.
Aber jetzt: Dolcetto o scherzetto?





Zutaten
(für 16 Stück)

Teig

  • 120 g geschmeidige Butter
  • 300 g Zucker
  • 2 Eier
  • 20 g Kakaopulver
  • 50 g rote Lebensmittelfarbe (in der Tube)
  • 2 Tl Vanilleextrakt
  • 240 ml Buttermilch
  • 300 g Mehl, gesiebt
  • 1 Tl Salz
  • 1 Tl Backnatron
  • 3 Tl Weißweinessig


Den Backofen auf 170 Grad (Umluft) vorheizen.
Die Butter mit dem Zucker cremig rühren, dabei die Eier einarbeiten.
Kakaopulver mit der Lebensmittelfarbe und dem Vanilleextrakt sowie etwas von der Buttermilch verrühren und zu der Buttercrème geben. Mehl mit dem Natron und dem Salz mischen. Nach und nach mit der restlichen Buttermilch und dem Essig unterrühren.
Teig in den Förmchen verteilen und 25 bis 30 Minuten backen.


Frosting

  • 300 g Frischkäse
  • 100 g Butter
  • 250-300 g Puderzucker


Die Zutaten zu einer geschmeidigen Crème rühren und diese im Kühlschrank festwerden lassen.


Deko

  • ca. 100 g dunkle Kuvertüre
  • Schokotropfen
  • "Spooky-Eyes"
  • rote Speisefarbe (für die Adern in den Augen)


Kuvertüre im Wasserbad erhitzen, etwas abkühlen lassen, dann in einen Spritzbeutel füllen. Eine Tülle mit winziger Öffnung verwenden.
Auf Backpapier 16 Spinnennetze spritzen und diese vollständig auskühlen lassen. Dann vorsichtig vom Papier lösen.
Das Frosting in einen Spritzbeutel mit glatter Tülle füllen und die Cupcakes damit bespritzen.
Mit "Augen" und "Spinnennetzen" verzieren.


Zubehör

  • Muffin-Backblech + Papierförmchen
  • Küchenmaschine oder Handrührgerät
  • Spritzbeutel mit Tüllen in verschiedenen Größen
  • Backpapier



Vorbereitungen





Dienstag, 25. September 2018

Handliche Energiespender: Mini Plum Cakes mit Feigen und Walnüssen



Die berühmte Stiefelform Italiens macht Reisen innerhalb des Landes nicht gerade zu Kurztrips. Man reist gewöhnlich von Norden nach Süden und umgekehrt - und die Ausmaße dieses Landes zeigen sich in ihrer ganzen langgezogenen Pracht. Dagegen ist ist West-Ost-Route fast ein kleiner Hüpfer. Ein paar  Zahlen gefällig? Wer von Frankfurt nach Rom fährt, hat an der schweizerisch-italienischen Grenze bei Chiasso gerade mal die Hälfte der Strecke geschafft; nach Rom sind es weitere 650 Kilometer auf der Autostrada del sole, der A1 - auf der leider auch nicht immer die Sonne scheint. Wer von Rom mit dem Auto nach Palermo fahren möchte, der hat eine Strecke von rund 900 Kilometern vor sich, und in Kalabrien ist die Dichte der Raststätten wahrlich noch ausbaufähig, womit wir bei der "Marschverpflegung" entlang der Route wären.

Gerade wer wie mein Mann viel beruflich - und auch nachts - unterwegs ist, kennt die auf Dauer ermüdenden Strecken bestens. Zwar sind die "Autogrills" 24 Stunden geöffnet und spenden bei Bedarf kräftigen Caffè sowie frisch gepresste Säfte, aber die sowieso eher trockenen und oft lieblos belegten Panini machen nachts um halb drei keine Freude mehr. Da gebe ich, wenn möglich, meinem Mann lieber ein paar selbstgemachte Leckereien wie diese saftigen kleinen Kastenküchlein mit.
Die helfen übrigens auch gegen ein nachmittägliches Tief...





Zutaten
(für 6 Plum Cakes)


  • 100 g weiche Butter
  • 70 g brauner Rohrzucker
  • 1 Tl Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 100 g Mehl
  • 2 Tl Backpulver
  • 30 g Walnüsse
  • 50 g getrocknete Feigen + 3-4 Feigen für die Deko





Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Silikonförmchen, wie ich sie verwende, müssen nicht gefettet werden; andere Förmchen mit etwas Butter ausstreichen.
Die Walnüsse grob hacken, die Feigen in kleine Würfel sowie die Feigen für den Belag in Scheiben schneiden.
Die weiche Butter mit dem Zucker, dem Zimt und der Prise Salz mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät gut verrühren und das Ei zufügen. So lange weiterrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat.
Das mit dem Backpulver gemischte und gesiebte Mehl unterrühren und die Walnüsse sowie die Feigenstücke unterheben. Den Teig in die Förmchen füllen, mit den Feigenscheiben belegen und 25 Minuten backen.




Sonntag, 16. August 2015

Zu hübsch zum Verstecken: Johannisbeer-Vanille-Gugls


Was macht man an einem verregneten Augustsonntag? Richtig, man backt mal wieder!
Möglichst schnell sollte es gehen, weil es trotz des trüben Wetters und Regenschauern immer noch ziemlich heiß in meiner Küche ist. Mit angeschalteten Backofen verwandelt sich die Küche schnell mal in eine finnische Sauna; im Winter hätte ich da oft gar nichts dagegen.
Für Süßschnäbel, denen es nicht schnell genug gehen kann, bieten sich Minigugls an. Sie sind rasch zusammengerührt, und mehr als 25 Minuten nehmen sie auch nicht den Backofen in Beschlag.
Die Johannisbeeren ergaben ein so hübsches Muster auf den Gugls, dass ich sie auf keinen Fall unter einer Puderzuckerschicht verstecken wollte. Beim ersten Bissen in diese zart-säuerlichen Gugls ging die Sonne auf - auf der Zunge, und jetzt auch wieder am Himmel.





Zutaten
(für 8 Minigugls)

80 g Butter
1 Vanilleschote
70 g Puderzucker
1 Tl Vanillezucker (selbstgemacht)
100 g Mehl
2 Eier
50 g süße Sahne
1 El Rum
80 g Johannisbeeren
ein wenig Zitronensaft






Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitz) vorheizen. Guglförmchen eventuell mit Butter ausfetten und mit Mehl bestäuben. Bei Silikonförmchen entfällt das.
Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben.
Johannisbeeren waschen und mit Hilfe einer Gabel von den Rispen streichen.
Die weiche Butter mit dem gesiebten Puderzucker, dem ausgekratzten Vanillemark und dem Vanillezucker schaumig rühren, dabei die Eier einarbeiten.
Das gesiebte Mehl und den Rum unterrühren. Die Sahne steifschlagen und mit den Johannisbeeren und ein paar Spritzern Zitronensaft unter den Teig heben.
Den Teig auf die Gugl-Förmchen verteilen (ich behelfe mir da mit einem Spritzbeutel) und für ca. 25 Minuten in den Ofen schieben.




Rezeptquelle: Chalwa Heigl, Feine Gugl, Südwest-Verlag, München 2013
(Ich habe größere Guglförmchen verwendet und die im Buch angegebenen Mengen verdoppelt.)


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Samstag, 4. April 2015

Österliche Pistazien-Schokoladen-Cupcakes



Mit diesen süßen Nestchen
 wünsche ich allen meinen lieben Leserinnen und Lesern
 ein fröhliches Osterfest!



Zutaten
(für 12 Cupcakes)


Teig

100 g Butter
3 Eier
75 g brauner Zucker
1 Prise Salz
50 g Pistazien, gute Qualität
80 g Mehl, gesiebt
1 Tl Backpulver

Den Ofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen.
Die Butter schmelzen und zur Seite stellen. Die Pistazien fein mahlen.
Die Eier mit dem Zucker ein paar Minuten lang mit dem Handrührgerät schaumig aufschlagen.
Gemahlene Pistazien mit dem Mehl, dem Backpulver und dem Salz mischen. Zusammen mit der flüssigen Butter mit dem Rührlöffel unter die schaumige Eiermasse heben.
Den Teig auf die Förmchen verteilen und im Ofen ungefähr zwanzig Minuten lang backen (Stäbchenprobe machen).
Herausnehmen und die kleinen Kuchen auskühlen lassen.




Frosting und Verzierung

115 g Frischkäse
90 g dunkle Schokolade (70%)
15 g Puderzucker
30 ml Sahne

Schokohasen, Zuckereier, gehackte Pistazien, Esspapierblüten

Die Schokolade in kleine Stücke brechen und zusammen mit der Sahne im Wasserbad schmelzen.
Den Frischkäse mit dem Puderzucker mit dem Handrührgerät geschmeidig rühren, dann nach und nach die abgekühlte Schokomasse unterarbeiten.
Das Frosting in einen Spritzbeutel füllen und die Cupcakes damit verzieren. Die Cupcakes mit Schokohäschen, Zuckereiern, Esspapierblüten und Pistazien dekorieren.




Rezeptquelle: Das Rezept für den Teig stammt aus: Christina Richon, Cupcakes, Gräfe und Unzer Verlag, 2010


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Montag, 16. März 2015

Kleine Roquefort-Birnen-Cakes - und eine Premiere



Ich gebe es zu: die Mini-Cakes mit Roquefort, Birne und Nüssen sind eigentlich nur ein Vorwand, um meine neueste Errungenschaft auszuprobieren.
Seit Samstag gibt es einen weiteren Mitbewohner; eine neue Kamera, die endlich bei mit einziehen durfte. Es ist meine erste Spiegelreflexkamera: eine Canon EOS 6 D.
Schon seit längerem war ich mit meinen Fotos sehr unzufrieden, weiß aber auch, dass eine hochwertige Kamera noch lange keinen guten Fotografen ausmacht, wie auch eine gut ausgestattete Küche keinen exzellenten Koch.



Auch wenn die Lichtverhältnisse heute alles andere als perfekt waren - seit gestern schüttet es fast ununterbrochen -, so konnte ich es kaum erwarten, meine neue Kamera auszuprobieren. Und dafür habe ich mit natürlich etwas vorgenommen, was für mich geduldig posiert, wie diese kleinen pikanten und sehr saftigen Mini-Cakes. Die Fotos sind bewusst einfach gehalten, ohne viel Deko oder sonstigen Schnickschnack. und ich taste mich erst langsam an meine neue Kamera heran.
Während ich weiter übe, habe ich in diesen Mini-Cakes jedenfalls eine wunderbare Stärkung gefunden.




Zutaten
(für 8 Mini-Cakes)

2 Eier
70 ml Olivenöl extra vergine
70 ml Milch
120 g Mehl, gesiebt
1/2 Päckchen Backpulver
70 g Gruyère, frisch gerieben
100 g Roquefort, gewürfelt
1 kleine Birne
50 g Walnüsse
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Wer keine Förmchen aus Silikon besitzt, muss sie zusätzlich noch etwas ausfetten.
Die Birne sehr fein würfeln, und die Walnüsse grob hacken.
Die Eier mit der Milch und dem Olivenöl verrühren, dann das mit dem Backpulver gesiebte Mehl und den geriebenen Gruyère unterrühren. Zum Schluss die gewürfelte Birne, den Roquefort und die Walnüsse untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Teig in die Förmchen füllen und 30 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

Rezeptquelle: Ilona Chovanciva, Mini-Cakes, Dorling Kindersley, 2009




♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Sonntag, 14. Dezember 2014

Pikante Winzlinge: Cranberry-Ziegenkäse-Pralinen



Es gibt Tage, die ziehen sich so endlos lang hin, da liest man sogar die Apotheken-Umschau! So geschehen bei unserem jüngsten Deutschland-Besuch.
Wir waren um den 2. Advent in der alten Heimat unterwegs -  erst in Frankfurt, dann in Bayern, wieder zurück nach Frankfurt, alles mit dem Auto und darüber hinaus in fünf Tagen! Oft sind diese kurzen Deutschland-Aufenthalte wahrlich kein Vergnügen, denn leidige Ämter- oder auch Arztbesuche lassen kaum Zeit für Familie und Freunde. Auch sitzt die tägliche Arbeit meinem Mann stets im Nacken, und da hilft auch kein angemeldeter Urlaub, denn der interessiert weder den Leser noch die Redaktion, wenn Aktuelles in der Welt geschieht. Journalisten-Los eben!
Am 2. Advent waren wir dann bei meiner Schwiegermutter, und mein Mann war dort den ganzen Tag mit zwar lästiger, aber notwendiger Bürokratie für seine Mutter beschäftigt. Ich zog mich mit meiner mitgebrachten Lektüre in ein Zimmer zurück; was macht man schon sonst in einem kleinen niederbayerischen Dorf an einem Sonntag?
Mein Blick fiel ziemlich verwundert auf eine Ausgabe der Apotheken-Umschau. Verwundert, weil solche Blättchen nicht zur bevorzugten Lektüre meiner Schwiegermutter gehören.
Schnell war die Zeitschrift durchgeblättert, und ich wollte sie schon zur Seite legen, als ich auf ein paar Rezepte stieß, die einen zweiten Blick wert waren.
Mini-Muffins mit Ziegenkäse und Cranberries, die mich an Pralinen erinnern - das klang mehr als verlockend, zumal ich immer  auf der Suche nach kleinen Snacks oder Fingerfood bin, das man zum Aperitif reichen kann. Von ihrem unscheinbaren Äußeren sollte man sich nicht täuschen lassen; die Verbindung der säuerlichen Cranberries mit dem herzhaften Ziegenkäse schmeckt herrlich. Nach dem ersten Bissen stellt sich sofort ein "Chips-Effekt" ein: Man kann einfach nicht aufhören, bis alle Mini-Muffins wegfuttert sind!






Zutaten
(für 12 Mini-Muffins)

70 g Mehl
40 g kalte Butter + Butter für das Muffinblech
1 El kaltes Wasser
Salz

Aus den Zutaten einen Mürbeteig kneten, ausrollen und 12 Kreise von 6 cm Durchmesser ausstechen. Die Mulden eines gefetteten Mini-Muffin-Blechs mit den Teigkreisen auslegen und bis zur weiteren Verwendung kaltstellen.

40 g getrocknete Cranberries
2 El Orangensaft, frisch gepresst
65 g Ziegenfrischkäse
2 El Pecorino Romano (im Original: Ziegenkäse), frisch gerieben
1 Eigelb
2 Zweige frischen Thymian
1 Msp. Kardamon
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Den Backofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Cranberries mit dem Orangensaft erhitzen, Kardamon hinzufügen und zur Seite stellen.
Käsesorten mit dem Eigelb und den abgezupften Thymianblättchen verrühren, die Cranberries hinzufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Füllung in den Teigschälchen verteilen, und die Muffins ca. 18 Minuten backen.



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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Sonntag, 16. Februar 2014

Statt Schwarzwälder-Kirsch: Amarena-Cupcakes



Nein, ich habe den Valentinstag nicht vergessen! Aber auf ausdrücklichen Wunsch meines Mannes gab es die süße Überraschung erst am Wochenende. Da haben wir beide mehr davon, und mit einem schönen Kuchen lässt sich die gute alte Tradition des Sonntagsnachmittags-Kaffees wieder etwas beleben. Damit verhält es sich doch genauso wie mit dem Sonntagsbraten: Anstatt jeden Tag irgendein Stück Fleisch in die Pfanne zu werfen, bevorzuge ich dagegen einmal in der Woche ein schönes, langsam geschmortes Stück Fleisch von bester Qualität - mit Zeit und Muße zubereitet. Da bietet sich seit jeher das Wochenende an.
Gibt es eigentlich den Lieblingskuchen, den Einzigen, den Wahren? Mein Mann könnte da gleich eine ganze Liste runterrattern. Dabei fällt immer mal wieder das Stichwort Schwarzwälder Kirsch! Und ich Rabenfrau habe ihm noch nie eine Schwarzwälder Kirschtorte gebacken! Also bin ich losgesaust, um Sauerkirschen im Glas zu kaufen. Fehleinzeige, die gibt's hier nicht! Und ich habe nicht einmal vorgesorgt, wie das die treusorgende Ehefrau tun sollte, und eingemachte Sauerkirschen aus Deutschland mitgebracht. Rabenfrau, ich sag's ja!


Immerhin hatte ich den passenden Schnaps im Haus: Schwarzwälder Kirschwasser. Das gab schon etwas Sicherheit und wies zumindest die Richtung, auch wenn ich eventuell nur meine selbstgekochte Kirschmarmelade zu einem irgendwie an Schwarzwälder Kirschtorte erinnerndes Backwerk beisteuern könnte. Die Erleuchtung kam in Form der wunderbar mandelduftenden Amarena-Kirschen, die mich wieder daran erinnerten, wo ich lebe. Sahne? Natürlich, aber mit Mascarpone gemischt! Aber irgendwie hat sich auch das Kirschwasser wie von selbst in die Törtchen verirrt...



Zutaten (für 12 Cupcakes)


  • 150 g dunkle Schokolade
  • 125 g Butter + Butter für das Muffinblech
  • 3 Eier
  • 200 g Zucker
  • 1 P. Vanillinzucker
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Mehl
  • 1 Tl Backpulver
  • 25 ml Schwarzwälder Kirschwasser (gerne auch mehr...)

  • 25 g dunkle Schokolade
  • etwas neutrales Pflanzenöl

  • 250 ml süße Sahne
  • 250 g Mascarpone
  • 50 g selbstgemachter Vanillezucker
  • 200 g Amarena-Kirschen


Den Backofen auf 175 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen und die Mulden des Muffinblechs leicht mit Butter ausfetten.
Die Schokolade fein hacken und zusammen mit der Butter im Wasserbad schmelzen.
Die Eier mit einer Prise Salz, dem  Zucker und dem Vanillinzucker hellschaumig aufschlagen. Dann die geschmolzene Butter-Schokoladen-Mischung unter Rühren dazugießen. Das mit dem Backpulver vermischte und gesiebte Mehl unterrühren.
Den Teig in den Mulden verteilen und das Blech für 20 bis 25 Minuten in den Ofen schieben.
Danach aus dem Ofen nehmen, die Muffins etwas auskühlen lassen, mehrmals die Oberfläche mit einem Holzstäbchen einstechen und mit Kirschwasser beträufeln (wenn Kinder mitessen, natürlich den Schnaps weglassen!).
Für die Schokodeko die Schokolade im Wasserbad schmelzen, auf eine leicht geölte Platte gießen und dünn verstreichen. Kalt stellen, danach mit dem Zestenreißer kleine Schokoflöckchen herauskratzen.
Die Sahne steifschlagen und den Mascarpone mit dem Vanillinzucker verrühren. Sahne unter den Mascarpone heben und die Crème in einen Spritzbeutel füllen.



Die Schokomuffins einmal quer durchschneiden und etwas Crème auf dem Anschnitt verteilen, Mit einigen Kirschen belegen, dabei darauf achten, nicht zuviel von dem Sirup zu verwenden. Die obere Hälfte wieder aufsetzen,  mit Mascarponecrème verzieren und jedes Törtchen mit einer Kirsche und ein paar Schokoflöckchen dekorieren.



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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

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