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Donnerstag, 16. Juli 2020

Jetzt ist es eine runde Sache: Camembert-Quiche mit Äpfeln und Frühlingszwiebeln




Es kommt selten vor, dass ich ein Gericht neu verblogge. Und wenn, dann ergab es sich ganz spontan und ungeplant. Entweder, weil es noch besser schmeckte, als man es in Erinnerung hatte - woran oft kleine Änderungen bei der Zubereitung nicht ganz unschuldig sind. Ober eben, weil aktuelle Fotos, die man in die Welt der sozialen Netzwerke hinausschickte, zu zahlreicher Nachfrage nach dem Rezept führten. 
All das traf dieses Mal zu.

Dabei wollte ich nur den schönen Augenblick eines milden Sommerabends auf unserer Terrasse festhalten. Allzu selten sitzen wir dort beim Abendessen, weil es doch sehr mühsam ist, Geschirr, Töpfe, Schüsseln und Gläser über die enge steinerne Wendeltreppe hochzuschleppen. Selbst wenn man dann mit einer Aussicht über die Dächer von Rom belohnt wird; wir sehen sogar einen Teil der Kuppel von San Pietro. Tagsüber kann man sich leider nicht auf der Terrasse aufhalten; es wird einfach irre heiß in den Sommermonaten. So heiß, dass sich oft die Terrassentür verzieht und sie sich sowieso nicht öffnen lässt.






In den Zeiten des harten Lockdowns im März und April wurde die Terrasse zu meinem Zufluchtsort. Zwar blieben viele Blumenkästen leer, da selbst die Blumenstände am Campo de' fiori und alle Gärtnereien geschlossen waren, aber es wurde mein kleines Reich, ich dem ich mich sicher fühlen durfte. Oft allerdings fehlte mir die innere Ruhe, um mich mit einem Buch dorthin zurückzuziehen, um die dramatische Situation vor allem in Italien aus meinen Gedanken zu verdrängen. Es war eine von vielen Sorgen geprägte Zeit mit zahlreichen "Was-wird-wenn-Gedankenspielen", die mich oft nicht schliefen ließen. Überwunden ist die Situation noch lange nicht, aber sie wurde in unseren Alltag eingebaut. Wir haben gelernt, damit zu leben, aber trotzdem wachsam zu bleiben. 

Mittlerweile sind auch wieder neue Blumen gepflanzt, mein Zitronenbaum, den ich schon aufgegeben hatte, hat sich erholt, sogar das Vordach ist mit neuen Bambusmatten gedeckt - und nun ist es wieder zu heiß während des Tages.







Aber gestern Abend haben wir uns ein kleines Abendessen dort gegönnt! Wie immer spät - das heißt bei uns kurz nach 21 Uhr -, so dass schon die Dämmerung eingesetzt hatte. Bei uns im Süden ist es ja auch im Hochsommer nie so lange hell wie weiter im Norden; etwas, was ich doch sehr bedaure, denn lange Sommerabende gehören für mich zu dieser für mich schönsten Zeit im Jahr dazu. Mächtige Wolken türmten sich bedrohlich auf, aber ein Gewitter blieb dann glücklicherweise aus. Es war angenehm frisch, was in dieser Jahreszeit nicht immer auch in den Abendstunden der Fall ist. Ein gut gekühlter Vermentino begleitete die üppige Quiche. So sehen perfekte Sommerabende aus!






Zutaten und Zubereitung
(für eine Quicheform von 28 cm ø)



Mürbeteig-Boden
  • 200 g Mehl
  • 100 g kalte Butter in Stückchen
  • 7 El kaltes Wasser
  • Salz

Aus den Zutaten nach meinem Grundrezept eine Mürbeteig herstellen, dabei die Kühlzeiten beachten. Da ich einen dünnen Boden bevorzuge, blieben Teigreste übrig. Diese habe ich ebenfalls dünn ausgerollt und in zwei Tartelettes-Förmchen verteilt. Die Förmchen in einen Gefrierbeutel legen und einfrieren.



Füllung
  • 1-2 Äpfel
  • 20 g Butter
  • 3-4 Frühlingszwiebeln
  • 250 g Camembert
Den Backofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Die Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheiben schneiden. In einer Pfanne in der Butter kurz anbraten.
Die Frühlingszwiebeln in Ringe und den Camembert in Würfel schneiden.




Guss
  • 150 g Frischkäse
  • 150 ml Milch
  • 75 g Crème fraîche (oder süße Sahne)
  • 3 Eier
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • gerebelter Thymian
  • Kräuter der Provence
  • etwas Cayenne-Pfeffer
  • frisch geriebene Muskatnuss


Für den Guss alle Zutaten miteinander verquirlen und mit den Gewürzen und den Kräutern abschmecken.
Apfelstücke, Frühlingszwiebeln und Camembert-Würfel unter den Guss rühren. 
Die Quicheform mit dem Teig aus dem Kühlschrank nehmen und die Füllung daraufgeben.

Auf der unteren Schiene ca. 40 Minuten backen.

⚜⚜⚜

Rezept frei nach: Alfons Schuhbeck, Annik Wecker, Raffinierte Tartes, süß und pikant, Dorling Kindersley Verlag, München 2010

Siehe auch hier: Camembert-Apfel-Tarte













 

Sonntag, 30. Juni 2019

Wenn nichts anderes mehr geht: Gazpacho, reloaded



In den Sommermonaten gehört gerade die Gazpacho, die kalte Gemüsesuppe aus Andalusien, zu den meistgesuchten Rezepten auf meinem Blog. Da auch in Mitteleuropa die Sommer immer heißer werden, ist es nur konsequent, auch im kulinarischen Bereich von "uns" Südeuropäern zu lernen! In Italien, Spanien oder Griechenland weiß man seit Jahrhunderten, was der Körper bei Hitze verlangt. Nicht Schweinebraten und fetter Aufschnitt sind dann gefragt, sondern leichte Kost basierend auf viel Gemüse, wasserspendendes Obst, Fisch oder mageres Fleisch.





Bei der Suche nach Gazpacho - oft mit dem Zusatz "nach Lafer" - landen viele dann bei den buchstäblich blassen Bildern aus meinem ersten Blogsommer. Unzählige Male habe ich seitdem Gazpacho immer wieder zubereitet, denn es ist das Hitzeessen schlechthin. Und lange bevor Julia von German Abendbrot ihren Dauer-Event "Enstaubte Klassiker" im vergangenen Jahr startete, spielte ich mit dem Gedanken, dieser erfrischenden Suppe endlich neue Fotos zu verpassen, die auch ein wenig Sommerstimmung einfangen sollten. Für ihren Juni-Event gibt es nun die aktuelle Version. Sorry, es ist nichts Süßes mit Beeren geworden, aber bei Hitze braucht man manchmal auch eine Extra-Portion Salz.






Das Rezept ist so gut wie unverändert; ja ich habe es noch etwas vereinfacht, da man Tomaten zwar nach wie vor von dem grünen Stielansatz befreien sollte, sich aber die ganze Prozedur des Schälens ersparen kann. Zusätzlich sorgt ein wenig Stangensellerie noch für den Umami-Kick.
Bei meiner Gazpacho unverzichtbar ist der Kreuzkümmel. Aber den liebt oder hasst man halt, ganz so wie das Korianderkraut bei einigen Gerichten. Auch ein paar Spritzer Tabasco schaden nicht, und wer es besonders erfrischend im Teller mag, der gibt noch ein paar Eiswürfel hinzu.

Das Topping: Bei uns nur noch nach Johann Lafer! Während ich früher einen Teil der für die Gazpacho verwendeten Zutaten fein gewürfelt und zugegeben habe, machte mich der unvergessliche Tag in der Kochschule mit dem Maestro höchstpersönlich mit diesem scharf-fruchtigen Apfel-Gurken-Wasabi-Topping bekannt. Bei ihm gab es darüber hinaus noch eine hauchfeine getoastete Schwarzbrotscheibe mit Asia-Mayonnaise. Diese schmeckte zwar gigantisch, aber das war mir für eine Gazpacho dann doch "too much"!







Zutaten
(für ca. 3-4 Personen)


Gazpacho
  • 70 g Weißbrot oder Baguette
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Tl Kreuzkümmel (gemahlen)
  • 100 ml Olivenöl extra vergine
  • 800 g Tomaten mit festem Fruchtfleisch, z.B. San Marzano 
  • 2 mittelgroße rote Paprika
  • 2 Gärtnergurken
  • 1 große rote Zwiebel
  • 4-5 El Aceto Balsamico di Modena (oder Rotweinessig)
  • Salz   
  • etwas Tabasco (fakultativ)
  • 1-2 Stangen Sellerie (fakultativ)      

Weißbrot zerpflücken, in eine Schüssel geben, durchgepresste Knoblauchzehe und Kreuzkümmel dazugeben und mit dem Olivenöl begießen. Zugedeckt eine halbe Stunde ziehen lassen.

Alles anderen Zutaten putzen und würfeln, in den Mixer geben, Weißbrot dazugeben und mixen. Mit Salz, Aceto Balsamico oder Rotweinessig und etwas Tabasco abschmecken.
Mehrere Stunden kaltstellen. 





Topping
  • 1 entkernte Gartengurke (das Innere kann man für die Gazpacho mitverwenden)
  • 1 säuerlicher Apfel (z. B. Granny Smith)
  • 1 El Crème fraîche oder Schmand
  • 1-2 Tl Wasabi-Paste
  • Salz, frisch gemahlener weißer Pfeffer     
Gurke und Apfel schälen, entkernen und in sehr feine, gleichmäßige Würfelchen schneiden. Die Apfel- und Gurkenstückchen in einer Schüssel mit der Crème fraîche und dem Wasabi vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kaltstellen

Die Gazpacho in den Tellern mit dem Topping anrichten.


Noch mehr "Gazpacho"? Bitte sehr:

Melonengazpacho
Grüne Gazpacho
Gazpacho





Montag, 17. November 2014

Waffeltürmchen gegen den Herbstblues



Der Blovevent Seelenwärmer geht in eine zweite Runde; genau passend zur Jahreszeit! Denn auch im vermeintlich immer sonnigen Süden gibt es diese tristen, grauen Tage. Schaue ich zur Zeit über meinen Bildschirm hinweg aus dem Fenster, sehe ich vom Regen nasse Dachschindeln und einen Himmel von undefinierbarer Farbe. Zwischendurch schüttet es oft wie aus Eimern, und nicht selten muss ich schon am frühen Nachmittag - auch hier geht zur Zeit die (gerade nicht vorhandene) Sonne gegen 17 Uhr unter - die Lampen anmachen, da es so düster ist. Das drückt auf die Stimmung - und damit wären wir wieder beim eigentlichen Thema.
Was richtet uns in solchen Momenten kulinarisch wieder auf, fragt Sabine vom Blog "Schmeckt nach mehr". Schon in der ersten Runde vor über einem Jahr war ich dabei: mit einem süßen Couscous mit gemischten Waldbeeren. Aber damit sind meine Seelentrösterrezepte noch lange nicht ausgereizt!




Auch ich, als gänzlich "Unsüße", verlange in manchen Stimmungslagen vor allem nach etwas Warmem und Süßem. Das hat so etwas Tröstendes. Da koche ich mir schon mal einen Grießbrei, auch wenn spätestens eine halbe Stunde nach dem süßen Löffelgenuß wieder etwas Salziges dran glauben muss, und wenn es ein paar meiner geliebten Taggiasche-Oliven sind.
Waffeln, die ich leider viel zu selten backe (warum eigentlich?), gehören zu meinen bewährten Stimmungsaufhellern aus der Sparte Comfort Food. Ich mag sie am liebsten ohne irgendwelche Extras: Frisch gebacken nach einem einfachen Grundrezept und mit luftig geschlagener, ungesüßter Sahne, besser noch mit Crème fraîche. Manchmal darf es aber auch etwas raffinierter sein, besonders, wenn die Waffeln eine sonntägliche Kaffeetafel bereichern sollen.




Zutaten
(für ca. 10 Waffeln)

125 g weiche Butter + etwas Butter für das Waffeleisen
40 g Zucker
1 P. Vanillinzucker
1 Prise Kardamon
1 Tl Zimt
1 Prise Salz
4 Eier
1/4 L Kefir
1 Apfel
250 g Mehl, gesiebt
Puderzucker
süße Sahne + Preiselbeerkompott

Die Eier trennen, Eiweiße mit einer Prise Zucker sehr steifschlagen und bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.
Die weiche Butter mit den Eigelben, dem Zucker, Vanillinzucker, Zimt und Kardamon zu einer geschmeidigen Crème verrühren. Dann abwechselnd Kefir und Mehl einarbeiten.
Den Apfel schälen, entkernen und raspeln. Mit dem Eischnee unter den Teig heben.
Waffeleisen leicht mit der Butter fetten und die Waffeln in drei bis fünf Minuten ausbacken.
Die fertigen Waffeln mit Puderzucker bestreuen.
Sahne steifschlagen und nach Belieben Preiselbeerkompott darunterziehen. Zu den Waffeln reichen.



Seelenfutter


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Montag, 29. September 2014

Kindheitserinnerungen: Kartoffelpuffer mit Apfelbrei



Bei Sandra, vom Blog From-Snuggs-Kitchen, gibt es zur Zeit einen Event mit einem wunderbaren Thema: Kindheitserinnerungen, heißt er, und der Event schickt uns zurück auf eine kleine Zeitreise in unsere Kindheit und zu unseren frühen kulinarischen Erinnerungen. Nicht selten sind gerade diese Erinnerungen mit liebsten Menschen wie unseren Omis verbunden. Meine Oma, von der hier die Rede sein wird, starb im Februar 2000 im Alter von stolzen 96 Jahren. An meine andere Omi habe ich leider kaum Erinnerungen, da sie schon sehr früh von uns gegangen ist.
Ich denke, so manches Tränchen wird beim Schreiben geflossen sein, nicht nur bei mir, sondern auch bei meinen lieben Bloggerkolleginnen und Kollegen, als sie sich intensiv mit diesem Thema in den vergangenen Wochen beschäftigt haben. Lange habe ich darüber nachgedacht, was ich zum Event beitragen könnte, und nun, kurz bevor er sich seinem Ende zuneigt, möchte ich Euch ein Gericht vorstellen, das mich immer wieder an meine Kindheit erinnert. Ein Klassiker, den viele sicher kennen und auch lieben werden: Kartoffelpuffer mit Apfelbrei.

KindheitserinnerungenJa, Apfelbrei, nicht Apfelmus, hieß das bei uns früher, und die kleinen Kartoffelpuffer, von denen immer zwei gleichzeitig in der Pfanne schmurgelten, was ihnen eine längliche Form verlieh, gehörten zu jenen Gerichten meiner Kindheit, die ich ausgesprochen gerne gegessen habe, wenn auch in überschaubaren Portionen. Ich war nicht unbedingt ein Kind, das seinen Teller stets brav leergeputzt hat, und das betrübte vor allem meine Oma. Denn die einzige Enkelin sollte natürlich tüchtig essen, auf dass sie groß und kräftig werde!
Meine Oma gehörte noch einer Generation an, die zwei Weltkriege über sich ergehen lassen musste, und die Sorge, die Familie vor Unheil und leeren Tellern bewahren zu müssen, schwelte wohl Zeit ihres Lebens in ihrem Unterbewusstsein. Dadurch hatten die Mahlzeiten bei ihr einen lebenswichtigen Stellenwert. In jenen schrecklichen Kriegsjahren ließ sie es sich auch nicht nehmen, jeden Morgen ein Butterbrot zu schmieren und gut verborgen unter den heruntergelassenen Rolladen zu klemmen (die damalige Wohnung lag im Parterre), damit der kleine jüdische Junge, der die Strasse fegen musste, auch etwas zu essen bekam. Wohl wissend, was sie selbst dabei riskierte, wenn sie dabei ertappt worden wäre.
Während meiner Kindheit und auch später kann ich mich kaum an ein Wochenende erinnern, an dem sie nicht mit Blechen von Streusel- oder Apfelkuchen bei uns auftauchte, sehr zur Freude ihres Schwiegersohns, meines Vaters, der ihre Kuchen zu einer Tasse Kaffee über alle Maßen liebte. Sie konnte stundenlang in der Küche stehen und Obst in großen Weckgläsern einkochen - wir hatten ein Garten mit mehreren Obstbäumen -, und ihr Apfelgelee war sowieso der Weltbeste! An Weihnachten buk sie die herrlichsten Butterplätzchen, und wir amüsierten uns jedes Jahr über ihre händeringenden Prophezeiungen, dass dieses Mal die Anisplätzchen mit Sicherheit "falliert" seien. Natürlich war das nie der Fall, und die champignonartigen Plätzchen hatten nach einer Nacht, in der sie ruhen mussten, ihre typischen "Füßchen".





Zu den kulinarischen Höhepunkten meiner Kindheit, die ich ganz exklusiv mit meiner Oma genießen durfte, gehörten die Mittagessen jener Tage, an denen ich nach der Schule nicht nach Hause zu meinen Eltern kommen sollte, sondern bei Oma eingeladen war. Das war wie ein kleines Ritual, auf das sie sich auch besonders freute. Meine Oma besorgte dann ein frisches Hühnchen für uns zwei, das sie im Römertopf zubereitete. Mit Vorliebe knabberte ich an der mit Paprikapulver eingeriebenen knusprigen Haut des Federviehs, und dazu gab es Curryreis und Salat. Ein einfaches Essen, aber nie mehr hat mir später ein Hühnchen so gut geschmeckt!
Viele ihrer Gerichte lernte ich erst mit der Zeit zu schätzen  wie ihre unvergleichliche Markklösschen-Suppe mit Eierstich und Fadennudeln oder die wunderbaren Schneidebohnen - die "Oma-Böhnchen", wie ich sie noch heute nenne -, die ich oft und gerne zubereite. Der Duft dieser langsam vor sich hin schmurgelnden Bohnen versetzt mich stets zurück in die Küche meiner Kindheit, die oft beherrscht wurde von dieser kleinen, energischen Frau.
Einen einzigen "Luxus"  leistete sich meine, Zeit ihres Lebens so bescheidene, aber anderen gegenüber stets großzügige Oma: Noch im stolzen Alter von fast Neunzig gönnte sie sich jeden Monat einen Abend in der Oper, und oft erzählte sie uns schwärmerisch, aber auch ein wenig wehmütig vom verblichenen Glanz der Alten Oper in Frankfurt, in der sie schon als ganz junge Frau regelmäßige Besucherin war. Wunderschön und sehr elegant muss sie bei diesen Opernbesuchen ausgesehen haben, umweht von einem Hauch von L'Heure Bleue, ihrem Parfum, und mit ihrer so feinen, hellen und rosigen Haut, die sie bis ins hohe Alter bewahrt hatte, ihren dunklen Haaren und den grünen Augen.
Danke für alles, liebe Oma!





Zutaten

Apfelmus

1,5 kg säuerliche Äpfel
Saft einer Zitrone
100 ml Weißwein (bei Oma ohne)
4 El Zucker (mehr oder weniger nach Belieben)
1 Vanillestange, aufgeschlitzt
1 Stück Zimtstange

Die Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen, grob zerkleinern und mit allen Zutaten (Vanillestange aufschlitzen, Mark entfernen) in einen Topf geben. Apfelstücke so lange köcheln lassen, bis sie zerfallen.
Vanillestange und Zimt entfernen. Entweder mit dem Kartoffelstampfer zu einem stückigen Mus verarbeiten oder - wie meine Oma es tat - fein pürieren.
Bis zum Servieren kühl stellen.



Kartoffelpuffer

800 g Kartoffel
1 Ei
2 Frühlingszwiebeln (bei Oma eine geriebene Zwiebel)
frisch geriebene Muskatnuss
Salz, frisch gemahlener Pfeffer
hoch erhitzbares Pflanzenöl

Die Kartoffel auf einer Reibe fein reiben. Die geriebenen Kartoffeln in ein Sieb über eine Schüssel geben und etwas stehen lassen. Dann noch einmal die Kartoffelmasse zusammenpressen. In der Schüssel darunter hat sich nun Kartoffelstärke und auch Flüssigkeit abgesetzt. Die Flüssigkeit vorsichtig abgießen.
Die geriebenen Kartoffeln mit der Kartoffelstärke, dem Ei, und den in feine Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
Öl in einer Pfanne erhitzen und portionsweise kleine Kartoffelpuffer backen, bis sie goldbraun sind.





♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Samstag, 3. Mai 2014

Bodenlos gut: Versteckte Äpfelchen



"Apfelkuchen geht immer!" meinte mein Mann. Ich war etwas skeptisch, denn eigentlich ist ja Erdbeerzeit, und die Äpfel gehören irgendwie zum Winter.
Trotzdem: Auch im Frühling will man nicht immer Erdbeerkuchen essen, und die am Samstagvormittag gekauften Erdbeerberge werden am Wochenende dann eben zu Marmelade verarbeitet!
Dann also Apfelkuchen! Obwohl das mit der Bezeichnung "Kuchen" nicht so ganz zutrifft. Eigentlich sind die von mir so getauften "versteckten Äpfelchen" eher eine Art Mischwesen aus Pie (ohne Boden) und Crumble (mit "glattem" Deckel).
Auch sollte man sich von dem Versuch verabschieden, ordentliche Tortenstücke aus dem "Kuchen" schneiden zu wollen. Hier wird abgestochen, und zwar Viertel für Viertel!




Geboren ist dieser Apfelkuchen aus einem kleinen Missgeschick heraus, und er hat sich dann über die Jahre hinweg zu dem vorliegenden Ergebnis vorgearbeitet. Ursprünglich sollte es eine Tarte Tatin werden. Dafür hatte ich auch die Äpfel in dünne Spalten geschnitten und den Boden der Tarteform damit ausgelegt. Aber dann passierte es im  entscheidenden Moment: Das Stürzen klappte noch, dann aber purzelten die Apfelspalten über den Rand hinaus, ja rutschen praktisch vom Boden herunter. Geschmacklich aber war diese verunglückte Tarte so überzeugend, dass ich sie wieder buk - ohne sie anschließend zu stürzen. Aus den Spalten wurden im Laufe der Zeit Viertel, denn die ließen sich besser portionieren. Und vom einfachen Nachmittagskuchen avancierte dieses Backwerk, dick mit Puderzucker überstäubt, zum lauwarmen Dessert, das sich als Begleitung gerne mit Zimt- oder Vanille-Eis zeigt. Einfache Zimtsahne passt dazu auch hervorragend.
Wenn's also zum Menu-Abschluss mal nicht besonders edel aussehen muss, dann machen die "versteckten Äpfelchen" Gaumen und auch Seele glücklich!





Zutaten

250 g Mehl + Mehl zum Ausrollen
170 g Zucker
1 Prise Salz
175 g Butter
1 Ei
4 säuerlicher Äpfel (z.B. Granny Smith)
Zimt (fakultativ)
Puderzucker


Das Mehl in eine Schüssel sieben, Ei in die Mitte geben, auf den Mehlrand 125 g Butter in Flöckchen setzen und 90 g Zucker und die Prise Salz darüberstreuen. Mit einem Messer alles grob vermischen, dann rasch einen geschmeidigen Mürbeteig kneten und diesen in Folie gewickelt für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank legen.
Den Backofen auf 230 Grad vorheizen.
In einer Tarteform die restliche Butter (50 g) in Flöckchen verteilen und den restlichen Zucker (80 g) darüberstreuen. Die Form auf den Boden des Backofens stellen und die Butter-Zucker-Mischung karamellisieren. Das dauert ungefähr sieben Minuten. Danach die Form aus dem Ofen nehmen und die Temperatur auf 200 Grad zurückschalten.
Die Äpfeln schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen.
Die Apfelviertel mit der Wölbung nach oben in der Form verteilen.
Vom Teig eine kleine Menge abnehmen, diese braucht man für die Verzierungen.



Den übrigen Teig auf etwas Mehl ausrollen und über die Äpfel legen. Den zur Seite gelegten Teig ebenfalls ausrollen und Motive ausstechen. Mit diesen Plätzchen die Oberfläche dekorieren.
Die Form für 25 Minuten in den Ofen schieben (mittlere Schiene).



Den etwas abgekühlten Kuchen mit Puderzucker bestäuben und noch möglichst lauwarm genießen.





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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane


Freitag, 17. Januar 2014

Alpenländisches Comfort Food: Kaiserschmarrn mit beschwipsten Apfelringen



Seine bayerischen Wurzeln kann mein Mann doch nicht ganz verbergen. Ab und an braucht er eine Mehlspeise! Meist gibt es dann bei uns einen Kaiserschmarrn.
Da ich nicht so eine Süße bin, nasche ich immer nur wenig davon, und meistens folgt eine Stunde nach dem Abendessen mein obligatorischer Gang zum Kühlschrank auf der Suche nach etwas Deftig-Salzigem. Und wenn es ein Stück Parmigiano ist, welches dann daran glauben muss!
Not macht erfinderisch, und da ich keine Preiselbeeren zu Hause hatte, die wir gerne zum Kaiserschmarrn essen - und die gibt es in Rom leider auch nicht überall zu kaufen -, dachte ich an einen Apfelkompott als süß-säuerliche Begleitung. Aber mit nur zwei Äpfeln?
So machte ich aus der Not eine Tugend, schnitt die Äpfel in Ringe, karamellisierte sie in Butter und Zucker und löschte sie mit Rum ab.



Zutaten (für 2 Personen)


  • 1 El Rosinen
  • etwas brauner Rum
  • 2 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 60 ml Milch
  • 60 g Mehl
  • 25 g Zucker + 1 El Zucker 
  • 1/2 El saure Sahne oder Crème fraîche
  • 1 El Mandelblättchen
  • 1 El Butter (oder Butterschmalz)
  • Puderzucker 


Ein paar Stunden vor der Zubereitung die Rosinen mit etwas braunem Rum bedecken.
Den Backofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Den Stiel einer feuerfesten beschichteten Pfanne mit Alufolie umwickeln.
Die Eier trennen und die Eiweiße mit einer Prise Salz steifschlagen und bis zur weitern Verwendung im Kühlschrank aufbewahren.
Die Eigelbe mit der Milch verquirlen, Zucker und saure Sahne sowie das gesiebte Mehl unterrühren.
Vorsichtig den Eischnee unterheben.
Butter in einer Pfanne erhitzen und den Teig einfüllen. Abgetropfte Rosinen und Mandelblättchen daraufstreuen und den Teig anbacken, ohne dass die Unterseite zu dunkel wird (dafür mit einer Pfannenwender den Teig leicht anheben und kontrollieren).
Dann die Pfanne in den Ofen geben und den Schmarrn ca. 10 Minuten backen.
Die Pfanne aus dem Ofen nehmen, den Schmarrn grob zerreissen,  mit einem El Zucker bestreuen und die Teile in der noch heißen Pfanne wenden.
Puderzucker über den Schmarrn sieben und servieren.






  • 2 Äpfel
  • 1 El Butter
  • 1-2 El Zucker
  • 2-3 El brauner Rum
  • 1 El getr. Cranberries


Die Äpfel schälen und mit einem Kernausstecher entkernen. In Scheiben schneiden. In einer Pfanne den Zucker mit der Butter leicht karamellisieren. Die Apfelscheiben in die Pfanne geben und leicht anbraten. Mit dem Rum ablöschen und die Cranberries hinzufügen.





Rezeptquelle: Kaiserschmarrn frei nach einem Rezept aus: Der große Lafer und die Kunst der einfachen Küche, Gräfe und Unzer, München 2010







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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Freitag, 22. November 2013

Von Käse und Kaufzwängen



Zwölf Euronen für ein Schächtelchen Camembert!
Einkaufen in Rom: Für ein Quiche-Rezept benötigte ich einen Camembert - einen simplen Camembert! Aber in keinem der Kühlregale unzähliger Supermärkte, die ich durchforstete, gab es diesen zu kaufen. Brie ja, aber keinen Camembert.
Glücklicherweise fiel mir noch das hübsche, auf Käse und feine Marmeladen spezialisierte Lädchen im Ghetto ein. Also nichts wie hin, und dort endlich gab es den begehrten Käse - die Schachtel zu zwölf Euro. Das war noch der "günstige". Bei achtzehn Euro ging es weiter. Mir schwindelte.
Hypnotisiert vom Preis ließ ich mir das edle Stück über die Theke reichen. Auf dem Nachhauseweg aber sinnierte ich über die Verschwendung - die Verschwendung, diesen edlen und teuren Käse jetzt einfach so in einer Quiche zu verwursteln. So kaufte ich doch noch einen Brie. Nicht zu erwähnen, dass Einkaufen hier mit sehr viel Zeitaufwand und langen Fußmärschen verbunden ist.
Das Gute daran: ich bleibe stets in Bewegung. Besser noch: Das Sonntagsbrötchen  freut sich jetzt auf einen echten französischen Rohmilchcamembert - und mein Mann und ich werden ihn mit Andacht verspeisen.
So, genug über Preise geredet! Eingeweiht wurde meine neue rechteckige Tarteform, mit der ich schon die ganze Zeit liebäugelte. So scharwenzelte ich in den vergangenen Wochen immer wieder um diese Form im Laden herum.
Was für andere Frauen vielleicht Schuhe, sind für mich Backformen, Teller, Ravioliausstecher, kleine Tortenetageren, ja sogar schnöde Papierförmchen für Muffins. Einschlägige Läden wären auch mein Untergang, würde nicht die Vernunft mir manchmal ins Ohr flüstern: "Wo nur willst Du das alles noch unterbringen?"
Schon jetzt wird gestapelt und geschichtet, dabei steige ich manchmal auf mein kleines aufklappbares Küchentreppchen, um in schwindelnder Höhe mit Schüsseln, Deckeln, Einmachgläsern und Tellern zu jonglieren.
Wisst Ihr, dass die meisten Unfälle im Haushalt passieren?
Ganze Schrankfächer muss ich oft ausräumen, um an meine Schätze zu kommen, ob knapp unter der Decke oder auf den Knien liegend - na, Ihr kennt das wohl.
Also, das Problem mit dieser neuen Tarteform ist nun, dass ich noch eine zweite brauche - ja, das ist halt leider so -, denn beim Teigausrollen habe ich festgestellt, dass darin nur die Hälfte des Teiges Platz findet, der sonst für eine 24-cm-Form reicht. Alles klar?
Und das geht ja gar nicht! Morgen gehe ich mal wieder in meinen Lieblingsladen.




Camembert-Apfel-Tarte 

Zutaten für eine Tarteform mit herausnehmbaren Boden, 36 cm x 13 cm
(für 2 Personen als Hauptgericht, für 4 als Vorspeise)


  • 100 g Mehl
  • 50 g kalte Butter + Butter für die Form
  • 1 Prise Salz
  • 3 El kaltes Wasser


Aus den Zutaten nach meinem Grundrezept einen salzigen Mürbeteig herstellen, kaltstellen, ausrollen, in die Form legen und wieder kaltstellen. Mit einer Gabel vor dem Füllen mehrmals einstechen.


  • 1 Apfel
  • 1 Tl Puderzucker
  • 20 g Butter
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 100 g Camembert (ersatzweise Brie)



  • 2 Eier
  • 75 ml Milch
  • 75 ml Sahne
  • 1 El Frischkäse
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • gerebelter Thymian


Den Backofen auf 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Puderzucker mit der Butter in einer Pfanne leicht karamellisieren. Den Apfel schälen, vierteln und in Scheibchen schneiden. Diese in die Pfanne geben und leicht in dem Karamell Farbe annehmen lassen.
Zur Seite stellen und abkühlen lassen.
Eier, Milch, Sahne und Frischkäse verquirlen und mit dem Gewürzen abschmecken.
In die mit dem Teig ausgelegte Tarteform zunächst die karamellisierten Apfelscheiben legen, dann den in Würfel geschnittenen Camembert darauf verteilen und die Frühlingszwiebeln auflegen.
Aus optischen Gründen habe ich diese im Ganzen verwendet, dabei zu dicke Exemplare einmal der Länge nach geteilt. Natürlich kann man die Frühlingszwiebeln auch in Ringe schneiden.
Nun den Guss auf der Tarte verteilen und diese für ungefähr 35 bis 40 Minuten in den Ofen schieben.

Rezeptquelle: Angelehnt an ein Rezept aus: Alfons Schuhbeck, Annik Wecker: Raffinierte Tartes, süß und pikant, Dorling Kindersley Verlag, München 2010


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♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Dienstag, 29. Oktober 2013

Nun gibt es Minigugls - und Mini(!)gugls...


Diese Formen funktionieren eindeutig nach dem Kindchenschema-Prinzip! Und das funktioniert leider - ja ich sage leider (Platzgründe!) - bestens auch bei mir. "Oh wie süß, oh wie niedlich!" - und dann konnte ich wieder mal nicht dran vorbeigehen: Dreimal um den Stand mit diesen Sets aus Buch und Backform herumgeschlichen - und dann zugegriffen! Nicht dass ich nicht schon Minigugl-Formen hätte! "Normale" Mini-Gugl-Formen, versteht sich. Meine neuen Förmchen aber haben Pralinengröße!
Vor zwei Wochen in Südtirol hatte ich mir mal wieder die Zeit genomment, ausgiebig in den Kochbuchecken der Buchhandlungen von Meran und Bozen zu stöbern. Natürlich gehe ich dann nie ohne neue Schätze aus den Läden; darunter befand sich dieses Mal ein schmales Bändchen inklusive Backform, das allein diesen putzigen Super-Minigugls gewidmet war.



"Feine Gugls" nennt sich das schmale Bändchen, und in vier Kapiteln werden darin allerlei süße, pralinengroße Backwerke vorgestellt. Sommerliche Minigugls mit Früchten und Beerenobst, winterlich-weihnachtliche Kreationen mit Honig, Gewürzen und Schokolade oder Klassiker, die jeder auch in der großen Version kennt. Ein viertes Kapitel widmet sich den Gugls als Dessert und bietet dazu Rezepte für Saucen oder Fruchtkompott, die man zusammen mit den niedlichen Gugls servieren kann.
Ich werde mich durcharbeiten...
Heute aber gibt es einfache und wunderbar saftige:




Apfel-Zitronen-Minigugls

Zutaten (für 18 Minigugls in Pralinengröße)


  • 30 g Butter + zerlassene Butter zum Ausstreichen der Förmchen
  • 1 Ei
  • 30 g Puderzucker, gesiebt
  • 1 Prise Salz
  • 55 g Mehl, gesiebt + Mehl zum Bestäuben der Förmchen
  • 25 ml Milch
  • 1/2 unbehandelte Zitrone
  • 55 g Äpfel (ungefähr ein halber Apfel)
  • 15 g Mandelsplitter


Alle Zutaten auf Zimmertemperatur bringen.
Den Backofen auf 210 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
Etwas Butter zerlassen und die Förmchen damit auspinseln, dann mit etwas Mehl bestäuben.
Die Mandelsplitter mit einen Wiegemesser zerhacken.
Butter mit dem Salz und dem Puderzucker schaumig rühren und das Ei einarbeiten. Nun das Mehl und dann die Milch unterrühren.
Die Zitronenschale von einer halben Zitrone abreiben und zum Teig geben.
Die Apfelstücke (geschält) grob reiben (im Original: in feine Würfel schneiden) und mit den Mandeln unter den Teig rühren.
Den Teig in einen Spritzbeutel füllen und in die Förmchen geben.
Die Gugls im Ofen 12 Minuten backen, danach herausnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.






Rezeptquelle: Chalwa Heigl, DERGUGL, Feine Gugl, Südwest Verlag



♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Montag, 4. Februar 2013

Ein winterlicher Salat



Heute morgen sah ich doch tatsächlich weißen Spargel auf dem Markt! Sicher kommt er aus Peru. An einem Maitag vor einigen Jahren hatte ich mir den einmal angetan, sündhaft teuer war er - und ohne jegliches Aroma. Dabei gibt es in Norditalien wunderbaren weißen Spargel, der leider nur nie den Weg nach Rom findet.
Jetzt aber ist die Zeit der Äpfel, der Granatäpfel und Walnüsse, des Feldsalats. Daraus habe ich mir heute Mittag einen Salat zubereitet - schnell und unkompliziert.

Zutaten (für 2 Personen)

  • 100 g Feldsalat
  • 1 kleine Schalotte
  • 2 El Apfelbalsamessig
  • 3 El Traubenkernöl
  • 1 Tl Dijon-Senf
  • 1 Tl Orangenblütenhonig
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • 2 Äpfel
  • 100 g Ziegenfrischkäse
  • 60 g Walnußkerne
  • Kerne eines halben Granatapfels
  • 1 El Butter
  • Kastanienhonig


Den Salat waschen und trockenschleudern. Die Schalotte fein würfeln. Aus dem Essig, dem Öl, dem Senf, Salz, Pfeffer und dem Orangenblütenhonig eine Vinaigrette herstellen und die Schalottenwürfel unterrühren.
Die Walnusskerne hacken und die Kerne aus der Granatapfelhälfte pulen.
Äpfel schälen, aus der Mitte jeweils zwei dickere Scheiben herausschneiden und das Kerngehäuse ausstechen. Die Apfelscheiben in etwas Butter kurz anbraten, dann in eine feuerfeste Form legen, jeweils mit einer Scheibe des Ziegenfrischkäse bedecken und unter dem Backofengrill kurz gratinieren.
Salat mit der Vinaigrette vermischen und auf einem Teller anrichten. Die Apfel-Ziegenkäsescheiben daneben anrichten und üppig mit dem Kastanienhonig beträufeln. Salat und Äpfel mit den gehackten Walnüssen und den Granatapfelkernen bestreuen.


Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.de


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

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